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Determination in Freuds Liebeskonzeption. Lässt sich - ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff - eine Determination in dessen Trieblehre feststellen?

Titel: Determination in Freuds Liebeskonzeption. Lässt sich - ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff - eine Determination in dessen Trieblehre  feststellen?

Seminararbeit , 2019 , 14 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Ann-Sophie Schnitzler (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des 20. Jahrhunderts
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit untersucht den Liebesbegriff in der Freud’schen Trieblehre und hat die Diskussion der Fragestellung „Lässt sich - ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff - eine Determination in dessen Trieblehre feststellen?“ als Schwerpunkt. Dabei wird auf den Begriff des Triebes und die Abgrenzung zum Reiz eingegangen, bevor eine Abhandlung über Freuds Verständnis der Liebe vorgenommen wird. Darauf folgend wird anhand verschiedener Argumente und Sichtweisen diskutiert, inwieweit sein Konzept der Triebe eine Determination zur Folge hat und die Kontrolle des eigenen Handels und Denken nicht beim Individuum selbst liegt, sondern durch andere Kräfte bestimmt wird.

„Als nun so ihre ursprüngliche Gestalt in zwei Teile gespalten war, ward jede Hälfte von Sehnsucht zur Vereinigung mit der anderen getrieben […].“ Worin liegt der Ursprung der Liebe? Diese Frage wurde in der Philosophie bereits von Platon in der hier angeführten Theorie der Kugelmenschen aufgegriffen und im Verlauf der Zeit vielfach diskutiert. Nicht selten wurde sein Konzept, das er in seinem als Dialog verfassten Werk „Das Gastmahl“ (lat. Symposium) darlegte, weiterführend verwendet. Es wurde zum Beispiel von dem Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freund (geb. 1856, gest. 1939) aufgegriffen, der zu den einflussreichsten Denkern des 20. Jahrhunderts zählt und dessen umfassendes Schaffen in Form zahlreicher Theorien und Schriften bis heute stark diskutiert wird.

Besonders seine Psychologie des Unbewussten wurde vielfach kritisiert, da sich darin wesentlich häufiger mythische Referenzen als in seinen anderen Werken finden lassen. Bei der Beantwortung der Frage nach der Liebe sind nach Freud die Triebe des Menschen essenziell beteiligt. Vom Trieb selbst sprach er als „[…] mythische[s] Wesen, großartig in [seiner] Unbestimmtheit.“ Freuds Lehre ist eine sogenannte Konfliktlehre, deren Auseinandersetzungen nicht nur den Trieb behandeln, sondern ebenso Diskrepanzen zwischen Individuum und Gesellschaft, Natur und Kultur sowie Eros und Thanatos zum Thema haben. Freud thematisierte sie unter anderem in seinem Werk „Das Ich und das Es - metapsychologische Schriften“, das vorrangig als Primärquelle für diese Arbeit herangezogen wird.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Betrachtung des Triebbegriffes

2.1 Der Triebbegriff - eine Definition

2.2 Die Entwicklung der verschiedenen Triebe bei Freud

3. Der Zusammenhang zwischen dem Trieb und der Liebe

4. Triebe - Freiheit oder Determinismus?

4.1 Triebe in der Abhängigkeit

4.2 Der Zwang innerhalb des Triebes

4.3 Die Veränderlichkeit der Triebe

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Liebesbegriff innerhalb der Freud’schen Trieblehre mit dem Ziel, die Forschungsfrage zu beantworten, ob sich ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff eine Determination im menschlichen Handeln und Denken feststellen lässt.

  • Analyse des Freud’schen Triebbegriffs und dessen Abgrenzung zum Reiz.
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Trieb und Liebe bei Sigmund Freud.
  • Diskussion der Frage, inwieweit Triebe als determinierende Faktoren des menschlichen Verhaltens fungieren.
  • Betrachtung der Veränderlichkeit von Trieben in Abhängigkeit von äußeren Umständen.
  • Reflexion über das Spannungsfeld zwischen freiem Willen und triebhaftem Zwang.

Auszug aus dem Buch

4.2 Der Zwang innerhalb des Triebes

Nach dem Konzept von Sigmund Freud ist dem Trieb etwas Zwanghaftes zuzugestehen. Er hat in seinen klinischen Untersuchungen und den Betrachtungen der Kindheit im Allgemeinen den sogenannten Wiederholungszwang ausgemacht, den Freud als besonders „triebhaft“ und „dämonisch“ kennzeichnet. Dieser Zwang bezieht sich nicht nur auf lustvolle Erlebnisse, sondern auch auf jene, die mit Unlust verbunden sind und damit vom Menschen eigentlich vermieden werden sollten. Der Trieb und der Zwang sind dabei in dem Zusammenhang zu sehen, dass der Trieb von Freud als „innewohnender Drang zur Wiederherstellung eines früheren Zustandes“ verstanden wird, wobei die Wiederholung an sich eine Lustquelle darstellt und der Zwang damit auch mit dem Lustprinzip der Triebe konform ist.

Es stellt sich nun die Frage, inwieweit der Zwang innerhalb der Triebe die Freiwilligkeit des Menschen bei der Bewältigung dessen einschränkt. Neben Sigmund Freud äußern auch andere Wissenschaftler, dass die verschiedensten Instanzen im menschlichen Körper einen Drang zur Befriedigung diverser ungesättigter Bedürfnisse besitzen. Beispielsweise wird dem Herzen, dem metaphorischen Sitz der Gefühle, der Hunger nach seelischer Sättigung nachgesagt, der sich auf unbefriedigte Gefühle bezieht. Unabhängig ob Freud oder Barthel - die Liebe wird durch ein Drängen charakterisiert. Dies bezieht sich darauf, dem geliebten Objekt nahe sein zu wollen, seelisch wie auch körperlich. Diese Charakteristik der Liebe erscheint durchaus schlüssig, da die Liebe einem Sehnen zu etwas gleichkommt, das dem inneren Bedürfnis unterliegt, eine Bewegung zum geliebten Objekt zu vollziehen. Unklar ist an dieser Stelle, wie stark das Zwanghafte der Liebe ausgeprägt ist und ob es möglich ist, sich dem zu widersetzen. Aus Freuds vorangegangener Definition des Triebes geht zweifellos hervor, dass er ihm einen unumstrittenen Drang in Ausmaßen eines Zwanges zuspricht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die philosophische Fragestellung nach dem Ursprung der Liebe ein und skizziert das Vorgehen zur Untersuchung der Determination durch die Freud’sche Trieblehre.

2. Eine Betrachtung des Triebbegriffes: Hier werden die psychischen Strukturen nach Freud definiert und die Entwicklung der Triebtheorie, insbesondere die Unterscheidung zwischen Ich-, Sexual- und Lebenstrieben, dargelegt.

3. Der Zusammenhang zwischen dem Trieb und der Liebe: Dieses Kapitel erörtert die Verbindung zwischen dem Trieb, dem Lustprinzip und der Liebe, wobei das Ich als Lust-Ich eine zentrale Rolle spielt.

4. Triebe - Freiheit oder Determinismus?: In diesem Abschnitt wird die zentrale Frage nach der Determination des Menschen durch Triebe unter Berücksichtigung von Abhängigkeiten, Wiederholungszwang und Umwelteinflüssen kritisch diskutiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bejaht die Fragestellung hinsichtlich eines gewissen Grades an Determination durch das Wirken der Triebe.

Schlüsselwörter

Sigmund Freud, Trieblehre, Liebe, Determination, Trieb, Libido, Unbewusstes, Lustprinzip, Wiederholungszwang, Eros, Thanatos, Psychoanalyse, Ich, psychische Strukturen, Selbstbestimmung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der philosophischen Untersuchung von Sigmund Freuds Liebesbegriff im Kontext seiner Trieblehre und der Frage, ob menschliches Verhalten dadurch determiniert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Definition von Trieben, das Instanzenmodell (Ich, Über-Ich, Es), die Natur der Liebe als Lustbeziehung sowie das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Zwang.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel der Arbeit ist es zu beantworten, ob sich auf Basis von Freuds Liebesbegriff eine Determination in dessen Trieblehre feststellen lässt, die das menschliche Handeln bestimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit verfolgt einen philosophischen und analytischen Ansatz, der auf der Auswertung primär- und sekundärwissenschaftlicher Literatur zu Freud basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Triebbegriffs, die Analyse der Liebe als Triebphänomen und die kritische Auseinandersetzung mit Determinismus und Zwanghaftigkeit.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychoanalyse, Trieblehre, Determinismus, Libido und das Spannungsfeld zwischen psychischen Instanzen charakterisiert.

Wie unterscheidet Freud zwischen Trieb und Reiz?

Freud unterscheidet dahingehend, dass ein Reiz eine punktuelle Einwirkung von außen darstellt, während der Trieb eine konstante, aus dem Inneren des Organismus stammende Kraft ist.

Inwiefern spielt der Wiederholungszwang bei der Determination eine Rolle?

Der Wiederholungszwang unterstreicht den triebhaften Charakter menschlichen Verhaltens, da der Mensch dazu drängt, frühere Zustände wiederherzustellen, was die Freiheit der Entscheidung einschränkt.

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Details

Titel
Determination in Freuds Liebeskonzeption. Lässt sich - ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff - eine Determination in dessen Trieblehre feststellen?
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Proseminar „Eros, Philia, Agape: Die Liebe in der Philosophie“
Note
2,0
Autor
Ann-Sophie Schnitzler (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
14
Katalognummer
V1169050
ISBN (PDF)
9783346579133
ISBN (Buch)
9783346579140
Sprache
Deutsch
Schlagworte
determination freuds liebeskonzeption lässt sigmund liebesbegriff trieblehre
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ann-Sophie Schnitzler (Autor:in), 2019, Determination in Freuds Liebeskonzeption. Lässt sich - ausgehend von Sigmund Freuds Liebesbegriff - eine Determination in dessen Trieblehre feststellen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169050
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Leseprobe aus  14  Seiten
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