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Die Züricher Mordnacht von 1350. Auswirkungen auf die Züricher Stadtkommune

Title: Die Züricher Mordnacht von 1350.  Auswirkungen auf die Züricher Stadtkommune

Academic Paper , 2008 , 11 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Gunnar Maier (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Arbeit geht der Frage nach, wie genau die Züricher Mordnacht und die Züricher Zunftrevolution zum Beitritt der Stadt Zürich zum Bund der vier Waldstätte beigetragen haben.

Die innere Ordnung der Stadtkommune von Zürich durchlief insbesondere durch die sog. „Züricher Zunftrevolution“ von 1336 einige wesentliche Veränderungen, da sie der Stadt Zürich ein Zunft und ein nuwes gerichte, gaben, indem sie die alten Räte absetzen. Diese trugen allerdings auch dazu bei, dass sich das Außenverhältnis, insbesondere infolge der sog. „Züricher Mordnacht“ von 1350, zu vielen umliegenden Gebieten wesentlich veränderte. In dem Zusammenwirken beider Vorgänge ist auch ein zentraler Grund für den Beitritt der Stadt Zürich zum Bund der vier Waldstätte zu sehen. Charakteristisch für die „Züricher Zunftrevolution“ war die erstmalige Organisation der arbeitenden Unterschicht in Zünfte und deren Vertretung im Rat, während es sich bei der „Züricher Mordnacht“ um einen fehlgeschlagenen Anschlag auf den neuen, amtierenden Bürgermeister Rudolf Brun handelte. Sowohl der Begriff der Mordnacht als auch der, der Zunftrevolution sind nachträglich in der Geschichtswissenschaft entwickelte Begriffe. Bei der Zunftrevolution handelte es sich nicht um eine Revolution im ursprünglichen Sinne, da es nicht zu sofortigen, massiven, gesellschaftlichen Umwälzungen kam, allerdings kam es mit den Folgeerscheinungen nach und nach zu solchen Umwälzungen, wodurch sich in späterer Zeit der Begriff der Zunftrevolution bildete. Der Begriff Mordnacht ist ebenfalls als nachträgliche Begriffsentwicklung zu sehen, welcher den Versuch einer nächtlichen, heimtückischen Überwältigung umschreibt, aber erst in einer rückblickenden Betrachtung so erkannt wurde.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Die Züricher Zunftrevolution vom 7. Juni 1336

a) Die Ausgangslage in Zürich vor der Züricher Zunftrevolution

b) Der Verlauf der Züricher Zunftrevolution vom Juni 1336

c) Politische Entwicklungen in Zürich bis zum Anschlag von 1350

II. Die Züricher Mordnacht vom 23./24. Februar 1350

a) Zu Vorbereitung und Verlauf der Züricher Mordnacht

b) Zur Ausgangslage nach der Züricher Mordnacht

III. Gesamtergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen der Züricher Zunftrevolution von 1336 und der Züricher Mordnacht von 1350 auf die innere und äußere politische Struktur der Stadtkommune Zürich. Dabei wird analysiert, inwiefern diese Ereignisse als wesentliche Faktoren zum Beitritt Zürichs in den Bund der vier Waldstätte führten.

  • Die Zunftrevolution von 1336 als Ausgangspunkt für soziale und politische Machtverschiebungen.
  • Die Rolle des Bürgermeisters Rudolf Brun in der neuen Stadtordnung.
  • Die Züricher Mordnacht von 1350 als fehlgeschlagener Anschlag und ihre Folgen.
  • Der Wandel der Züricher Außenpolitik und das Bündnis mit den vier Waldstätten.
  • Die Entwicklung hin zu paritätischen Machtverhältnissen in der Stadtkommune.

Auszug aus dem Buch

Die Ausgangslage in Zürich vor der Züricher Zunftrevolution

Vor der Züricher Zunftrevolution wurde der Rat der Stadt offensichtlich von einer, vom Lebensstandard besser gestellten, Oberschicht, insbesondere Kaufleuten, regiert. Diese erließ bis zur Züricher Zunftrevolution vor allem restriktive Gesetze, welche den Zugriff auf Allgemeingüter, wie zum Beispiel das Fischen in öffentlichen Gewässern einschränkte, indem ein gewisser Abstand zu privaten Gewässern einzuhalten war und den, am Existenzminimum lebenden Durchschnittsbürger vor allem in ein Abhängigkeitsverhältnis zu Kaufleuten trieb. Auch schienen die unteren gesellschaftlichen Schichten nicht in Zünften oder irgendeiner anderen Form organisiert zu sein. Zwar wird in Gesetzeserlässen vor der Züricher Zunftrevolution einheitlich von „den Bäckern“ oder „den Fischern“ geredet, allerdings kommt der Begriff Zunft erst in Quellen unmittelbar nach der Züricher Zunftrevolution zur Anwendung. All dies weckte offensichtlich den Gedanken einer Ungleichbehandlung einzelner Bürgergruppen in der Stadtkommune von Zürich, worin eine Abweichung vom Grundgedanken der Parität, also der Gleichbehandlung aller Bürgergruppen durch das Gesetz, zu sehen ist. Hierin ist der Primärauslöser für die Züricher Zunftrevolution zu sehen, die das Bedürfnis nach einer Neuordnung der Machtverhältnisse innerhalb der Stadt weckte, welche dem Gleichheitsgedanken der Bürger mehr entsprach.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Die Züricher Zunftrevolution vom 7. Juni 1336: Dieses Kapitel erläutert die sozialen Spannungen vor 1336, den Verlauf der Revolution und die Etablierung einer neuen Machtstruktur unter Bürgermeister Rudolf Brun.

II. Die Züricher Mordnacht vom 23./24. Februar 1350: Hier wird der misslungene Anschlag auf das Züricher Regime analysiert und dargelegt, wie die anschließende Neuausrichtung der Außenpolitik zum Bündnis mit den Waldstätten führte.

III. Gesamtergebnis: Das Kapitel zieht ein Fazit über die langfristigen, schleichenden Machtverschiebungen in Zürich nach dem Tod von Rudolf Brun und die Bedeutung der Mordnacht für die außenpolitische Wende der Stadt.

Schlüsselwörter

Zürich, Züricher Zunftrevolution, Mordnacht, Stadtkommune, Rudolf Brun, Mittelalter, Waldstätte, Eidgenossenschaft, Verfassungsgeschichte, Machtverteilung, Parität, Bündnispolitik, Zünfte, politische Unruhen, Schweizer Geschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht die historischen Ereignisse der Züricher Zunftrevolution von 1336 und der Züricher Mordnacht von 1350 sowie deren Einfluss auf die politische Entwicklung der Stadtkommune Zürich.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Umgestaltung der städtischen Machtverhältnisse durch die Zünfte, die Rolle von Bürgermeister Rudolf Brun sowie die außenpolitische Neuorientierung Zürichs nach 1350.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, wie die Zunftrevolution und die Mordnacht das Zusammenwirken beider Vorgänge beeinflussten und zum Beitritt Zürichs zum Bund der vier Waldstätte führten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Quellen und einschlägiger wissenschaftlicher Sekundärliteratur zur Züricher Stadtgeschichte basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Ausgangslage vor der Revolution, den Ablauf der Zunftrevolution, die politische Konsolidierung unter Brun sowie die Vorbereitung und Folgen der Mordnacht von 1350.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Zunftrevolution, Stadtkommune, Rudolf Brun, Parität, Mordnacht und Schweizer Eidgenossenschaft charakterisieren.

Warum wird die „Zunftrevolution“ als Begriff kritisch betrachtet?

Der Autor führt aus, dass es sich nicht um eine Revolution im klassischen Sinne handelte, da keine sofortigen, massiven Umwälzungen stattfanden, sondern der Begriff eine nachträgliche Konstruktion ist.

Welche Bedeutung hatte das Bündnis mit den vier Waldstätten konkret?

Das Bündnis von 1351 diente primär dem militärischen Schutz der Stadt und ihrer Verfassung, wobei Zürich in der Außenpolitik eine gewisse Autonomie gewahrt blieb.

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Details

Title
Die Züricher Mordnacht von 1350. Auswirkungen auf die Züricher Stadtkommune
College
University of Kassel
Grade
2,0
Author
Gunnar Maier (Author)
Publication Year
2008
Pages
11
Catalog Number
V1169319
ISBN (PDF)
9783346582690
Language
German
Tags
züricher mordnacht auswirkungen stadtkommune
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Gunnar Maier (Author), 2008, Die Züricher Mordnacht von 1350. Auswirkungen auf die Züricher Stadtkommune, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169319
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