In der Unterweisung wird ein Methoden-Mix angewandt. Der Methoden-Mix setzt sich zusammen aus der „Vier-Stufen-Methode“ und aus „Fragend Entwickelnd“.
Durch gezielte Fragen soll der Auszubildende zum Nachdenken animiert werden. Um die psychomotorischen Fähigkeiten besser zu vermitteln wird die Vier-Stufen-
Methode angewandt.
Inhaltsverzeichnis
Informationen zur Unterweisung
Kurzanalyse des Auszubildenden
Einordnung der Stoffauswahl
Handlungskompetenzen der Unterweisung
Unfallverhütungsvorschriften
Die Lernziele
Groblernziele
Feinlernziele
Werkzeuge und Hilfsmittel
Die vier Stufen Methode
Ablauf der Unterweisung
Arbeitszergliederung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Unterweisung ist es, dem Auszubildenden die theoretischen und praktischen Grundlagen für den sicheren und fachgerechten Umgang mit der Handbügelsäge zu vermitteln, wobei der Fokus auf der selbstständigen Anwendung unter Beachtung geltender Sicherheitsstandards liegt.
- Vermittlung des korrekten Aufbaus und der Funktionsweise einer Handbügelsäge.
- Erlernen der Unfallverhütungsvorschriften bei Sägearbeiten.
- Praktisches Einspannen von Werkstücken und Sägeblättern.
- Durchführung eines fachgerechten Trennvorgangs an einem Flachstahl.
- Qualitätssicherung durch korrektes Ankerben und Entgraten.
Auszug aus dem Buch
Vier-Stufen-Methode
1. Vorbereitung und Motivation: Begrüßung des Auszubildenden: Kontakt aufbauen. Rückblick auf die letzte Unterweisung: Anreißen mit dem Höhenreißer (Vorbereitung des Werkstücks). Das neue Unterweisungsthema wird bekannt gegeben: Umgang mit der Handbügelsäge. Motivation: „Nach dieser Unterweisung bist du in der Lage, selbstständig mit der Handbügelsäge zu arbeiten.“ Der Aufbau der Handbügelsäge wird erklärt: Bügel, Griff, Heftkolben, Spannkolben, Sägeblatt, Flügelmutter.
Das Sägeblatt erklären: - Wirkungsweise - Freischnitt - Auswahl der Zahnteilung - Sägeblatt richtig einspannen. Prüfen, ob alles verstanden wurde (Wissensfortschritt). „Nenn mir bitte noch einmal alle Bestandteile einer Handbügelsäge!“ „Hast du noch irgendwelche Fragen?“ Falls nötig Hilfestellung oder Lob einbringen.
2. Vormachen und erklären: Nach der Arbeitszergliederung. Die Arbeitsschritte werden vom Ausbilder vorgeführt und dem Auszubildenden gleichzeitig erklärt. Der Lernende erhält dadurch einen Gesamteindruck der Schritte, die er wiederholen soll. Durch eine Wiederholung durch den Ausbilder kann sich der Auszubildende die Arbeitsschritte besser einprägen.
Zusammenfassung der Kapitel
Informationen zur Unterweisung: Dieser Abschnitt definiert die Rahmenbedingungen wie den Auszubildenden, das Thema, den Zeitrahmen und die formale Einordnung der Unterweisung in den Ausbildungsplan.
Kurzanalyse des Auszubildenden: Hier werden der aktuelle Wissensstand und die persönlichen Lernvoraussetzungen des Auszubildenden für die anstehende Aufgabe bewertet.
Einordnung der Stoffauswahl: Dieses Kapitel stellt den Bezug zu vorherigen und nachfolgenden Lerneinheiten her, um einen logischen Aufbau der Ausbildung zu gewährleisten.
Handlungskompetenzen der Unterweisung: Es werden die angestrebten Fach-, Methoden- und Sozialkompetenzen sowie die Motivation für den Lernenden definiert.
Unfallverhütungsvorschriften: Zentrale Sicherheitshinweise für den Umgang mit der Handbügelsäge werden hier explizit aufgeführt, um das Unfallrisiko zu minimieren.
Die Lernziele: Dieses Kapitel unterteilt die Lernziele in grobe Zielvorgaben für die Unterweisung und detaillierte Feinlernziele für den Lernerfolg.
Werkzeuge und Hilfsmittel: Eine Auflistung aller benötigten Materialien, die zur Durchführung der praktischen Unterweisung zwingend erforderlich sind.
Die vier Stufen Methode: Beschreibung des didaktischen Ablaufs der Unterweisung, unterteilt in Vorbereitung, Vormachen, Nachmachen und Üben.
Arbeitszergliederung: Eine tabellarische Übersicht der einzelnen Arbeitsschritte, ergänzt durch technische Details und Begründungen für die jeweilige Vorgehensweise.
Schlüsselwörter
Handbügelsäge, Unterweisung, Industriemechaniker, Ausbildung, Unfallverhütung, Arbeitssicherheit, Sägeblatt, Vier-Stufen-Methode, Arbeitszergliederung, Fachkompetenz, Metallbearbeitung, Flachstahl, Werkstück, Entgraten, Handwerk.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterweisung grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die strukturierte Vermittlung der Fertigkeiten für den sachgerechten Umgang mit einer Handbügelsäge im Rahmen der Ausbildung zum Industriemechaniker.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Neben der Handhabung der Bügelsäge stehen der Aufbau des Werkzeugs, die Unfallverhütung, das fachgerechte Einspannen und das Trennen von Metallwerkstücken im Fokus.
Was ist das primäre Ziel der Unterweisung?
Das Ziel ist, dass der Auszubildende nach der Unterweisung in der Lage ist, selbstständig und sicher unter Beachtung der Unfallverhütungsvorschriften Werkstücke zu sägen.
Welche wissenschaftliche bzw. didaktische Methode wird verwendet?
Es wird ein Methoden-Mix angewandt, der hauptsächlich auf der „Vier-Stufen-Methode“ (Vorbereiten, Vormachen, Nachmachen, Üben) und dem „Fragend-Entwickelnden“ Unterrichtsstil basiert.
Was wird im Hauptteil der Unterweisung behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Unterweisung des Auszubildenden, die detaillierte Arbeitszergliederung in Einzelschritte und die praktische Anwendung am Werkstück.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die wichtigsten Schlagworte sind Handbügelsäge, Ausbildung, Arbeitssicherheit, Arbeitszergliederung und Fachkompetenz.
Warum ist das Einfeilen einer Kerbe für den Sägevorgang wichtig?
Das Einfeilen einer Führungskerbe mit der Dreikantfeile dient dazu, das Ansägen an der exakten Stelle zu erleichtern und ein Abrutschen des Sägeblattes zu verhindern.
Welche Rolle spielt die Unfallverhütung bei der Handbügelsäge?
Sie ist essentiell, um Verletzungen durch das Sägeblatt oder Späne sowie Beschädigungen am Werkstück und Schraubstock zu vermeiden; dazu gehören Regeln wie das Verbot, den Daumen als Führungshilfe zu nutzen.
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- Sven Wichmann (Author), 2008, Sägen mit der Handbügelsäge (Unterweisung Industriemechaniker / -in, Fachrichtung Metall), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116921