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Wichtige Themen im Bereich frühes Fremdsprachenlernen

Title: Wichtige Themen im Bereich frühes Fremdsprachenlernen

Seminar Paper , 2008 , 15 Pages , Grade: 1.7

Autor:in: Dd. Bahar Albayrak (Author)

Didactics for the subject German - German as a Foreign Language
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Wenn in der Vergangenheit vom 'Fremdsprachen-Frühbeginn' die Rede war, war damit meistens das Lernen einer Fremdsprache in der Primarstufe gemeint. Die Möglichkeit, Fremdsprachen noch früher, d.h. bereits im Vorschulalter zu vermitteln, wurde lange Zeit von bildungs- und schulpolitischer Seite ignoriert. Erst seit Ende des 20. Jahrhunderts wächst die Einsicht, dass Fremdsprachen noch früher als in der Grundschule gezielt und erfolgreich vermittelt werden können. Da bereits vorhandene erfolgreiche Modellversuche im Vorschulbereich nicht weiter beachtet, ging die wissenschaftliche Diskussion über das frühe Fremdsprachenlernen in der Grundschule und dem Kindergarten jahrelang getrennte Wege. Der Erkenntnisgewinn beider Forschungsbereiche ist jedoch nachweislich relevant für den jeweils anderen und die Notwendigkeit einer stärkeren Vernetzung ist zu unterstreichen. Die Anfänge des frühen Fremdsprachenlernens zielten auf eine Vermittlung der lateinischen Sprache. Im Gegensatz zu damals spielt diese in der heutigen Frühbeginn Diskussion keine Rolle mehr. Bis Anfang des 20. Jahrhunderts war jedoch Latein für jüngere Kinder (6- bis 7jährige) unverzichtbarer Bestandteil einer elitären Bildung. Zu den damaligen Lernmethoden findet man bei pädagogischen Klassikern Hinweise, die auch heute noch relevant sind. Hierzu gehört beispielsweise, wie Kindern Fremdsprachenlernen leichter und verständlicher gemacht oder die Muttersprache im Fremdsprachenunterricht adäquat eingesetzt werden kann. Der Lateinunterricht an sich wurde jedoch von den Reformern nie in Frage gestellt, sondern eher sein Nutzen für die formale Bildung des Kindes betont. Auch ein frühzeitiger Beginn wurde befürwortet.
Die weiteren pädagogischen Überlegungen zum frühen Fremdsprachenlernen bezogen sich auch im 19. und 20. Jahrhundert vor allem auf den Grundschulbereich. Eine früher beginnende Fremdsprachenbildung wurde hierbei ausgeklammert. Aus diesem Grund wird in der nachfolgenden Darstellung die Entwicklung des Grundschul- Fremdsprachenunterrichts im 20. Jahrhundert dargestellt und auf daraus resultierende didaktisch-methodischen Erkenntnisse für den Kindergartenbereich eingegangen (vgl. Bleyhl 2000:22)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung: Warum so früh? Und etwas Historie

2. Zur Begriffsbestimmung Vom Frühen Fremdsprachenunterricht

3. Stand der Forschung

4. Vor- und Nachteile des Frühen Fremdsprachenunterrichts

4.1. Vorteile des Frühen Fremdsprachenunterrichts

4.2. Nachteile des Frühen Fremdsprachenunterrichts???

5. Zum Schluss: Der Inhalt des Frühen Fremdsprachenunterrichts

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die theoretischen Grundlagen und die praktische Relevanz des frühen Fremdsprachenlernens. Dabei wird analysiert, inwieweit wissenschaftliche Erkenntnisse aus Neurobiologie und Didaktik eine frühzeitige Sprachförderung im Kindergarten- und Grundschulalter stützen und welche methodischen Anforderungen an eine solche Bildung gestellt werden.

  • Neurowissenschaftliche Grundlagen und Zeitfenster des Spracherwerbs
  • Differenzierung zwischen Vor- und Nachteilen des frühen Fremdsprachenlernens
  • Bedeutung von emotionaler Sicherheit und integrativer Motivation
  • Entwicklung didaktischer Leitsätze für eine lebensbezogene bilinguale Bildung

Auszug aus dem Buch

3. Stand der Forschung

Was das Lernen überhaupt und die frühe Förderung der Kinder betrifft, werden in diesem Rahmen auch die Bemühungen zum frühen Sprachenlernen überall auf der Welt von der Forschung gestützt.

Lernprozesse bis zum Ende der Pubertät dienen zur Strukturierung des noch unfertigen Gehirns im Sinne von später ausbaubaren Fähigkeiten. Solche Lernprozesse haben Zeitfenster, sensitive Phasen, mit denen bestimmte Informationen mit viel höherer Geschwindigkeit und Wirksamkeit als im Erwachsenenalter aufgenommen werden können.

Hirnforscher gehen davon aus, dass die Reifung des Neuronennetzes in zwei Stufen verläuft. Während der Kindheit wird gleichsam der Schaltplan der Nervenvernetzung erstellt.

In dieser Zeit entscheidet sich, welche Neuronen sich untereinander verbinden. Diese Vernetzungsmöglichkeiten sind für unser geistiges Potenzial an erster Stelle maßgeblich und können nur durch Anregungen und Förderung in den ersten Lebensjahren optimal ausgeschöpft werden.

Bis zum Ende der Pubertät reift das Gehirn heran, dann ist das Netz fein geknüpft. Lernen besteht nun zumeist nur noch darin, bereits vorhandene Synapsen zu stärken oder zu schwächen. Gänzlich neue Nervenverbindungen werden nur noch selten hergestellt.

Deshalb haftet Wissen umso schlechter im Gedächtnis je später es erworben ist. Aus diesem Grund fordern Hirnforscher, die Synapsen möglichst früh und vielseitig zu anzuregen: Sprachen, Musik, Naturwissenschaften müssen daher ihren Platz schon im Kindergarten finden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Warum so früh? Und etwas Historie: Das Kapitel beleuchtet den historischen Wandel der Einstellung zum Fremdsprachenfrühbeginn und betont die Bedeutung neurowissenschaftlicher Erkenntnisse für die frühe Förderung.

2. Zur Begriffsbestimmung Vom Frühen Fremdsprachenunterricht: Hier wird die Entwicklung des Diskurses seit den 1990er Jahren dargestellt und die psycholinguistische sowie neurowissenschaftliche Unterstützung für den frühen Fremdsprachenerwerb erläutert.

3. Stand der Forschung: Dieser Abschnitt analysiert neurobiologische Prozesse und die Bedeutung sensibler Phasen sowie der Gehirnplastizität für das Lernen in frühen Jahren.

4. Vor- und Nachteile des Frühen Fremdsprachenunterrichts: Das Kapitel diskutiert die kognitiven Vorteile bilingualer Erziehung und setzt sich kritisch mit Vorbehalten gegenüber einer möglichen Überforderung der Kinder auseinander.

5. Zum Schluss: Der Inhalt des Frühen Fremdsprachenunterrichts: Zusammenfassend werden methodische Leitsätze für eine bilinguale Didaktik formuliert, die auf Spiel, Motivation und emotionaler Sicherheit basieren.

Schlüsselwörter

Früher Fremdsprachenunterricht, Gehirnplastizität, Bilingualität, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Neurobiologie, Didaktik, Kindergarten, Grundschule, Zeitfenster, Sprachlernstrategien, Motivation, emotionale Sicherheit, Fremdsprachenfrühbeginn, Lernprozesse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Begründung und praktischen Ausgestaltung des Fremdsprachenlernens in frühen Lebensphasen, insbesondere im Kindergarten- und Grundschulalter.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf den neurowissenschaftlichen Voraussetzungen für das Sprachenlernen, dem Vergleich zwischen frühen und späteren Lernformen sowie der Entwicklung geeigneter didaktischer Konzepte.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Ziel ist es, aufzuzeigen, dass ein früher Beginn des Fremdsprachenlernens sinnvoll ist, sofern die methodische Umsetzung kindgerecht erfolgt und auf die Bedürfnisse der Lernenden abgestimmt ist.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung aktueller Forschungsstände, insbesondere aus der Neurobiologie, Psycholinguistik und Fremdsprachendidaktik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Forschungsstände, eine Abwägung der Vor- und Nachteile des frühen Fremdsprachenunterrichts sowie die Definition didaktischer Leitsätze.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Schlüsselbegriffe wie Gehirnplastizität, Zeitfenster, Bilinguale Bildung und didaktische Leitsätze sind zentral für das Verständnis der Argumentation.

Warum wird betont, dass ein früher Beginn nicht automatisch Vorteile bringt?

Die Autorin hebt hervor, dass der Erfolg eines frühen Beginns stark von Rahmenbedingungen wie der Qualität des Sprachinputs, der emotionalen Beziehung zur Lehrkraft und den methodischen Ansätzen abhängt.

Was ist mit dem Begriff "silent period" gemeint?

Damit ist die rezeptive Phase des Kindes im Sprachlernprozess gemeint, in der das Kind Sprache aufnimmt, ohne selbst bereits produktiv sprechen zu müssen; dieser Zustand sollte pädagogisch respektiert werden.

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Details

Title
Wichtige Themen im Bereich frühes Fremdsprachenlernen
Grade
1.7
Author
Dd. Bahar Albayrak (Author)
Publication Year
2008
Pages
15
Catalog Number
V116878
ISBN (eBook)
9783640189823
ISBN (Book)
9783640198450
Language
German
Tags
Wichtige Themen Bereich Fremdsprachenlernen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dd. Bahar Albayrak (Author), 2008, Wichtige Themen im Bereich frühes Fremdsprachenlernen , Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116878
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