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Möglichkeiten der theoretisch-empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen

Titel: Möglichkeiten der theoretisch-empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen

Seminararbeit , 2002 , 18 Seiten , Note: 1,5

Autor:in: Claudia Langosch (Autor:in)

Rhetorik / Phonetik / Sprechwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Unter dem Thema „Möglichkeiten der theoretisch – empirischen Untersuchung
sprechkünstlerischer Äußerungen „ konnte ich mir zuerst nur sehr wenig vorstellen. Aber im
Grunde geht es einfach darum, empirisch zu beweisen, daß auch beim Sprechen der Ton die
Musik macht. Daß sich die Emotion einer Äußerungen nicht nur durch Hermeneutik
feststellen läßt, sondern sich durchaus auch im Tonsignal niederschlägt.
Im ersten Teil möchte ich allgemeine Ansätze und Probleme für empirische Forschungen in
den Geisteswissenschaften aufzeigen, die ich am Beispiel der Literaturwissenschaft näher
erläutere. Im zweiten Teil möchte ich drei Aufsätze aus der aktuellen sprech-
wissenschaftlichen Forschung vorstellen, die sich mit der Frage befassen, warum man
überhaupt bestrebt ist, die Emotionalität mit empirischen Parametern im Schallsignal
nachzuweisen und wie man dies versucht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Ansätze und Probleme für empirische Forschungen in den Geisteswissenschaften am Beispiel der Literaturwissenschaft

1.1 Methoden zur Untersuchung von menschlichen Reaktionen und persönlichen Eindrücken

2. Drei Aufsätze zur theoretisch – empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen

2.1 Gerhart Lindner: „Zur emotionalen Dimension der lautsprachlichen Kommunikation“

2.1.1 Sprechen als erlernte Leistung

2.1.2 Physiologisch – psychologische Grundlagen der Emotionalität

2.1.3 Überwiegen der rationellen Komponente in der Betrachtung der Sprache

2.1.4 Die Herangehensweise bei der Erforschung der Lautsprache

2.1.5 Merkmale der Emotionalität

2.1.6 Zielrichtung für die Sprachsynthese

2.2 Rodmonga K. Potapowa: „Sprechtempo und Sprechstile im Deutschen“

2.2.1 Die Sprechstile

2.2.2 Der Lautverringerungskoeffizient

2.2.3 Das Experiment

2.2.4 Auswertung

2.3 W. F. Sendlmeier: „Phonetische Reduktion und Elaboration bei emotionaler Sprechweise“

2.3.1 Vorüberlegungen

2.3.2 Experiment

2.3.3 Auswertung

2.3.3.1 Lage der Formantfrequenzen

2.3.3.2 Messung von VOT und Okklusionsphase der Plosive

2.3.3.3 Akzentstruktur

2.3.3.4 Zeitliche Ausdehnung der Sätze

2.3.3.5 Segmentepenthese und –elision als Funktion des Sprechtempos

2.3.4 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, sprechkünstlerische Äußerungen theoretisch und empirisch zu erfassen, mit dem Ziel, den emotionalen Gehalt einer Äußerung nicht nur hermeneutisch, sondern durch messbare akustische Parameter im Schallsignal nachzuweisen.

  • Methodische Ansätze für empirische Forschung in den Geisteswissenschaften
  • Die emotionale Dimension der lautsprachlichen Kommunikation
  • Einfluss von Sprechtempo und Sprechstilen auf die Artikulation
  • Phonetische Reduktions- und Elaborationsphänomene bei Emotionen
  • Objektivierung emotionaler Merkmale in der Sprachsynthese

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Physiologisch-psychologische Grundlagen der Emotionalität

Bei äußeren Ereignissen haben Menschen die gleichen Wahrnehmungen, jedoch die aus dem Inneren des Körpers auf das Bewußtsein wirkende Signale sind nur dem Einzelnen zugänglich und nicht auf andere Personen übertragbar. Die Ursache dafür ist unter anderem, daß es an einer akzeptablen Klassifikation der Emotionen fehlt. Eine objektive Erfassung der emotionalen Zustände läßt sich nicht erreichen, weil dabei langdauernde und kurzzeitige Zustände unterschieden werden müssen und die subjektiven Beschreibungen der emotionalen Erlebnisse weit auseinandergehen. Auch wirken äußere Dinge auf uns ein, die wir aber nicht bewußt wahrnehmen, so daß sie in dieser Klassifikation fehlen würden.

Die organische Grundlage für Emotionen liegt vermutlich in der Funktion des limbischen Systems. Dies wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch erforscht, so daß hier keine eindeutigen Aussagen gemacht werden können.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Die Autorin erläutert ihre Motivation, die theoretische und empirische Erfassbarkeit von emotionalen sprechkünstlerischen Äußerungen zu untersuchen.

1. Ansätze und Probleme für empirische Forschungen in den Geisteswissenschaften am Beispiel der Literaturwissenschaft: Das Kapitel diskutiert die Herausforderungen bei der Anwendung empirischer Methoden in geisteswissenschaftlichen Disziplinen und betont die Notwendigkeit, Interpretationen intersubjektiv überprüfbar zu machen.

2. Drei Aufsätze zur theoretisch – empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen: In diesem Hauptteil werden drei wissenschaftliche Ansätze vorgestellt, die versuchen, Emotionen in der gesprochenen Sprache durch physikalische und akustische Parameter messbar zu machen.

Schlüsselwörter

Empirische Forschung, Sprechwissenschaft, emotionale Dimension, Lautsprache, Sprachsynthese, Sprechtempo, Sprechstil, Lautverringerung, phonetische Reduktion, phonetische Elaboration, akustische Parameter, Hermeneutik, Intersubjektivität, limbische System, Grundfrequenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Herausforderungen, sprechkünstlerische Äußerungen über eine rein hermeneutische Betrachtung hinaus empirisch zu untersuchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Verbindung von Sprachwissenschaft und Empirie, insbesondere im Hinblick auf die akustische Messbarkeit von Emotionen im Sprechvorgang.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Emotionen, die bisher subjektiv interpretiert wurden, durch objektive Parameter im Schallsignal nachgewiesen und beschrieben werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden behandelt?

Es werden verschiedene Methoden wie Beobachtung, Befragung, das Experiment und die Sekundärauswertung diskutiert, die zur Erfassung menschlichen Verhaltens und emotionaler Merkmale eingesetzt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert drei spezifische Aufsätze, die sich mit der emotionalen Dimension der Kommunikation, dem Einfluss von Sprechtempi auf den Sprechstil sowie phonetischen Reduktions- und Elaborationserscheinungen bei Gefühlsäußerungen befassen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind empirische Forschung, Sprechwissenschaft, emotionale Parameter, Lautsprache, phonetische Reduktion, Sprechtempo und Sprachsynthese.

Warum ist die Objektiivierung von Emotionen so schwierig?

Laut der Arbeit fehlt es an einer akzeptablen Klassifikation von Emotionen, zudem ist die Trennung zwischen kurzzeitigen und langdauernden emotionalen Zuständen experimentell komplex.

Welche Rolle spielt das Sprechtempo für den Sprechstil?

Das Sprechtempo dient als messbares Merkmal zur Differenzierung von Sprechstilen, wobei der Koeffizient der Lautverringerung hilft, Abweichungen von einer fiktiven Norm des Sprechens zu quantifizieren.

Ende der Leseprobe aus 18 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Möglichkeiten der theoretisch-empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik)
Veranstaltung
Probleme der sprechkünstlerischen Gestaltung
Note
1,5
Autor
Claudia Langosch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
18
Katalognummer
V116985
ISBN (eBook)
9783640193585
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Möglichkeiten Untersuchung Probleme Gestaltung Sprechwirkung Sprechkunst
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Claudia Langosch (Autor:in), 2002, Möglichkeiten der theoretisch-empirischen Untersuchung sprechkünstlerischer Äußerungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/116985
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Leseprobe aus  18  Seiten
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