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Die Krise der romantischen Liebe. Zwischen Online-Dating und Ehe

Inwiefern findet ein Wertewandel innerhalb des Ideals der romantischen Liebe statt?

Titel: Die Krise der romantischen Liebe. Zwischen Online-Dating und Ehe

Hausarbeit , 2021 , 32 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Caroline Fehlauer (Autor:in)

Soziologie - Beziehungen und Familie
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Innerhalb dieser Arbeit wird zunächst eine Definition der romantischen Liebe aufgestellt und in der Tradition Eva Illouz' erläutert, inwieweit diese strukturell mit kapitalistischen Systemen korreliert. Dahingehend wird ein gesellschaftlicher Wertewandel unterstellt, welcher als Krise der romantischen Liebe betitelt wird. Dieser wird exemplarisch anhand der Deinstitutionalisierung der Ehe und daraufhin anhand des Online-Datings untersucht. Zuletzt werden die Veränderungen in Beziehungsstrukturen und -dynamiken innerhalb der Covid-19-Pandemie betrachtet.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die romantische Liebe

2.1 Die Geschichte der romantischen Liebe

2.2 Eine Definition der romantischen Liebe

3. Die Krise der romantischen Liebe

3.1 Die Deinstitutionalisierung der Ehe

3.2 Die Partnerschaftlichkeit als „neue Ehe“ und der Wertewandel innerhalb der Liebe

3.3 Der Einfluss von Online-Dating auf das Liebesideal

4. Die romantische Liebe und Partnerschaften innerhalb der Covid-19-Pandemie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern ein Wertewandel innerhalb des Ideals der romantischen Liebe stattfindet, indem sie das Konzept kritisch analysiert und mögliche Krisenphänomene im Kontext von Online-Dating sowie der Covid-19-Pandemie beleuchtet.

  • Historische Entwicklung des Ideals der romantischen Liebe
  • Deinstitutionalisierung der Ehe und Wandel von Geschlechterrollen
  • Einfluss der Digitalisierung und von Online-Dating auf Partnerwahl und Beziehungsformen
  • Dynamiken und Veränderungen der romantischen Liebe unter Pandemiebedingungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Deinstitutionalisierung der Ehe

Um die Krise der romantischen Liebe zu erfassen, muss erst die Ehe, die als Endprodukt einer erfolgreichen romantischen Liebesbeziehung angesehen wird, betrachtet werden. Dabei stellt sich jedoch zunächst die Frage, ob die romantische Liebe für das eheliche und familiäre Zusammenleben ausreicht. Nach Klaus-Jürgen Rupp wird die Familie und damit auch die Ehe als Zwangsinstitution angesehen, welche die Funktion der physischen Reproduktion und der psychischen Rekreation der Arbeitskraft besitzt (vgl. Schneider 1994: 109). Dass diese Funktion durch die soziale Ausdifferenzierung in unterschiedliche Teilsysteme nachlässig geworden ist, kann dabei angenommen werden. Obwohl im Folgenden die Ehe mit der Familie gleichgesetzt wird, sollte vorab ein Unterscheidungsmerkmal hervorgehoben werden. Die Ehe, die lediglich aus zwei Ehepartner:innen besteht, ist als Paarbeziehung einzustufen. Die Familie, die definitorisch das Vorhandensein von Kindern bedeutet, bildet jedoch nach Georg Simmel eine Gruppe, da hierbei mindestens drei Personen vorhanden sind (vgl. Wienold 2018: 7).

Dadurch kann ein Zerfall der Intimität der Partner:innen angenommen werden (vgl. ebd.: ebd.), wodurch die Ehe auf der mikrostrukturellen Ebene bereits in eine Krise geraten kann. Die Abwendung der Intimität beider Partner:innen, welche durch die Gruppenbildung bedingt wird, stellt eine schwere Belastung für die Beziehung dar, welche besonders durch ein unrealistisches, medial vermitteltes Bild verstärkt wird (vgl. Kuchler 2018: 6f.). Dadurch werden Erwartungshaltungen an die Individuen vermittelt, welche nicht mit einem realen, partnerschaftlichen Zusammenleben korrelieren. Es können latente Konflikte innerhalb der Paarbeziehung ausgelöst werden, welche durch die physische und psychische Nähe der Bindung eine alltägliche Belastung darstellen können (vgl. Lenz 2009: 145). Es findet demnach eine Dopplung in der Steigerung positiver und negativer Gefühlspotenziale in Ehen statt. Einerseits können sie als Besieglung der angenommenen romantischen Liebe positive und bestätigende Gefühle auslösen, andererseits ist das Potenzial für Frustrationen und Enttäuschungen deutlich höher, als in anderen zwischenmenschlichen Beziehungen, sodass ehelich organisierte Paarbeziehungen als eine Hauptursache für eine bestehende Unzufriedenheit gelten (vgl. Kuchler 2018: 2ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das soziologische Interesse an der romantischen Liebe ein und erläutert die Fragestellung bezüglich eines möglichen Wertewandels und Krisenpotenzials im zeitgenössischen Beziehungsleben.

2. Die romantische Liebe: Dieses Kapitel skizziert die historische Entstehung des Liebesideals als soziale Konstruktion im Kontext von Kapitalismus und Individualisierung und definiert die zentralen Merkmale der romantischen Liebe.

3. Die Krise der romantischen Liebe: Es wird die These einer Deinstitutionalisierung der Ehe diskutiert, der Wandel hin zur Partnerschaftlichkeit beleuchtet und die ambivalente Rolle des Online-Datings als Katalysator für Marktprinzipien in Beziehungen analysiert.

4. Die romantische Liebe und Partnerschaften innerhalb der Covid-19-Pandemie: Hier wird reflektiert, wie sich die Pandemie auf bestehende Beziehungsstrukturen und das Dating-Verhalten ausgewirkt hat und inwiefern dabei das Ideal der romantischen Liebe eine verfestigende oder wandelnde Funktion einnahm.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass eher von einem dynamischen Wertewandel als von einer akuten Krise der romantischen Liebe auszugehen ist.

Schlüsselwörter

Romantische Liebe, Wertewandel, Deinstitutionalisierung, Ehe, Soziologie, Online-Dating, Covid-19-Pandemie, Individualisierung, Partnerschaft, Intimität, Kapitalismus, Geschlechterrollen, Beziehungsdynamik, soziale Konstruktion, Sexualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht aus soziologischer Perspektive, ob sich das Ideal der romantischen Liebe aktuell in einer Krise befindet oder einem tiefgreifenden Wertewandel unterliegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung umfasst die Geschichte der Liebeskonzepte, die institutionelle Veränderung der Ehe, die Auswirkungen digitaler Partnersuche sowie die Dynamiken von Beziehungen unter den besonderen Bedingungen der Corona-Pandemie.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, herauszuarbeiten, inwiefern die romantische Liebe als soziales Konstrukt auf gesellschaftliche Modernisierungsprozesse und krisenhafte Rahmenbedingungen reagiert und sich dabei transformiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine theoretische Aufarbeitung soziologischer Literatur, Konzepte und empirischer Studien, um die verschiedenen Aspekte der romantischen Liebe im Kontext gesellschaftlicher Veränderungen zu analysieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung, die soziologische Definition der Liebe, die Analyse der Ehe als fragil gewordenes Endprodukt romantischer Beziehungen, die Auswirkungen von Online-Dating-Plattformen und schließlich die Effekte der Pandemie auf Paarstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben der romantischen Liebe vor allem Individualisierung, Deinstitutionalisierung der Ehe, Online-Dating, erotisches Kapital, Wertewandel und die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf Intimität.

Inwiefern hat Online-Dating die Vorstellung von Liebe verändert?

Die Arbeit diskutiert, dass Online-Dating den Partnermarkt visualisiert, algorithmisch strukturiert und zu einer Konsum-Illusion beiträgt, wodurch romantische Begegnungen zunehmend nach Marktprinzipien bewertet werden.

Welche Auswirkung hatte die Covid-19-Pandemie auf das Liebesideal laut der Arbeit?

Die Autorin stellt fest, dass sich während der Pandemie das Bedürfnis nach der klassischen romantischen Liebe und emotionaler Bindung als Rückhalt in einer krisenhaften Umwelt eher verfestigt hat, obwohl die Kontaktmöglichkeiten digitalisiert wurden.

Ende der Leseprobe aus 32 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Krise der romantischen Liebe. Zwischen Online-Dating und Ehe
Untertitel
Inwiefern findet ein Wertewandel innerhalb des Ideals der romantischen Liebe statt?
Hochschule
Universität Bielefeld
Note
1,0
Autor
Caroline Fehlauer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
32
Katalognummer
V1168968
ISBN (PDF)
9783346579317
ISBN (Buch)
9783346579324
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Liebe Romantik Dating Kapitalismus Eva Illouz Krisen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Caroline Fehlauer (Autor:in), 2021, Die Krise der romantischen Liebe. Zwischen Online-Dating und Ehe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1168968
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Leseprobe aus  32  Seiten
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