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„Kommunikative Sprachdidaktik und interkulturelle Vermittlung im Spanischunterricht“

Theorie und Praxis

Title: „Kommunikative Sprachdidaktik und interkulturelle Vermittlung im Spanischunterricht“

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 20 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stefanie Müller (Author)

Didactics - Spanish
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Summary Excerpt Details

Im Zeitalter weltweiter Migration (Bredella 1999: 85) und durch aktuelle gesellschaftliche
Entwicklungen wie internationale Integrationsbestrebungen (EU, Globalisierung der Märkte)
ist in vielen Lebensbereichen ein Strukturwandel eingetreten. Dieser Wandel ist vor allem in
den Schulen spürbar, in denen ebenfalls durch die zunehmende Hybridisierung von Kulturen
ein sozialer Wandel stattgefunden hat. Die Lehrer haben es also nicht mehr mit homogenen
Klassen zutun, sondern sind mit einer heterogenen Schülerschaft konfrontiert. Aus
monolingualen und monokulturellen Schülern sind bi- und multilinguale bzw. bi- und
multikulturelle Schüler geworden (Delanoy 2000: 192). In der schulischen Praxis wird zwar
bereits von vielen Lehrenden versucht, auf diese neue interkulturelle Situation einzugehen, in
vielen Bereichen klaffen jedoch fortschrittliche Theorie und unterrichtliche Praxis noch weit
auseinander. Dies wird vor allem durch ein in der schulischen Praxis zum Teil noch veraltetes
Kulturverständnis hervorgerufen, welches Landeskulturen als „homogene, national
begrenzbare und stabile Größen sieht, welche von einem Standpunkt aus erfassbar seien“
(Delanoy 2000: 192). Auf der anderen Seite hat jedoch die Ausbreitung moderner westlicher
Technik und die zunehmende weltweite Vernetzung und Kommunikations eben nicht zum
Aussetzen national gebundener Kultur geführt. Im Gegenteil: Es ist teilweise zu einer
Revitalisierung national gebundener Kultur gekommen, als Reaktion auf diese Fortschritts-
und Modernisierungspro-zesse. In vielen modernen Nationalstaaten hat eine Fragmentierung
in gesellschaftliche Gemeinschaften und Gruppen eingesetzt, welche eigene Traditionen
wieder verstärkt aufgreifen oder neu entwickeln und immer weniger zu einer Verständigung
in der Lage zu sein scheinen . Diese beiden Tendenzen – auf der einen
Seite die Rücksichtnahme auf die Multikulturalität und auf der anderen Seite die
Rückbesinnung auf Nationalkulturen – haben unmittelbare Konsequenzen für die Schule
allgemein und speziell für den Fremdsprachenunterricht, als Ort interkultureller Begegnung
(Delanoy 2000: 191). Letzterer verfügt wie keine andere wissenschaftliche Disziplin oder
Schulfach über ein Repertoire interkultureller Lehrpraxis (Breugnot 2000: 288). Vor dem eben beschriebenen Hintergrund sollen in dieser Hausarbeit als zentraler Gegenstand die zwei aktuellsten methodischen Ansätze des Fremdsprachenunterrichts – der kommunikative und der interkulturelle Ansatz - betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Zur Kommunikativen Sprachdidaktik im Fremdsprachenunterricht

2.1 Grundlagen der kommunikativen Sprachdidaktik allgemein

2.1.1 Muttersprachunterricht

2.1.2 Muttersprachunterricht vs. Fremdsprachenunterricht

2.2 Kommunikative Sprachdidaktik im Fremdsprachenunterricht

2.3 Zur Problematik des „kommunikativen“ Ansatzes im Fremdsprachenunterricht

3 Zur interkulturellen Vermittlung im Fremdsprachenunterricht

3.1 Definitionen zu den Begriffen des „interkulturellen Lernens“, zur „interkulturellen Kompetenz“ und zum „Fremdverstehen“

3.2 Zur Problematik der Verwendung des Begriffes „interkulturell“ allgemein und in Bezug auf den Fremdsprachenunterricht

3.3 Zur Umsetzung von interkultureller Vermittlung im Fremdsprachenunterricht

4 Analyse des aktuellen sächsischen Lehrplanes für das Fach „Spanisch“ nach kommunikativen und interkulturellen Inhalten

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung der kommunikativen Sprachdidaktik sowie der interkulturellen Vermittlung im modernen Fremdsprachenunterricht, wobei der Fokus auf dem sächsischen Lehrplan für das Fach Spanisch liegt.

  • Vergleich kommunikativer und interkultureller Ansätze im Fremdsprachenunterricht
  • Bedeutung der interkulturellen Kompetenz als Schlüsselqualifikation
  • Herausforderungen bei der Umsetzung interkultureller Konzepte in der Praxis
  • Analyse sächsischer Lehrpläne hinsichtlich ihrer interkulturellen Ausrichtung
  • Rolle des Lehrers als Vermittlungsinstanz zwischen Kulturen

Auszug aus dem Buch

3 Zur interkulturellen Vermittlung im Fremdsprachenunterricht

Der Ansatz des „interkulturellen Lernens“ ist gegenwärtig in aller Munde (Nothnagel 1996: 301). Historisch hat sich der Ansatz in den 70er Jahren aus der „Ausländerpädagogik“, als Reaktion auf die durch die Migration entstandenen gesellschaftlichen Probleme, entwickelt. Durch das interkulturelle Lernen sollten zunächst sprachliche Defizite ausländischer Schülerinnen und Schüler abgebaut werden. Der Begriff „Ausländerpädagogik“ wurde dann allmählich durch den des „Interkulturellen Lernens“ ersetzt (Holzbrecher 1997: 167). Seit 1975 ist die interkulturelle Pädagogik in Westeuropa auch Gegenstand von wissenschaftlichen Tagungen und Publikationen (Allemann-Ghionda 2007: 31). Prominent wurde der Ansatz jedoch erst seit den 80er Jahren (Nothnagel 1996: 301), als die interkulturelle Kompetenz neben der kommunikativen Kompetenz zu wesentlichen gesellschaftlichen und beruflichen Schlüsselqualifikation avancierte. Schließlich ersetzte die interkulturelle Kompetenz sogar die kommunikative, welche mehr und mehr in Frage gestellt wurde (Bredella 1999: 85).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel durch Migration und Globalisierung sowie dessen Auswirkungen auf den schulischen Fremdsprachenunterricht.

2 Zur Kommunikativen Sprachdidaktik im Fremdsprachenunterricht: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der kommunikativen Sprachdidaktik und analysiert deren Anwendung sowie die damit verbundenen Herausforderungen.

3 Zur interkulturellen Vermittlung im Fremdsprachenunterricht: Hier werden Definitionen zum interkulturellen Lernen diskutiert und die Notwendigkeit sowie die praktische Umsetzung interkultureller Vermittlung beleuchtet.

4 Analyse des aktuellen sächsischen Lehrplanes für das Fach „Spanisch“ nach kommunikativen und interkulturellen Inhalten: Dieses Kapitel untersucht, inwiefern die theoretischen Ansätze der Interkulturalität Eingang in den aktuellen sächsischen Lehrplan für Spanisch gefunden haben.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung des Fremdsprachenunterrichts als Vermittler zwischen den Kulturen.

Schlüsselwörter

Fremdsprachenunterricht, Interkulturelle Kompetenz, Kommunikative Sprachdidaktik, Spanischunterricht, Sächsischer Lehrplan, Interkulturelles Lernen, Fremdverstehen, Multikulturalität, Sprachbildung, Lehrplanreform, Migrationshintergrund, Kulturelle Vielfalt, Perspektivwechsel, Didaktik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Anwendung von kommunikativen und interkulturellen Ansätzen im Fremdsprachenunterricht mit einem Fokus auf das Fach Spanisch.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Sprachdidaktik, interkulturelle Kompetenz, die Rolle der Lehrkraft sowie die schulische Implementierung dieser Konzepte in Lehrplänen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, den Stellenwert interkultureller Vermittlung zu bestimmen und zu prüfen, wie dieser im sächsischen Lehrplan für das Fach Spanisch umgesetzt ist.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Literaturanalyse sowie eine zielgerichtete Untersuchung (Analyse) des aktuellen sächsischen Lehrplans für das Fach Spanisch.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der kommunikativen und interkulturellen Ansätze sowie eine praktische Analyse der entsprechenden Lehrplaninhalte.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Fremdsprachenunterricht, interkulturelle Kompetenz, Sprachdidaktik und die Analyse des sächsischen Lehrplans.

Warum wird der native speaker als Leitbild in der kommunikativen Didaktik hinterfragt?

Weil der Lernende im Fremdsprachenunterricht selten zum perfekten Muttersprachler avanciert und vielmehr eine interkulturelle Handlungsfähigkeit benötigt, um in einer heterogenen Welt zu kommunizieren.

Welche Rolle spielt der Lehrer bei der interkulturellen Vermittlung?

Der Lehrer ist die zentrale Vermittlungsinstanz, die durch didaktische Flexibilität, eigenes kulturelles Wissen und Selbstreflexion interkulturelle Lernprozesse ermöglichen muss.

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Details

Title
„Kommunikative Sprachdidaktik und interkulturelle Vermittlung im Spanischunterricht“
Subtitle
Theorie und Praxis
College
University of Leipzig  (Institut für Romanistik)
Course
Landeskunde und interkulturelle Kommunikation
Grade
1,0
Author
Stefanie Müller (Author)
Publication Year
2008
Pages
20
Catalog Number
V116761
ISBN (eBook)
9783640190409
ISBN (Book)
9783640196272
Language
German
Tags
Sprachdidaktik Vermittlung Spanischunterricht“ Landeskunde Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stefanie Müller (Author), 2008, „Kommunikative Sprachdidaktik und interkulturelle Vermittlung im Spanischunterricht“, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116761
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