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Online Beratung. Unprofessionelle Ferndiagnose oder kontaktlose Alternative?

Title: Online Beratung. Unprofessionelle Ferndiagnose oder kontaktlose Alternative?

Term Paper , 2020 , 17 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anke Dohemann (Author)

Medicine - Diagnostics
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In den Medien wird immer häufiger von Onlineberatung und Online- oder Telefon-Sprechstunde gesprochen, Ärzte, die Krankmeldungen über Telefon ausstellen, sowie Video-Konferenzen unter anderem im Bundestag und selbst Schulen lernen mittlerweile online. Zudem lassen sich bei zunehmenden Fallzahlen von Coronainfizierten teils jahrelange Wartezeiten und ein Rückgang des Beratungsspektrums erkennen.

Gerade innerhalb des letzten Jahres unter den Bedingungen der Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in allen Bereichen einen enormen Aufschwung erfahren. Neben vielen Bereichen in die Digitalisierung Einzug erhalten hat, ist auch die Soziale Arbeit davon betroffen.

In Zeiten von Corona, Abstandsregelungen und Kontaktbeschränkungen stellt sich mir die Frage, wie sich Beratung professionell umsetzen lässt. Was braucht es an gesetzlichen Regelungen und vor allem ist Onlineberatung eine kontaktlose Alternative zur konventionellen Beratung oder doch nur eine unprofessionelle Ferndiagnose? Genau diese Fragen zur Onlineberatung möchte ich nachfolgend umfassend beleuchten.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition Onlineberatung

3 Geschichte der Onlineberatung

4 Rechtliche Grundlagen

5 Akteure/Anbieter von Online Beratung

6 Formen

7 Einsatzfelder

8 Der Beratungsprozess

9 Möglichkeiten und Grenzen

10 zukünftige Entwicklung unter Einbeziehung von Corona

11 Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Onlineberatung im Kontext der Sozialen Arbeit, insbesondere unter dem Einfluss der Corona-Pandemie. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Onlineberatung eine professionelle kontaktlose Alternative zur konventionellen Beratung darstellt oder lediglich als unprofessionelle Ferndiagnose einzustufen ist.

  • Definition und Kriterien der Onlineberatung
  • Historische Entwicklung und rechtliche Rahmenbedingungen
  • Verschiedene Beratungsformen und technische Medien
  • Einsatzfelder und der Ablauf des Beratungsprozesses
  • Chancen, Grenzen und Zukunftsperspektiven der digitalen Beratung

Auszug aus dem Buch

6 Formen

In der Onlineberatung wird unterschieden zwischen synchroner und asynchroner, sowie textbasierter und nicht-textbasierter Formen. Diesen Formen werden folgende Medien zugeordnet:

− synchron/textbasiert (Chat und Massanger)

− synchron/nicht-textbasierter (Video und Internettelefonie)

− asynchron/textbasiert (Mails und Foren)

− asynchron/nicht-textbasiert (Sprach- und Videonachrichten)15

Im Chat erfolgt nicht automatisch eine Eins-zu-eins-Beratung, sondern kann sich auch als Sitzung mit mehrere Personen darstellen. Die Kommunikation ist in dieser Form der Onlineberatung deutlich präsenter als in der Mailberatung, Nach Terminabsprache trifft sich der/die BeraterIn mit dem/der Ratsuchenden zu einem festen Termin in einem festgelegten Chatraum. Eine besondere Hürde ist das gleichzeitige Lesen und Schreiben einer Nachricht, wobei es zu längeren Pausen kommen kann, welche anschließend wiederum zu Verunsicherungen auf beiden Seiten führen kann. Diese Onlineberatungsform ist für Ratsuchende geeignet, welche in der Lage sind teilweise lange Texte niederzuschreiben. Damit ist dieses Angebot recht hochschwellig angelegt16.In der Chat-Beratung wird zwischen Einzel-Chat und Gruppen-Chat unterschieden. Da in Gruppen-Chats häufig auch die Chat-Mitglieder untereinander in Gespräche kommen, steht dem/der BeraterIn meist eine Moderatorenrolle zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Aufstieg der Onlineberatung durch die Digitalisierung und stellt die Forschungsfrage nach deren Professionalität in Zeiten von Kontaktbeschränkungen.

2 Definition Onlineberatung: Dieses Kapitel erarbeitet Kriterien für Onlineberatung, ohne eine einzelne universelle Definition festzulegen, und betrachtet technische, beziehungsorientierte sowie mediale Aspekte.

3 Geschichte der Onlineberatung: Hier wird die historische Entwicklung seit den 1990er Jahren skizziert, von der Telefonseelsorge bis hin zur Etablierung erster Fachgesellschaften und Curricula.

4 Rechtliche Grundlagen: Das Kapitel behandelt essenzielle rechtliche Aspekte wie Datenschutz, Datensicherheit, Schweigepflicht und die notwendige Anbieterkennung gemäß Telemediengesetz.

5 Akteure/Anbieter von Online Beratung: Es wird ein Überblick über die Vielzahl der Anbieter gegeben, die Notwendigkeit spezieller Kompetenzen betont und auf Finanzierungsstrukturen hingewiesen.

6 Formen: Hier erfolgt eine Differenzierung in synchrone und asynchrone sowie textbasierte und nicht-textbasierte Beratungsmedien und deren spezifische Vor- und Nachteile.

7 Einsatzfelder: Dieses Kapitel zeigt die breite Anwendbarkeit von Onlineberatung in unterschiedlichen Fachbereichen der Sozialen Arbeit, wie Sucht-, Ehe- oder Jugendberatung.

8 Der Beratungsprozess: Der Fokus liegt auf der Interaktion zwischen Ratsuchendem und Berater und der Zielsetzung, durch den Beratungsprozess Handlungskompetenzen zu stärken.

9 Möglichkeiten und Grenzen: Die Vor- und Nachteile der Onlineberatung, wie Ortsunabhängigkeit versus Kanalreduktion und fehlende nonverbale Signale, werden kritisch reflektiert.

10 zukünftige Entwicklung unter Einbeziehung von Corona: Das Kapitel analysiert den Digitalisierungsschub durch die Pandemie und prognostiziert zukünftige Anforderungen an Technik, Datenschutz und Ausbildung.

11 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass Onlineberatung eine wertvolle kontaktlose Alternative darstellt, jedoch weiterhin einen hohen Entwicklungsbedarf aufweist.

Schlüsselwörter

Onlineberatung, Soziale Arbeit, Digitalisierung, Datenschutz, Schweigepflicht, Beratungsformen, Chat-Beratung, E-Mail-Beratung, Beratungsprozess, Medienkompetenz, Corona-Pandemie, Kanalreduktion, Professionelle Beratung, Beratungsangebot, Fachberatung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Onlineberatung im Bereich der Sozialen Arbeit und hinterfragt, ob diese Form der digitalen Unterstützung eine professionelle Alternative zu klassischen Beratungsgesprächen darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Schwerpunkten zählen die Definition von Onlineberatung, ihre historische Entwicklung, die rechtlichen Rahmenbedingungen sowie die verschiedenen technischen Formen und deren Einsatzgebiete.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Qualität und Professionalität der Onlineberatung kritisch zu beleuchten und zu klären, inwieweit sie als vollwertige, kontaktlose Alternative zur Beratung von Angesicht zu Angesicht fungieren kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Verfasserin nutzt eine theoretische Aufarbeitung des Themas mittels Literaturrecherche, um den aktuellen Stand der Onlineberatung und die verschiedenen Aspekte ihrer Anwendung systematisch darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Kapitel, die von den rechtlichen Anforderungen (DSGVO) über die technischen Beratungsmedien (Chat, Video, E-Mail) bis hin zu den praktischen Einsatzfeldern und dem Beratungsprozess reichen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe umfassen Onlineberatung, Soziale Arbeit, Datenschutz, digitale Kommunikation, Kanalreduktion und Professionalisierung.

Welche Rolle spielt die Corona-Pandemie für die Untersuchung?

Die Pandemie fungiert als Katalysator, der die Digitalisierung der Beratung beschleunigt hat und die Notwendigkeit von Online-Angeboten als kontaktlose Alternative unter veränderten sozialen Bedingungen unterstreicht.

Wie wirkt sich die sogenannte „Kanalreduktion“ auf die Beratung aus?

Die Kanalreduktion beschreibt das Fehlen nonverbaler Signale wie Mimik und Gestik, was Berater dazu zwingt, eine besondere Kompetenz im „Lesen zwischen den Zeilen“ zu entwickeln, da nur geschriebene Zeichen zur Deutung zur Verfügung stehen.

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Details

Title
Online Beratung. Unprofessionelle Ferndiagnose oder kontaktlose Alternative?
College
University of Applied Sciences North Hesse; Bad Sooden-Allendorf
Grade
2,0
Author
Anke Dohemann (Author)
Publication Year
2020
Pages
17
Catalog Number
V1167717
ISBN (PDF)
9783346584717
ISBN (Book)
9783346584724
Language
German
Tags
Beratung online Ferndiagnose unprofessionell kontaktlose Alternative
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Dohemann (Author), 2020, Online Beratung. Unprofessionelle Ferndiagnose oder kontaktlose Alternative?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167717
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