Das Ziel dieser Arbeit ist es, die Schätzmethode des natürlichen Zinses nach Laubach/Williams kritisch zu würdigen. Damit sollen insbesondere die folgenden Fragen beantwortet werden: Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Laubach-Methode Unvollständigkeiten aufweist? Inwiefern ist die Methode zeitkonsistent?
Um diese Fragen zu beantworten, wird zunächst einmal eine Einführung in die Methode nach Laubach gegeben, in der auch die dahinterstehenden Aussagen der mathematischen Formeln erläutert werden. Anschließend wird auf die Ergebnisse der Autoren eingegangen, welche auch kritisch in den zeitlichen Kontext eingebettet werden. In Kapitel 3 erfolgt die kritische Würdigung, insb. der getroffenen Annahmen, welche sich stringent auf Kapitel 2 stützt. Im abschließenden Fazit wird die vorhergehende Argumentation noch einmal zusammengefasst.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Einleitung
- 2 Vorstellung der Schätzmethode nach Laubach et al.
- 2.1 Forschungsmethode und Durchführung der Untersuchung
- 2.2 Ergebnisse der Autoren
- 2.3 Auswirkungen der Arbeit
- 3 Kritische Würdigung
- 3.1 Getroffene Annahmen
- 3.2 Einfluss und Bewertung der Annahmen
- 4 Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Seminararbeit befasst sich mit der Schätzung des natürlichen Zinses nach Laubach et al. und untersucht die Auswirkungen dieser Schätzmethode auf die Geldpolitik.
- Präsentation der Schätzmethode nach Laubach et al. und ihrer Anwendung.
- Bewertung der Ergebnisse der Autoren.
- Analyse der Auswirkungen der Schätzmethode auf die Geldpolitik.
- Kritische Würdigung der getroffenen Annahmen und deren Einfluss auf die Ergebnisse.
- Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse und Schlussfolgerungen.
Zusammenfassung der Kapitel
Das erste Kapitel bietet eine Einleitung in das Thema und stellt den Kontext der niedrigen Zinsen im europäischen Währungsraum dar. Es beleuchtet die Bedeutung des natürlichen Zinses für die Geldpolitik und führt die Schätzmethode nach Laubach et al. ein.
Das zweite Kapitel beschreibt die Forschungsmethode und die Durchführung der Untersuchung von Laubach et al. Es präsentiert die Ergebnisse der Autoren und analysiert deren Auswirkungen auf die Geldpolitik.
Das dritte Kapitel widmet sich einer kritischen Würdigung der Schätzmethode. Es untersucht die getroffenen Annahmen und deren Einfluss auf die Ergebnisse sowie deren Bewertung.
Schlüsselwörter
Natürlicher Zins, Laubach et al., Schätzmethode, Geldpolitik, Niedrigzins-Phase, Europäische Zentralbank (EZB), Federal Reserve System (FED), Produktionslücke, Inflation, Annahmen, kritische Würdigung.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der natürliche Zins?
Der natürliche Zins ist ein hypothetischer Zinssatz, bei dem die Wirtschaft im Gleichgewicht ist – das heißt, Vollbeschäftigung herrscht und die Inflation stabil bleibt.
Was besagt die Schätzmethode von Laubach und Williams?
Sie nutzen ein mathematisches Modell (Zustandsraummodell), um den nicht direkt beobachtbaren natürlichen Zins aus Daten zu Inflation und Produktionslücke zu schätzen.
Warum ist der natürliche Zins für die Geldpolitik wichtig?
Er dient Zentralbanken (wie EZB oder FED) als Orientierungspunkt: Liegt der Leitzins unter dem natürlichen Zins, wirkt die Geldpolitik expansiv; liegt er darüber, wirkt sie bremsend.
Welche Kritik gibt es an der Laubach-Williams-Methode?
Kritisiert werden unter anderem die getroffenen Annahmen, die mangelnde Zeitkonsistenz der Schätzungen sowie mögliche Unvollständigkeiten des Modells in extremen Niedrigzinsphasen.
Was bedeutet Zeitkonsistenz bei einer Schätzmethode?
Zeitkonsistenz bedeutet, dass Schätzungen für die Vergangenheit stabil bleiben, wenn neue Daten hinzukommen; bei der Laubach-Methode wird hinterfragt, inwiefern dies gegeben ist.
- Citation du texte
- Jannik Tillar (Auteur), 2019, Die Schätzung des natürlichen Zinses nach Laubach und Williams. Eine kritische Würdigung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169564