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Leitfaden für Interessierte sowie An- und Zugehörige an Demenz Erkrankter

Title: Leitfaden für Interessierte sowie An- und Zugehörige an Demenz Erkrankter

Textbook , 2022 , 105 Pages

Autor:in: Sabine Schmidt (Author)

Nursing Science - Dementia
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Summary Excerpt Details

Die Diagnose Demenz - oder auch das dementielle Syndrom genannt - ist nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für die An- und Zugehörigen das Resultat einer oftmals langen Phase der Ungewissheit, die unter anderem geprägt ist bzw. sein kann durch Beeinträchtigungen der einstigen Lebensführung und zunehmender Verhaltensauffälligkeiten.

Dieses Sachbuch ist ein objektiver Leitfaden für Betroffene, An- und Zugehörige und Interessierte an Demenz Erkrankter. In leicht verständlicher Sprache werden die demenzielle Erkrankung, ihre Differenzialdiagnosen und konkrete Handhabungsempfehlungen im Umgang mit den Betroffenen erläutert. Ziel ist der professionelle Umgang unter anderem auch mit der oftmals emotionalen Symptomatik der Demenz im Kontext gelebter (Mit-)Menschlichkeit.

Wenn Sie den Text mit einem größeren Schriftbild benötigen, finden Sie hier dasselbe Buch in barrierearmer Ausführung: https://www.grin.com/document/1174049

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Checkliste, an was alles gedacht werden sollte nach der ärztlichen Diagnosestellung

2. Pflegebedürftigkeit

2.1 Einführung und Statistik

3. Demenz

3.1 Demenzformen

3.2 Beispiele für Primäre Demenzen

3.3 Vaskuläre Demenzen

3.4 Differentialdiagnosen der Demenzen

3.5 Mögliche auftretende Probleme dementieller Erkrankungen

4. Einteilung der Demenzen

5. Alltagsbewältigung/Betreuung/Pflege

5.1 Veränderungen für den Partner und/oder Familie und/oder Freunde

5.2 Umgang mit an Demenz Erkrankten

5.3 Wozu Validation an Demenz und psychisch Kranker u.a. ?

5.3.1 Verbale Techniken, die hilfreich sein können, um z.B. mit an Demenz erkranktem Klientel zu kommunizieren

5.4 Repräsentationssystem der einzelnen Sinne

5.5 Umgang mit nicht alltäglichen psychischen Belastungssituationen

5.6 Der biologische Wahrnehmungsprozess

5.7 Inkontinenz

5.8 Sturzprophylaxe

6. Beschäftigungsmöglichkeiten/Angebote/Freizeitgestaltung

6.1 10 Minuten Aktivierung

6.2 Die somatische Stimulation

6.3 Die vibratorische Stimulation

6.4 Die vestibuläre Stimulation

6.5 Die olfaktorische Stimulation

6.6 Die orale Stimulation

6.7 Die auditive Stimulation

6.8 Die taktil-haptische Stimulation

6.9 Die visuelle Stimulation

7. Wohnumfeldanpassung/Gefahrenquellen

8. Angehörigenunterstützung

8.1 Entlastungsmöglichkeiten

8.2 Betreuungsangebote

9. Rechtsfragen

9.1 Betreuungs- und Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung

9.1.1 Muster einer Vorsorgevollmacht mit Betreuungs- und Patientenverfügung (gemäß der Bundesnotarkammer)

9.2 Gesetzliche Änderungen ab dem 01.01.2022 im Pflegebereich

9.3 Mini-Mental-Statustest (MMST)

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieses Leitfadens ist die Optimierung der Lebensqualität für an Demenz erkrankte Menschen sowie deren An- und Zugehörige durch die Vermittlung von fundiertem Fachwissen, praktischen Bewältigungsstrategien und einem respektvollen, personenzentrierten Umgang mit der Erkrankung. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch gezielte Betreuungs- und Kommunikationsansätze die oft als belastend empfundene Symptomatik einer Demenz im Alltag professionell und menschlich gemeistert werden kann.

  • Grundlagen der Demenz und Abgrenzung zu anderen psychischen Störungen
  • Professionelle Pflege- und Betreuungsansätze sowie Validationstechniken
  • Strukturierung des Alltags und Förderung von Ressourcen
  • Rechtliche Vorsorge (Vollmachten, Patientenverfügungen)
  • Unterstützungsangebote für pflegende Angehörige

Auszug aus dem Buch

3.5 Mögliche auftretende Probleme dementieller Erkrankungen

▪ Gedächtnis/Gedächtnisstörungen

- Merkfähigkeit (Speicherung neuer Daten)

- Erinnern (Abrufen und Wiedererkennen)

- Ultrakurzzeitgedächtnis (Speicherung und Reproduktion von Informationen zwischen 10 – 30 Sekunden)

▪ Kurzzeitgedächtnis und Frischgedächtnis (Speicherung und Reproduktion von Informationen bis etwa 20 min)

- stabiles Langzeitgedächtnis

- stabiles Altgedächtnis

- Amnesie (totale oder begrenzte Erinnerungen Erinnerungslücken)

- Paramnesie (Trugerinnerungen)

- Konfabulation (Erinnerungslücken werden mit Fantasien gefüllt)

- Zeitgitterstörungen (zeitliche Zuordnung von Erinnerungen sind gestört)

▪ formale Denkstörungen (wie denkt der Klient)

- Denkhemmung (Denken ist erschwert, zäh und träge - der Klient erkennt diese Veränderung und leidet darunter)

- Denkverlangsamung (Gedankengänge sind mühsam und schleppend - deutliche Verzögerung des jeweiligen Denkvorgangs ersichtlich)

- umständliches Denken (primär wird nicht von sekundär unterschieden; weitschweifige Denkmuster → aber das Ziel wird (wenn auch zeitverzögert) erreicht)

- eingeengtes Denken (eigentlich nebensächliche Themen werden uminterpretiert, der jeweiligen Thematik „angepasst“ = inhaltliche Perseveration)

- Perseveration = krankhaftes Haften (Klebenbleiben) an Worten, Gedanken, Vorstellungsbildern, Umstellung auf neue Gedankenziele kaum möglich

- Verbigeration = Sprachstereotypien, sinnloses Wiederholen bereits erwähnter Worte und Gedanken, wobei von diesem Klientel gerne Wortneuschöpfungen (Neologismen) kreiert werden, deren Bedeutung sich erst aus dem jeweiligen Zusammenhang erschließen für den aufmerksamen Betrachter oder Zuhörer

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einführung thematisiert die psychische Belastung durch eine Demenzdiagnose für Betroffene sowie Angehörige und definiert das Ziel, die Lebensqualität durch adäquate Bewältigungsstrategien zu optimieren.

2. Pflegebedürftigkeit: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Pflegebedürftigkeit nach dem SGB XI und bietet einen statistischen Überblick über die Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland.

3. Demenz: Hier werden Definitionen, Ursachen, verschiedene Demenzformen sowie wichtige Differentialdiagnosen wie Delir und Depression detailliert dargelegt.

4. Einteilung der Demenzen: Der Abschnitt klassifiziert Demenzen in Stadien der Desorientiertheit nach Naomi Feil und die Grade der Demenz nach Reisberg.

5. Alltagsbewältigung/Betreuung/Pflege: Dieses Kapitel liefert konkrete Handhabungsempfehlungen für den Umgang mit an Demenz Erkrankten, inklusive Validationsmethoden und Tipps zur Sinneswahrnehmung.

6. Beschäftigungsmöglichkeiten/Angebote/Freizeitgestaltung: Es werden vielfältige Angebote zur Alltagsstrukturierung und basalen Stimulation vorgestellt, um Fähigkeiten zu erhalten und soziale Isolation zu vermeiden.

7. Wohnumfeldanpassung/Gefahrenquellen: Dieses Kapitel bietet praktische Ratschläge, wie das häusliche Umfeld barrierefrei und sicher gestaltet werden kann.

8. Angehörigenunterstützung: Es wird über Hilfsmittel, Entlastungsmöglichkeiten, Pflegekurse und gesetzliche Unterstützungsleistungen für pflegende Angehörige informiert.

9. Rechtsfragen: Das letzte inhaltliche Kapitel klärt über die Bedeutung von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen auf und enthält hilfreiche Mustervorlagen.

Schlüsselwörter

Demenz, Alzheimer, Pflegebedürftigkeit, Angehörigenunterstützung, Validation, Alltagspflege, Wohnumfeldanpassung, Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, basale Stimulation, Rechtsfragen, Demenzformen, Symptomatik, Lebensqualität, Betreuungsangebote.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Leitfaden grundsätzlich?

Das Buch dient als objektiver Leitfaden für Interessierte, An- und Zugehörige von an Demenz erkrankten Menschen, um den professionellen und einfühlsamen Umgang mit der oftmals emotionalen Symptomatik der Erkrankung zu erleichtern.

Welche zentralen Themenfelder deckt das Werk ab?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Demenz, praktische Pflege- und Betreuungsstrategien, Beschäftigungsangebote, die Anpassung des Wohnumfelds, Unterstützungsangebote für Angehörige sowie rechtliche Vorsorgemöglichkeiten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das primäre Ziel ist die Optimierung der Lebensqualität für alle Beteiligten durch die Anwendung hilfreicher und dem Krankheitsstadium angemessener Bewältigungsstrategien.

Welche wissenschaftlichen Methoden finden Anwendung?

Der Leitfaden basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller pflegewissenschaftlicher Konzepte (wie der Validation nach Naomi Feil, der Theorie der Retrogenese nach Reisberg und dem Türöffnerkonzept des KDA) sowie geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil behandelt die verschiedenen Stadien der Demenz, die spezifische Sinneswahrnehmung bei Betroffenen, konkrete Techniken zur basalen Stimulation und die Bedeutung von biografieorientierter Beschäftigung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt von Begriffen wie Demenz, Validation, personenzentrierte Pflege, Angehörigenunterstützung, Alltagsbewältigung und rechtlicher Vorsorge.

Wie hilft der Leitfaden bei der rechtlichen Absicherung?

Er klärt über die Wichtigkeit von Vorsorgevollmachten und Patientenverfügungen auf und bietet konkrete Mustervorlagen gemäß der Bundesnotarkammer, um den Willen des Betroffenen rechtssicher zu fixieren.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Demenz, Delir und Depression wichtig?

Die Unterscheidung ist essenziell, da die Symptome (wie Vergesslichkeit oder Antriebslosigkeit) sich zwar ähneln können, aber unterschiedliche medizinische Ursachen und damit völlig verschiedene therapeutische Interventionen erfordern.

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Details

Title
Leitfaden für Interessierte sowie An- und Zugehörige an Demenz Erkrankter
Author
Sabine Schmidt (Author)
Publication Year
2022
Pages
105
Catalog Number
V1167765
ISBN (PDF)
9783346587305
ISBN (Book)
9783346587312
Language
German
Tags
Demenz dementielles Syndrom Validation Ernährung Kommunikation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sabine Schmidt (Author), 2022, Leitfaden für Interessierte sowie An- und Zugehörige an Demenz Erkrankter, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167765
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