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Herold und Wappen als Medien des Mittelalters

Title: Herold und Wappen als Medien des Mittelalters

Term Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: gut

Autor:in: Paul Eschenhagen (Author)

Communications - Media History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Amt und den Aufgaben des Herolds und
mit der Heraldik, der mittelalterlichen Kunst der Gestaltung und Beschreibung der
ritterlichen Wappen, und untersucht sie als Medien ihrer Zeit.
Dabei wird bewusst nur in Grundzügen auf die Beschreibung von Wappen und deren
Gestaltung eingegangen, da dies nicht das Thema dieser Arbeit ist und den gesetzten
Rahmen deutlich sprengen würde. Es soll viel mehr darum gehen zu fragen und zu
erkennen, welche Bedeutung Wappen, Herold und Heraldik im Mittelalter hatten und wie
sie als Medien gewirkt haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Wappen

2.1. Kurze Einführung in die Wappenkunst

2.2. Die Geschichte der Heraldik und die Entwicklung der Wappen

2.3. Das Wappen als Medium

3. Herolde

3.1. Der Herold – Entwicklung, Amt und Funktion

3.2. Die Herolds- oder Wappendichtung

3.3. Der Herold als menschliches Medium

4. Ausblick

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung von Wappen, Heraldik und dem Amt des Herolds als zentrale Medien im Mittelalter. Ziel ist es, deren Funktion als Kommunikations- und Identifikationssysteme innerhalb der mittelalterlichen Gesellschaftsstruktur aufzuzeigen und deren Fortwirken in modernen Symboliken kritisch zu beleuchten.

  • Entwicklung und Funktionen des mittelalterlichen Wappenwesens
  • Die Entstehung und Professionalisierung des Heroldsamtes
  • Die Rolle der Heraldik als Fachsprache und Ordnungssystem
  • Wechselbeziehung zwischen Identität, Stand und Symbolik
  • Transfer der mittelalterlichen Wappensymbolik in moderne Markenlogos

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Herold – Entwicklung, Amt und Funktion

Der Begriff Herold leitet sich wahrscheinlich von der mittelhochdeutschen Bezeichnung herald ab, die aus dem altfranzösischen héraut oder hirau hervorgeht und ihren Ursprung im althochdeutschen Begriff hariowalt (Heerwalter) hat. Dies war die Person, die sich mit den Symbolen der Götter und Geschlechter auskannte.

Bis zum 14. Jahrhundert taucht der Begriff Herold als Berufsbezeichnung jedoch nicht auf. Dies hängt mit der ungewöhnlichen Entwicklung dieses Amtes zusammen. Ursprünglich waren es die umherziehenden Spielleute, fahrende und rechtlose Menschen, die auf Turnieren die Ritter priesen und lobten, um von den mehr oder weniger reichen Gaben und Spenden der Gepriesenen zu leben. Diesen fahrenden Leute, Crogieraere genannt, wurden nach der Sitte der damaligen Zeit die auf dem Turnierplatz liegen gebliebenen Waffen, Schmuckstücke, Ausrüstungen und auch auf die Pferde der besiegten Ritter von den Siegern überlassen. Im Gegenzug dichteten die Crogieraere ihnen Lobgesänge und schmähten die Verlierer.

Daraus entwickelten sich die Garzûne oder „Knappen von den Wappen“, die im Dienst der Ritter standen, um diese bei Turnieren auszurufen, ihnen zu assistieren und für sie Botentätigkeiten zu verrichten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Einstieg thematisiert die Absicht, Wappen, Herolde und Heraldik als historische Medien zu untersuchen und deren Relevanz für das Verständnis der mittelalterlichen Weltordnung hervorzuheben.

2. Wappen: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau der Wappenkunst, die historische Genese der Heraldik im Kontext der Kreuzzüge und die Funktion des Wappens als persönliches sowie ständisches Erkennungsmerkmal.

3. Herolde: Hier werden Entwicklung, vielfältige Aufgabenbereiche wie das Botenwesen, die Schiedsrichterrolle bei Turnieren und die diplomatische Bedeutung der Herolde als Wissensvermittler detailliert analysiert.

4. Ausblick: Der abschließende Teil schlägt die Brücke zur Moderne und zeigt auf, wie mittelalterliche Wappentraditionen in heutigen Unternehmenslogos und Warenzeichen weiterleben.

Schlüsselwörter

Wappen, Heraldik, Herold, Mittelalter, Turnierwesen, Wappenrolle, Tappert, Wappenkunst, Symbolik, Identifikation, Kommunikationsmedium, Ritterstand, Firmenemblem, Identitätsstiftung, Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Wirkungsweise von Wappen, Heraldik und Herolden als Medien im Mittelalter.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Wappenkunde (Heraldik), die soziale und politische Rolle des Herolds sowie die Transformation dieser mittelalterlichen Symbole in die moderne Markenwelt.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie das System aus Wappen und Herolden als Informations- und Identifikationsmedium im Feudalsystem funktionierte und welchen Stellenwert diese Symbole für die Gesellschaft hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine historisch-analytische Methode angewandt, die auf der Auswertung heraldischer Fachliteratur und zeitgenössischer Dokumente basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Wappenwesens, die Analyse des Heroldsamtes in seiner Entwicklung und Funktion sowie die Betrachtung der Heroldsdichtung als literarische Gattung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Heraldik, Wappen, Herold, Mittelalter, Symbolik und Identität.

Warum war das Amt des Herolds im Mittelalter so bedeutsam?

Herolde agierten als neutrale Experten, die nicht nur für die Identifikation von Rittern zuständig waren, sondern auch diplomatische Aufgaben übernahmen und als Chronisten gesellschaftliche Zusammenhänge festhielten.

Wie lässt sich ein mittelalterliches Wappen mit heutigen Firmenlogos vergleichen?

Beide dienen als unverkennbares Aushängeschild mit hohem Wiedererkennungswert, das eine bestimmte Identität oder Philosophie nach außen kommuniziert.

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Details

Title
Herold und Wappen als Medien des Mittelalters
College
University of Paderborn  (Institut für Medienwissenschaft)
Course
Einführung in die Mediengeschichte
Grade
gut
Author
Paul Eschenhagen (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V11675
ISBN (eBook)
9783638177672
Language
German
Tags
Wappen Herold Heraldik Medien Mittelalter Mediengeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Paul Eschenhagen (Author), 2002, Herold und Wappen als Medien des Mittelalters, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/11675
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