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Bedrohung der marinen Ökosysteme durch Plastikmüll

Title: Bedrohung der marinen Ökosysteme durch Plastikmüll

Term Paper (Advanced seminar) , 2021 , 20 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Laura-Marie Wiethoff (Author)

Geography / Earth Science - Physical Geography, Geomorphology, Environmental Studies
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit befasst sich zu Beginn mit dem Aufbau des Pelagials und seiner Funktion als marines Ökosystem. Der zweite Teil thematisiert die Entwicklung des Kunststoffes und die Entstehung des Recycling-Mythos. Zentral ist die Frage, wie unser Plastikmüll in die marinen Ökosysteme gelangt und welche verehrenden Auswirkungen die Kunststoffe für das Ökosystem haben. Die Auswirkungen des Plastikmülls in marinen Ökosystemen werden am Beispiel des Great Pacific Garbage Patch dargestellt. Im Anschluss daran wird die Entstehung und Bedrohung durch Mikroplastik aufgezeigt, sowie regionale marine Ökosysteme, die durch Plastikverschmutzung belastet sind. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Auswirkungen des Kunststoffs für Lebewesen in marinen Ökosystemen geschildert, auch im Hinblick auf die aktuelle Lage der Corona-Pandemie und die Verschmutzung durch medizinische Einwegmasken. Der dritte Teil der Arbeit bezieht sich auf zwei Lösungsansätze der Projekte ‚The Ocean Cleanup‘ und ‚revolPET‘ des Unternehmen RITTEC GmbH, welches sich als Ziel gesetzt hat, Kunststoffe künftig dem Wertstoffkreislauf zuzuführen und damit Plastik in der Umwelt deutlich zu reduzieren. Die Arbeit schließt mit einem Fazit ab.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Marine Ökosysteme

2.1. Definition mariner Ökosysteme

2.2. Aufbau und Funktion mariner Ökosysteme

3. Der Weg der Plastikflasche ins Meer – „Wir recyceln doch!?“

3.1. Der Recycling-Mythos

3.2. Great Pacific Garbage Patch

3.3. Mikroplastik

3.4. Plastik in marinen Ökosystemen: Regionale Beispiele

3.5. Bedrohung der Lebewesen in marinen Ökosystemen

4. Ausblick und Lösungsansätze

4.1. The Ocean Cleanup

4.2. Moderne recycling-Methoden

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit befasst sich mit der zunehmenden Bedrohung mariner Ökosysteme durch Plastikmüll. Das primäre Ziel ist es, den Aufbau des Pelagials zu erläutern, den problematischen Umgang mit Kunststoff sowie den sogenannten "Recycling-Mythos" zu hinterfragen und sowohl die Auswirkungen auf marine Lebewesen als auch aktuelle Lösungsansätze kritisch zu beleuchten.

  • Struktur und ökologische Funktionen des Pelagials
  • Die Entstehung und der globale Kontext des Plastikmüllproblems
  • Auswirkungen von Mikroplastik und Makroplastik auf die Meeresfauna
  • Kritische Analyse von Sanierungsprojekten wie "The Ocean Cleanup"
  • Potenziale neuer Verfahren zur Kreislaufschließung, wie z.B. revolPET

Auszug aus dem Buch

3.2. Great Pacific Garbage Patch

Millionen von Tonnen an Plastikmüll gelangen jedes Jahr in die marinen Ökosysteme. Die Kunststoffe werden von Flüssen mitgeführt, durch Abflüsse ins Wasser geleitet, von Schiffen entsorgt oder von Wellen am Ufer und den Stränden abgetragen. Ist der Plastikmüll einmal im Pelagial angekommen, hat dies dramatische Auswirkungen auf die marinen Ökosysteme. Im Jahr landen schätzungsweise zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den marinen Ökosystemen, das ist etwa eine LKW-Ladung pro Minute. Das durch die Chemikalien so langlebige Plastik kann bis zu mehreren hundert Jahren existieren. Die Meeresströmungen verteilen das Plastik über den ganzen Globus. Durch seine Widerstandsfähigkeit kann das Plastik auch über längere Distanzen von konvergierenden Meeresströmungen transportiert werden. Mit diesen Strömungen gelangt das Plastik zu sogenannten Patches, wo es akkumuliert wird.

Global betrachtet sammelt sich der Plastikmüll im Pelagial in fünf großen Müllstrudeln: der südpazifische, der nordpazifische, der nordatlantische, dem südatlantischen und den indischen Müllstrudel. Der größte dieser Müllstrudel ist der nordpazifische, auch Great Pacific Garbage Patch (GPGP) genannt, er befindet sich zwischen der Küste Kaliforniens und Hawaii. Er ist eine Konvergenzzone aus schwimmendem Müll. Zwischen 135° und 155° westlicher Länge und 35° und 42° nördlicher Breite liegt das Zentrum, die Ränder des Garbage Patch verschieben sich je nach Wind und Wasserströmung. Dieter Lohmann nennt das GPGP „die größte zusammenhängende Müllhalde der Erde.“ Von dem Plastikmüll in den marinen Ökosystemen bleibt nur ein kleiner Teil an der Oberfläche, der den Müllstrudel bildet. Dies ist nur die Spitze des Eisberges, der Rest verteilt sich im Pelagial und ist nur schwer zu lokalisieren. Im Jahr 2014 geht Lohmann im Minimalfall von einer Größe des GPGP aus, die etwa zweimal so groß ist wie Deutschland. Umso erschreckender zu sehen, dass diese kleine ‚Spitze des Eisberges‘ an Plastikmüll heute 4,5 mal so groß ist wie Deutschland (siehe Abbildung 1.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Ausmaß der globalen Plastikverschmutzung in Ozeanen und definiert die zentrale Forschungsfrage bezüglich der Auswirkungen auf marine Ökosysteme und möglicher Lösungswege.

2. Marine Ökosysteme: In diesem Kapitel werden die Definition des Pelagials sowie dessen Aufbau, biologische Vielfalt und physikalische Funktionsweisen als Lebensgrundlage dargestellt.

3. Der Weg der Plastikflasche ins Meer – „Wir recyceln doch!?“: Dieser Abschnitt thematisiert die Geschichte der Kunststoffentwicklung, den Recycling-Mythos, die Dynamik von Müllstrudeln wie dem Great Pacific Garbage Patch sowie die Gefahren durch Mikroplastik und unachtsame Entsorgung.

4. Ausblick und Lösungsansätze: Hier werden technische Maßnahmen wie das Projekt The Ocean Cleanup sowie moderne Verfahren zur Kunststoff-Kreislaufschließung der Firma RITTEC (revolPET) diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Dringlichkeit eines ganzheitlichen Umdenkens in der Kunststoffproduktion und fordert eine Abkehr von der bisherigen Wegwerfmentalität.

Schlüsselwörter

Plastikmüll, marine Ökosysteme, Pelagial, Great Pacific Garbage Patch, Mikroplastik, Recycling-Mythos, The Ocean Cleanup, revolPET, Biodiversität, Kunststoffproduktion, Umweltschutz, Kreislaufwirtschaft, Meeresverschmutzung, Corona-Pandemie, Einwegmasken

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Bedrohung der marinen Ökosysteme durch die stetig wachsende Menge an Plastikmüll, die von Land in die Ozeane gelangt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Schwerpunkte liegen auf der ökologischen Bedeutung des Pelagials, den sozio-ökonomischen Hintergründen der Plastikproduktion und -entsorgung sowie den ökologischen Folgen für die Meeresfauna.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Plastik in marine Ökosysteme gelangt, warum bestehende Recyclingkonzepte oft unzureichend sind und welche technologischen Ansätze eine echte Entlastung bieten könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller wissenschaftlicher Studien, Berichte und Fachpublikationen eine Zusammenfassung und kritische Analyse des Ist-Zustands mariner Plastikverschmutzung vornimmt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die ökologischen Grundlagen des Lebensraums Meer, eine kritische Analyse des Recycling-Mythos, die Darstellung spezifischer Verschmutzungsphänomene wie Mikroplastik und Müllstrudel sowie eine Evaluierung von technologischen Lösungsansätzen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Plastikmüll, marine Ökosysteme, Mikroplastik, Recycling-Mythos, The Ocean Cleanup und revolPET.

Inwiefern beeinflusste die Corona-Pandemie das Ausmaß der Meeresverschmutzung laut dem Autor?

Die Pandemie führte zu einer massiven Zunahme von medizinischen Einwegprodukten wie Polypropylen-Masken, die aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit kaum recycelbar sind und zusätzlich in die Umwelt gelangen.

Welche Hauptkritik äußert der Verfasser am Projekt "The Ocean Cleanup"?

Kritisiert wird, dass das Projekt lediglich Symptome bekämpft, statt das Problem an der Wurzel zu packen, und dass es potenzielle Gefahren für das Plankton sowie die marine Biodiversität durch das eingesetzte Netz-System bergen könnte.

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Details

Title
Bedrohung der marinen Ökosysteme durch Plastikmüll
College
University of Cologne  (Institut für Geographiedidaktik)
Grade
1,7
Author
Laura-Marie Wiethoff (Author)
Publication Year
2021
Pages
20
Catalog Number
V1168138
ISBN (PDF)
9783346578686
ISBN (Book)
9783346578693
Language
German
Tags
Ökosystem Plastikmüll Umweltverschmutzung marine Ökosysteme Bedrohung Kunststoff Great Pacific Garbage Patch Recyceln Mikroplastik Ocean-Cleanup
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Laura-Marie Wiethoff (Author), 2021, Bedrohung der marinen Ökosysteme durch Plastikmüll, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168138
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