Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Psychology - Work, Business, Organisation

Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Zusammenhänge von Führungserfolg, Empathie und Gender

Title: Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Zusammenhänge von Führungserfolg, Empathie und Gender

Master's Thesis , 2021 , 155 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Julia Hensen (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Artikel mit Schlagzeilen wie „No Doubts: Women Are Better Managers” oder „Women Score Higher Than Men in Most Leadership Skills“ werden in der aktuellen Berichterstattung zum Thema Führung fortwährend präsenter. Dennoch sind Frauen in Führungs- und vor allem Spitzenpositionen immer noch unterrepräsentiert.

Doch welche Erklärungen gibt es für den aktuellen Zustand? Mit Blick auf Absolventenzahlen kann das Ungleichgewicht von männlichen und weiblichen Führungskräften nicht erklärt werden. Sowohl mangelnde Bildung als auch mangelnde Kompetenzen können den Umstand nicht erklären. Denn in Bezug auf die Führungskompetenzen von Frauen zeigen aktuelle Forschungsergebnisse des Harvard Business Review, dass Frauen in 17 von 19 Führungskompetenzen besser bewertet werden.

Zurückkommend auf die eingangs erwähnten Schlagzeilen, stellt sich die Frage, wieso Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind, obwohl sie die besseren Führungskräfte zu sein scheinen. Die vorliegende Arbeit soll daher die Fragen behandeln, welchen Herausforderungen Frauen im Führungskontext begegnen und behandelt dabei mit dem Fokus auf der Eigenschaft Empathie folgende Forschungsfragen:

(1) Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede zeigen sich in Führungsstilen?
(2) Kann empathisches Verhalten von weiblichen Führungskräften zu einem Spannungsverhältnis und Benachteiligung führen?
(3) Welchen Herausforderungen begegnen weibliche Führungskräfte in der Bildung ihres professionellen Selbstkonzeptes im Führungskontext? Welche Rollen nehmen Vorbilder hierbei ein?
(4) Kann Empathie einen Erfolgsfaktor in Führung darstellen und inwieweit profitieren vor allem weibliche Führungskräfte von dieser Eigenschaft?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Relevanz des Themas und Forschungsfrage

1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit

2. Methodisches Vorgehen

3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungsstilen

3.1. Führung und Führungsstile

3.2. Theorien der Geschlechterunterschiede

3.3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Führungsforschung

3.4. Selbst- und Fremdeinschätzungen: Studienergebnisse zu Unterschieden

3.5. Erkenntnisse der qualitativen Interviews

4. Frauen im Spannungsverhältnis in männerdominierter Führung

4.1. Theorie der Rollenkongruenz

4.2. Auswirkungen der Theorie der Rollenkongruenz

4.3. Erkenntnisse der qualitativen Interviews

5. Weibliche Führung durch männliche Vorbilder

5.1. Entwicklung des professionellen Selbstkonzepts durch Vorbilder

5.2. Herausforderungen für weibliche Führungskräfte

5.3. Erkenntnisse der qualitativen Interviews

6. Empathie

6.1. Definition und Messinstrumente

6.2. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Empathie

6.3. Empathie und Führungserfolg

6.4. Erkenntnisse der qualitativen Interviews

7. Diskussion

7.1. Diskussion der Ergebnisse

7.2. Diskussion der Methodik

8. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Herausforderungen und Vorteile, denen weibliche Führungskräfte im organisationalen Kontext gegenüberstehen, mit einem besonderen Fokus auf die Eigenschaft der Empathie. Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, wie weibliche Führungskräfte ihre Rolle wahrnehmen und inwieweit Empathie als Erfolgsfaktor oder Spannungsquelle fungiert.

  • Geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungsstilen
  • Die Theorie der Rollenkongruenz in männerdominierten Umfeldern
  • Die Bedeutung von (weiblichen) Vorbildern für das professionelle Selbstkonzept
  • Der Zusammenhang zwischen Empathie und Führungseffektivität
  • Empirische Erkenntnisse aus qualitativen Interviews mit acht Führungskräften

Auszug aus dem Buch

4.1. Theorie der Rollenkongruenz

Die Theorie der Rollenkongruenz (engl. Role Congruity Theory) basiert auf der sozialen Rollentheorie. Eagly (1987) betont in dem Konzept der sozialen Rollen neben dem deskriptiven auch den normativen Charakter der Erwartungen an eine Geschlechterrolle: „These beliefs are more than beliefs about the attributes of women and men: Many of these expectations are normative in the sense that they describe qualities or behavioral tendencies believed to be desirable for each sex.” (Eagly, 1987, 13). Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die soziale Rollentheorie zwei Arten von Erwartungen bzw. Normen beinhaltet. Zum einen beinhaltet sie „descriptive norms“, folglich beschreibende Normen. Dies sind übereinstimmende Erwartungen darüber, was Mitglieder einer Gruppe tatsächlich tun. Zum anderen beinhaltet die Theorie „injunctive norms“. Diese beschreiben übereinstimmende Erwartungen darüber, was eine Gruppe von Menschen tun sollte oder idealerweise tun würde.

Die beschreibenden Normen sind synonym mit Stereotypen zu verstehen, wohingegen „injunctive norms“, im Folgenden „normative Erwartungen“, ein normatives Element hinzufügen, welches nicht im Stereotyp-Konstrukt enthalten ist (Eagly/Karau, 2000, 574). Dennoch gibt es erhebliche Überschneidungen zwischen dem Inhalt der deskriptiven und normativen Elemente von Geschlechtsstereotypen (Heilman et al., 2004, 416). Der Begriff der Geschlechterrolle bezieht sich demnach auf eine Sammlung von sowohl deskriptiven als auch normativen Erwartungen, die an Frauen und Männer gestellt werden (Eagly/Karau, 2000, 574).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Relevanz der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen und Einführung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Empathie.

2. Methodisches Vorgehen: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns basierend auf acht Experteninterviews mit weiblichen Führungskräften.

3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungsstilen: Diskussion theoretischer Erklärungsansätze und der Studienlage zu Führungsstilen unter Berücksichtigung von Selbst- und Fremdeinschätzungen.

4. Frauen im Spannungsverhältnis in männerdominierter Führung: Untersuchung der Theorie der Rollenkongruenz und der daraus resultierenden Herausforderungen für Frauen.

5. Weibliche Führung durch männliche Vorbilder: Analyse der Bedeutung von Rollenmodellen für die Entwicklung eines professionellen Selbstkonzepts.

6. Empathie: Definition des Konstrukts Empathie sowie wissenschaftliche Debatte über deren Einfluss auf Führungserfolg und Gender-Unterschiede.

7. Diskussion: Synthese der gewonnenen theoretischen und empirischen Erkenntnisse sowie kritische Reflexion der Forschungsmethodik.

8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Implikationen für die Gleichstellungspolitik in Unternehmen.

Schlüsselwörter

Empathie, Führungserfolg, Gender, Rollenkongruenz, Vorbilder, Weibliche Führung, Organisationskultur, Führungskompetenzen, Transformationales Führen, Diskriminierung, Diversity, Rollentheorie, Management, Geschlechterrollen, Kommunikation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie weibliche Führungskräfte in einer oft von Männern dominierten Arbeitswelt erfolgreich agieren können, welchen spezifischen Herausforderungen sie begegnen und welche Rolle die Eigenschaft der Empathie dabei spielt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen geschlechtsspezifische Unterschiede bei Führungsstilen, die Theorie der Rollenkongruenz, die Suche nach geeigneten Vorbildern sowie die wissenschaftliche Bewertung von Empathie als Erfolgsfaktor.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel ist es, die Herausforderungen und Vorteile für weibliche Führungskräfte im Zusammenhang mit Empathie im Führungskontext auf Basis wissenschaftlicher Literatur und qualitativer Interviews darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturrecherche mit einem qualitativ-empirischen Forschungsdesign, bestehend aus acht Interviews mit weiblichen Führungskräften unterschiedlicher Branchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert, wie sich geschlechtsspezifische Rollenerwartungen auf die Bewertung von Führungskräften auswirken, warum Vorbilder für Frauen wichtig sind und inwieweit Empathie die Führungseffektivität beeinflusst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem: Weibliche Führung, Rollenkongruenz, Empathie, Führungserfolg und geschlechtsspezifische Unterschiede.

Gibt es einen klaren Vorteil durch Empathie für Frauen?

Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Empathie zwar positiv mit Führungseffektivität korreliert, jedoch die Ausübung des Führungsstils (z.B. transformational) für den Erfolg oft ausschlaggebender ist als das Geschlecht allein.

Wie gehen weibliche Führungskräfte mit fehlenden Vorbildern um?

Die Interviewten berichten, dass sie ihre Führungsstile oft durch eine Kombination aus "Learning by Doing" (der sogenannten „school of hard knocks“), formaler Weiterbildung und der bewussten Selektion positiver Attribute verschiedener Vorgesetzter entwickeln.

Excerpt out of 155 pages  - scroll top

Details

Title
Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Zusammenhänge von Führungserfolg, Empathie und Gender
College
Cologne University of Applied Sciences
Grade
1,3
Author
Julia Hensen (Author)
Publication Year
2021
Pages
155
Catalog Number
V1167920
ISBN (PDF)
9783346573841
ISBN (Book)
9783346573858
Language
German
Tags
Empathie Gender Führung Führungserfolg Weiblichkeit Stereotyp Voruteile Führungsstile Geschlechterunterschiede Rollenkongruenztheorie Qualitative Forschung Führungsforschung Vorbilder Entwicklung professionelles Selbstkonzept
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Hensen (Author), 2021, Sind Frauen die besseren Führungskräfte? Zusammenhänge von Führungserfolg, Empathie und Gender, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1167920
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  155  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint