Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Willensfreiheit. Ein Vergleich zwischen Hume und Schopenhauer

Title: Willensfreiheit. Ein Vergleich zwischen Hume und Schopenhauer

Academic Paper , 2021 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lukas Zwiefelhofer (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Frage nach der Freiheit des menschlichen Willens beschäftigt die Philosophie seit nun mehr als zweitausend Jahren. Sie kann zweifellos, neben der Frage nach dem menschlichen Bewusstsein, d.h. dem sogenannten Leib-Seele-Problem, als eine der beiden fundamentalsten Fragen der menschlichen Existenz überhaupt betrachtet werden. So überrascht es auch nicht, dass die Auseinandersetzung mit dieser Frage bis zum heutigen Tage für vielerlei Kontroversen gesorgt und einige sich gegenseitig ausschliessende Positionen innerhalb der Philosophie hervorgebracht hat.

Jedoch nicht nur innerhalb der Philosophie hat dieses Thema hohe Wellen geschlagen. Je nachdem, welche Position hinsichtlich der Frage nach der Freiheit des menschlichen Willens eingenommen wird, ergeben sich daraus weitreichende philosophische, rechtliche, politische und nicht zuletzt auch gesellschaftliche Konsequenzen. Diese Arbeit dient dem Zweck, zuerst grob in die philosophische Willensfreiheitsdebatte einzuführen, und vergleicht dann anschliessend die Freiheitskonzepte der beiden berühmten Philosophen, Arthur Schopenhauer und David Hume.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Über die Freiheit des menschlichen Willens – Eine thematische Einführung

1.1. Zentrale Begriffsbestimmungen

2. Hume versus Schopenhauer: Ein Vergleich zweier Freiheitskonzeptionen

2.1. Freiheit und Notwendigkeit bei David Hume

2.2. Erscheinung und Wille bei Arthur Schopenhauer

2.3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Positionen

3. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit rekonstruiert und vergleicht die Freiheitskonzeptionen von David Hume und Arthur Schopenhauer, um zu untersuchen, wie beide Philosophen deterministische Prinzipien mit dem Konzept der moralischen Freiheit in Einklang bringen.

  • Grundlegende Begriffsbestimmungen (Freiheit, Determinismus, Kompatibilismus)
  • Analyse der humeschen Position zu Freiheit und Notwendigkeit
  • Betrachtung von Schopenhauers Unterscheidung zwischen Erscheinung und Wille
  • Vergleichende Gegenüberstellung der philosophischen Denktraditionen
  • Diskussion der Bedeutung moralischer Verantwortung in deterministischen Systemen

Auszug aus dem Buch

2.1 Freiheit und Notwendigkeit bei David Hume

Wer sich, wie bereits mehrfach angedeutet wurde, für eine Koexistenz der beiden Konzepte von Freiheit und Notwendigkeit erklärt, gilt als Kompabilist. David Hume unternimmt in seinen verschiedenen Werken gezielt jenen Versuch, Freiheit und Notwendigkeit miteinander in Einklang zu bringen. In den folgenden Abschnitten wird das humessche Konzept von Freiheit und Notwendigkeit kritisch beleuchtet, wobei an erster Stelle die Notwendigkeit behandelt und daran anschliessend die von Hume daraus gezogenen Schlussfolgerungen mit Blick auf die Freiheit oder Unfreiheit des menschlichen Willens wiedergegeben werden.

Hume schreibt zu Beginn des achten Abschnitts in seinem Traktat „eine Untersuchung über den menschlichen Verstand“, in welchem er die Lehre der Freiheit mit jener der Notwendigkeit vergleicht, über letztere: „Es wird allgemein anerkannt, dass die Materie in all ihren Vorgängen durch eine notwendige Kraft getrieben wird, und dass jede Wirkung in der Natur so genau durch die Wirkung ihrer Ursache bestimmt ist, dass unter diesen besonderen Umständen das Eintreten keiner anderen Wirkung möglich wäre“. Diesen Vorgang nennt Hume die „doctrine of necessity“. Im Prinzip wollte er damit zeigen, dass es sich mit den „operations of mind“, also mit unseren inneren geistigen Vorgängen, genau gleich verhält wie mit den „operations of matter“, nämlich so, dass unmöglich eine andere als die eingetretene Wirkung aus der gegebenen Ursache hätte resultieren können. Wäre dies nicht der Fall, d.h. würden alle Naturbegebenheiten ständig wechseln, sodass sich zwei Ergebnisse niemals ähnlich sähen, führt er sodann als Begründung an, würden wir auch nicht die geringste Vorstellung von Notwendigkeit oder von einer Verknüpfung zwischen diesen Dingen erlangen. Des Weiteren meint Hume, dass auch mit Blick auf die Handlungen der Menschen eine gewisse Gleichförmigkeit besteht, was für ihn auf die Beschaffenheit der menschlichen Natur, die in ihren Prinzipien und Tätigkeiten beständig ist, zurückzuführen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Über die Freiheit des menschlichen Willens – Eine thematische Einführung: Einführung in die historische Relevanz der Willensfreiheitsdebatte und Abgrenzung der zentralen Fragestellung von neurowissenschaftlichen Ansätzen.

1.1. Zentrale Begriffsbestimmungen: Definition der für die Arbeit relevanten Termini wie Freiheit, Determinismus, Inkompatibilismus und Kompatibilismus.

2. Hume versus Schopenhauer: Ein Vergleich zweier Freiheitskonzeptionen: Einleitung in den Vergleich, wobei die gemeinsame Einordnung beider Philosophen als Kompatibilisten sowie ihre jeweilige methodische Herangehensweise vorgestellt wird.

2.1. Freiheit und Notwendigkeit bei David Hume: Analyse des humeschen Ansatzes, der Kausalität und Notwendigkeit nicht als Gegenspieler, sondern als Bedingung für moralisch verantwortliches Handeln betrachtet.

2.2. Erscheinung und Wille bei Arthur Schopenhauer: Untersuchung von Schopenhauers metaphysischem Dualismus und seiner Differenzierung zwischen der empirischen Welt der Vorstellung und dem freien Willen als Ding an sich.

2.3. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Positionen: Synthese der vorangegangenen Analysen, wobei trotz unterschiedlicher philosophischer Hintergründe (Empirismus vs. Idealismus) gemeinsame Grundannahmen identifiziert werden.

3. Fazit: Zusammenfassende Bewertung des Vergleichs und Bestätigung, dass beide Denker die Verbindung von Freiheit und moralischer Verantwortung trotz deterministischer Weltbilder aufrechterhalten.

Schlüsselwörter

Willensfreiheit, David Hume, Arthur Schopenhauer, Determinismus, Kompatibilismus, Notwendigkeit, Kausalität, Moralphilosophie, Handlungsfreiheit, Erscheinung, Wille, Ding an sich, Verantwortung, Metaphysik, Empirismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die philosophischen Positionen von David Hume und Arthur Schopenhauer im Hinblick auf das Problem der Willensfreiheit in einer determinierten Welt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Kausalität und Freiheit, die moralische Verantwortlichkeit des Menschen sowie die Unterscheidung zwischen Willens- und Handlungsfreiheit.

Welches ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist die Rekonstruktion und der kritische Vergleich der Freiheitskonzeptionen beider Philosophen, um Gemeinsamkeiten und Differenzen innerhalb ihrer kompatibilistischen Ansätze aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit folgt einer klassisch philosophischen, metaphysischen und ontologischen Herangehensweise durch die Textanalyse der Hauptwerke der beiden Autoren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Positionen Humes und Schopenhauers sowie deren abschließende vergleichende Gegenüberstellung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Willensfreiheit, Determinismus, Kompatibilismus, moralische Verantwortung, Kausalität und das „Ding an sich“ bei Schopenhauer.

Wie unterscheidet Schopenhauer zwischen Freiheit des Handelns und Freiheit des Seins?

Schopenhauer ordnet die Freiheit des Handelns der empirischen Welt unter, während die eigentliche Freiheit in der Verneinung des Willens auf einer transzendentalen Ebene, dem Sein, verortet wird.

Warum hält David Hume die Notwendigkeit für eine Bedingung von Freiheit?

Hume argumentiert, dass ohne eine kausale Verbindung zwischen dem Charakter und den Beweggründen einer Person und ihrem Handeln keine moralische Zurechenbarkeit und somit keine ethische Verantwortung möglich wäre.

Excerpt out of 18 pages  - scroll top

Details

Title
Willensfreiheit. Ein Vergleich zwischen Hume und Schopenhauer
College
University of Luzern  (Philosophisches Institut)
Grade
1,0
Author
Lukas Zwiefelhofer (Author)
Publication Year
2021
Pages
18
Catalog Number
V1169863
ISBN (PDF)
9783346581020
ISBN (Book)
9783346581037
Language
German
Tags
willensfreiheit vergleich hume schopenhauer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lukas Zwiefelhofer (Author), 2021, Willensfreiheit. Ein Vergleich zwischen Hume und Schopenhauer, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169863
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  18  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint