Ziel dieser Arbeit mit dem Thema „Sterben im Hospiz“ ist es, nach der Eingrenzung des Themas und einer Definition, die Entstehungsgeschichte des Hospizes und den Verlauf in Deutschland aufzuzeigen. Auch werden die sozialwirtschaftlichen Bereiche des Ehrenamtes, der Finanzierung und die Aufnahmekriterien näher erläutert und anschließen folgt eine Darstellung der Methoden der Sozialen Arbeit in den verschiedenen Formen des Hospizes dargestellt werden. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse, ein Resümee sowie die Lernbiografie bilden den Schluss der Arbeit.
„Auch das moderne Sterben verlangt von den Sterbenden das Befolgen von Normen, wie die Bewusstheit des Sterbens, die Vorbereitung auf den Tod, den Verzicht auf Rollen und Verantwortungen sowie die Verabschiedung von der Gemeinschaft.“ (Kellehear, 1990)
Wie Kellehear 1990 schon gesagt hat, sind das Sterben, der Tod und die Trauer Themen, die jeden von uns betreffen. Niemand kann vorhersagen wann es bei einem oder bei einem nahestehenden Angehörigen soweit ist. Die Angst vom Sterben wird dann besonders deutlich, wenn wir mit der Trauer eines Hinterbliebenen in Berührung kommen. Genau zu dieser Zeit, brauchen die Trauernden Verständnis und Entgegenkommen von der Gesellschaft. Doch leider wird das Thema Tod, Sterben und Trauer von der modernen Gesellschaft immer noch gemieden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Hinführender Gedanke
1.2 Definition
1.2.1 Hospiz
1.2.2 Grundsätze der Hospizarbeit
2 Geschichte und Verlaufsform der Hospizidee
2.1 Entstehung der Hospizbewegung
2.2 Hospizverlauf in Deutschland
3 Sozialwirtschaftliche Aspekte im Hospiz
3.1 Ehrenamt
3.2 Finanzierung
3.3 Aufnahmekriterien
4 Formen der Hospizarbeit
4.1 Ambulante Hospizarbeit
4.2 Stationäre Hospizarbeit
5 Andere Formen des Hospizes
5.1 Kinder- und Jugendhospiz
5.2 Palliativ Care
6 Schluss
6.1 Resümee
6.2 Lernbiografie
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen umfassenden Überblick über die Hospizidee sowie deren historische Entwicklung und Implementierung in Deutschland zu geben, wobei insbesondere die sozialwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und verschiedenen Betreuungsformen beleuchtet werden.
- Historische Herleitung der Hospizbewegung und ihre Entwicklung in Deutschland.
- Analyse sozialwirtschaftlicher Aspekte wie Ehrenamt, Finanzierungsstrukturen und Aufnahmekriterien.
- Darstellung der ambulanten und stationären Formen der Hospizarbeit.
- Spezifische Betrachtung der Kinder- und Jugendhospizarbeit sowie des Palliativ-Care-Konzepts.
- Reflexion der Bedeutung hospizlicher Begleitung für Sterbende und deren Angehörige.
Auszug aus dem Buch
1.2.1 Hospiz
Hospize sind Häuser und Einrichtungen, in denen Schwerkranken und ihre Angehörigen, von fachkundigen Personal und ehrenamtlichen Mitarbeitern begleitet, während der letzten Lebenszeit des Kranken miteinander leben (vgl. Lamp 2012, S. 52). Hospiz ist die Idee, dass wir Menschen einander im Sterben nicht alleine lassen (vgl. ebd., S. 53). Die Hospize sind baulich, organisatorisch und wirtschaftliche eigenständige Einrichtungen mit separatem Personal und Konzepten. Die Zahlen der Hospizplätze schwanken meist zwischen acht und zwölf Zimmern, die in der Regel alle Einzelbettzimmer sind. In den Zimmern ist auch meistens eine Übernachtungsmöglichkeit für die Angehörigen gegeben (vgl. ebd., S. 54). Kinderhospize sind speziell auf die Bedürfnisse lebensverkürzend erkrankter Kinder ausgerichtet. Im Mittelpunkt der Hospizversorgung stehen die schwerkranken Patientinnen und Patienten mit ihren Wünschen und Bedürfnissen. Eine ganzheitliche Pflege und Versorgung wird durch Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizes in Zusammenarbeit mit palliativmedizinischen erfahrenen Ärztinnen und Ärzten gewährleistet (vgl. Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V. 2018, o. S.).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Sterbens in der modernen Gesellschaft ein und definiert zentrale Begriffe sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2 Geschichte und Verlaufsform der Hospizidee: Hier wird der historische Ursprung der Hospizbewegung von der christlichen Tradition bis zur modernen Entwicklung in Deutschland aufgearbeitet.
3 Sozialwirtschaftliche Aspekte im Hospiz: Dieses Kapitel erläutert die ökonomischen und strukturellen Rahmenbedingungen, einschließlich Ehrenamt, Finanzierungsmodellen und Zugangsvoraussetzungen.
4 Formen der Hospizarbeit: Hier werden die verschiedenen Organisationsformen der Sterbebegleitung, unterteilt in ambulante und stationäre Hospizarbeit, detailliert dargestellt.
5 Andere Formen des Hospizes: Dieses Kapitel widmet sich speziellen Versorgungsformen wie der Kinder- und Jugendhospizarbeit sowie dem übergreifenden Ansatz der Palliative Care.
6 Schluss: Das Abschlusskapitel bietet eine Zusammenfassung der Ergebnisse in einem Resümee sowie einen persönlichen Rückblick der Verfasserin auf den Lernprozess.
Schlüsselwörter
Hospiz, Sterbebegleitung, Palliative Care, Sozialwirtschaft, Ehrenamt, Hospizbewegung, Kinderhospiz, Tod, Trauer, Lebensqualität, Sterben, Gesundheitswesen, ambulante Hospizarbeit, stationäre Hospizarbeit, Schmerztherapie
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Hospizbewegung, ihren historischen Hintergründen und den verschiedenen Formen der hospizlichen Sterbebegleitung in Deutschland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen umfassen die Geschichte der Hospizidee, sozialwirtschaftliche Grundlagen, Finanzierungsfragen, ehrenamtliches Engagement sowie verschiedene stationäre und ambulante Versorgungsmodelle.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, ein Verständnis für das Hospizwesen zu entwickeln, die Entstehungsgeschichte aufzuzeigen und die Methoden der Sozialen Arbeit in diesem Kontext zu erläutern.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Analyse fachspezifischer Quellen, um einen strukturierten Überblick über das Thema zu geben.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt die historische Entwicklung, die ökonomischen Aspekte, die Aufnahmekriterien in Hospize sowie eine detaillierte Differenzierung der verschiedenen Hospizformen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Hospiz, Palliative Care, Sterbebegleitung, Ehrenamt, Sozialwirtschaft und Lebensqualität.
Wie finanziert sich ein stationäres Hospiz in Deutschland?
Die Finanzierung erfolgt gemäß SGB V und XI durch Krankenkassen, die 95 % der Kosten übernehmen, während die restlichen 5 % durch Spenden aufgebracht werden müssen.
Welche Rolle spielen Ehrenamtliche im Hospiz?
Ehrenamtliche leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur psychosozialen und spirituellen Begleitung der Schwerkranken und ihrer Angehörigen und fördern den gesellschaftlichen Wandel im Umgang mit dem Tod.
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- Nina Forster (Author), 2019, Sterben im Hospiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1165944