Im Rahmen dieser Arbeit sollen Strategien zur Überwindung der sogenannten letzten Meile vorgestellt werden. Zuerst erkläre ich den Begriff des E-Fulfillment und werde das Problem der letzten Meile in das E-Fulfillment einordnen. Danach werde ich das Problem der letzten Meile beschreiben und auf die Ursachen des Problems eingehen. Anschließend werde ich zum Hauptteil der Arbeit übergehen: ich stelle einige ausgewählte Strategien zur Überbrückung der letzten Meile vor und werde diese auch bewerten. Die vorgestellten Systeme sind bereits entwickelte und funktionierende Praxisbeispiele von allgemeinen Strategien, die sich zum Teil noch in ihrer Pilot- oder Testphase befinden. Neben den neuen Strategien werde ich auch die bisherigen Strategien, den Ist-Zustand, beschreiben. Abschließend werde ich noch einmal kurz alle Lösungsansätze mit ihren Vor- und Nachteilen sowie Planungsprobleme nennen und eine persönliche Einschätzung geben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffe und Problembeschreibung
3. Das Problem der letzten Meile – ein neues Problem oder nur akut geworden?
4. Strategien und betriebswirtschaftliche Wertung
4.1. Synchrone Zustellsysteme / Bringsysteme
4.1.1. Hauszustellung
4.1.1.1. Beschreibung
4.1.1.2. Kosten
4.2. Asynchrone Zustellsysteme / Übergabeterminals
4.2.1. Abholung Postfiliale / Paketshop / Depot
4.2.1.1. Beschreibung
4.2.1.2. Kosten
4.2.2. DHL Packstation
4.2.2.1. Beschreibung
4.2.2.2. Kosten
4.2.3. Tower24
4.2.3.1. Beschreibung
4.2.3.2. Kosten
4.2.4. PickPoint AG
4.2.4.1. Beschreibung und Kosten
5. Fazit der Lösungsproblematik
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit analysiert die logistischen Herausforderungen der sogenannten "letzten Meile" im Kontext des wachsenden E-Commerce und E-Fulfillment. Das primäre Ziel ist es, Strategien zur Überwindung dieses Problems vorzustellen, diese betriebswirtschaftlich zu bewerten und die Notwendigkeit sowie die Hürden neuer Zustellmodelle zu beleuchten.
- Definition und Einordnung des Problems der letzten Meile im B2C- und C2C-Bereich.
- Untersuchung der Ursachen für die ineffiziente Zustellung an Privatkunden.
- Gegenüberstellung von synchronen (Hauszustellung) und asynchronen Zustellsystemen (Übergabeterminals).
- Detaillierte Analyse von Praxisbeispielen wie der DHL Packstation, dem Tower24 und der PickPoint AG.
- Bewertung von Kostensenkungspotenzialen durch Erhöhung des sogenannten "Drop-Faktors".
Auszug aus dem Buch
4.2.2.1. Beschreibung
Der Empfänger registriert sich einmalig bei der DHL als Packstationskunde. Daraufhin erhält er eine Kundenkarte mit Kundennummer und PIN-Nummer. Damit hat er die Möglichkeit, das Paket rund um die Uhr in Empfang nehmen zu können. Zusätzlich können Nachnahmesendungen bargeldlos mittels ec-Karte oder Geldkarte bezahlt und Retouren sowie Pakete abgegeben werden. Die Packstation ist ein geschlossenes System, in das nur DHL Sendungen eingelagert werden können. Pakete, die mit anderen Dienstleistern versendet werden, können dort nicht abgeliefert werden.
Der Kunde gibt bei seinen Online-Bestellungen als Adresse seinen Namen, seine Kundennummer sowie „PACKSTATION“ anstatt des Straßennamens und die Nummer der betreffenden Packstation nebst PLZ und Ort der Packstation an.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema E-Fulfillment und die Zielsetzung der Arbeit zur Untersuchung von Strategien für die Zustellung auf der letzten Meile.
2. Begriffe und Problembeschreibung: Definition der zentralen Termini und Erläuterung der Ursachen des Zustellproblems, primär durch die Abwesenheit von Empfängern im B2C-Sektor.
3. Das Problem der letzten Meile – ein neues Problem oder nur akut geworden?: Analyse der historischen Entwicklung und des Einflusses von E-Commerce und Paketvolumensteigerungen auf die Dringlichkeit der Problematik.
4. Strategien und betriebswirtschaftliche Wertung: Umfassende Darstellung und ökonomische Bewertung von synchronen Bringsystemen sowie innovativen asynchronen Übergabeterminals.
5. Fazit der Lösungsproblematik: Zusammenfassende Einschätzung der vorgestellten Systeme und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung sowie die Herausforderungen bei der Akzeptanz durch die Endkunden.
Schlüsselwörter
E-Logistik, E-Fulfillment, Letzte Meile, KEP-Dienstleister, Zustellsysteme, Hauszustellung, Packstation, Tower24, PickPoint AG, Drop-Faktor, B2C, E-Commerce, Paketlogistik, Übergabeterminals, Kosteneffizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die logistischen Herausforderungen bei der Paketzustellung an den Endkunden, das sogenannte Problem der "letzten Meile", und evaluiert moderne Lösungsansätze.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Definition von E-Fulfillment, die Auswirkungen des E-Commerce auf das Paketaufkommen sowie die Analyse und Bewertung verschiedener Zustellstrategien.
Was ist das primäre Ziel dieser Untersuchung?
Ziel ist es, den Status quo der Zustellmethoden zu beschreiben und aufzuzeigen, wie durch innovative Systeme Kosten gesenkt und die Effizienz in der KEP-Branche gesteigert werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive Analyse und betriebswirtschaftliche Bewertung von existierenden Logistikkonzepten und Praxisbeispielen, gestützt auf aktuelle Studien und Fachliteratur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung und Bewertung von synchronen Zustellsystemen, wie der klassischen Hauszustellung, und asynchronen Übergabesystemen, wie der Packstation, dem Tower24 und PickPoint.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind "Letzte Meile", "E-Fulfillment", "KEP-Dienstleister", "Drop-Faktor" und "asynchrone Zustellung".
Warum ist das Problem der letzten Meile vor allem für den B2C-Bereich relevant?
Da Privatkunden während der üblichen Zustellzeiten oft berufstätig sind, entstehen hohe Kosten durch erfolglose Zustellversuche, ein Problem, das im B2B-Bereich durch feste Wareneingangszeiten kaum existiert.
Welche Rolle spielt der sogenannte Drop-Faktor?
Der Drop-Faktor gibt an, wie viele Pakete ein Zusteller pro Stopp abliefert; durch die Bündelung an Sammelpunkten (asynchrone Systeme) kann dieser Faktor massiv erhöht werden, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führt.
Wie bewertet der Autor die Zukunft der Packstation?
Aufgrund des Ausbaus durch den Marktführer DHL und der hohen Kundenflexibilität schätzt der Autor die Chancen für das Packstation-System als sehr gut ein.
Worin liegen die Haupthürden für vollautomatische Systeme wie den Tower24?
Trotz technologischer Vorteile wie der Temperaturzonen-Trennung stehen die hohen Investitions- und Betriebskosten sowie die notwendige hohe Mindestauslastung einer breiten Marktdurchsetzung derzeit im Weg.
- Arbeit zitieren
- Dipl.-Kfm. Christoph Bauer (Autor:in), 2004, E-Logistik. E-Fulfillment – das Problem der letzten Meile – Strategien, betriebswirtschaftliche Bewertung und Planungsprobleme, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116628