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Theorien und Anwendungsfelder in der Genderforschung. Warum Intersektionalität nach und während der Pandemie eine große Rolle spielen sollte

Título: Theorien und Anwendungsfelder in der Genderforschung. Warum Intersektionalität nach und während der Pandemie eine große Rolle spielen sollte

Trabajo Escrito , 2020 , 16 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Simone Schwartz (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Die Corona-Pandemie schafft derzeit überall auf der Welt eine historische Ausnahmesituation, die noch unabsehbare Folgen für die Individuen, die Gesellschaft und die Wirtschaft birgt.

Eine Dimension dieser Diversitäten erwies sich als besonders anfällig dafür, während der Krise einer Verstärkung von Ungleichheiten ausgeliefert zu sein: Nämlich das Geschlecht. Frauen, die einen Großteil des Systems am Leben hielten und halten, hatten bereits jetzt mit den meisten Problemen zu kämpfen und werden die negativen Effekte auf kurz oder lang nochmals zu spüren kriegen.

Diese Hausarbeit soll aufzeigen, dass die Betrachtung von Mehrfachdiskriminierungen den Blick für die Zeit nach Covid-19 nicht nur fördern würde, sondern eine Notwendigkeit darstellt, wenn sich der Spalt in der Gesellschaft und die jeweiligen Ungleichheiten nicht noch vertiefen beziehungsweise verschärfen sollen. Um die Bandbreite an möglichen Wechselwirkungen einzuschränken, wurde sich im Folgenden auf das Geschlecht in Zusammenhang mit der soziale Herkunft, als zwei miteinanderverschränkte Dimensionen von Diversität, beschränkt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Diversität und Intersektionalität

3. Systemrelevante Berufe und Covid-19

4. Care-Arbeit und Covid-19

4.1. Care-arbeit Beispiel: Kinderbetreuung

4.2 Care-arbeit Beispiel: Homeschooling

5. Häusliche Gewalt und Covid-19

6. Fazit

Zielsetzung und Themen der Seminararbeit

Diese Seminararbeit untersucht die Auswirkungen der Corona-Pandemie unter dem Aspekt der Intersektionalität, wobei der Fokus insbesondere auf der Verschränkung von Geschlecht und sozialer Herkunft liegt. Ziel ist es aufzuzeigen, wie bestehende soziale Ungleichheiten durch die Krise verschärft werden und warum eine intersektionelle Perspektive für politische und gesellschaftliche Maßnahmen nach der Pandemie unabdingbar ist.

  • Intersektionalität als theoretischer Rahmen zur Analyse von Mehrfachdiskriminierungen.
  • Die prekäre Situation von Frauen in systemrelevanten Berufen während der Pandemie.
  • Auswirkungen der Krise auf die Verteilung und Belastung durch unbezahlte Care-Arbeit.
  • Herausforderungen bei der Kinderbetreuung und im Homeschooling unter Berücksichtigung sozialer Herkunft.
  • Zunahme häuslicher Gewalt und der erschwerte Zugang zu Hilfsangeboten während des Lockdowns.

Auszug aus dem Buch

3. Systemrelevante Berufe und Covid-19

Seit dem Ausnahmezustand zeigt sich, dass unser Gemeinwesen ohne bestimmte Berufe des öffentlichen und sozialen Lebens nicht funktionieren würde. Abseits solcher Krisen werden diesen systemrelevanten Posten jedoch wenig Wertschätzung gegenüber gebracht. Auch fällt die Vergütung unterdurchschnittlich aus.

Finden sich Arbeitnehmer*innen in beruflichen Situationen wieder, die gesellschaftlich ein geringes Ansehen verbunden mit spärlicher Bezahlung oder mangelhaftem, arbeitsrechtlichem Schutz sind, kann ein Arbeitsverhältnis als prekär bezeichnet werden. Richtig ersichtlich werden sie unter anderem durch befristete Vollzeitbeschäftigungen, einem Fehlen von Interessensvertretungen (Betriebsräte, Gewerkschaften) als auch der Exklusion aus sozialen Sicherungssysteme. Der Frauenanteil in solchen Situationen ist hierbei überdurchschnittlich hoch.

Zwischen diesen Arbeitnehmerinnen gibt es jedoch nochmals Abstufungen hinsichtlich ihres Benachteiligungsgrades: Beispielsweise bei der Berücksichtigung ihrer sozialen Herkunft.

Der Anteil an Migrant*innen beträgt 35,6 Prozent, bei Personen mit Migrationshintergrund, sprich in Deutschland geboren sind es 30, 8 Prozent. Insbesondere die Arbeit im Dienstleistungs- und Pflegebereich, in Reinigungsberufe (44,4 Prozent) und der Altenpflege (36,6 Prozent), für Post und Zustellung (34,5 Prozent), beim Verkauf von Lebensmitteln (25,7 Prozent) sowie die Fahrzeugführung im Straßenverkehrt (29,5 Prozent) wird von ihnen getragen.

Sicherlich kann davon ausgegangen werden, dass es sich hierbei nicht rein um weibliche Akteurinnen handelt. Da grundsätzlich, und wie bereits oben angeführt, die Quote an Frauen in diesen Berufssektoren überdurchschnittlich hoch ist, kann dennoch mit einem höheren Anteil an Migrantinnen und Frauen mit Migrationshintergrund gerechnet werden.

Generell gesagt werden kann aber: Sie alle gehen derzeit ein hohes, gesundheitliches Risiko ein, nur um das System an Laufen zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung etabliert die Corona-Pandemie als historische Ausnahmesituation, die bestehende gesellschaftliche Ungleichheiten sichtbar macht und verstärkt, wobei die Relevanz einer intersektionellen Betrachtung hervorgehoben wird.

2. Diversität und Intersektionalität: Dieses Kapitel definiert die Begriffe Diversität und Intersektionalität, wobei letzterer als notwendige Erweiterung verstanden wird, um die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Diversitätsdimensionen und daraus resultierende Mehrfachdiskriminierungen zu erfassen.

3. Systemrelevante Berufe und Covid-19: Es wird analysiert, wie systemrelevante, oft prekär bezahlte Berufe, in denen Frauen überdurchschnittlich stark vertreten sind, während der Pandemie ein hohes gesundheitliches Risiko bergen, ohne dass eine ausreichende gesellschaftliche oder finanzielle Anerkennung erfolgt.

4. Care-Arbeit und Covid-19: Das Kapitel beleuchtet die Reproduktion alter Rollenverteilungen in der Sorgearbeit während der Krise, wobei der Fokus besonders auf den belastenden Wechselwirkungen für Frauen durch Homeoffice und den Wegfall externer Betreuung liegt.

4.1. Care-arbeit Beispiel: Kinderbetreuung: Hier wird untersucht, wie unterschiedliche Ausgangslagen – insbesondere mit Blick auf Migrationshintergrund – die Intensität der Kinderbetreuungsarbeit und die Belastung für Mädchen in diesen Familien beeinflussen.

4.2 Care-arbeit Beispiel: Homeschooling: Der Abschnitt diskutiert, wie die Verlagerung von Bildung in das häusliche Umfeld bestehende Chancenungleichheiten aufgrund von Ressourcenmangel, technischer Ausstattung und elterlichem Bildungshintergrund massiv verschärft.

5. Häusliche Gewalt und Covid-19: Es wird dargelegt, welche Faktoren während der Lockdowns das Risiko für häusliche Gewalt erhöhten und warum Betroffene durch die Schließung sozialer Einrichtungen noch stärker isoliert wurden.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Krise die Teilung der Gesellschaft in Mächtige und Ohnmächtige verdeutlicht hat und fordert, intersektionelle Perspektiven als Chance für notwendige gesellschaftliche Erneuerungen zu nutzen.

Schlüsselwörter

Corona-Pandemie, Intersektionalität, Diversität, Mehrfachdiskriminierung, systemrelevante Berufe, Care-Arbeit, Prekarität, Migrationshintergrund, Kinderbetreuung, Homeschooling, Chancengleichheit, häusliche Gewalt, soziale Ungleichheit, Geschlechterforschung, gesellschaftliche Machtverhältnisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die soziale Ungleichheit während der Corona-Pandemie aus einer intersektionellen Perspektive, wobei sie besonders die Situation von Frauen an der Schnittstelle von Geschlecht und sozialer Herkunft in den Blick nimmt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen systemrelevante Beschäftigungsverhältnisse, die ungleiche Verteilung von Care-Arbeit, Herausforderungen bei der Kinderbetreuung und dem Homeschooling sowie die Problematik häuslicher Gewalt während der Pandemie.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es aufzuzeigen, dass eine intersektionelle Betrachtung von Mehrfachdiskriminierungen nicht nur wissenschaftlich sinnvoll ist, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit darstellt, um die durch die Pandemie vertieften Ungleichheiten zu adressieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit Diversitäts- und Intersektionalitätskonzepten, die mit empirischen Befunden zur sozioökonomischen Lage verschiedener Bevölkerungsgruppen während der Corona-Pandemie verknüpft werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Bereiche systemrelevante Erwerbsarbeit, die Belastung durch private Sorgearbeit, bildungsbezogene Chancenungleichheiten bei Kindern sowie die Zunahme von häuslicher Gewalt und die eingeschränkte Hilfsversorgung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Intersektionalität, Mehrfachdiskriminierung, systemrelevante Berufe, Care-Arbeit, Prekarität und soziale Ungleichheit charakterisiert.

Wie beeinflusst der Migrationshintergrund die Belastung durch Care-Arbeit?

Laut der Autorin können traditionellere Rollenbilder, ein Mangel an Ressourcen und Sprachbarrieren in Familien mit Migrationshintergrund dazu führen, dass Frauen und Mädchen in diesen Kontexten eine überdurchschnittliche Sorge- und Hausarbeitslast tragen.

Warum reicht die aktuelle Gleichstellungspolitik laut der Arbeit nicht aus?

Die Arbeit kritisiert, dass bestehende Gleichstellungsstrategien zu unkonkret bleiben und oft nicht intersektionell ausgerichtet sind, wodurch Frauen aus ethnischen Minderheiten oder prekären sozialen Lagen von den Maßnahmen weiterhin systematisch übersehen oder ausgeschlossen werden.

Final del extracto de 16 páginas  - subir

Detalles

Título
Theorien und Anwendungsfelder in der Genderforschung. Warum Intersektionalität nach und während der Pandemie eine große Rolle spielen sollte
Universidad
Leuphana Universität Lüneburg
Curso
Praxisorientierte Zugänge zu den Sozialwissenschaften
Calificación
1,3
Autor
Simone Schwartz (Autor)
Año de publicación
2020
Páginas
16
No. de catálogo
V1167332
ISBN (PDF)
9783346576279
ISBN (Libro)
9783346576286
Idioma
Alemán
Etiqueta
Intersektionalität Gender Covid-19 Diversität Care-arbeit Homeoffice
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Simone Schwartz (Autor), 2020, Theorien und Anwendungsfelder in der Genderforschung. Warum Intersektionalität nach und während der Pandemie eine große Rolle spielen sollte, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167332
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