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Erziehung und Bildung an der St. Galler Klosterschule des 9. und 10. Jahrhunderts

Versuch der Rekonstruktion des mittelalterlichen klösterlichen Schulalltags anhand der 'Casus sancti Galli' von Ekkehard IV. und des St. Galler Klosterplans

Title: Erziehung und Bildung an der St. Galler Klosterschule des 9. und 10. Jahrhunderts

Term Paper (Advanced seminar) , 2012 , 32 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: BA Claudia Bett (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In der vorliegenden Hausarbeit soll der Frage nachgegangen werden, wie an der Klosterschule des 9. und 10. Jahrhunderts gelernt und gelehrt wurde, welche Kenntnisse und Fähigkeiten als wissenswert galten und wie sie vermittelt wurden. Hierfür sollen der St. Galler Klosterplan und die Casus sancti Galli von Ekkehard IV. den Rahmen bilden.

Anhand dieser Quellen soll versucht werden, den Schulalltag an der Sankt Galler Klosterschule zu rekonstruieren und Informationen über die Herkunft der Schüler, Lehrinhalte und Erziehungsmethoden zu erhalten.

Außerdem soll gezeigt werden, wer Schüler der St. Galler Klosterschule war und welche berühmten Gelehrten an der Schule wirkten. Zunächst gilt es jedoch, zu analysieren, wie der St. Galler Klosterplan und die Casus sancti Galli als historische Quellen zu bewerten sind, wer ihre Urheber und Verfasser waren und welche Intentionen sie mit ihren Werken verfolgten.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Quellen zur Erforschung der St. Galler Klosterschule

2.1. Die Casus sancti Galli von Ekkehard IV.

2.1.1. Leben und Werk Ekkehards IV.

2.1.2. Entstehung der Casus sancti Galli

2.1.3. Ekkehards Intentionen

2.1.4. Kritik an den Casus sancti Galli

2.2. Der St. Galler Klosterplan

2.2.1. Ort und Zeit der Entstehung

2.2.2. Zweck des Klosterplans

2.2.3. Realer Bauplan oder Idealplan?

3. Innere und äußere Schule

3.1. Die Schulen des St. Galler Klosterplans

3.2. Hinweise auf die Existenz von zwei Schulen in den Casus sancti Galli

4. Lehren und Lernen an der St. Galler Klosterschule

4.1. Soziale Herkunft der Schüler

4.2. Bedeutende Lehrer der St. Galler Klosterschule

4.3. Lerninhalte und Gliederung des Unterrichtsstoffes

4.4. Profane Bildung

4.5. Disziplin

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert den Schulalltag an der St. Galler Klosterschule im 9. und 10. Jahrhundert, indem sie historische Quellen analysiert, um Informationen über Schülerschaft, Lehrinhalte und Erziehungsmethoden zu gewinnen. Dabei wird insbesondere untersucht, inwiefern sich die Struktur von innerer und äußerer Schule anhand der überlieferten Zeugnisse belegen lässt.

  • Rekonstruktion des mittelalterlichen Schulalltags in St. Gallen
  • Historische Bewertung der "Casus sancti Galli" und des "St. Galler Klosterplans"
  • Untersuchung der Existenz von innerer und äußerer Klosterschule
  • Analyse der sozialen Herkunft und Bildungsziele
  • Bedeutung von Disziplin und "Prügelpädagogik" in der klösterlichen Erziehung

Auszug aus dem Buch

2.1.2. Entstehung der Casus sancti Galli

Die Casus sancti Galli sind nicht das eigenständige Werk von Ekkehard IV, sondern „fügen sich ein in die große Linie der St. Galler Chronistik, die von Ratpert bis zu Christian Kuchimeister reicht“7. Ekkehard knüpft an die Aufzeichnungen Ratperts, der auch Schüler und Lehrer in St. Gallen war, an. Allerdings unterscheidet sich seine Fortsetzung sowohl im Stil als auch in der Grundkonzeption von seinem Vorgänger. Wie zuvor Ratpert will auch Ekkehard die Geschichte seines Klosters dokumentieren, doch „während Ratpert mit einer gewissen Ausschließlichkeit die rechtlich-politische Entwicklung St. Gallens verfolgt, hebt Ekkehard vor allem die kulturellen Momente hervor“8. Ratpert verfasste eine Chronik der Abtei und schildert darin im Wesentlichen die Besitz- und Rechtsgeschichte seines Klosters, während Ekkehard in seiner Fortsetzung vom innerklösterlichen Leben berichtet und Geschichten der berühmtesten Klosterbrüder St. Gallens erzählt. Dabei geht er, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, jedoch nicht chronologisch vor, obwohl er dies im Preloquium ankündigt.9

Ekkehard erwähnt bereits in der Vorrede zu seinem Werk, dass die Anregung zur Fortsetzung von Ratperts Chronik von seinen Mitbrüdern kam und betont, dass es ihm ein Anliegen sei „etwas vom Glück und dem Unglück im Hause der Heiligen Gallus und Ottmar zu erzählen“10. Er möchte von fortunia et infortunia, den Höhen und Tiefen seines Klosters berichten und dabei nicht nur geschichtliche Fakten zusammentragen, sondern auch literarischen Ansprüchen gerecht werden.11 Dabei stützt er sich auf überliefertes Erzählgut, auf „das was wir von den Vätern gehört haben“12.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt den Grundstein für die Untersuchung, indem sie die Bedeutung der Klosterschulen im benediktinischen Mönchtum erläutert und die zentralen Quellen für das Kloster St. Gallen vorstellt.

2. Quellen zur Erforschung der St. Galler Klosterschule: Dieses Kapitel analysiert die Casus sancti Galli von Ekkehard IV. hinsichtlich ihrer Entstehung und Intention sowie den St. Galler Klosterplan als architektonische Quelle.

3. Innere und äußere Schule: Hier wird der wissenschaftliche Diskurs darüber geführt, ob im Kloster St. Gallen eine strikte Trennung zwischen einer Schule für Oblaten und einer für Externe bestand.

4. Lehren und Lernen an der St. Galler Klosterschule: Dieses Kapitel beleuchtet soziale Aspekte, bedeutende Lehrpersönlichkeiten, die Vermittlung der sieben freien Künste sowie disziplinarische Maßnahmen.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und stellt fest, dass die Klosterschule zwar eine Elitebildung bot, deren historischer Kontext jedoch kritisch zwischen Idealplan und realer Praxis zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

St. Galler Klosterschule, Casus sancti Galli, St. Galler Klosterplan, Ekkehard IV., Mittelalter, Benediktinerkloster, Innere Schule, Äußere Schule, Septem artes liberales, Klosterbildung, Erziehungsmethoden, Disziplin, Oblaten, Wissensvermittlung, Skriptorium

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Struktur, dem Alltag und der Bedeutung der Klosterschule in St. Gallen während des 9. und 10. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Quellen, der Unterscheidung von innerer und äußerer Schule sowie der Darstellung von Erziehung, Bildungsinhalten und Disziplin.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, den Schulalltag der damaligen Zeit trotz lückenhafter Quellenlage zu rekonstruieren und zu prüfen, welche Erkenntnisse aus den vorhandenen Dokumenten gewonnen werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, bei der die "Casus sancti Galli" und der "St. Galler Klosterplan" textkritisch und kulturhistorisch ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Quellenkritik, die topographische und funktionale Untersuchung der Schule sowie eine detaillierte Betrachtung der Lehrmethoden und des Lebens der Schüler.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich der Inhalt charakterisieren?

St. Galler Klosterschule, Casus sancti Galli, St. Galler Klosterplan, Erziehungsmethoden, Disziplin und Klosterbildung.

Wie bewertet die Arbeit die Zuverlässigkeit der "Casus sancti Galli"?

Die Arbeit betont, dass Ekkehard IV. zwar historisch ungenau berichtete und literarische Ziele verfolgte, sein Werk jedoch aufgrund des überlieferten historischen Kerns von großer kulturhistorischer Bedeutung ist.

Inwiefern beeinflusste die "Prügelpädagogik" das Leben der Schüler?

Disziplin und Züchtigung galten als Erziehungsmittel zur moralischen Festigung; die Arbeit zeigt auf, dass diese Angst sogar zu schwerwiegenden Zwischenfällen, wie dem Klosterbrand von 937, führen konnte.

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Details

Title
Erziehung und Bildung an der St. Galler Klosterschule des 9. und 10. Jahrhunderts
Subtitle
Versuch der Rekonstruktion des mittelalterlichen klösterlichen Schulalltags anhand der 'Casus sancti Galli' von Ekkehard IV. und des St. Galler Klosterplans
College
University of Constance
Course
Frühe Kirchen und Klöster am Bodensee
Grade
1,3
Author
BA Claudia Bett (Author)
Publication Year
2012
Pages
32
Catalog Number
V1169579
ISBN (PDF)
9783346585752
ISBN (Book)
9783346585769
Language
German
Tags
Mittelalter St. Galler Klosterplan Casus sancti Galli Klosterschule Bildung im Mittelalter Kloster St. Gallen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
BA Claudia Bett (Author), 2012, Erziehung und Bildung an der St. Galler Klosterschule des 9. und 10. Jahrhunderts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169579
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