Eine Überzeugung verbreiten zu müssen, heißt, ihre Unglaubwürdigkeit zu
reflektieren, sowohl als Individuum wie als Gruppe. So weit sich dieser
Unglaubwürdigkeit bewusst zu sein, dass der Zweifel an dem, wovon man sich erfüllt glaubt, durch Überzeugungsarbeit unterbunden und dieses Unterbundenhaben
offensiv kommuniziert werden muss. Wenn Wahrheit „der Anfang des Gedankens ist“
(Hannah Arendt) und nicht das Resultat, heißt das aber: Sie ist kein Besitz, den man verfügt und durch Überzeugungsarbeit anderen eintrichtert, die es sich notgedrungen zueigen machen und das unaufgelöst Zweifelhafte, durch Bekundung, Allianz, Fortzeugung ausagieren. - Eben dies ist aber Realität. Der deprimierende Konformismus, die schleichende Entpolitisierung der (und durch die) politischen Akteure und ihrer Gläubiger vor den Empfangsgeräten, die wahnhafte ausschließliche Rückwendung auf die Erwerbsnatur, die Auffassung des Politischen als Mangelverwaltung ... offenbaren nicht nur die gänzliche Abwesenheit von politischer Philosophie, sondern vor allem die Abwesenheit eines originär politischen Willens, dem die Konstruktion und Konstitution der Gesellschaft als des Künftigen noch Thema wäre.
[...]
Inhaltsübersicht
EINLEITUNG 5
Begriff der Überzeugung 6.
Psychographie 12.
Vorschau 15.
Navigationshilfe 35.
Kapitalistische Maschine 37.
Zwangsprivatisierung, Disqualifikation der abstrakt subjektiven Vermögen (a) Arbeit 38, (b) Begehren 49, Sprache (40).
Transformation Massenkaufkraft in Kommandokapital 41.
Wie viele Arme kostet ein Reicher? 42.
Nachtrag Herbst 2008, 44.
Postdemokratisches Regime 47.
Performanzterror 48.
ERSTES KAPITEL: LINKS - RECHTS - MITTE 49
Die unmögliche Beziehung der Überzeugung auf das Wahre 50.
Politische Artikulation, Strömungen 53.
Repräsentation 54.
Normalität, Körperschaft 55.
Staatskörper, Leviathan 57.
Regressive Vergemeinschaftung - progressive Vergesellschaftung 58.
Zwei Prämissen des Subjekts: das sub-iect ist eine zerstörte, aber bewohnbare Repräsentation; das Subjekt strebt, das sub-iect aufzulösen 60.
Geregelte und ungeregelte Entsubjektivierung, Affektbewirtschaftung 61.
„radikal“ – „extrem“. Der rechte Wunsch 62.
Der linke Wunsch 63.
Rechtes Paradigma, „neue“/extreme Mitte 66.
Nähere Bestimmung der neuen Mitte 67.
ZWEITES KAPITEL: ARTIKULATION - AFFEKTBEWIRTSCHAFTUNG - ONTOMSEMIOSE 74
Überzeugung als semiotische Maschine; das Teilen der Überzeugung depotenziert sie zur Wirkmächtigkeit 74.
Begehren, Abstraktion, Wunschmaschine 75.
Das Zeichenhafte und seine Zerstörung: Entsubjektivierung, Herrschaftssemiologie 73.
Das Maschinische 81.
Doppelte Gliederung - a) herrschaftssemiologisch, b) nach dem hjelmslev’schen Raster 82.
Übertragung des hjelmslev’schen Rasters auf das Soziale 84.
Überzeugungsarbeit als Demontage des Zeichenhaften 87.
Statt Sinn Artikulation Re-Produktion des Sinnlosen (Tauschwert, festgestellte Bedeutung) 88.
Überzeugungsarbeit als semiotische Maschine, Zusammenfassung 90.
Artikulationssynthese 91.
Affektbewirtschaftung 92.
A. Autonome Affektorganisation, Spinozas Theorie der Affekte 95.
Spinozismus als Ekstasetechnik 108.
B. 109.
Autonome Affektorganisation ist das Gegenteil von Überzeugungsarbeit 110.
Überzeugungszeichen 111.
kLVergemeinschaftung, Gattungsbestialität 112.
C. Öffentlichkeit 120.
DRITTES KAPITEL: ABSTRAKTION - REDUKTION - THEORIE 123
Theorieinstallation: den Begriff der Theorie aufgeben 123.
Handeln in Theoremen 125.
Begriff der Abstraktion, Vollzug der Kritik im Unterschied zu reduktiver Analyse 125.
Wie funktioniert eine Theorieinstallation? Paradoxe inszenieren, Perspektivismus, das Element des Zweifels 129.
Auseinandersetzung mit der bürgerlichen Philosophie, dh Theorien die das Selbstverhältnis als Besitzverhältnis denken 130.
Sein und Schein 132.
Abstrakte Subjektivität 76.
Zur Grundlegung der transzendentalen Egologie, die souveräne Rationalität nach Kant: Wie man frei etwas beginnt durch reine Vergesetzlichung; Pflichtautonomie rettet das Selbst vor der Zerstörung durch das Sinnenhafte 136.
Wie die Person zur Habe kommt durch Subjektivierung des Intersubjektiven: Hegels Sittlichkeit 139.
Der Wille als depotenziertes Begehrungsvermögen 144.
Naturrecht der Vernunft, bevormundende Gerechtigkeit, Letztbegründung durch/als rationalitätserhaltende Gewalt 145.
Rechtssetzende und rechtserhaltende Gewalt (Benjamin, Derrida) 148.
Vorrang des Eigentums vor dem Leben; der Ethikkommissar als Spitze der Subjektivierung 150.
Theorieinstallation als angemessener Vernunftgebrauch 151, Aufführung der Theoreme: I Das Zwanghafte vor dem Zwang 152, II das Soziale als Artikulationssynthese, die abstrakte Subjektivität ist das, was das Intrasubjektive und das Intersubjektive unterscheidet und verbindet 153, III das Subjekt ist Streben nach Selbsterhaltung und/durch Entsubjektivierung 155, IV der diffus emotiv-ratiomorphe Prozess 156, V das Soziale ist Sprache, Sprache komplexeste Involution des Zeichenhaften 158.
Theorieinstallation gegen Ent=Subjektivierung; das Soziale eröffnen 160.
Anti-Souveränität; das Recht als reines Gesetz wie Dichotomie von Setzung und Satzung 163.
VIERTES KAPITEL: AUTONOM - SOUVERÄN - HEGEMONIAL 171
Trugbilder des Sozialen 172
Rekapitulation des Methodenszenarios 173
1. WAS IST POLITIK? Transformation naturwüchsiger Zwänge in soziale Verbindlichkeit 178
Ausnahmezustand, das Recht des Gesetzlosen 179
Die „Sphäre von Streit, Pluralität und Differenz“ (H.Arendt) 181.
2. PHANTOME DES POLITISCHEN: Das Phantom der Souveränität, die „Persönlichkeit des Ganzen“ und ihre exklusive Regel; Recht - Habe - Selbst 184.
Kritik des Souveräns 186.
3. DIE PRODUKTION DES SINNLOSEN 188.
Wertvergesellschaftung 194.
Wert als transzendentaler Schematismus 196.
Geldwirtschaft 199.
Liquidität 201.
Populismus, „-tainment“ 205.
Das Phantom der Repräsentation: Statt Delegation und Vermittlung Aggregat der eingestellten Interessen 208.
Unterscheidung reiner von herrschender Gewalt, Setzung und Satzung 209.
Zerstörte Repräsentation/realisierte Abwesenheit und Souveränität als wahnhafte Vergegenwärtigung und ideelle Totalität 213.
Majorität: ein Selbst, das herrlich niederkommt 214.
Das Phantom der Immanenz, Schöpfung machen (Hardt/Negri) statt „in der Immanenz sein“ 217.
Immanenz/ kapitalistische Maschine 218.
Pseudo-Immanenz der öffentlichen Überzeugungsarbeit ,kollektive Synthesis der Apperzeption; End-Stellung des Zeichenhaften durch Ausschluss sozialer Interpretanten 220.
Das Phantom der Produktion: Produktion des Sinnlosen, Selbstbeherrschung, herstellende Gewalt 226.
Das Phantom der Dialektik 228.
Affektbewirtschaftung 230.
Vermögensbesitzergesellschaft, Resümèe. - Produktion des Konsumismus 231.
Gläubiger-Schuldner 232.
Markt als regelhaft verdeckter Ausnahmezustand/Lager 236.
Massendemokratie 237.
Das Phantom der Gerechtigkeit 240.
Ausnahmezustand (Agamben) 242.
Das Recht in Mitteln und Zwecken 244.
Gerechtigkeit und Recht sind sich fremd 245.
Reaktivwerden der kapitalistischen Maschine 246.
Corporativ performieren 247.
Massenhaltergesellschaft 250.
4. HEGEMONIE der Produktionsweise. Der Hegemon gebietet die Produktion des sinnlosen.
Tendenzen: 1) Die Produktion wird immer zwanghafter und absurder 253.
Affektbewirtschaftung 254.
2) Der Übergang ins postdemokratische Regime wird immer wahrscheinlicher 256.
Zwangsprivatisierung 257.
Kult und Krise des Privaten 258.
Kriegsökonomie, mititärisch-industrieller Komplex 259.
Neocons 260.
Bullshitting 261.
Gramscis Hegemonie 268.
Angelsächsische Weltordnung und neueste asiatische Produktionsweise 267.
Best practices der analytischen Philosophie 268.
Satzverfassung und Regimewechsel 269.
Best practices des Calvinismus 274.
Postdemokratisches Regime. - Freihandelszone 280
EXKURS: Was ist Dialektik? Investiton des abstrakt-subjektiven Vermögens, Reflexionsüberschuss durch Rekursion 283.
Kants transzendentale Dialektik 284.
Transzendentaler Schematismus – Entziehen unbestimmter Zeit 286.
„als – zugleich – überhaupt“ 287.
Hegels Dialektik 288.
1. Variation: „Die Substanz ist als Subjekt bestimmen.“ 290.
2. Variation: „Alles Vernünftige ist ein Schluss.“ 296.
Marx 299.
Die Wertsubstanz wird als Kapital bestimmt 301.
Kapital als Produkt der bürgerlichen Verfasstheit 307.
Auslaufmodelle (Adorno 308, Lukacs 309).
Moderne Zivlisation: Resultat einer Fehlinterpretation des Stoffwechsels zwischen Mensch und Natur 310.
FÜNFTES KAPITEL: TUGEND - TERROR - KONFORMISMUS 312
Credo-Machen/ Gewissen abschaffen 314.
Konsumismus heißt, asketische Ideale zu leben 317.
Terror aus Koinzidenz von Tugend und Konformismus, der Selbstmordattentäter als Fratze des Souveräns 319.
Wie funktioniert Terror? Drei Formeln: 1. kein Terrorismus ohne Öffentlichkeit 321.
Den Tod vollziehen, der schon stattgefunden hat 323.
Was ist pöbelhaft? 325
2. Das „erwählte Trauma“, eine paranoide Analyse bewerkstelligen 325.
Exkurs über Bush & Schreber 323.
Töten als inneres Erlebnis (Sofsky) 330.
3. Erzeugen einer totalen Gegenwart 332.
Produktion des Sinnlosen zur Überzeugungsarbeit gesteigert; das Unverfügbare ausschalten 333.
Semiotische Maschine 338.
Überzeugungszeichen 339.
Fundamentalismus als Konfusion rechtsradikal-linksextrem; das Begehren nach dem Grund 342.
Das Schisma des Grundes 344.
Ein neuer Einsatz für das Politische 345.
Nietzsches Kritik des Souveräns. Das Individuum resultiert aus Nachleiden. Ein singuläres Gattungswesen 346.
Die Unglaubwürdigkeit jeder sozialen Verbindung 347.
Apollinisch-dionysisch, „Kräfte in strenger wechselseitiger Proportion, nach dem Gesetz ewiger Gerechtigkeit“, radikales Handeln, gelingende Konstitution 349.
Die Gerechtigkeit entstammt der Maßlosigkeit des Leidens; die Unablösbarkeit der Maske 351.
Gerechtigkeit und Täuschung 352.
Schisma des Grundes, doppelte Unergründlichkeit 353.
„Wir Guten“ kennen keine Zensur 354.
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Phänomen der „Überzeugungsarbeit“ im Kontext spätkapitalistischer Gesellschaften und analysiert, wie diese Form der Kommunikation zur Zerstörung des Politischen beiträgt. Die zentrale Forschungsfrage hinterfragt, wie das postmoderne politische Konstrukt das Individuum durch einen Regress auf Selbsterhaltung entsubjektiviert und dabei die Möglichkeit eines genuin politischen Willens sowie einer zivilgesellschaftlichen Emanzipation untergräbt.
- Die Transformation des Politischen in ein System aus Zwangsprivatisierung und Affektbewirtschaftung.
- Die kritische Auseinandersetzung mit den „Phantomen des Politischen“ wie Souveränität, Repräsentation und Dialektik.
- Die Rolle der „semiotischen Maschine“ bei der Produktion von Sinnlosigkeit und deren Instrumentalisierung durch Herrschaftsstrukturen.
- Die Untersuchung der Psychotisierung des Politischen, insbesondere im Kontext von Fundamentalismus und Terrorismus.
Auszug aus dem Buch
EINLEITUNG
Eine Überzeugung verbreiten zu müssen, heißt, ihre Unglaubwürdigkeit zu reflektieren, sowohl als Individuum wie als Gruppe. So weit sich dieser Unglaubwürdigkeit bewusst zu sein, dass der Zweifel an dem, wovon man sich erfüllt glaubt, durch Überzeugungsarbeit unterbunden und dieses Unterbundenhaben offensiv kommuniziert werden muss. Wenn Wahrheit „der Anfang des Gedankens ist“ (Hannah Arendt) und nicht das Resultat, heißt das aber: Sie ist kein Besitz, den man verfügt und durch Überzeugungsarbeit anderen eintrichtert, die es sich notgedrungen zueigen machen und das unaufgelöst Zweifelhafte, durch Bekundung, Allianz, Fortzeugung ausagieren. - Eben dies ist aber Realität.
Der deprimierende Konformismus, die schleichende Entpolitisierung der (und durch die) politischen Akteure und ihrer Gläubiger vor den Empfangsgeräten, die wahnhafte ausschließliche Rückwendung auf die Erwerbsnatur, die Auffassung des Politischen als Mangelverwaltung ... offenbaren nicht nur die gänzliche Abwesenheit von politischer Philosophie, sondern vor allem die Abwesenheit eines originär politischen Willens, dem die Konstruktion und Konstitution der Gesellschaft als des Künftigen noch Thema wäre. Also eine „Überzeugung“ im traditionellen Sinne oder eben besser gesagt: Eine Einstellung, die nicht das Präfabrizierte austrägt, um zu verifizieren, was als besessene Wahrheit oder Besessenheit durch „Wahrheit“ vorab fix und fertig sein soll, faktisch aber sich verwechselt in den Zwang, als Akteur im einschlägigen Milieu seine performance zu definieren als Bedingung der Möglichkeit überhaupt, eine politische Ansage zu machen.
Insofern dies nicht etwa nur eine soziale Pathologie ist, die immer verbreiteter auftritt, sondern die „kollektive Synthesis der Apperzeption“ betrifft, so liegt darin ein entschiedener Bruch - schwer zu erkennen, weil es immer Korruption, Intrigen und das ganze große Arsenal der ‘guten alten’ Doppelmoral gegeben hat - mit der traditionellen und für sich bereits krisenanfälligen bürgerlichen Demokratie.
Zusammenfassung der Kapitel
EINLEITUNG: Die Einleitung etabliert die Hypothese, dass moderne Überzeugungsarbeit als struktureller Zwang zur Lüge und als Mittel zur Unterbindung von kritischem Zweifel fungiert.
ERSTES KAPITEL: LINKS - RECHTS - MITTE: Dieses Kapitel untersucht die historische und faktische Auflösung der traditionellen politischen Unterscheidungen und definiert Überzeugung als politische Artikulation in einer entpolitisierten Gesellschaft.
ZWEITES KAPITEL: ARTIKULATION - AFFEKTBEWIRTSCHAFTUNG - ONTOMSEMIOSE: Der Autor entwickelt hier das Theorem der Überzeugung als „semiotische Maschine“ und erläutert die politische Ökonomie der Affekte als neue Produktivkraft.
DRITTES KAPITEL: ABSTRAKTION - REDUKTION - THEORIE: Hier wird die Theorieinstallation als notwendiger Bruch mit der bürgerlichen Philosophie und als Widerstand gegen die Instrumentalisierung des Denkens dargestellt.
VIERTES KAPITEL: AUTONOM - SOUVERÄN - HEGEMONIAL: Dieses Kapitel widmet sich der Kritik des Souveräns und den Phantomen des Politischen, insbesondere unter den Bedingungen eines globalisierten, krisenhaften Kapitalismus.
FÜNFTES KAPITEL: TUGEND - TERROR - KONFORMISMUS: Das abschließende Kapitel analysiert die Psychotisierung des Politischen, den Zusammenhang von Tugendterror und Konformismus sowie die Destruktion der Souveränität.
Schlüsselwörter
Überzeugungsarbeit, Affektbewirtschaftung, Souveränität, Kapitalismus, Semiotische Maschine, Entsubjektivierung, Postdemokratie, Macht, Ideologiekritik, Zwangsprivatisierung, Politische Philosophie, Gesellschaftstheorie, Identität, Herrschaft, Sinnlosigkeit.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert kritisch das Wesen der Überzeugungsarbeit in modernen Gesellschaften und zeigt auf, wie diese zur Zerstörung des Politischen und zur Entmündigung des Individuums führt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die Psychotisierung des Politischen, die Funktionsweise der kapitalistischen Maschine, die Rolle von Affekten in der Politik sowie eine tiefgehende Kritik der Souveränität und des bürgerlichen Subjekts.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Mechanismen aufzudecken, durch die politisches Denken und Handeln systematisch zerstört werden, um so den Weg für eine neue, emanzipatorische Praxis des Politischen zu skizzieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor bedient sich einer kritischen, systemphilosophisch orientierten Methode, die Elemente der Philosophie, Psychoanalyse, Semiotik und politischer Ökonomie verknüpft, um eine „Theorieinstallation“ zu entwickeln.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der politischen Lager, die Funktionsweise der „semiotischen Maschine“, eine Abstraktionskritik, die Analyse der Souveränitätsphantome und schließlich eine Pathologie des Souveräns.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Überzeugungsarbeit, Affektbewirtschaftung, Souveränität, Entsubjektivierung und das Konzept der semiotischen Maschine.
Wie bewertet der Autor den Begriff „Recht“?
Der Autor sieht das Recht kritisch als ein Instrument, das oft den Ausschluss von Gerechtigkeit bedeutet und in der Hand des Souveräns zur Instrumentalisierung und Unterwerfung dient.
In welchem Verhältnis stehen „Tugend“ und „Terror“?
Der Autor zeigt eine verhängnisvolle Koinzidenz auf: Tugend und Konformismus bilden oft die Basis für Terror, indem sie ein Ausschlusskriterium gegen alles „Nicht-Normgerechte“ schaffen.
- Quote paper
- Dr. phil Werner Hanses-Ketteler (Author), 2008, "Fratzen der Souveränität", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116939