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Patienten mit depressiven Erkrankungen in der Physiotherapie

Welche Herausforderungen stellen sich für Physiotherapeuten und wie können sie die Interaktion professionell gestalten?

Title: Patienten mit depressiven Erkrankungen in der Physiotherapie

Examination Thesis , 2018 , 25 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Anna Schmidtchen (Author)

Psychology - General
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Die Arbeit behandelt den Umgang mit depressiven Patienten im physiotherapeutischen Setting. Wie gehe ich richtig mit diesem Patientenklientel um? Wie gestaltet sich die Kommunikation mit den Patienten und deren Angehörigen?

Zunächst wird ein kurzer Überblick über die Depressionen mit ihren Ursachen und Symptomen gegeben. Im weiteren Verlauf wird über ein mehrdimensionales Behandlungssetting gesprochen. Am Ende wird das Thema der Kommunikation mit Depressionspatienten thematisiert. Im Wesentlichen geht es hierbei um das Verhalten aus therapeutischer Sicht, eventuellen Herausforderungen und der Zusammenarbeit mit Angehörigen.

Depressionen – Es gibt wohl keine Krankheit, die so schwerwiegend ist und gleichzeitig so tabuisiert wird wie diese. Sie gehört zu den häufigsten und hinsichtlich ihrer Schwere zu den am meisten unterschätzten psychischen Erkrankungen in Deutschland. Betroffene grenzen sich aus ihrem sozialen Umfeld aus, zeigen markante Wesensveränderungen und beenden ihr Leiden noch immer viel zu oft mit dem Suizid. Es wird Zeit, über dieses Tabuthema zu sprechen, um Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, enorme Möglichkeiten der Hilfesuchung bestehen und um Angehörigen die Ernsthaftigkeit dieser Krankheit klar zu machen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was sind Depressionen?

2.1.Begriffsklärung nach ICD 10

2.2.Ursachen und Symptome

3. Therapiemöglichkeiten

3.1.Pharmakotherapie

3.2.Psychotherapie

4. Physiotherapie bzw. Bewegungstherapie und Depressionen – Wie wirksam ist sie und was kann im physiotherapeutischen Rahmen getan werden?

5. Kommunikationsgestaltung mit depressiven Patienten

5.1.Kommunikationsgestaltung in der Physiotherapie

5.2.Kommunikationsgestaltung mit depressiven Patienten im physiotherapeutischen Setting

5.3.Fehler, die man machen kann und Schwierigkeiten, die aufkommen können

5.4.Wie Angehörige mit depressiven Patienten umgehen sollten

6. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Herausforderungen für Physiotherapeuten in der Behandlung von Patienten mit depressiven Erkrankungen und untersucht, wie die therapeutische Interaktion und Kommunikation professionell gestaltet werden kann, um eine effektive Patientenbindung und Unterstützung zu gewährleisten.

  • Grundlagen der depressiven Erkrankung (Ursachen und Symptome)
  • Mehrdimensionales Behandlungssetting und die Rolle der Bewegungstherapie
  • Professionelle Kommunikationsgestaltung im physiotherapeutischen Erstkontakt
  • Umgang mit suizidalen Krisen und Fehlervermeidung in der Therapie
  • Zusammenarbeit mit Angehörigen und therapeutische Abgrenzung

Auszug aus dem Buch

5.1.Kommunikationsgestaltung in der Physiotherapie

Das Wort Kommunikation kommt aus dem lateinischen Wort communicare und bedeutet jemand teilhaben zu lassen, teilen oder etwas mitzuteilen. Kommunikation ist dabei ein sozialer Prozess der Verständigung zwischen zwei Menschen, wobei die Interaktion verbale und nonverbale Anteile hat, sowie bewusste und unbewusste Anteile (Elzer, 2019).

In der Physiotherapie ist der Erstkontakt entscheidend für die Bindung zwischen Therapeut und Patient. „Aktives Zuhören, Aufschreiben, Ansehen, Anfassen und Abschlussgespräch über die Ziele der Therapie – das sind die fünf A’s, die Physiotherapeuten zum optimalen Kontakt mit einem neuen Patienten verhelfen“ (Schneider, 2003, S. 42).

Dabei spielt das Aktive Zuhören die Kernkompetenz, da es durch sie erst möglich ist, sich in die Gedanken- und Gefühlswelt seines Gegenübers zu versetzen und seine Ängste, Wünsche oder Erwartungen zu klären. Im Gespräch geht es darum, einerseits viel zu erfahren, um sein Gegenüber gut behandeln und beraten zu können, aber auch Vertrauen und Sicherheit durch das Gespräch zu schaffen, um durch medizinische Behandlungen nicht erneut ähnliche Empfindungen in Bezug auf depressive Symptomerfahrungen auszulösen (Schellong et al., 2018). Nach der Begrüßung sollte der Patient seine Beschwerden um die 3 Minuten schildern, ohne unterbrochen zu werden. Der Therapeut sollte dem Patienten dabei eine offene Körperhaltung und Blickkontakt entgegen bringen, um zu zeigen, dass man interessiert ist und sein Gegenüber ernst nimmt. In den 3 Minuten erfährt man viele relevante Informationen, die man danach durch strukturiertes Nachfragen mittels der W-Fragen vertiefen kann, beispielsweise: Was ist das Hauptproblem?, Wo sitzt der Schmerz und wie stark ist er (Wann stärker oder schwächer)?, Welche Erfahrungen hat der Patient mit Physiotherapie uvm..

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik depressiver Erkrankungen ein und verdeutlicht die Relevanz der Thematik für den therapeutischen Alltag sowie die Zielsetzung der Arbeit.

2. Was sind Depressionen?: Hier werden die klinische Definition der Depression nach ICD-10 sowie die multifaktoriellen Ursachen und typischen Symptome der Erkrankung erläutert.

3. Therapiemöglichkeiten: Das Kapitel gibt einen Überblick über pharmakologische und psychotherapeutische Ansätze als primäre Behandlungsmethoden bei depressiven Störungen.

4. Physiotherapie bzw. Bewegungstherapie und Depressionen – Wie wirksam ist sie und was kann im physiotherapeutischen Rahmen getan werden?: Es wird die Wirksamkeit bewegungstherapeutischer Interventionen untersucht und dargelegt, wie Physiotherapeuten durch körperorientierte Ansätze den therapeutischen Prozess unterstützen können.

5. Kommunikationsgestaltung mit depressiven Patienten: Dieser Hauptteil widmet sich der essenziellen Bedeutung einer professionellen Kommunikation im Erstkontakt, dem Umgang mit Patienten im klinischen Setting, Fehlern im therapeutischen Handeln sowie dem Einbezug von Angehörigen.

6. Diskussion: Das Kapitel fasst die Bedeutung einer geschulten therapeutischen Haltung zusammen und betont die Notwendigkeit von Supervision und kontinuierlicher Weiterbildung im Umgang mit psychisch belasteten Patienten.

Schlüsselwörter

Depression, Physiotherapie, Kommunikation, Bewegungstherapie, Patientenbindung, Suizidprävention, therapeutische Haltung, Erstgespräch, Psychopathologie, Angehörigenarbeit, psychische Erkrankung, Symptomatik, Empathie, Supervision, Behandlungssetting.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Physiotherapie in der Behandlung von Patienten mit Depressionen und untersucht die spezifischen Herausforderungen im Umgang mit diesem Klientel.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die fachliche Fundierung der depressiven Erkrankung, der Einsatz von Bewegungstherapie, die Gestaltung der therapeutischen Kommunikation sowie ethische und sicherheitsrelevante Aspekte bei der Betreuung depressiver Patienten.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin mit dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, Physiotherapeuten Strategien aufzuzeigen, wie sie ihre Interaktion mit depressiven Patienten professionell gestalten und diese im Heilungsprozess effektiv unterstützen können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung klinischer Studien zu therapeutischen Ansätzen bei Depressionen sowie Kommunikationsmodellen in der Physiotherapie.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die kommunikativen Kernkompetenzen im Erstgespräch, die Anwendung von Bewegungstherapie im klinischen Kontext sowie den professionellen Umgang mit suizidalen Krisen und Angehörigen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Depression, Physiotherapie, Patientenbindung, therapeutische Kommunikation und Suizidprävention charakterisiert.

Wie sollten Physiotherapeuten bei Verdacht auf Suizidalität reagieren?

Die Arbeit betont, dass bei Anzeichen von Suizidalität sofortiges, ernsthaftes und einfühlsames Handeln erforderlich ist, wobei der Patient in kompetente ärztliche Betreuung überführt und Hilfe von Bezugspersonen hinzugezogen werden muss.

Welche Rolle spielt die äußere Erscheinung des Therapeuten?

Die Autorin weist darauf hin, dass die äußere Erscheinung einen Faktor der therapeutischen Haltung darstellt; durch ein professionelles Auftreten wird Glaubwürdigkeit vermittelt und die therapeutische Distanz gewahrt.

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Details

Title
Patienten mit depressiven Erkrankungen in der Physiotherapie
Subtitle
Welche Herausforderungen stellen sich für Physiotherapeuten und wie können sie die Interaktion professionell gestalten?
College
Brandenburg Technical University Cottbus
Grade
1,5
Author
Anna Schmidtchen (Author)
Publication Year
2018
Pages
25
Catalog Number
V1168911
ISBN (PDF)
9783346583499
ISBN (Book)
9783346583505
Language
German
Tags
patienten erkrankungen physiotherapie welche herausforderungen physiotherapeuten interaktion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anna Schmidtchen (Author), 2018, Patienten mit depressiven Erkrankungen in der Physiotherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168911
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