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Zweckgesellschaften (SPVs) nach HGB, IFRS und BilMoG in der Kreditkrise

Special Purpose Vehicles (HGB, IFRS, BilMoG) and the subprime crisis

Title: Zweckgesellschaften (SPVs) nach HGB, IFRS und BilMoG in der Kreditkrise

Diploma Thesis , 2008 , 83 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Benjamin Hüttche (Author)

Business economics - Law
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Summary Excerpt Details

Seit Sommer 2007 ist die Subprime Crisis unwiderruflich mit dem Wort Zweckgesellschaft verbunden. Es ist seither kein Tag vergangen, an dem nicht über die Subprime Crisis berichtet wurde. Schauen wir sie etwas genauer an und klären wir, wie es dazu kam, dass die Krise so lange im Verborgenen blieb.
Zunächst wird im zweiten Kapitel die Neue Institutionenökonomik vorgestellt.
Mit ihrer Hilfe wird gezeigt, welche Wirkung Informationsasymmetrien auf den Kapitalmarkt haben und welche Funktion die Rechnungslegung beim Abbau der Asymmetrien einnimmt.
Das dritte Kapitel rekapituliert die jüngsten Entwicklungen der Subprime Crisis und skizziert ihren Weg von Amerika über die Kapitalmärkte nach Europa. Im vierten Kapitel wird die Subprime Crisis am Beispiel der IKB Deutsche Industriebank AG konkretisiert und das Geschäftsmodell einer ihrer Zweckgesellschaften vorgestellt.
Das fünfte Kapitel widmet sich den allgemeinen Bilanzierungs- und Konsolidierungsvorschriften und geht explizit auf die Vorschriften für Zweckgesellschaften nach HGB, IFRS und BilMoG ein.
Für Kreditinstitute ergeben sich im Rahmen von Basel II besondere Vorschriften, sie werden im sechsten Kapital abgebildet. Im siebten Kapitel erfolgt die Schlussbetrachtung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Principal-Agent-Beziehungen und der Kapitalmarkt

2.1 Neue Institutionenökonomik und Agency-Theorie

2.2. Principal-Agent-Konflikt

2.3 Adverse Selection und Moral Hazard

2.4 Adverse Selection am Beispiel der Kapitalmärkte

2.5 Banken und Adverse Selection

2.6 Rechnungslegung und Adverse Selection

2.7 Rechnungslegung und Rechnungslegungssysteme

3. Subprime Crisis

3.1 Subprime-Kredit

3.1.1 Kreditvergabepraktiken der Banken in den USA

3.1.2 Entwicklung des Immobilienmarkts ab 2007

3.2 Wie die Subprime-Krise Europa erreichte

3.2.1 Financial Engineering

3.2.2 Collateralized Debt Obligations

3.2.3 Kreditkrise

3.2.3.1 Auswirkungen der Krise auf ABS, CDOs, ABCPs

3.2.3.2 Quasi-Banken in der Kreditkrise

3.2.3.3 Der Geldmarkt und die Subprime-Krise

3.3 Zwischenfazit

4 Problemaufriss am Beispiel der IKB

4.1 Geschäftsmodell der RFCC

4.1.1 Fristentransformation

4.1.2 Das ABCP-Programm der RFCC

4.2 Die scheinbare Disintermediation von Banken

5 Bilanzierung von Zweckgesellschaften

5.1 Definition einer Zweckgesellschaft nach IFRS

5.2 Definition einer Zweckgesellschaft nach HGB

5.3 Allgemeine Grundsätze nach HGB

5.3.1 Das Konzept der einheitlichen Leitung

5.3.2 Das Control-Konzept

5.3.2.1 Mehrheit der Stimmrechte

5.3.2.2 Recht zur Bestellung und Abberufung

5.3.2.3 Beherrschender Einfluss

5.3.3 Konsolidierung von Zweckgesellschaften nach HGB

5.3.3.1 Zweckgesellschaften nach § 290 Abs. 1 HGB

5.3.3.2 Zweckgesellschaften nach § 290 Abs. 2 HGB

5.3.3.3 Die Besonderheiten bei Kreditinstituten

5.3.4 Die Generalnorm

5.3.4.1 Die Vermögenslage

5.3.4.2. Die Finanzlage

5.3.4.3 Die Ertragslage

5.3.4.4 Die Bilanzwahrheit

5.3.4.5 Die Bilanzklarheit

5.4 Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)

5.4.1 Der Referentenentwurf und die Aufstellungspflicht

5.4.2 Der Referentenentwurf und die Größenmerkmale

5.4.3 Der Referentenentwurf und die Anhangangaben

5.4.4 Der Referentenentwurf und der Lagebericht

5.4.5 Der Referentenentwurf und die Generalnorm

5.5 Die Bilanzierung von Zweckgesellschaften nach IFRS

5.5.1 Annahmen und Prinzipien der Rechnungslegung nach IFRS

5.5.2 Der Konzernabschluss nach IAS 27

5.5.2.1 Das Control-Konzept nach IFRS

5.5.2.2 Unterschiede zwischen HGB und IFRS

5.5.3 Die Konsolidierung von Zweckgesellschaften nach SIC-12

5.5.3.1 Fehlen einer eng definierten Zwecksetzung der SPE

5.5.3.2 SPE als Tochterunternehmen

5.5.3.3 Risk and Reward Approach

5.5.3.4 Zellulare Strukturen

5.6 Asset Backed Securities nach HGB und IFRS

5.6.1 ABS nach HGB

5.6.1.1 ABS nach § 290 Abs. 1 HGB – einheitliche Leitung

5.6.1.2 ABS nach § 290 Abs. 2 HGB – Control-Konzept

5.6.1.3 Ausbuchungsvorschriften: ABS nach HGB

5.6.2 ABS nach IFRS

5.6.2.1 ABS nach SIC-12

5.6.2.2 Ausbuchungsvorschriften: ABS nach IAS 39

6 Basel II

6.1 Grundsatz I

6.2 Liquiditätsfaszilitäten

6.3 Auswirkungen auf das Eigenkapital durch Basel II

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Rolle von Zweckgesellschaften (SPVs) im Kontext der Subprime-Krise und analysiert kritisch die Rechnungslegungsvorschriften nach HGB, IFRS und dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) hinsichtlich ihrer Eignung, ein zutreffendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Konzernen zu vermitteln.

  • Analyse von Principal-Agent-Beziehungen und Informationsasymmetrien am Kapitalmarkt
  • Untersuchung der Entstehung und Ausbreitung der Subprime-Krise
  • Fallstudie zum Geschäftsmodell der RFCC als Zweckgesellschaft der IKB
  • Vergleichende Analyse der Bilanzierung und Konsolidierung von Zweckgesellschaften nach HGB und IFRS
  • Bewertung der Auswirkungen von Basel II auf das außerbilanzielle Geschäft

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Collateralized Debt Obligations

CDOs sind eine spezielle Variante der Asset Backed Securities (ABS).44 ABS sind das Resultat einer Asset Securitization45 (Verbriefung), dabei werden durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Parteien komplexe Finanzierungstechniken realisiert.46 Am Ende der Asset Securitization stehen die bereits genannten ABS in Form von verbrieften Wertpapieren oder Schuldscheinen, die gesichert sind durch unverbriefte, möglichst homogene Forderungen z. B. Hypothekenkredite, Konsumentenkredite, Leasingforderungen, Kreditkartenforderungen.47 Der Unterschied zwischen den ABS und den CDOs ist, dass bei den CDOs i. d. R. nicht nur ausschließlich homogene Forderungen verbrieft werden, sondern die Struktur der Verbriefung differenzierter ist und dabei meist auf einen Pool diversifizierter Forderungen zurückgegriffen wird.48

Bei den CDO-Konstruktionen handelt sich es i. d. R. um Kreditinstitute (Originator), die ihre Forderungen50 regresslos (True Sale) an eine Zweckgesellschaft veräußern, welche lediglich für diesen Zweck gegründet wird.51 Der Vorteil der Forderungsübertragung an die Zweckgesellschaft ist, dass gegenüber einer synthetischen Übertragung eines Kreditportfolios (CLNs) der Erwerber der CDOs nicht mehr an das Adressenausfallrisiko des ursprünglichen Kreditnehmers gekoppelt ist.52 Die Refinanzierung der Zweckgesellschaften erfolgt über die Emission von eigenen Schuldtiteln (ABS, CDOs, ABCPs).53 Die Refinanzierungsprodukte werden dabei in Tranchen eingeteilt, diese weisen unterschiedlich hohe Verlustrisiken auf. Eine grobe Tranchenunterteilung gibt die folgende Aufstellung wieder: Senior Tranche, Mezzanine Tranche und Junior Tranche oder auch Equity Tranche genannt. Die Tranchenunterteilung spiegelt dabei die Bedienungspriorität der unterschiedlichen Tranchen bei Ausfall der hinterlegten Sicherheiten wider. So wird bei Störungen oder Ausfall die Senior Tranche zuerst bedient, danach die Mezzanine Tranche; falls dann noch ausreichend Liquidität vorhanden ist, wird die Junior Tranche bedient.54 Einer Tranche wird dabei nicht explizit eine bestimmte Forderung zugeordnet, sondern vielmehr das Adressenausfallrisiko bzw. das Verlustrisiko des Pools der Forderungen. Es handelt sich ergo um einen Vorgang von rein fiktiver Natur.55 Diese Tranchen werden von unterschiedlichen Investoren je nach deren Risikopräferenz und Diversifikationsüberlegungen erworben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Überblick über den thematischen Rahmen der Arbeit mit Fokus auf die Relevanz von Zweckgesellschaften im Zuge der Subprime-Krise.

2 Principal-Agent-Beziehungen und der Kapitalmarkt: Theoretische Fundierung durch die Neue Institutionenökonomik zur Erklärung von Informationsasymmetrien und der Rolle der Rechnungslegung.

3. Subprime Crisis: Analyse der Ursachen der Subprime-Krise, des Verbriefungsprozesses und der Ausbreitung der Krise auf europäische Kreditinstitute.

4 Problemaufriss am Beispiel der IKB: Konkretisierung der Problematik anhand des Geschäftsmodells der RFCC als Zweckgesellschaft der IKB.

5 Bilanzierung von Zweckgesellschaften: Detaillierte Untersuchung und Vergleich der Bilanzierungs- und Konsolidierungsvorschriften für Zweckgesellschaften nach HGB, IFRS und BilMoG.

6 Basel II: Darstellung der aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen für Kreditinstitute und deren Auswirkungen auf die Eigenkapitalunterlegung.

7 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der untersuchten Rechnungslegungsstandards hinsichtlich der Transparenz von Zweckgesellschaften.

Schlüsselwörter

Zweckgesellschaft, Subprime-Krise, Rechnungslegung, Konsolidierung, HGB, IFRS, BilMoG, Principal-Agent-Theorie, Informationsasymmetrie, Asset Backed Securities, CDO, Basel II, Fristentransformation, Risikomanagement, Finanzintermediation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die bilanzielle Behandlung von Zweckgesellschaften (SPEs/SPVs) vor dem Hintergrund der Subprime-Krise und bewertet, ob diese Strukturen die Transparenz der Rechnungslegung beeinträchtigen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Im Fokus stehen die Agency-Theorie, die Mechanismen der Verbriefung (ABS/CDOs), die Unterschiede zwischen HGB- und IFRS-Konsolidierungsregeln sowie die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es zu untersuchen, inwiefern die aktuellen Rechnungslegungsstandards in der Lage sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Finanzlage eines Konzerns zu vermitteln, insbesondere bei Nutzung von Zweckgesellschaften.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Problemanalyse mittels der Neuen Institutionenökonomik sowie einer rechtsvergleichenden und anwendungsbezogenen Untersuchung der Bilanzierungs- und Konsolidierungsvorschriften.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die Herleitung theoretischer Grundlagen, die Genese der Subprime-Krise, eine Fallstudie zur IKB-Zweckgesellschaft RFCC, eine detaillierte Prüfung der Konsolidierungskriterien nach HGB und IFRS sowie eine Analyse der aufsichtsrechtlichen Aspekte durch Basel II.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zweckgesellschaft, Subprime-Krise, Konsolidierung, Rechnungslegung, HGB, IFRS, BilMoG, Asset Backed Securities und Risikomanagement sind die zentralen Begriffe.

Wie bewertet der Autor die Rolle des BilMoG?

Der Autor sieht im BilMoG einen Versuch, die nationale Rechnungslegung an internationale Standards anzupassen, warnt jedoch, dass es in der Praxis nur begrenzt und im Einzelfall Abhilfe schaffen kann, um Zweckgesellschaften aus dem Konzernabschluss herauszuhalten.

Warum ist das Geschäftsmodell der RFCC für die Arbeit von Bedeutung?

Die RFCC dient als exemplarisches Fallbeispiel, um aufzuzeigen, wie ein Kreditinstitut ein Vehikel nutzte, um außerbilanzielles Geschäft zu generieren und Eigenkapitalanforderungen zu umgehen, ohne dass dies im Lagebericht ausreichend transparent kommuniziert wurde.

Was kritisiert der Autor an der aktuellen Rechnungslegung?

Der Autor kritisiert, dass weder nach HGB noch nach IFRS ein zufriedenstellendes Ergebnis hinsichtlich eines "getreuen Bildes" des Konzerns erzielt wird, da Zweckgesellschaften oft nicht konsolidiert werden müssen und Adressaten durch die Komplexität überfordert sind.

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Details

Title
Zweckgesellschaften (SPVs) nach HGB, IFRS und BilMoG in der Kreditkrise
Subtitle
Special Purpose Vehicles (HGB, IFRS, BilMoG) and the subprime crisis
College
Catholic University Eichstätt-Ingolstadt  (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät)
Grade
2,3
Author
Benjamin Hüttche (Author)
Publication Year
2008
Pages
83
Catalog Number
V116726
ISBN (eBook)
9783640187089
ISBN (Book)
9783640188611
Language
German
Tags
Zweckgesellschaften IFRS BilMoG Kreditkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Benjamin Hüttche (Author), 2008, Zweckgesellschaften (SPVs) nach HGB, IFRS und BilMoG in der Kreditkrise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116726
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