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Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung

Title: Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung

Seminar Paper , 2007 , 17 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Jens Frieling (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

„Nehmen sie die Säume und Gewänder hoch, meine Damen, wir gehen durch die Hölle“. Als man Allen
Ginsberg am 13. Oktober 1955 mit diesen Worten auf die Bühne der Six Gallery in San Francisco bat,
ahnte wohl kaum jemand, dass der unscheinbare junge Mann zur Schlüsselfigur einer Gegenkultur zum
kleinbürgerlichen Nachkriegsamerika avancieren würde. In der historischen Aufbereitung des Zeitgeschehens
markiert die Lesung, insbesondere Ginsbergs Gedicht „Howl“, den Anfangspunkt für die öffentliche
Wahrnehmung der Beat Generation. Als erste moderne Protestkultur zieht sich der Einfluss der
Beat Bewegung durch alle nachkommenden alternativen und gesellschaftskritischen Kulturentwicklungen
und ist überdies der direkte Wegbereiter für die Psychedelic-Szene. Dabei war gerade die Literatur
das Zugpferd der Beat Mythologie, zu deren Vordenkern neben Ginsberg auch die Autoren William S.
Burroughs und Jack Kerouac gehören.
Die vorliegende Arbeit evaluiert den kulturhistorischen Zusammenhang zwischen der Beat-Literatur,
dem damit verbundenen Lebensgefühl und den „spirituellen Kindern“ der Beats, am Beispiel der Psychedelic-
Bewegung. Dabei soll eine Perspektive entworfen werden, die sowohl direkte als auch indirekte
Verbindungslinien zwischen der literarischen Tradition des Beats einerseits- und der psychedelischen
Musik seit Anfang der 60er Jahre andererseits – offen legt. Neben persönlichen Beziehungen zwischen
Autoren und Musikern, werden ferner auch formästhetische Parallelen zwischen den beiden Kunstformen
Gegenstand der Analyse sein. Musik- und literaturwissenschaftliche Fachpublikation werden ebenso
als Wissensfundus Verwendung finden, wie die bislang gehörten Vorträge im Seminar. Die soziale
Verflechtung wichtiger Künstler, Selbsterfahrung durch Drogen, transatlantische Austauschprozesse,
aber auch die Eigentümlichkeit lokaler Szenen – all dies wurde von den Referenten diskutiert. Dabei ist
durch die Betrachtung der Einzelphänomene auch ein erkenntnistheoretischer Mehrwert gewachsen,
man denke nur and die bisweilen unerwarteten Beziehungen zwischen einzelnen Zeitfiguren. Obschon
sich die Psychedelic-Bewegung sicher nicht als autarke Jugendkultur typisieren lässt, repräsentiert sie
doch einen speziellen Kunst- und Lebensstil, der weitaus facettenreicher ist, als es das angestaubte
Klischee vom allzeit „zugedröhnten“ Hippie es suggerieren mag.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Ginsberg, Borroughs, Kerouac: Die Avantgarde der Beat Generation

1.1 Kindheit und Jugendzeit 1920-1940

1.2 Columbia University, New York 1940-1953

1.3 San Francisco Renaissance 1953-1962

1.4 Ginsbergs Nachlese 1962-1970

2. Hipster, Beatniks, Squares: Beat-Sprache und Beat-Ideologie

3. Das Erbe der Beat Generation

3.1 Drogenkonsum und Spiritualität

3.2 Beat-Literatur und psychedelische Musik: Die Überwindung der bestehenden Kunstkonventionen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den kulturhistorischen Zusammenhang zwischen der Literatur der Beat Generation und deren Einfluss auf die Psychedelic-Bewegung der 1960er Jahre. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse persönlicher Verbindungen, der Rolle von Drogen zur Bewusstseinserweiterung sowie formästhetischen Parallelen, die zu einer Überwindung etablierter Kunstkonventionen führten.

  • Biographische Grundlagen der Beat-Vordenker Allen Ginsberg, William S. Burroughs und Jack Kerouac.
  • Die Entstehung und Verbreitung der Beat-Ideologie und deren soziokulturelle Abgrenzung zum Mainstream.
  • Die Rolle der Literatur als Wegbereiter für psychedelische Ausdrucksformen.
  • Wechselwirkungen zwischen Drogenkonsum, Spiritualität und dem kreativen Schaffensprozess.
  • Vergleichende Analyse von Beat-Literatur und psychedelischer Musik hinsichtlich ihrer Ästhetik der Spontaneität.

Auszug aus dem Buch

3.2 Beat-Literatur und psychedelische Musik: Die Überwindung der bestehenden Kunstkonventionen

Die Berührungspunkte zwischen Beat-Literatur und psychedelischer Musik sind vielförmig. Bedingt durch die Synergie zwischen den psychedelischen Zentren in London und San Francisco, lassen sich zunächst einmal die persönlichen Beziehungen zwischen Künstlern und Musikern nennen. Etwa die bereits angeführte Bekanntschaft zwischen John Lennon und Allen Ginsberg oder die psychedelische Bekenntnistour des Beat-Literaten Neal Cassady mit dem „Gratefull Dead“-Gitarristen Jerry Garcia. Der, nach einem Ginsberg Zitat benannte, Dokumentarfilm „Tonite Let's All Make Love in London“ zeigt den Einfluss des Beat-Boschafters auf die Londoner Untergrundszene besonders deutlich.

Abgesehen von solch offenkundigen Verknüpfungen, impliziert die Psychedelic-Bewegung auch eine „handwerkliche“ Annäherung der beiden Kunstformen Literatur und Musik. So las Ginsberg seine Gedichte nicht plump vom Manuskript, sondern stand wild gestikulierend, vor seinen ebenfalls immer stehenden Publikum und steigerte sich mit einem „überaus jazzigen Rhythmus und apokalyptischer Metaphorik“ in ekstatische Wortschwalle. Auf diese Weise entstand eine konzertartige Atmosphäre. Wolfgang Kos macht zudem darauf aufmerksam, dass die Poesie der Beats einen „musikalischen Sound“ transportiert. Komplementär dazu entwickelte die psychedelische Musik eine zunehmend literarische Qualität.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Einleitung in die kulturhistorische Bedeutung der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic-Bewegung und Vorstellung der methodischen Herangehensweise der Arbeit.

1. Ginsberg, Borroughs, Kerouac: Die Avantgarde der Beat Generation: Detaillierte biographische Skizzen der drei Hauptfiguren und Darstellung ihrer Entwicklung innerhalb des gesellschaftlichen Kontextes des Nachkriegsamerikas.

2. Hipster, Beatniks, Squares: Beat-Sprache und Beat-Ideologie: Analyse der soziokulturellen Gruppendynamik, der spezifischen Sprache und der Ideologie, die den Übergang von der Avantgarde zur gesellschaftlich sichtbaren Bewegung markierte.

3. Das Erbe der Beat Generation: Untersuchung des Einflusses der Beats auf spätere Kunstströmungen, insbesondere durch den Einsatz von Drogen und die ästhetische Revolution in Musik und Literatur.

Schlüsselwörter

Beat Generation, Psychedelic-Bewegung, Allen Ginsberg, Jack Kerouac, William S. Burroughs, Gegenkultur, Literaturgeschichte, Musikwissenschaft, Bewusstseinserweiterung, Beatniks, Hipster, Subkultur, Ästhetik, Spontaneität, Popkultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beleuchtet die historische und inhaltliche Verbindung zwischen der literarischen Beat Generation der 1950er Jahre und der entstehenden Psychedelic-Bewegung der 1960er Jahre.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Biographien der Hauptautoren, die Definition der Beat-Ideologie, die Rolle bewusstseinserweiternder Substanzen und der Einfluss auf die Ästhetik der psychedelischen Musik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die direkten und indirekten Linien aufzuzeigen, durch die die Beat Generation als intellektuelles und ästhetisches Fundament für die Psychedelic-Bewegung fungierte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen kulturhistorischen Ansatz, kombiniert mit literaturwissenschaftlicher Analyse und der Auswertung von Fachpublikationen sowie seminarinternen Reflexionen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine biographische Einführung, eine soziologische Einordnung der Beat-Identität und eine tiefgehende Untersuchung der ästhetischen Parallelen zwischen Beat-Literatur und psychedelischer Musik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Beat Generation, Gegenkultur, Bewusstseinserweiterung, Popkultur und Ästhetik charakterisiert.

Welche Rolle spielten Drogen im kreativen Prozess der Beat-Autoren?

Drogen wurden von den Beat-Autoren häufig funktionalisiert, um nicht-rationale Geisteszustände zu erreichen, wobei die spätere Rekapitulation dieser Erfahrungen für das Schreiben wichtiger war als der unmittelbare Rausch.

Warum wird die Beat Generation als „Wegbereiter“ der psychedelischen Szene bezeichnet?

Die Beats etablierten eine Kultur der Offenheit gegenüber alternativen Erfahrungen, brachen mit traditionellen Kunstformen und schufen durch ihre literarische Arbeit ein intellektuelles Klima, das die psychedelische Bewegung maßgeblich beeinflusste.

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Details

Title
Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung
College
University of Paderborn  (Fakultät für Kulturwissenschaften)
Course
Psychedelic Rock
Grade
1,0
Author
Jens Frieling (Author)
Publication Year
2007
Pages
17
Catalog Number
V116791
ISBN (eBook)
9783640191284
Language
German
Tags
Portrait Beat Generation Wegbereiter Psychedelic Bewegung Psychedelic Rock
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jens Frieling (Author), 2007, Ein Portrait der Beat Generation als Wegbereiter der Psychedelic Bewegung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116791
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