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Die Beziehungen Benvenuto Cellinis zu Herzog Cosimo I. und dessen Gemahlin Eleonora von Toledo. Eine ambivalente Beziehung?

Title: Die Beziehungen Benvenuto Cellinis zu Herzog Cosimo I. und dessen Gemahlin Eleonora von Toledo. Eine ambivalente Beziehung?

Term Paper , 2021 , 25 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Hausarbeit beschäftigt sich mit dem Künstler Benvenuto Cellini, dessen Autobiographie Johann Wolfgang von Goethe 1803 übersetze. Dieser war im 16. Jahrhundert ein wichtiger Goldschmied und Bildhauer, der unter anderem einen Perseus aus Marmor errichtete. Er arbeitete viel in Florenz für den Herzog Cosimo I. de' Medici und dessen Frau. Die Beziehung zu diesen steht dabei im Fokus der Hausarbeit. Sie stellte sich als sehr ambivalent heraus.

Die Arbeit wird zunächst Benvenuto Cellini, Cosimo I. de‘ Medici und Eleonora von Toledo einführend vorstellen. Hierbei soll auch der historische Kontext kurz skizziert werden. Daraufhin werden die Beziehungen der einzelnen Menschen im Mittelpunkt stehen: Wie ist das Verhältnis von Cellini zu dem Herzog (und später Großherzog) von Florenz, wie ist es zur Herzogin? Während hierauf der Fokus liegt, wird vor dem Fazit noch kurz die Beziehung zwischen den Eheleuten begutachtet. Die im Hauptteil zu prüfende These ist, dass die Beziehungen Benvenuto Cellinis sowohl zum Herzog als auch zur Herzogin als ambivalent bezeichnet werden können. Die Art und Weise der Ambivalenz und die Gründe hierfür sollen im Folgenden analysiert werden. Am Ende der Arbeit wird es selbstverständlich ein Fazit geben, in dem die Ergebnisse noch einmal aufgezeigt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Menschen und die Lage in Florenz

2.1 Benvenuto Cellini

2.2 Cosimo I. de‘ Medici

2.3 Eleonora von Toledo

3 Die Beziehungen

3.1 Benvenuto Cellini und Cosimo I. de‘ Medici

3.2 Benvenuto Cellini und Eleonora von Toledo

3.3 Eleonora von Toledo und Cosimo I. de‘ Medici

4 Fazit

5 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ambivalenten Patronagebeziehungen des Bildhauers und Goldschmieds Benvenuto Cellini zu Herzog Cosimo I. de’ Medici und dessen Gemahlin Eleonora von Toledo im Florenz des 16. Jahrhunderts. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese wechselhaften Verhältnisse definieren lassen und welche Faktoren zu den Spannungen zwischen dem Künstler und seinen Auftraggebern führten.

  • Analyse der historischen Kontextbedingungen in Florenz unter der Herrschaft der Medici
  • Biografische Einordnung von Benvenuto Cellini, Cosimo I. de’ Medici und Eleonora von Toledo
  • Untersuchung der spezifischen künstlerischen Patronagebeziehungen und deren Instabilität
  • Bewertung der Rolle von Konkurrenzsituationen unter Hofkünstlern, insbesondere mit Baccio Bandinelli
  • Analyse der Rezeptionsgeschichte von Cellinis "Vita" als autobiografische Quelle

Auszug aus dem Buch

3.1 Benvenuto Cellini und Cosimo I. de‘ Medici

Das erste Aufeinandertreffen der beiden Männer lässt sich laut der Vita Cellinis bereits vor der Ernennung Cosimos zum Herzog datieren, als Cellini im Jahr 1534 oder kurz darauf nach Florenz kam. Dort wurde er vom damaligen Herzog Alessandro de‘ Medici freundlich aufgenommen und besuchte diesen im Palast der Pazzi, um sich für eine Reise nach Venedig beurlauben zu lassen. Die Antwort auf seinen Antrag wurde ihm von Cosimo überbracht.

Im Jahre 1545 kehrte Cellini nach Florenz zurück, wo er fortan außer für kurze Aufenthalte bis zu seinem Lebensende bleiben sollte. Nachdem er seine Schwester und ihren Mann sowie deren sechs Töchter besucht hatte, ging er zum Herzog von Florenz, der sich damals etwa zehn Meilen entfernt von Florenz befand. Er schrieb in seiner Vita, er sähe dies als seine Schuldigkeit als florentinischer Bürger an und verwies auf das freundschaftliche Verhältnis seiner Vorfahren zum Hause Medici. Er unterstrich, dass er „mehr als jemand diesen Herzog Cosmus liebte“.

Der Herzog zeigte ihm zudem „unendliche Liebkosungen“ und wollte ihn, falls Cellini in seine Dienste treten würde, „dergestalt behandeln, dass [er] vielleicht darüber erstaunen [wird]“. Die beiden Männer vereinbarten, dass Cellini ein ellengroßes Modell für eine Statue Perseus‘ machen sollte, welches Cosimo nach einigen Tagen mit der Herzogin und weiteren Herren besichtigen kam. Dem Herzog gefiel die Arbeit und er bat Cellini um eine Liste, was dieser verlange und benötige. Cellini hielt in der Vita fest, dass er dies lieber mit einem Kontrakt hätte festhalten sollen, was auf spätere Konflikte verweist. Festzuhalten ist außerdem, dass er nicht geplant hatte, länger in Florenz zu bleiben. Stattdessen wollte er, wie er in seinen Traktaten über die Goldschmiedekunst und die Bildhauerei festhält, die „Reise nach Frankreich weiter fortzusetzen“.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die historische Bedeutung Benvenuto Cellinis und die Rezeption seiner Vita ein und formuliert die zentrale These der ambivalenten Beziehungen am florentinischen Hof.

2 Die Menschen und die Lage in Florenz: Dieses Kapitel skizziert den historischen Kontext der Medici-Herrschaft sowie die Biografien von Cellini, Cosimo I. und Eleonora von Toledo.

2.1 Benvenuto Cellini: Es wird das Leben Cellinis, seine Ausbildung und seine Wanderschaft vor der Rückkehr nach Florenz 1545 beleuchtet.

2.2 Cosimo I. de‘ Medici: Das Kapitel beschreibt den Aufstieg Cosimos zum Herrscher und seine strategische Nutzung der Kunst als Mittel der Machtlegitimation.

2.3 Eleonora von Toledo: Dieser Abschnitt widmet sich der Herkunft und Rolle der Herzogin als politische Akteurin und Patronin am Hof.

3 Die Beziehungen: Hier beginnt die detaillierte Analyse der zwischenmenschlichen Dynamiken zwischen den drei Hauptakteuren der Arbeit.

3.1 Benvenuto Cellini und Cosimo I. de‘ Medici: Untersuchung der wechselhaften Arbeitsbeziehung, geprägt von künstlerischer Wertschätzung einerseits und finanziellen Konflikten sowie Rivalitäten andererseits.

3.2 Benvenuto Cellini und Eleonora von Toledo: Analyse der instabilen Beziehung zur Herzogin, die durch Perlenhandel-Konflikte und gegensätzliche Interessen belastet wurde.

3.3 Eleonora von Toledo und Cosimo I. de‘ Medici: Betrachtung der Ehe der beiden als politisch motivierte Verbindung und "love match", das die dynastische Stabilität stärkte.

4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Ambivalenz der untersuchten Beziehungen.

5 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.

Schlüsselwörter

Benvenuto Cellini, Cosimo I. de' Medici, Eleonora von Toledo, Florenz, Renaissance, Manierismus, Patronage, Vita, Perseus, Hofkünstler, Kunstgeschichte, Medici, Ambivalenz, Machtlegitimation, Auftragsarbeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die komplexen sozialen und künstlerischen Beziehungen zwischen dem Bildhauer Benvenuto Cellini und dem regierenden Herrscherpaar von Florenz, Cosimo I. de' Medici und Eleonora von Toledo.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen das System der künstlerischen Patronage im 16. Jahrhundert, die politische Instrumentalisierung von Kunst am Hof der Medici sowie die autobiografische Selbstdarstellung Cellinis.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es zu belegen, dass die Beziehungen Cellinis zum Herzog und zur Herzogin als ambivalent zu bezeichnen sind, und die Hintergründe für die häufigen Stimmungsschwankungen und Konflikte aufzudecken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine historisch-analytische Arbeit, die primär auf der kritischen Auswertung der "Vita" von Benvenuto Cellini sowie ergänzender kunsthistorischer Fachliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der Personen und ihres historischen Kontextes, gefolgt von einer detaillierten Untersuchung der Einzelsituationen der Beziehungen (Cellini-Cosimo, Cellini-Eleonora, Cosimo-Eleonora).

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Ambivalenz, Patronage, Hofkunst, Machtlegitimation, künstlerischer Wettbewerb und die biografische Dokumentation durch Cellinis "Vita".

Welchen Einfluss hatte der "Perseus"-Auftrag auf die Beziehung zwischen Cellini und Cosimo?

Obwohl der Perseus zum Höhepunkt seiner Karriere wurde, sorgte das Werk aufgrund von Preisverhandlungen und Konkurrenz mit Baccio Bandinelli für erhebliche Spannungen zwischen Künstler und Herzog.

Wie wirkte sich die Verurteilung wegen Sodomie auf Cellinis Stellung aus?

Die Verurteilung im Jahr 1557 führte zwar durch die Vermittlung des Herzogs nur zum Hausarrest, störte das Vertrauensverhältnis jedoch langfristig und trug zum Ausbleiben weiterer Großaufträge bei.

Warum wird die Herzogin Eleonora von Toledo als eigenständige Akteurin betrachtet?

Sie agierte nicht nur als Ehefrau, sondern als Regentin und bedeutende Patronin, deren persönliche Gunst oder Missgunst Cellinis Erfolg am Hof maßgeblich beeinflusste.

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Details

Title
Die Beziehungen Benvenuto Cellinis zu Herzog Cosimo I. und dessen Gemahlin Eleonora von Toledo. Eine ambivalente Beziehung?
College
University of Wuppertal
Course
Goethe und die Renaissance
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2021
Pages
25
Catalog Number
V1167837
ISBN (PDF)
9783346588517
ISBN (Book)
9783346588524
Language
German
Tags
Cellini Benvenuto Florenz Cosimo Toledo Eleonora Perseus Goethe Manierismus Renaissance Biographie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2021, Die Beziehungen Benvenuto Cellinis zu Herzog Cosimo I. und dessen Gemahlin Eleonora von Toledo. Eine ambivalente Beziehung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167837
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