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Helmuth Plessners Konzeption des Homo absconditus

Title: Helmuth Plessners Konzeption des Homo absconditus

Term Paper , 2014 , 20 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: Bozena Anna Schmidt (Author)

Philosophy - Miscellaneous
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Mit der Frage „Was ist der Mensch“ als philosophischer Grundfrage ist die philosophische Anthropologie um Erkenntnis der Natur des Menschen bemüht. Die Fragestellung der vorliegenden Hausarbeit fokussiert auf Plessners Philosophische Konzeption der menschlichen Natur. Ziel der Ausführung ist es, die Bedeutung des Konzeptes des Homo absconditus innerhalb des Gedankengebäudes Plessners herauszustellen. Um diese Fragestellung systematisch auszuarbeiten, werden die folgenden Aspekte der Plessnerschen philosophischen Anthropologie betrachtet:
Zunächst wird eine Einführung in Helmuth Plessners philosophische Anthropologie gemacht, die von der Fragwürdigkeit des menschlichen Wesens ausgeht, und in der Erforschung des Menschens eine skeptische Perspektive in den Mittelpunkt stellt. Anschließend wird das Konzept des Lebens als Kernbegriff seiner anthropologischen Reflexionen thematisiert, um daraufhin seine Konzeption des Homo absconditus als fundamentale menschliche Wesensbestimmung zu erläutern, die es schafft, die Unergründlichkeit des Menschen als positiven Aspekt vor jede Bestimmung des Menschen zu setzen, und dabei Einheit und Offenheit und Konstanz und Variabilität durch die Bestimmung der menschlichen Grundstruktur als Entzugsstruktur verbindet und dem Menschen einen ihn schützenden, verborgenen Kern zugesteht. Zuletzt wird die Grundstruktur des Homo absconditus anhand der Exzentrischen Positionalität näher bestimmt, die durch die Konstellation von Begriffen wie Weltoffenheit, Wurzellosigkeit, Geschichtlichkeit näher feststellbar ist. Die Wesensbestimmung bei Plessner verweist auf einen Möglichkeitsraum, der eine Offenheit in der Festlegung, mit Rücksicht auf die Zeitlichkeit des Lebendigen, entgegen einer Zielfixierung oder teleologischen Idee befürwortet. Durch eine systematische Betrachtung der fundamentalen Ansätze der Plessnerschen philosophischen Anthropologie soll in der Schlussbetrachtung gezeigt werden, dass ein begriffliches Spannungsverhältnis zwischen Plessners Überwindung dualistischer und einseitiger Auffassungen der menschlichen Natur mit seiner Vorgabe einer einheitlichen Konzeption der komplexen menschlichen Natur vorhanden ist, die sich zunächst widerspruchsfrei behandeln lässt, wobei jedoch bei näherer Betrachtung eine dualistische Spaltung bestehen bleibt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Einführung in Plessners Konzeption einer Philosophischen Anthropologie

3. Der Begriff Leben aus Sicht der Plessnerschen Philosophischen Anthropologie

4. Homo absconditus als zentrale Bestimmung der Plessnerschen Konzeption des Menschen

5. Die Exzentrische Positionalität als Grundstruktur des Homo absconditus

6. Schlussbetrachtung und Ausblick

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht die philosophische Konzeption Helmuth Plessners, mit besonderem Fokus auf den Begriff des Homo absconditus. Ziel ist es, herauszuarbeiten, wie Plessner durch dieses Konzept eine nicht-dualistische und dennoch systematische Bestimmung der menschlichen Natur ermöglicht, die den Menschen vor einer reduktionistischen Festlegung schützt und seine inhärente Unergründlichkeit als positives Merkmal begreift.

  • Die skeptische Methode als Zugang zur menschlichen Fragwürdigkeit.
  • Die Überwindung des cartesianischen Dualismus durch den Begriff des Lebens.
  • Der Homo absconditus als Schutzschirm gegen wissenschaftliche Objektivierung.
  • Die Bedeutung der exzentrischen Positionalität für die menschliche Distanzstruktur.

Auszug aus dem Buch

4. Homo absconditus als zentrale Bestimmung der Plessnerschen Konzeption des Menschen

Die Antwort auf die Frage nach dem Wesen der Philosophie wie ebenso die Frage nach dem Wesen des Menschen muss immer wieder neu bestimmt werden und ist somit unabschließbar. Pietrowicz weist darauf hin, dass Plessners Prinzip der Unergründlichkeit, dass er in Anlehnung an Misch und Dilthey entwickelt und das in Macht und menschliche Natur ausgearbeitet ist, der Wesensbestimmung der Philosophie überhaupt vorangehen soll. Gleichzeitig sieht Pietrowicz Übereinstimmungen zur Konzeption des Wesens des Menschen selbst und kennzeichnet die Wesensbestimmung der Philosophie sowie die des Menschen mit Plessners Worten als eine auf Nichts gestellte, bodenlose, die eben die Bodenlosigkeit in jede Reflexion übernimmt.

Anhand des zentralen Konzeptes des Homo absconditus gewinnt Plessners philosophische Anthropologie eine positive Bedeutung, nämlich eine nicht dualistische Auffassung des Menschen, die das Offensein des menschlichen Wesens positiv ausdrückt.

Der Begriff des Homo absconditus ist essentieller Bestandteil der Plessnerschen philosophischen Anthropologie, was bereits in der skizzenhaften Annäherung an das Gedankengebäude Plessners deutlich werden konnte. Im Jahre 1969 wurde ein Aufsatz unter dem Titel Homo absconditus veröffentlicht, seine Konzeption ist über das Gesamtwerk Plessners verstreut, da die Unausschöpfbarkeit des menschlichen Wesens als Fundament seiner skeptischen philosophischen Anthropologie des Lebendigen verstanden werden kann. Das Prinzip der Unergründlichkeit wurde von Plessner bereits 1931 in seinem Aufsatz „Macht und menschliche Natur. Ein Versuch zur Anthropologie der geschichtlichen Weltansicht“ ausgearbeitet. Die Unergründlichkeit des Menschen ist dabei für Plessner der Maßstab für die Frage, was den Menschen zum Menschen macht und schafft eine Verbindung zwischen einer apriorischen und empirischen Perspektive. Plessner bezeichnet die Anerkennung der Grenzen des Wissens, die nicht als überwindbare Schranken zu verstehen sind, als die Pflicht der Philosophie.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die philosophische Grundfrage nach der Natur des Menschen und definiert das Ziel der Arbeit, die Bedeutung des Homo absconditus innerhalb von Plessners Denken darzulegen.

2. Einführung in Plessners Konzeption einer Philosophischen Anthropologie: Dieses Kapitel erläutert den Ausgangspunkt Plessners, der in der Fragwürdigkeit des Menschen und der methodischen Skepsis als Werkzeug der philosophischen Besinnung liegt.

3. Der Begriff Leben aus Sicht der Plessnerschen Philosophischen Anthropologie: Der Fokus liegt hier auf der Überwindung des Dualismus zwischen Natur- und Geisteswissenschaften sowie der Etablierung des Konzepts des Lebendigen als Basis der Anthropologie.

4. Homo absconditus als zentrale Bestimmung der Plessnerschen Konzeption des Menschen: Dieses Kapitel analysiert das Prinzip der Unergründlichkeit und wie der Homo absconditus als positive Schutzstruktur gegen Verdinglichung fungiert.

5. Die Exzentrische Positionalität als Grundstruktur des Homo absconditus: Hier wird die Distanzstruktur des Menschen behandelt, die durch seine exzentrische Stellung zwischen Natur und Welt ermöglicht wird.

6. Schlussbetrachtung und Ausblick: Das abschließende Kapitel reflektiert die Spannungen in Plessners System und fasst die Bedeutung der Homo absconditus-Konzeption als Sicherungsmittel menschlicher Multidimensionalität zusammen.

Schlüsselwörter

Helmuth Plessner, Philosophische Anthropologie, Homo absconditus, Exzentrische Positionalität, Unergründlichkeit, Weltoffenheit, Skeptische Methode, Entzugsstruktur, Distanzstruktur, Conditio humana, Menschsein, Dualismus, Lebensphilosophie, Naturwissenschaft, Geisteswissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht Helmuth Plessners philosophische Anthropologie mit Fokus auf das Konzept des Homo absconditus, um zu zeigen, wie Plessner den Menschen jenseits reduktionistischer Kategorien bestimmt.

Welche sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die menschliche Fragwürdigkeit, die Überwindung des Subjekt-Objekt-Dualismus, die Bedeutung der Unergründlichkeit des Menschen und die exzentrische Positionalität als grundlegende Struktur.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Bedeutung des Konzepts Homo absconditus als schützenden Kern zu verdeutlichen, der den Menschen vor einer vollständigen Verfügbarkeit durch wissenschaftliche Definitionen bewahrt.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer systematischen Literaturanalyse von Plessners Hauptwerken, insbesondere der Conditio humana und Die Stufen des Organischen und der Mensch, unter Anwendung einer interpretativen philosophischen Methode.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung der philosophischen Anthropologie, die Analyse des Lebensbegriffs, die theoretische Durchdringung des Homo absconditus und die Untersuchung der exzentrischen Positionalität.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Unergründlichkeit, exzentrische Positionalität, Offenheit, Distanzstruktur und philosophische Anthropologie geprägt.

Was versteht Plessner unter dem "Homo absconditus"?

Es bezeichnet den "verborgenen Menschen", dessen Wesenskern sich jeder endgültigen wissenschaftlichen Bestimmung entzieht, wodurch seine Freiheit und menschliche Würde bewahrt werden.

In welchem Verhältnis steht die "exzentrische Positionalität" zum "Homo absconditus"?

Die exzentrische Positionalität bildet die ontologische Grundlage für den Homo absconditus, indem sie die spezifische Distanzstruktur des Menschen beschreibt, die ihn befähigt, sich selbst als ein "Ich" ins Verhältnis zu treten.

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Details

Title
Helmuth Plessners Konzeption des Homo absconditus
College
University of Hagen
Grade
1.0
Author
Bozena Anna Schmidt (Author)
Publication Year
2014
Pages
20
Catalog Number
V1169245
ISBN (PDF)
9783346578556
ISBN (Book)
9783346578563
Language
German
Tags
Homo absconditus Plessner Anthropologie Exzentrische Positionalität Mensch Wesensbestimmung Leben Natur Körper Geist Dualismus Einheit Welt Offenheit
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Bozena Anna Schmidt (Author), 2014, Helmuth Plessners Konzeption des Homo absconditus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169245
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