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Potential der Biomassenutzung für Nahwärmenetze in Europa

Title: Potential der Biomassenutzung für Nahwärmenetze in Europa

Bachelor Thesis , 2017 , 78 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Max Wagner (Author)

Engineering - Civil Engineering
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Summary Excerpt Details

Die folgende Bachelorarbeit untersucht das Potential für Biomassenutzung für Nahwärmenetze in Europa. Diese Arbeit soll Erkenntnisse für das EU geförderte Forschungsprojekt „NewTREND“ (New integrated methodology and Tools for Retrofit design towards a next generation of ENergy efficient and sustainable buildings and Districts) liefern. Das drei jährige Projekt befasst sich mit der Optimierung der Energieeffizienz des europäischen Gebäudebestands auf Gebäude- und Quartiersebene. Dabei soll ein webbasiertes Simulationstool entwickelt werden, welches anhand von ortspezifischen Daten, Szenarien für verschiedene Sanierungsmöglichkeiten durch die Integration von erneuerbaren Energien, berechnet. Ziel der Arbeit ist es, für die drei Standorte des NewTREND – Projekts, Ungarn (Budapest), Finnland (Seinäjoki) und Spanien (Sant Cugat des Valles) das Potential von Biomasse für die Nutzung in Nahwärmenetzen aufzuzeigen.

Hierbei wurde zunächst geprüft, welche Eigenschaften typisch für verschiedene Arten der Biomasse sind und welche Standortfaktoren günstige Auswirkungen auf das Wachstum dieser besitzen. Anhand von Detailanalysen, wurde erst für ganz Europa und später ortspezifisch für die drei Standorte, die aktuelle Situation der Biomassenutzung erörtert und daraufhin ein Ausblick für die Möglichkeiten der zukünftigen energetischen Verwendung der Biomasse gegeben. Der letzte Bearbeitungsschritt befasst sich mit einer überschlägigen Auslegung eines Nahwärmenetzes mit dazugehörigem Biomasse-Wärmeerzeuger am Standort Budapest. Dieses wurde schließlich mit der dort üblichen konventionellen Wärmebereitstellung durch Gas verglichen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biomasse

2.1. Definition

2.2. Natürliche Standortfaktoren

2.2.1. Lichteinstrahlung

2.2.2. Temperatur

2.2.3. Wasser

2.2.4. Nährstoffe

2.3. Arten von Biomasse

2.3.1. Aquatische Biomasse

2.3.2. Landwirtschaftliche Biomasse

2.3.3. Sonstige Biomasse

2.3.4. Forstwirtschaftliche Biomasse

2.4. Bereitstellung der Biomasse

2.4.1. Heizwert und Brennwert

2.4.2. Trocknung

2.4.3. Energieumwandlung

2.4.4. Eigenschaften von Biomasse

3. Wärmenetze

3.1. Allgemeine Bedeutung

3.2. Dezentrale Wärmenetze für regenerative Wärmequellen

4. Bioenergie in Europa

4.1. Bioenergiepotential

4.1.1. Allgemeine Potenzialanalysen

4.1.2. Bioenergie im europäischen Energiesystem

4.1.3. Wärmebedarf in der EU

5. Untersuchung ausgewählter Standorte in Europa

5.1. Budapest/ Ungarn

5.1.1. Klima und Boden

5.1.2. Energiezusammensetzung in Ungarn

5.1.3. Wärme

5.1.4. Gesetzliche Regelungen und Ziele

5.1.5. Biomassepotential in Ungarn

5.1.6. Zusammenfassung

5.2. Seinäjoki / Finnland

5.2.1. Klima

5.2.2. Flora und Vegetation

5.2.3. Energiezusammensetzung in Finnland

5.2.4. Wärme

5.2.5. Gesetzliche Regelungen und Ziele

5.2.6. Biomassepotential in Finnland

5.2.7. Zusammenfassung

5.3. Sant Cugat des Vallès / Spanien

5.3.1. Klima

5.3.2. Flora und Vegetation

5.3.3. Energiezusammensetzung in Spanien

5.3.4. Wärme

5.3.5. Gesetzliche Regelungen und Ziele

5.3.6. Biomassepotential in Spanien

5.3.7. Zusammenfassung

5.4. Vergleich der Standorte

6. Potentialanalyse Nahwärmenetz Stadtquartier Budapest/ Ungarn

6.1. Bestandsaufnahme

6.2. Wärmeberdarfsermittlung

6.2.1. Schule

6.2.2. Freizeitpark

6.2.3. Netzformen

6.2.4. Wärmenetz Budapest Quartier

6.2.5. Thermische Jahresdauerlinie

6.2.6. Ergebnisse der Grundlagenermittlung

6.3. Heizkraftwerk

6.3.1. Wirtschaftlichkeit

7. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist es, das Potential der Biomassenutzung für die Wärmeversorgung in Nahwärmenetzen an drei ausgewählten Standorten (Ungarn, Finnland, Spanien) zu untersuchen und beispielhaft ein Konzept für ein Stadtquartier in Budapest zu entwickeln.

  • Grundlagen der Biomasse (Eigenschaften, Standortfaktoren, Arten)
  • Analyse des europäischen Bioenergiepotentials und des Wärmesektors
  • Vergleichende Untersuchung der Standorte Budapest, Seinäjoki und Sant Cugat des Vallès
  • Dimensionierung eines Nahwärmenetzes und eines Biomasse-Heizkraftwerks
  • Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen Biomasse und konventioneller Erdgasversorgung

Auszug aus dem Buch

2.4.1. Heizwert und Brennwert

Der massenspezifische Energiegehalt der Biomasse kann durch den Heizwert beschrieben werden. Der Heizwert ist die bei der Verbrennung maximal nutzbare Wärmemenge, ohne Berücksichtigung der Kondensationswärme des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes, bezogen auf die Menge des eingesetzten Brennstoffes. Der Brennwert hingegen berücksichtigt die vollständig freigesetzte Wärmemenge eines Brennstoffes bei der Verbrennung und der anschließenden Abkühlung der Verbrennungsgase auf 25°C und der damit auftretenden Kondensation des Wasserdampfes. Verglichen mit dem Heizwert ist der Brennwertdementsprechend höher.

Der Heizwert ist aber für die meisten Anlagen die maßgebende Angabe, da die meisten Anlagen die Energie aus dem Kondensat nicht ausnutzen.

Bei den Holzarten beträgt der Heizwert bezogen auf die Trockenmasse zwischen 16,5 und 19,2 MJ/kg. Nach einer Faustformel, entsprechen 2,5 kg luftgetrocknetes Holz rund 1 Liter Heizöl, also circa 36 MJ. Nadelhölzer weisen dabei einen höheren Heizwert als Laubhölzer auf. Das liegt einerseits daran, dass die Rinde einen höheren Ligningehalt aufweist, aber auch weil Nadelhölzer in der Regel mehr Holzextrakte wie Öle, Fette und Harze beinhalten, welche einen Heizwert von bis zu 36 MJ/kg besitzen. Im Vergleich zu halmgutartiger Biomasse, also die hauptsächlich in der Landwirtschaft produzierten nicht holzigen Energiepflanzen, zeigen Holzbrennstoffe einen durchschnittlich 9% höheren Heizwert auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die energiepolitischen Herausforderungen in Europa, insbesondere die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, und setzt das Ziel der Untersuchung zur energetischen Biomassenutzung.

2. Biomasse: Dieses Kapitel definiert Biomasse, erläutert die natürlichen Standortfaktoren für deren Wachstum, klassifiziert verschiedene Arten (aquatisch, landwirtschaftlich, forstwirtschaftlich) und beschreibt Verfahren zur Bereitstellung und Energieumwandlung.

3. Wärmenetze: Das Kapitel behandelt die allgemeine Bedeutung von Wärmenetzen und erörtert die Relevanz dezentraler Nahwärmenetze für die Einbindung regenerativer Wärmequellen wie Biomasse.

4. Bioenergie in Europa: Hier werden verschiedene Potentialanalysen vorgestellt und die aktuelle Situation der Bioenergie im europäischen Energiesystem sowie der Wärmebedarf der EU analysiert.

5. Untersuchung ausgewählter Standorte in Europa: In diesem Kapitel werden drei spezifische Standorte (Budapest, Seinäjoki, Sant Cugat des Vallès) hinsichtlich ihrer klimatischen Bedingungen, Energiezusammensetzung und ihres Biomassepotentials untersucht und miteinander verglichen.

6. Potentialanalyse Nahwärmenetz Stadtquartier Budapest/ Ungarn: Dieses Kapitel umfasst die praktische Auslegung eines Nahwärmenetzes für ein Schulquartier in Budapest, inklusive Bestandsaufnahme, Wärmebedarfsermittlung, Netzformwahl, thermischer Jahresdauerlinie und Wirtschaftlichkeitsberechnung.

7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur Biomassenutzung in Europa zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Biomasse für die zukünftige Energiepolitik Ungarns.

Schlüsselwörter

Biomasse, Nahwärmenetz, Energiepolitik, Europa, Standortfaktoren, Bioenergiepotential, Kraft-Wärme-Kopplung, Wärmebedarf, Budapest, Seinäjoki, Sant Cugat des Vallès, Heizkraftwerk, Wirtschaftlichkeit, CO2-Bilanz, Erneuerbare Energien

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potential von Biomasse für die Versorgung von Nahwärmenetzen in Europa, mit einem Fokus auf drei spezifische Standorte und einer beispielhaften Konzeptstudie in Budapest.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die physikalischen Eigenschaften und Bereitstellungsketten von Biomasse, die Analyse des europäischen Wärmemarktes, der Standortvergleich hinsichtlich klimatischer und energetischer Parameter sowie die technische Auslegung von Nahwärmenetzen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, das Potential von Biomasse für die Nutzung in Nahwärmenetzen an den drei Projektstandorten (Ungarn, Finnland, Spanien) aufzuzeigen und die Wirtschaftlichkeit einer solchen Anlage an einem Beispielstandort zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt Literaturanalysen zur Standortbewertung, energetische Simulationen zur Wärmebedarfsermittlung (u.a. mit TRNSYSlite) sowie vergleichende ökonomische Analysen zur Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Biomasse, eine umfangreiche Analyse der Standorte sowie die detaillierte potentialanalytische Auslegung eines Nahwärmenetzes inklusive Netzgeometrie und Anlagentechnik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Biomasse, Nahwärmenetze, Energiepotential, Standortanalyse, Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und CO2-Bilanz sind die zentralen Begriffe.

Warum wurde gerade Budapest als Beispielstandort gewählt?

Budapest wurde gewählt, da Ungarn als Binnenstaat stark von Gasimporten aus Russland abhängig ist und Biomasse die bedeutendste regenerative Energiequelle des Landes darstellt, was eine vergleichende Untersuchung zur konventionellen Gasversorgung besonders relevant macht.

Wie schneidet Biomasse im Vergleich zur Erdgasversorgung ab?

Finanziell gesehen rechnet sich in Ungarn momentan ein Gasheizkraftwerk schneller aufgrund günstigerer Gaspreise; ökologisch bietet die Biomasseanlage jedoch eine deutlich bessere CO2-Bilanz.

Was ist der Zweck der thermischen Jahresdauerlinie in der Analyse?

Die Jahresdauerlinie dient als wichtiges Instrument zur Dimensionierung der Energieerzeugungsanlagen, um die Aufteilung zwischen Spitzenlast und Grundlast sowie die erforderlichen Betriebsstunden optimal zu planen.

Warum wurde ein Strahlennetz dem Ringnetz vorgezogen?

Die Untersuchung ergab, dass das Strahlennetz beim gewählten Quartier in Budapest ca. 23,4 % weniger Wärmeverluste aufweist und zudem geringere Investitionskosten für Rohrmaterial verursacht.

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Details

Title
Potential der Biomassenutzung für Nahwärmenetze in Europa
College
University of Applied Sciences Stuttgart
Grade
2,0
Author
Max Wagner (Author)
Publication Year
2017
Pages
78
Catalog Number
V1169838
ISBN (eBook)
9783346640727
ISBN (Book)
9783346640734
Language
German
Tags
potential biomassenutzung nahwärmenetze europa
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Max Wagner (Author), 2017, Potential der Biomassenutzung für Nahwärmenetze in Europa, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169838
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