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Prozess der Konfliktlösung mit Messenger-Apps und face-to-face-Kommunikation. Ein Vergleich

Titel: Prozess der Konfliktlösung mit Messenger-Apps und face-to-face-Kommunikation. Ein Vergleich

Seminararbeit , 2017 , 6 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Aleksandra Lemp (Autor:in)

Psychologie - Medienpsychologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit vergleicht den Prozess der Konfliktlösung in der face-to-face-Kommunikation mit dem der Kommunikation über eine Messenger-App. Das Wort „Kommunikation“ kommt aus dem lateinischen „communicare“ und bedeutet mitteilen. Dabei geht eine Information einseitig vom Sender zum Empfänger. Ein Informationsaustausch heißt dagegen Interaktion. Die Informationsübermittlung kann auf verschiedenem Wege erfolgen. Dabei unterteilt man in verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation.

Die Verbale Kommunikation ist das gesprochene Wort, welches dann in der Aussprache, der paraverbalen Kommunikation, variieren kann. Dazu zählen der Tonfall, die Sprechgeschwindigkeit, die Lautstärke, die Melodie, die Stimmlage und die Sprechpause. In der schriftlichen Kommunikation wird dies durch die Schreibweise, den Zwischenräumen und der Interpunktion ersetzt. In der nonverbalen Kommunikation kommt es auf die Körperhaltung, Mimik, Gestik, die Berührung und die Proxemik (persönlicher Raum) an.

Im elektronischen Zeitalter mit diversen Social Media-Plattformen und dem extremen Erfolg von Facebook und Whatsapp tritt die face-to-face-Kommunikation etwas in den Hintergrund und die schriftliche Kommunikation gewinnt an Bedeutung. In der Schriftsprache geht aber einiges verloren. Man kann die Person am anderen Ende nicht einschätzen, da keine nonverbalen Signale wahrgenommen werden können, die allerdings einen wichtigen Teil ausmachen. Der paraverbale Teil ist ebenfalls nicht richtig vertreten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen der Kommunikation

2.1 Verbale, paraverbale und nonverbale Kommunikation

3. Kommunikation und Konfliktlösung

4. Kommunikation im elektronischen Zeitalter

5. Die Rolle der Körpersprache und Stimme bei Konflikten

6. Herausforderungen der Messenger-Kommunikation

7. Zusammenfassung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern die Kommunikation über Messenger-Apps im Vergleich zur face-to-face-Interaktion den Prozess der Konfliktlösung erschwert, indem sie zentrale verbale und nonverbale Signale filtert.

  • Grundlagen menschlicher Kommunikationsformen
  • Einfluss von Kommunikationsstörungen auf Konfliktsituationen
  • Verlust nonverbaler Signale in der digitalen Schriftform
  • Psychologische Aspekte der Anonymität und Missverständnisse
  • Bedeutung der face-to-face-Interaktion für das soziale Wohlbefinden

Auszug aus dem Buch

Die Herausforderungen der schriftlichen Kommunikation im Netz

Bei dem unpersönlichen Schreiben befinden sich zwei Personen in zwei verschiedenen Situationen. Möglichweise sind sie mit etwas anderem beschäftigt und schenken dem Geschriebenen nicht die vollständige Aufmerksamkeit. Wodurch die Auffassungsgabe gestört werden kann und Missverständnisse schon vorprogrammiert sind. Nehmen wir mal an, beide Parteien haben sich durch gegenseitige Beschuldigungen gestritten. So muss der Konflikt wieder gelöst werden. Durch das Internet erfolgt der Austausch zeitlich versetzt. Vorteilhaft ist die Zeit für das Nachdenken bevor man schreibt. Außerdem hat man die Freiheit entscheiden zu können, ob und wann man antwortet. Das Entfliehen aus der Situation ist somit aber viel wahrscheinlicher als bei einem persönlichen Gespräch, was die Konfliktlösung verzögert. Dies wiederrum, kann die beim Streit aufkommenden negativen Gefühle in die Länge ziehen. Der gesamte Prozess dauert gefühlt länger, da die Nachricht erst geschrieben, gesendet, ankommen und gelesen werden muss. Ein weiteres Problem ist die Schwierigkeit, sich in die Person hineinversetzen zu können. Du weißt nicht, wie es ihr vor dem Konflikt ging, ob es schon vorher Probleme gab. Du weißt nicht, ob sie gerade wichtige Aufgaben erledigen muss und eigentlich keine Zeit und Aufmerksamkeit dafür hat. Man geht immer davon aus, dass es dem Gegenüber genauso geht wie einem selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Kommunikation unter Einbeziehung von Sprichwörtern und Definitionen.

2. Grundlagen der Kommunikation: Erläuterung der verbalen, paraverbalen und nonverbalen Kommunikationsformen sowie der Unvermeidbarkeit von Kommunikation.

3. Kommunikation und Konfliktlösung: Beschreibung der Anforderungen an einen konstruktiven Umgang mit Kommunikationsstörungen und Konflikten.

4. Kommunikation im elektronischen Zeitalter: Analyse der Verschiebung von persönlicher Kommunikation hin zur digitalen Messenger-Nutzung.

5. Die Rolle der Körpersprache und Stimme bei Konflikten: Untersuchung der Bedeutung von nonverbalen Signalen und der 55-38-7-Regel.

6. Herausforderungen der Messenger-Kommunikation: Diskussion über Interpretationsspielräume, das Fehlen von Mimik und die psychologischen Effekte der Anonymität.

7. Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse mit dem Plädoyer für persönliche Konfliktlösung zur Förderung des Wohlbefindens.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Konfliktlösung, Messenger-App, face-to-face, nonverbale Kommunikation, Missverständnisse, Sozialpsychologie, Vier-Ohren-Modell, Körpersprache, digitale Kommunikation, soziale Interaktion, Konflikt, Stimmung, psychische Gesundheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie sich der Wechsel von direkter Kommunikation zu schriftlicher Kommunikation via Messenger auf die Qualität und Effektivität von Konfliktlösungen auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit umfasst die Kommunikationspsychologie, die Bedeutung nonverbaler Signale, die Auswirkungen digitaler Medien auf zwischenmenschliche Beziehungen und die Relevanz persönlicher Begegnungen für das psychische Wohlbefinden.

Welches ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass die Reduktion von Kommunikation auf Textnachrichten das Risiko für Missverständnisse erhöht und den Prozess der Konfliktbewältigung im Vergleich zur direkten Interaktion erschwert.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische Modelle der Kommunikationspsychologie (wie das Vier-Ohren-Modell) und aktuelle sozialpsychologische Erkenntnisse zur Bedeutung zwischenmenschlicher Nähe.

Welche Inhalte stehen im Hauptteil im Fokus?

Im Hauptteil wird der Unterschied zwischen face-to-face-Kommunikation und der schriftlichen Netz-Kommunikation sowie die Gefahr von Fehlinterpretationen durch das Fehlen paraverbaler und nonverbaler Zeichen behandelt.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Konfliktlösung, face-to-face, Messenger-Kommunikation, Missverständnisse und nonverbale Signale.

Wie spielt das Vier-Ohren-Modell in die Problematik hinein?

Das Modell erklärt, warum digitale Nachrichten, denen der stimmliche und körperliche Kontext fehlt, vom Empfänger häufig auf der falschen Ebene (z.B. Beziehungsebene statt Sachebene) interpretiert werden.

Welchen Einfluss hat die Anonymität im Netz auf Streitigkeiten?

Anonymität kann dazu führen, dass Hemmungen fallen, was einerseits zu unhöflichem Verhalten führen kann, es manchen Nutzern andererseits aber ermöglicht, Gefühle offener zu äußern, da sie nicht direkt in das Gesicht des Gegenübers blicken müssen.

Warum wird das Telefonieren als Zwischenlösung betrachtet?

Telefonieren ermöglicht zwar kein visuelles Feedback, überträgt jedoch paralinguistische Signale wie Tonfall und Sprechpausen, was eine bessere Einschätzung des Gegenübers erlaubt als rein schriftliche Nachrichten.

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Details

Titel
Prozess der Konfliktlösung mit Messenger-Apps und face-to-face-Kommunikation. Ein Vergleich
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde)
Note
1,7
Autor
Aleksandra Lemp (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2017
Seiten
6
Katalognummer
V1168662
ISBN (PDF)
9783346580023
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Messenger App Streit Konfliktlösung face-to-face Kommunikation
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aleksandra Lemp (Autor:in), 2017, Prozess der Konfliktlösung mit Messenger-Apps und face-to-face-Kommunikation. Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168662
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Leseprobe aus  6  Seiten
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