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Die Betrachtung des Mantelkaufs unter rechtlichen Gesichtspunkten

Titre: Die Betrachtung des Mantelkaufs unter rechtlichen Gesichtspunkten

Mémoire (de fin d'études) , 2002 , 94 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Daniela Arlt (Auteur)

Gestion d'entreprise - Droit économique
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Résumé Extrait Résumé des informations

Mantelkauf ist die Übertragung von Geschäftsanteilen an einer Gesellschaft,
die ihrem Geschäftsbetrieb nicht mehr nachgeht und nicht mehr
über nennenswertes Gesellschaftsvermögen verfügt. Sie ist aber mangels
Löschung im Handelsregister noch als juristische Person existent. Der
Begriff ist gesetzlich nicht geregelt sondern durch Rechtsprechung entwickelt
worden. Danach ist ein Gesellschaftsmantel eine:
• durch Geschäftsanteile oder Aktien verkörperte
äußere Rechtsform
• einer juristischen Person
• die in Ermangelung eines von ihr noch betriebenen
Unternehmens
• wegen Vermögenslosigkeit
• keine wirtschaftliche Bedeutung mehr hat.
Der wirtschaftlich zu beurteilende Begriff „Mantel“ stellt die äußere Rechtsform
einer Gesellschaft dar und ist zu trennen von deren Inhalt, dem Unternehmen.
Mantelverwendung ist ein aus mehreren Rechtsakten bestehender Vorgang
mit dem Ziel, in Form einer Kapitalgesellschaft am Markt aufzutreten
ohne eine neue Gesellschaft zu gründen. Durch Mantelkauf werden sämtliche
Geschäftsanteile an einer inaktiven oder wirtschaftlich gescheiterten
Kapitalgesellschaft übertragen, um einem neuen Unternehmenszweck
nachzugehen. Es wird dabei das vorhandene Rechtskleid dieser Kapitalgesellschaft verwendet. Nach dem Anteilserwerb werden i.d.R. umfangreiche Satzungsänderungen vorgenommen. Gesellschaften, die früher
zwar ein Unternehmen führten, jetzt aber nicht mehr aktiv sind, werden
also wiederbelebt. Dies kann aber auch durch die bisherigen Gesellschafter
erfolgen ohne dass Anteile verkauft und abgetreten werden. Man
spricht in diesem Fall von Mantelverwendung in sonstiger Weise.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

I. Bestimmung des Begriffs „Mantelkauf“

1. Mantelverwendung

2. Vorratsgründung

a) Offene Vorratsgründung

b) Verdeckte Vorratsgründung

II. Motive einer Mantelverwendung

1. Kostengründe

2. Zeitersparnis und Risikovermeidung

3. Steuerliche Aspekte

4. Sonstige Motive

III. Bedeutung des Mantelkaufs in der Unternehmenspraxis

1. Allgemeine Bedeutung

2. Mantelverwendung bei Personengesellschaften

3. Börsengang durch Mantelkauf

a) Vorbemerkung

b) Ablauf des indirekten Börsengangs

c) Vor- und Nachteile

B. Merkmale der Mantelverwendung

I. Gesellschafterwechsel und Geschäftsführerwechsel

II. Ausschließliche Verwendung der Rechtsform

III. Wechsel der Branche und des Unternehmensgegenstandes

IV. Unternehmenslosigkeit

V. Vermögenslosigkeit

1. Begriffsbestimmung

2. Verwertbare Aktiva

3. Löschung der Gesellschaft wegen Vermögenslosigkeit

VI. Veräußerung sämtlicher Geschäftsanteile und Verlegung des satzungsmäßigen Sitzes

VII. Abgrenzung zwischen Unternehmensfortführung und Mantelverwendung

C. Wirksamkeit der beteiligten Rechtsgeschäfte

I. Arten der Rechtsgeschäfte

1. Anteilskauf und Anteilsübertragung

2. Fortsetzungsbeschluß und Satzungsänderung

II. Nichtigkeit nach § 138 I BGB

III. Nichtigkeit nach § 134 BGB

1. Scheingeschäft

2. Umgehung der Gründungsvorschriften

3. Verstoß gegen § 23 HGB

4. Nichtigkeit aus § 75 GmbHG

D. Kapitalaufbringungspflicht der Mantelverwender

I. Kapitalaufbringungspflichten bei Neugründung

1. Vorbemerkung zur Neugründung

2. Stammkapital und Stammeinlage

3. Voraussetzungen für die Eintragung in das Handelsregister

4. Versicherung der Geschäftsführer

II. Erneute Kapitalaufbringungspflicht bei Mantelverwendung

1. Analoge Anwendung der Gründungsvorschriften

a) Vorliegen einer Regelungslücke

aa) Erstmaliger Erwerb der Haftungsbeschränkung

bb) Sinn und Zweck der Vorschriften

b) Unverzichtbare Merkmale für die Bejahung einer Mantelverwendung

2. Umfang der Kapitalaufbringungspflicht

a) Umfang im engeren Sinne

b) Ausgleich von Altverbindlichkeiten

c) Erfüllung der erneuten Kapitalaufbringungspflicht

d) Zeitpunkt der Beseitigung der Unterdeckung und Verjährung

III. Kapitalaufbringungspflicht bei Vorratsgründung

IV. Ausblick

V. Registergerichtliche Prüfung

1. Eintragungspflichten bei Neugründung

2. Eintragungspflichten bei Mantelverwendung und Vorratsgründung

3. Registergerichtliche Kontrolle bei Mantelverwendung

a) Notwendigkeit

b) Entbehrlichkeit

c) Registergerichtliche Praxis

aa) Möglichkeiten der registergerichtlichen Kontrolle

bb) Mangelnde Erkennbarkeit der Mantelverwendung

cc) Fazit

E. Haftung der Mantelverwender

I. Differenzhaftung

1. Begriffsbestimmung

2. Differenzhaftung bei Neugründung

3. Differenzhaftung bei Mantelverwendung

a) Zeitpunkt der Eintragung der Satzungsänderung

b) Zeitpunkt des Beginns der neuen unternehmerischen Tätigkeit

4. Fazit

II. Handelndenhaftung

1. Begriffsbestimmung

2. Handelndenhaftung bei Neugründung

3. Handelndenhaftung bei Mantelverwendung

a) Haftungszeitraum und dessen Übertragung auf die Mantelverwendung

b) Funktionen der Handelndenhaftung und deren Übertragung auf die Mantelverwendung

aa) Sicherungsfunktion

bb) Druckfunktion

cc) Ausgleichsfunktion

dd) Fazit

c) Handelndenhaftung bei Vorratsgründung

III. Durchgriffshaftung

1. Begriffsbestimmung

2. Durchgriffshaftung bei Neugründung

3. Durchgriffshaftung wegen materieller Unterkapitalisierung bei Mantelverwendung

IV. Weitere Haftungstatbestände und deren Anwendbarkeit auf die Mantelverwendung

1. Sorgfaltshaftung

2. Haftung aus § 826 BGB

3. Haftung des Vertreters aus § 179 I BGB

4. Gründerhaftung

5. Ausfallhaftung

6. Fazit

F. Gewährleistung beim Mantelkauf

I. Mögliche Leistungsstörungen

II. Mantelkauf vs. Unternehmenskauf

III. Rechtskauf vs. Sachkauf

IV. Konsequenz für den Mantelkauf

V. Haftung des Verkäufers bei Rechtskauf

1. Haftung nach altem Schuldrecht

2. Haftung nach neuem Schuldrecht

3. Fazit

G. Schlußbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die rechtliche Zulässigkeit und die Konsequenzen der Verwendung eines leeren Gesellschaftsmantels (Mantelkauf) als Alternative zur Neugründung einer Kapitalgesellschaft. Dabei steht insbesondere die Frage im Mittelpunkt, ob der Mantelverwender den gleichen strengen Kapitalaufbringungs- und Haftungsregeln unterworfen werden muss wie ein Neugründer, um den Gläubigerschutz sicherzustellen.

  • Begriffliche Abgrenzung von Mantelkauf, Vorratsgründung und Unternehmenskauf
  • Analyse der Wirksamkeit beteiligter Rechtsgeschäfte im Kontext der Mantelverwendung
  • Untersuchung der Kapitalaufbringungspflichten und der analogen Anwendung von Gründungsvorschriften
  • Haftungsfragen des Mantelverwenders (Differenzhaftung, Handelndenhaftung, Durchgriffshaftung)
  • Gewährleistungsrechtliche Aspekte beim Erwerb von Gesellschaftsmänteln

Auszug aus dem Buch

3. Börsengang durch Mantelkauf

Betrachtet man die aktuelle Entwicklung an der Börse so fällt auf, dass dort einige Unternehmen notiert sind, deren Aktien keine Liquidität mehr besitzen. Gerade die sog. Penny Stocks sind für eine Mantelverwendung mitunter sehr begehrt. Für Mittelstandsunternehmen kann die Wiederbelebung einer Mantel-AG eine sinnvolle Alternative zum IPO sein. Dadurch können die Vorteile der Wertpapiermärkte kurzfristig genutzt werden. Aktuelle Beispiele sind die WCM AG, die Gold-Zack AG und die Brauhaus Amberg AG.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Diese Einleitung definiert den Mantelkauf als Übertragung von Anteilen an inaktiven Gesellschaften und beleuchtet die Motive wie Kostenersparnis sowie die Bedeutung für Börsengänge.

B. Merkmale der Mantelverwendung: In diesem Kapitel werden die konstituierenden Merkmale der Mantelverwendung analysiert, wobei besonders auf den Gesellschafterwechsel und die Unternehmenslosigkeit als Indizien eingegangen wird.

C. Wirksamkeit der beteiligten Rechtsgeschäfte: Hier wird geprüft, ob die verschiedenen Rechtsgeschäfte des Mantelkaufs, etwa Anteilskäufe oder Satzungsänderungen, trotz der inaktiven Natur der Gesellschaft rechtlich wirksam sind.

D. Kapitalaufbringungspflicht der Mantelverwender: Dieses Kapitel widmet sich der Frage, inwiefern bei der Reaktivierung eines Mantels die Kapitalaufbringungsvorschriften einer Neugründung analog anzuwenden sind.

E. Haftung der Mantelverwender: Der Autor untersucht hier, welche Haftungsregeln (Differenz-, Handelnden- oder Durchgriffshaftung) gegenüber Gesellschaftern und Geschäftsführern bei einer Mantelverwendung zur Anwendung kommen.

F. Gewährleistung beim Mantelkauf: Dieses Kapitel behandelt die Problematik der Mängelhaftung beim Erwerb von Mantelgesellschaften unter Berücksichtigung des alten und neuen Schuldrechts.

G. Schlußbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Mantelverwendung keine unzulässige Rechtsform darstellt, jedoch eine analoge Anwendung von Gründungsschutzregeln aus Gründen der Rechtssicherheit gerechtfertigt sein kann.

Schlüsselwörter

Mantelkauf, Mantelverwendung, Vorratsgründung, GmbH, Kapitalaufbringung, Gesellschaftsrecht, Haftungsbeschränkung, Gläubigerschutz, Registergericht, Satzungsänderung, Differenzhaftung, Handelndenhaftung, Unterkapitalisierung, Unternehmenslosigkeit, Börsengang.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die juristische Einordnung des sogenannten "Mantelkaufs" einer Kapitalgesellschaft und die daraus resultierenden rechtlichen Konsequenzen für Gesellschafter und Geschäftsführer.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Aspekte sind die Abgrenzung zur Neugründung, die Wirksamkeit der Rechtsgeschäfte beim Kauf, die Kapitalaufbringungspflichten und die verschiedenen Haftungsregeln im deutschen Gesellschaftsrecht.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, ob ein Mantelkauf wertungsmäßig einer rechtlichen Neugründung gleichzustellen ist und welche analogen Schutzvorschriften für Gläubiger dabei angewendet werden müssen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse von Rechtsprechung, Gesetzestexten und gesellschaftsrechtlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bestimmung der Merkmale einer Mantelverwendung, die Prüfung der Wirksamkeit der Rechtsgeschäfte, die Kapitalaufbringungsregeln und die verschiedenen Haftungstatbestände der Beteiligten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Mantelkauf, Vorratsgründung, Haftungsbeschränkung, Kapitalaufbringung, Gläubigerschutz und Unternehmenslosigkeit.

Wie bewertet die Arbeit die registergerichtliche Kontrolle bei Mantelkäufen?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass eine wirksame Kontrolle durch das Registergericht aufgrund der faktischen Probleme und der mangelnden Erkennbarkeit der Mantelverwendung nur schwer durchsetzbar ist.

Gilt beim Mantelkauf eine erneute Kapitalaufbringungspflicht?

Die Arbeit argumentiert, dass eine analoge Anwendung der Kapitalaufbringungsvorschriften einer Neugründung zwar gefordert wird, jedoch nur auf die Beseitigung einer bestehenden Unterbilanz abzielen sollte, nicht aber auf eine umfassende Kapitalkontrolle wie bei einer Ersterrichtung.

Fin de l'extrait de 94 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Die Betrachtung des Mantelkaufs unter rechtlichen Gesichtspunkten
Université
University of Applied Sciences Osnabrück
Note
1,7
Auteur
Daniela Arlt (Auteur)
Année de publication
2002
Pages
94
N° de catalogue
V116876
ISBN (ebook)
9783640187423
ISBN (Livre)
9783640188833
Langue
allemand
mots-clé
Betrachtung Mantelkaufs Gesichtspunkten
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Daniela Arlt (Auteur), 2002, Die Betrachtung des Mantelkaufs unter rechtlichen Gesichtspunkten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116876
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Extrait de  94  pages
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