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Das Frontier-Mythos in Science-Fiction-Filmen. Western und Weltraumeroberung in "The Martian" und "Interstellar"

Título: Das Frontier-Mythos in Science-Fiction-Filmen. Western und Weltraumeroberung in "The Martian" und "Interstellar"

Trabajo de Seminario , 2021 , 20 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Michelle Künzler (Autor)

Filmología
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Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, in welchem Ausmass der Frontier-Mythos auch in Science-Fiction implementiert wird. Wie wird in den Filmen "The Matrian" und "Interstellar" die an den Western-Mythos angelehnte Weltraumeroberung narrativ als ästhetisch dargestellt und welches Verhältnis zwischen Mensch und Kosmos wird dadurch etabliert?

Was haben ein Western-Film und ein Science-Fiction-Film gemein? Auf den ersten Blick scheinbar nichts. Beide operieren mit komplett unterschiedlichen Topoi: Der Western mit Cowboys, Pferden und dem Wilden Westen, Science-Fiction hingegen mit Astronaut*innen, Raumschiffen und dem Weltraum. Und doch bestehen mehr Gemeinsamkeiten, als der Schein trügt. Ikonographisch wie auch erzählerisch evozieren US-amerikanische Science-Fiction-Filme wie "The Matrian" und "Interstellar" das ursprünglich dem Western intrinsische Frontier-Narrativ.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Was ist der Frontier-Mythos?

3 Die Astronaut*in als US-amerikanische Frontier-Held*in

4 Der Weltraum als Frontier-Raum

5 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, in welchem Ausmaß der US-amerikanische Frontier-Mythos in den Science-Fiction-Filmen THE MARTIAN und INTERSTELLAR implementiert wird und wie diese Filme das Verhältnis zwischen Mensch und Kosmos durch eine an den Western angelehnte Ästhetik und Narration etablieren.

  • Analyse des Frontier-Mythos als zentrales Identitätskonstrukt der USA.
  • Untersuchung der Protagonisten als moderne Frontier-Helden.
  • Darstellung des Weltraums als neue, zu erobernde Frontier.
  • Kontrastierung von Science-Fiction-Elementen mit Western-Topoi.
  • Die Rolle von Ästhetik, Kameratechnik und dem Konzept des Erhabenen.

Auszug aus dem Buch

3 Die Astronaut*in als US-amerikanische Frontier-Held*in

Präsent ist der Frontier-Mythos in THE MARTIAN und INTERSTELLAR unter anderem in der Darstellung der Astronaut*innen. Besonders die Protagonisten Mark Watney (THE MARTIAN) und Cooper (INTERSTELLAR) verkörpern den Archetypus eines US-amerikanischen Frontier-Helden, den Jihun Yoo (2015: 4) wie folgt beschreibt:

The frontier figure […] transforms the wilderness into a civilization, finds innovative ways to solve problems, and establishes order in the midst of chaos. This figure, as a devout believer and practitioner of the American Dream, in order to accomplish this errand into the wilderness, needed to possess a self-made personality and rugged individuality.

Die Frontierfigur praktiziert zudem die Rolle(n) einer Pionier*in, Landwirt*in, Terraformer*in, Erfinder*in und/oder Erforscher*in (vgl. Yoo 2015: 14, 18).

In THE MARTIAN treffen die meisten Eigenschaften und Rollen der Frontierfigur auf Watney zu. So zeigt dieser über die Mehrheit seines Marsaufenthalts hinweg, nachdem er von seiner Crew aufgrund seines fälschlich angenommenen Todes infolge eines heftigen Sandsturms auf Mars zurückgelassen wurde, kaum irgendwelche negativen Gefühlsausbrüche – zumindest nicht lange und nur subtil. Das Maximum an Emotionen sehen wir erst kurz vor seiner Rettung, wo er schliesslich von seinen Gefühlen übermannt wird. Damit strahlt Watney den im American Dream immanenten Optimismus aus (vgl. Cinema Therapy 2020: 2:12–4:20).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob und wie Science-Fiction-Filme den Frontier-Mythos des Westerns aufgreifen, und erläutert die methodische Vorgehensweise durch Filmanalyse und Literaturrecherche.

2 Was ist der Frontier-Mythos?: Dieses Kapitel definiert den Frontier-Mythos historisch und terminologisch als kulturell verankertes Identitätskonstrukt der USA, das eng mit dem amerikanischen Fortschrittsglauben und dem American Dream verknüpft ist.

3 Die Astronaut*in als US-amerikanische Frontier-Held*in: Das Kapitel analysiert die Protagonisten Mark Watney und Cooper und untersucht, inwiefern sie den klassischen Archetypus des amerikanischen Frontier-Helden verkörpern.

4 Der Weltraum als Frontier-Raum: Hier wird der Weltraum als neue Frontier analysiert, wobei besonders die visuelle Familiarisierung des Unbekannten und das Konzept des kosmischen Erhabenen in den beiden Filmen beleuchtet werden.

5 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, wie beide Filme den Frontier-Mythos ikonographisch und narrativ nutzen, und schlägt weiterführende Forschungsaspekte wie die technologische Inszenierung und das Othering vor.

Schlüsselwörter

Frontier-Mythos, Science-Fiction, Western, THE MARTIAN, INTERSTELLAR, Weltraumeroberung, American Dream, Frontier-Held, Terraforming, Sublimität, Erhabenes, Andere, Kolonisierung, Posthumanität, Identitätsbildung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Übertragung des US-amerikanischen Frontier-Mythos aus dem Western-Genre auf aktuelle Science-Fiction-Filme.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit konzentriert sich auf die Darstellung von Identität, die Eroberung des Weltraums, die Rolle des Helden und die Ästhetik der Naturdarstellung im Film.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Es wird untersucht, in welchem Ausmaß der Frontier-Mythos in INTERSTELLAR und THE MARTIAN implementiert wird und welches Verhältnis zwischen Mensch und Kosmos dadurch entsteht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin kombiniert eine detaillierte Filmanalyse der beiden Werke mit einer fundierten Literaturrecherche zu den Themen Frontier-Mythos, Posthumanität und Filmästhetik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Frontier-Helden und ihre Eigenschaften analysiert, gefolgt von einer Untersuchung des Weltraums als symbolischer Frontier-Raum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Frontier-Mythos, Science-Fiction, Erhabenes und American Dream geprägt.

Wie unterscheidet sich die Darstellung des Helden in den beiden Filmen?

Während Mark Watney einen optimistischen, zupackenden Frontier-Helden verkörpert, wird Cooper durch eine nostalgische und postmoderne Anti-Held-Perspektive definiert.

Welche Rolle spielt die Ästhetik in INTERSTELLAR?

Der Film nutzt insbesondere das Konzept des Erhabenen und die Stille des Weltraums, um die Kleinheit des Menschen gegenüber der kosmischen Unendlichkeit zu verdeutlichen.

Warum wird der Mars in THE MARTIAN mit dem Wilden Westen verglichen?

Der Film nutzt visuelle Analogien und die Herausforderungen der Kultivierung eines lebensfeindlichen Terrains, um den Mars als moderne Frontier-Landschaft zu inszenieren.

Was ist das Fazit der Arbeit?

Beide Filme nutzen den Frontier-Mythos, um eine Fortschrittsgeschichte zu erzählen, wobei sie das Genre durch neue Aspekte wie Transzendenz und wissenschaftliche Perspektiven erweitern.

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Detalles

Título
Das Frontier-Mythos in Science-Fiction-Filmen. Western und Weltraumeroberung in "The Martian" und "Interstellar"
Universidad
University of Zurich
Calificación
1
Autor
Michelle Künzler (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
20
No. de catálogo
V1168819
ISBN (PDF)
9783346580313
ISBN (Libro)
9783346580320
Idioma
Alemán
Etiqueta
Science Fiction Film Christopher Nolan Science-Fiction-Film Ridley Scott Kosmos Frontier Frontiermythos Mars Terraformen Weltraum Weltall Filmanalyse Amerikanische Frontier Wilder Westen Astronaut Western Das Erhabene Sublime Frontier-Narrativ
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michelle Künzler (Autor), 2021, Das Frontier-Mythos in Science-Fiction-Filmen. Western und Weltraumeroberung in "The Martian" und "Interstellar", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168819
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