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Digitalisierung im deutschen Reiseveranstaltermarkt. Einflussfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen

Titel: Digitalisierung im deutschen Reiseveranstaltermarkt. Einflussfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen

Masterarbeit , 2019 , 168 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Ronja Löber (Autor:in)

Tourismus - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit beschäftigt sich mit entstandenen Herausforderungen für den deutschen Reiseveranstaltermarkt durch die Digitalisierung. Dabei sollen die Forschungsfragen beantwortet werden, wie die Digitalisierung den deutschen Reiseveranstaltermarkt beeinflusst und unter welchen Umständen die Kunden noch bereit sind, für die Leistungsbündelung und Beratung zu zahlen, wenn sie alle Informationen und Teilleistungen auch online erhalten. Ein weiteres Ziel der Arbeit ist die Ableitung von Handlungsempfehlungen, welche Reiseveranstaltern helfen sollen, auch zukünftig ihre Rolle in der Tourismusbranche zu sichern.

Im Rahmen der Primärforschung werden aufbauend auf den gesammelten theoretischen Erkenntnissen Hypothesen abgeleitet, welche dann im Rahmen einer Online-Befragung näher überprüft werden. Zu Beginn der Arbeit wird die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die deutsche Gesamtwirtschaft herausgestellt, bevor die Akteure im Tourismus und ihre Rolle an der touristischen Leistungserstellung näher erläutert werden. Hierbei werden sowohl die Anbieter als auch die Kunden vorgestellt. Bei Letzteren liegt der Schwerpunkt vor allem auf der Entwicklung des Konsumentenverhaltens und welche Buchungs- und Reiseformen deutsche Touristen bevorzugen.

Anschließend wird die Entwicklung im Tourismus dargestellt, wobei der Schwerpunkt hier bei den in Folge der Digitalisierung neu entstandenen Anbietern liegt. Nachdem ein Einblick in die Grundlagen und die Entwicklung des Tourismus gegeben wurde, werden im nächsten Schritt theoretische Grundlagen ausgewählt und dargestellt, um die Auswirkungen der Entwicklung näher untersuchen und bewerten zu können. Hierbei werden zum einen die neue Institutionenökonomik als allgemeine Theorie vorgestellt und zum anderen der Kaufentscheidungsprozess bei Urlaubsreisen, welcher einen direkten Bezug zum Tourismus hat.

Darüber hinaus wird auch das Konzept der Mass Customization vorgestellt, da dies ein Modell ist, um mit dem wachsenden Wunsch nach Individualisierung auf Seiten der touristischen Nachfrager umzugehen. Nachdem der theoretische Teil der Arbeit abgeschlossen ist, folgt die empirische Untersuchung der Entwicklung.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit

2. Konzeptionelle Grundlagen der Reisebranche

2.1 Die Bedeutung der Tourismusbranche

2.2 Akteure und Rolle

2.2.1 Anbieter

2.2.2 Kunden

2.3 Entwicklungen im Tourismus

3. Bewertung und Analyse der Entwicklungslinien auf der Grundlage von theoretischen Modellen

3.1 Neue Institutionenökonomik

3.1.1 Informationsökonomik

3.1.2 Transaktionskostenansatz

3.1.3 Prinzipal-Agent-Theorie

3.2 Mass Customization

3.3 Der Kaufentscheidungsprozess bei Urlaubsreisen

3.3.1 Der Entscheidungsprozess bei Urlaubsreisen nach Schmoll

3.3.2 Entscheidungsfaktoren nach Cheyne et al.

4. Empirische Untersuchung der Entwicklung

4.1 Ableitung von Untersuchungshypothesen

4.2 Darstellung des Untersuchungsdesigns

4.2.1 Wahl des Untersuchungsdesigns

4.2.2 Gestaltung des Fragebogens

4.3 Darstellung der Ergebnisse

5. Handlungsempfehlungen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, den Einfluss der Digitalisierung auf den deutschen Reiseveranstaltermarkt zu analysieren und zu untersuchen, unter welchen Bedingungen Kunden weiterhin bereit sind, für die Leistungsbündelung und Beratung von Reiseveranstaltern zu zahlen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie Reiseveranstalter ihre Rolle im Tourismus sichern können, während sich der Onlinehandel mit Teilleistungen und Vergleichsportalen immer stärker etabliert.

  • Wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus in Deutschland
  • Rolle und Veränderung der Akteure (Anbieter und Kunden) durch die Digitalisierung
  • Anwendung theoretischer Modelle (Neue Institutionenökonomik, Mass Customization) auf den Reisemarkt
  • Empirische Analyse des Konsumentenverhaltens und der Buchungspräferenzen
  • Ableitung strategischer Handlungsempfehlungen für Reiseveranstalter zur Sicherung ihrer Marktposition

Auszug aus dem Buch

3.1.3 Prinzipal-Agent-Theorie

Die Prinzipal-Agent-Theorie beschreibt die Zusammenarbeit zwischen einem kompetenten Anbieter als sogenannten Agenten und seinem Auftraggeber, dem Prinzipal, unter den Bedingungen einer äußeren Unsicherheit und einer inneren Informationsasymmetrie. Äußere Unsicherheit beschreibt hier die unvollständigen Informationen über eine Umwelt, die nicht beeinflusst werden kann. Die innere Informationsasymmetrie besagt, dass der Agent über mehr Informationen als der Prinzipal verfügt, er also einen Informationsvorsprung hat. Die Prinzipal-Agent-Beziehung lässt sich auf zahlreiche Bereiche übertragen, in denen der Prinzipal dem Agenten gegenüber über ein Informationsdefizit verfügt. Im Bereich der Reisebuchung verfügt der Reiseveranstalter über ein größeres Wissen über die Gegebenheiten im Zielgebiet und im touristischen Markt. Der Agent hat die Möglichkeit dies auf drei verschiedene Arten auszunutzen. Die Eigenschaften, die diese Möglichkeiten ausmachen, werden als Hidden Characteristics, Hidden Action und Hidden Intention beschrieben. Hidden Characteristics sind Eigenschaften der Transaktion oder Leistung, die der Agent dem Prinzipal verschweigt, um daraus einen Vorteil für sich zu ziehen. Daher ist es möglich, dass ein Agent mit niedrigeren Kosten höhere Kosten vortäuscht. Durch die Informationsasymmetrie kann der Prinzipal vor Vertragsabschluss nicht wissen, welchen Kostentypus die Agenten angehören. Ein Beispiel hierfür ist, wenn der Reiseveranstalter Qualitätsunterschiede der eigenen Reise und der eines Konkurrenten verschweigt und der Kunde diese aufgrund seines Informationsdefizits nicht erkennen kann, wie beispielsweise Ausflüge in größeren Gruppen oder zu weniger exklusiven Zielen. Der Kunde würde sich dann für das preisgünstigere Angebot entscheiden und das qualitativ hochwertige und teurere Angebot könnte schließlich vom Markt verdrängt werden. Diese Informationsasymmetrie vor Vertragsabschluss wird als Adverse Selection bezeichnet. Maßnahmen die vom Agenten aus Gründen des eigenen Vorteils nach Vertragsabschluss getroffen oder unterlassen werden, werden als Hidden Action bezeichnet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit: Einführung in die Herausforderungen des Reiseveranstaltermarktes durch die Digitalisierung und Definition der Forschungsziele.

2. Konzeptionelle Grundlagen der Reisebranche: Analyse der wirtschaftlichen Bedeutung des Tourismus sowie der Rollen von Anbietern und Kunden im Markt.

3. Bewertung und Analyse der Entwicklungslinien auf der Grundlage von theoretischen Modellen: Theoretische Fundierung durch Institutionenökonomik, Mass Customization und Kaufentscheidungsprozesse.

4. Empirische Untersuchung der Entwicklung: Ableitung und Überprüfung von Hypothesen mittels einer Online-Umfrage zu Buchungsverhalten und Reisepräferenzen.

5. Handlungsempfehlungen: Konkrete Strategien für Reiseveranstalter, um ihre Relevanz durch Kompetenzvermittlung, Sicherheit und individuelle Angebote zu steigern.

6. Fazit: Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.

Schlüsselwörter

Reiseveranstalter, Tourismus, Digitalisierung, Konsumentenverhalten, Online-Buchung, Mass Customization, Transaktionskosten, Informationsasymmetrie, Pauschalreise, Reisebüro, Reiseplanung, Kundenbindung, Wettbewerbsstrategie, Tourismusmarkt, Reiseentscheidung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Digitalisierung auf den deutschen Reiseveranstaltermarkt und analysiert, welche Rolle klassische Reiseveranstalter in Zukunft noch spielen können.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die ökonomische Bedeutung der Tourismusbranche, das veränderte Buchungsverhalten durch Internetakteure und theoretische Erklärungsmodelle für Markttransaktionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Handlungsempfehlungen für Reiseveranstalter zu entwickeln, um ihre Marktposition gegenüber direkten Buchungsmöglichkeiten und neuen Online-Konkurrenten zu sichern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin kombiniert eine theoretische Fundierung mittels Literaturanalyse mit einer quantitativen empirischen Studie in Form einer Online-Befragung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine konzeptionelle Analyse der Branche, die Bewertung durch ökonomische Theorien (u.a. Prinzipal-Agent-Theorie) und die Auswertung der empirischen Befragungsergebnisse.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Reiseveranstalter, Digitalisierung, Mass Customization, Konsumentenverhalten und Transaktionskosten.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Vollpauschal-, Teilpauschal- und Individualreisenden wichtig?

Diese Segmentierung ermöglicht es, die unterschiedlichen Motive, Präferenzen und das spezifische Informationsbedürfnis der verschiedenen Kundentypen präzise zu vergleichen und zielgruppengerechte Handlungsempfehlungen abzuleiten.

Welche Rolle spielt Sicherheit in der Entscheidung der Reisenden?

Sicherheit, insbesondere im Hinblick auf Mängelhaftung und Insolvenzschutz, erweist sich als ein zentraler Wettbewerbsvorteil, den Reiseveranstalter gegenüber der selbstständigen Buchung im Internet betonen sollten.

Ende der Leseprobe aus 168 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Digitalisierung im deutschen Reiseveranstaltermarkt. Einflussfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen
Hochschule
Fachhochschule Düsseldorf
Note
1,3
Autor
Ronja Löber (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
168
Katalognummer
V1167191
ISBN (PDF)
9783346599421
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Reiseveranstalter Digitalisierung Marketing Produktmanagement Tourismuswirtschaft Tourismusmanagement Reisebranche Tourismus Tourismusbranche Reisemarkt Neue Institutionenökonomik Informationsökonomik Transaktionskostenansatz Prinzipal-Agent-Theorie Mass Customization Kaufentscheidungsprozess Entscheidungsprozess Konsumentenverhalten Kaufentscheidungen Kommunikation Multimediamanagement Marktmanagement
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ronja Löber (Autor:in), 2019, Digitalisierung im deutschen Reiseveranstaltermarkt. Einflussfaktoren und Ableitung von Handlungsempfehlungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167191
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Leseprobe aus  168  Seiten
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