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Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert - Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge

Die Handelskammer zu Köln als Beispiel für die Entwicklung der institutionellen Selbstverwaltung des Wirtschaftsbürgertums zwischen 1815 und 1870

Title: Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert - Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 24 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Martin Zickert (Author)

Business economics - Economic and Social History
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Im Laufe des 19. Jh. kam es durch politische, wirtschaftliche und technologische Veränderungen zu gesellschaftlichen Umwälzungen von bis dahin nicht da gewesener und ungeahnter Reichweite.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Themenkomplex ,Stadt und Bürgertum im 19. Jh.’ mit dem Schwerpunkt der Ausdifferenzierung und Entwicklung der wirtschaftsbürgerlichen Selbstverwaltung am Beispiel der Handelskammer zu Köln zwischen 1815 und 1870.
Hauptziel dieser Arbeit ist, die These von der Entstehung und Festigung wirtschaftsbürgerlicher Selbstverwaltung hin zu wirtschaftsbürgerlicher Herrschaft im Laufe des 19. Jh. zu untermauern. Hierzu gilt es, die Wirkungszusammenhänge zwischen (wirtschafts-) bürgerlicher Selbstverwaltung und der Politik zu verdeutlichen. Ein weiteres Ziel dieser Arbeit besteht allerdings auch darin, die Problematik des Themenkomplexes ,Stadt und Bürgertum im 19. Jh.’ zu umreißen und herauszustellen.
Werden im zweiten Kapitel zunächst eine Einordnung des Themas in den zeithistorischen Kontext sowie die Klärung einiger begrifflicher Grundlagen erfolgen, so wird im weiteren Verlauf dieses Kapitels die oben beschriebene Problematik aufgefasst und diskutiert. Darauf aufbauend folgt eine Beschreibung der historischen Entwicklung der Stadt Köln. Im Anschluss daran wird versucht, das Wirtschaftsbürgertum Kölns als soziale Formation zu charakterisieren, bevor dann im dritten Kapitel der Aufbau sowie die Festigung der bürgerlichen Selbstverwaltung am Beispiel der Handelskammer aufgegriffen werden. Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge im Hinblick auf die Handelskammer als Institution der Selbstverwaltung und die Politik sollen unter Einschluss obiger These diskutiert und veranschaulicht werden.
Den Abschluss bildet das vierte Kapitel, in dem die Ergebnisse dieser Arbeit nochmals knapp zusammengefasst und Parallelen zur Gegenwart hergestellt werden.

[...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Grundlagen

2.1 Zur Einordnung des Themas in den zeithistorischen Kontext

2.1.1 Die Industrialisierung

2.1.2 Die Urbanisierung und das Bevölkerungswachstum

2.2 Zur Problematik des Themenkomplexes ,Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert’

2.3 Die Stadt Köln im 19. Jahrhundert

2.3.1 Köln gegen Ende der reichsstädtischen Zeit

2.3.2 Die französische Besatzungszeit von 1794 bis 1814

2.3.3 Die Zeit unter der preußischen Herrschaft 1815 bis 1870

2.4 Das Wirtschaftsbürgertum Kölns im 19. Jahrhundert – Versuch einer Charakterisierung

3. Aufbau und Festigung der bürgerlichen Selbstverwaltung – Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge am Beispiel der Handelskammer zu Köln

3.1 Die Entwicklung der Handelskammer zu Köln zwischen 1815 und 1870 – ein Abriss der wichtigsten Etappen auf dem Weg zur institutionellen Selbstverwaltung

3.2. Selbstverwaltung und politischer Einfluss

4. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Entstehung und Festigung der wirtschaftsbürgerlichen Selbstverwaltung am Beispiel der Kölner Handelskammer zwischen 1815 und 1870, mit dem Ziel, die enge Verflechtung von wirtschaftlicher Interessenvertretung und politischem Einfluss im 19. Jahrhundert aufzuzeigen.

  • Zeithistorischer Kontext der Industrialisierung und Urbanisierung
  • Problematik des Begriffs Bürgertum im 19. Jahrhundert
  • Historische Entwicklung der Stadt Köln als Wirtschaftsstandort
  • Struktur und Entwicklung der Handelskammer zu Köln
  • Wechselwirkungen zwischen Selbstverwaltung und staatlicher Politik

Auszug aus dem Buch

2.3.2 Die französische Besatzungszeit von 1794 bis 1814

Die Französische Revolution, der damit verbundene Gedanke der Aufklärung sowie die Anfänge der Industrialisierung im westeuropäischen England gegen Ende des 18. Jh. stellen entscheidende Wegmarken in der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Kölns dar. Der Aufklärungsgedanke und die rasch voranschreitende Industrialisierung hatten auch bedeutende Auswirkungen auf das kaufmännische Selbstverständnis in der Stadt. In diese Zeit fällt auch die Gründung der ersten kaufmännischen Interessen- und später auch Selbstverwaltungsgemeinschaft von Kölner Kaufleuten, auf die zu einem späteren Zeitpunkt noch kurz eingegangen werden wird.

Als sehr prägendes Ereignis in der Geschichte Kölns gilt der Einmarsch französischer Revolutionstruppen am 6. Oktober 1794, der zugleich das Ende der reichsstädtischen Zeit besiegelte. Aus diesem Besatzerstatus ergaben sich in den Folgejahren viele Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben in Köln. Im Jahre 1801 wurde das Erzbistum zu Köln aufgehoben und die Säkularisation in den Jahren 1802/03 führte zu einer Vermögensumschichtung in der Bevölkerung zu Ungunsten der Kirche, deren Einfluss nachhaltig geschwächt wurde. Bereits 1797 war es Protestanten erlaubt das Bürgerrecht der Stadt zu erwerben. Ab 1801 existierte in Köln eine offizielle Judengemeinde, nachdem sich nach 1798 wieder jüdische Familien in der Stadt angesiedelt hatten. Die freie Religionsausübung war in Köln von 1802 an erlaubt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert die gesellschaftlichen Umwälzungen des 19. Jahrhunderts und formuliert die These über die Entwicklung der wirtschaftsbürgerlichen Selbstverwaltung hin zur Herrschaft.

2. Grundlagen: Hier wird der historische Kontext der Industrialisierung und Urbanisierung dargelegt und die begriffliche Problematik des Bürgertums sowie die Geschichte der Stadt Köln thematisiert.

3. Aufbau und Festigung der bürgerlichen Selbstverwaltung – Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge am Beispiel der Handelskammer zu Köln: Dieses Kapitel analysiert die institutionelle Entwicklung der Kölner Handelskammer als Interessenvertretung und deren politisches Spannungsfeld zur preußischen Regierung.

4. Resümee: Das Resümee fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Erkenntnis, dass wirtschaftliche Selbstverwaltung und politischer Einfluss ein wechselseitig bedingtes Tandem bilden.

Schlüsselwörter

Wirtschaftsbürgertum, Handelskammer zu Köln, 19. Jahrhundert, Selbstverwaltung, Industrialisierung, Urbanisierung, Preußen, politische Mitbestimmung, Wirtschaftsgeschichte, soziale Formation, Interessenvertretung, Köln.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Festigung der wirtschaftsbürgerlichen Selbstverwaltung in Köln im Zeitraum von 1815 bis 1870.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Mittelpunkt stehen die Auswirkungen der Industrialisierung auf die Stadtgesellschaft, die Charakterisierung des Wirtschaftsbürgertums sowie die institutionelle Entwicklung der Handelskammer zu Köln.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die These zu untermauern, dass die Entstehung wirtschaftsbürgerlicher Selbstverwaltung im 19. Jahrhundert zu einer wirtschaftsbürgerlichen Herrschaft führte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine historisch-analytische Methode, um anhand der Kölner Handelskammer Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge zur Politik aufzuzeigen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen, definiert das Wirtschaftsbürgertum und untersucht den Aufbau und die Festigung der Handelskammer unter dem Einfluss der französischen und preußischen Verwaltung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Wirtschaftsbürgertum, Handelskammer zu Köln, Selbstverwaltung, Industrialisierung und politische Emanzipation.

Welchen Einfluss hatte der Regimewechsel von Frankreich zu Preußen auf die Handelskammer?

Der Wechsel führte zu Spannungen, da Preußen versuchte, die Handelskammer in ein staatskonformes System einzugliedern, während die Akteure ihre Autonomie bewahren wollten.

Warum war das Wahlrecht für die Wirtschaftsbürger von Bedeutung?

Das einkommensabhängige Wahlsystem, wie das preußische Dreiklassenwahlrecht, sicherte den wirtschaftlich starken Bürgern ein größeres politisches Gewicht und damit Einfluss auf die Stadtpolitik.

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Details

Title
Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert - Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge
Subtitle
Die Handelskammer zu Köln als Beispiel für die Entwicklung der institutionellen Selbstverwaltung des Wirtschaftsbürgertums zwischen 1815 und 1870
College
University of Göttingen  (Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte)
Course
Wirtschaftsbürgertum im 19. Jahrhundert: Genese, Sozialstruktur und Kultur
Grade
3,0
Author
Martin Zickert (Author)
Publication Year
2006
Pages
24
Catalog Number
V116926
ISBN (eBook)
9783640187508
ISBN (Book)
9783640188888
Language
German
Tags
Stadt Bürgertum Jahrhundert Entwicklungslinien Wirkungszusammenhänge Wirtschaftsbürgertum Jahrhundert Genese Sozialstruktur Kultur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Martin Zickert (Author), 2006, Stadt und Bürgertum im 19. Jahrhundert - Entwicklungslinien und Wirkungszusammenhänge, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116926
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