Darstellung eines Stundenentwurfs zur Exkursion ins Schloss Charlottenburg


Unterrichtsentwurf, 2005

8 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Darstellung eines Stundenentwurfs zur Exkursion ins Schloss Charlottenburg

1.Unterrichtsgegenstand

Die Unterrichtseinheit, zu der die Exkursion durchgeführt werden soll, lautet „Aufgeklärter Absolutismus“. Laut Rahmenplan des Landes Berlin ist dies für die 2. Hälfte des 8. Schuljahres vorgesehen (Name des übergeordneten Themas dort: „Politische Wirkungen aufgeklärten Denkens im 18. Jahrhundert“ für einen Zeitraum von circa 19 Unterrichts-stunden)[1]. In der Exkursion sollen die preußisch-königlichen Lebensverhältnisse im 18. Jahrhundert ein Stück weit veranschaulicht werden, um die damalige Zeit den Schülern greifbarer zu gestalten und damit besser vermitteln zu können. Die Geschichte des Schlosses Charlottenburg, als heimat-historisch bedeutsames Objekt, soll dabei nicht unbeachtet bleiben.

2.Lernziele der Exkursion

Folgende Lernziele sollen durch die Exkursion erreicht werden :

Als Grobziele sollen die Schüler ihr Wissen über den (aufgeklärten) Absolutismus in Preußen vertiefen (1), ihre Kenntnisse über die territorialen und politischen Entwicklungen Brandenburgs bis zum Erwerb der Königswürde in Preußen wiederholen (2) und zudem einen Ausblick auf spätere Zeiten erhalten (3). Ebenfalls sollen die Schüler das Schloss Charlottenburg als heimatgeschichtlich wertvolles Objekt kennen lernen, historisch ein- und zeitlich zuzuordnen können (4).

Als Teillernziele sollen sie etwas über die Baugeschichte des Schlosses Charlottenburg (4a) und über die kunstgeschichtlichen Epochen des Barock und Rokoko erfahren (4b).

Überdies wenden die Schüler ihre Fertigkeiten zum gemeinschaftlichen Lösen und Bearbeiten von Arbeitsaufträgen in Gruppen erneut an (5). Sie festigen ihr Wissen zum 7-jährigen Krieg (2a) und lernen Napoleon kennen (3a). Schließlich erwerben die Schüler Einblicke in das private Lebensumfeld einiger Mitglieder der Hohenzollern (1a), die ihnen dabei helfen, diese historischen Persönlichkeiten in der sonst im Unterricht üblichen ereignisgeschichtlichen Perspektive wieder zu erkennen.

3.Methodisch-didaktische Begründung und Verlaufsplanung der Exkursion

Der hier vorgestellten Exkursion sollten etwa 3 Geschichtsstunden zur Unterrichtseinheit „Aufgeklärter Absolutismus“ vorangegangen sein, sodass die Schüler die wichtigsten Ereignisse (wie den 7-jährigen Krieg) und historischen Persönlichkeiten (Friedrich Wilhelm II., Friedrich II.) zuordnen können.

Zu Beginn der Besichtigung des Neuen Flügels[2] des Schlosses Charlottenburg, das immerhin die größte noch erhaltene Hohenzollern-Residenz in Berlin ist[3], sollen sich die Schüler in Vierer-Gruppen zusammenfinden. Eine derartige Aufteilung bietet sich einerseits aus aufsichtstechnischen Gründen an, da ansonsten bei der Größe der zu besichtigenden Räumlichkeiten eine etwa 27-köpfige Klasse kaum angemessen betreut werden könnte (selbst für die Arbeit in 4er-Gruppen empfiehlt sich eine zweite Aufsichtsperson, die im linken Teil des Obergeschosses als Ansprechpartner fungiert), andererseits soll durch die Bearbeitung der Aufgabenstellungen in Gruppen auch für einen gegenseitigen Austausch, Diskussion, Denkanstöße und kritische Reflexion gesorgt werden. Durch Letzteres werden so auch soziale Lernziele berücksichtigt.[4]

Nach dem Zusammengehen der Schüler in Gruppen werden die Arbeitsblätter AB1 (zu den Räumen 362-367) und AB2 (Räume 352-358) auf Vorder- und Rückseite ausgeteilt und die Arbeitsaufträge erläutert. Die Räume können in freier Reihenfolge besichtigt werden, wobei zunächst die Fragen zu den Teilen A und B auf AB2 bearbeitet werden sollen – als Zeitvorgabe werden 120 Minuten genannt.

Die Fragen sind dabei so konzipiert, dass eine Mischung aus offenen und geschlossenen Fragestellungen erreicht wird, die einem Mittelweg zwischen bloßem Auffinden von Informationen und der Reproduktion / dem Transfer von vorher erworbenen Kenntnissen zum aufgeklärten Absolutismus in Preußen zum Ziel haben soll.

Teil A, mit seinen Fragen auf AB2 zu den Wohnräumen Friedrich II., steht vermutlich am Anfang der Schülerbesichtigung. Jedoch ist das Arbeitsblatt so konzipiert, dass ein Beginnen mit Teil B, den Winterkammern Friedrich Wilhelm II., ebenfalls denkbar und problemlos möglich ist.

[...]


[1] http://www.senbjs.berlin.de/schule/rahmenplaene/rahmenplan/gesch-o-7-10.pdf, Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport, Rahmenplan für Unterricht und Erziehung in der Berliner Schule. Geschichte – Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule, Klasse 7-10, Seite 8 und 9.

[2] Und nur dieser bietet durch seinen Ausstellungscharakter die Möglichkeit ohne Führung, selbständig erkundend, die Räumlichkeiten zu besichtigen und die dazugehörigen Fragestellungen zu bearbeiten. Das Erdgeschoss des alten Schlosses wäre nur mit Führung zugänglich gewesen, das Obergeschoss hätte lediglich eine Porzellanausstellung geboten.

[3] Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (Hg), Schloss Charlottenburg, Potsdam 1999.

[4] Vgl. Lernziel 5.

Ende der Leseprobe aus 8 Seiten

Details

Titel
Darstellung eines Stundenentwurfs zur Exkursion ins Schloss Charlottenburg
Hochschule
Technische Universität Berlin  (Fachdidaktik Geschichte)
Veranstaltung
HS Berlin -Geschichte „vor Ort“
Note
2,0
Autor
Jahr
2005
Seiten
8
Katalognummer
V116638
ISBN (eBook)
9783640190379
Dateigröße
372 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Darstellung, Stundenentwurfs, Exkursion, Schloss, Charlottenburg, Berlin, Ort“
Arbeit zitieren
Stephan Kilter (Autor), 2005, Darstellung eines Stundenentwurfs zur Exkursion ins Schloss Charlottenburg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116638

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