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Heinrich V. und die Staufer. Analyse des Verhältnisses

Title: Heinrich V. und die Staufer. Analyse des Verhältnisses

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 21 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Katharina Düsterwald (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In dieser Arbeit gilt es, zu untersuchen, wie das Verhältnis zwischen Heinrich V. und den frühen Staufern geprägt war und auf welche Weise diese vor allem in reichspolitischer Hinsicht ihre Stellung im Reich ausbauten, festigten und schließlich die Herrschaft übernahmen.

Die Staufer waren eine Herrscherdynastie, die innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums in der Gesellschaft des Mittelalters aufstieg und bis zur Königs- und Kaiserwürde gelangte. Dennoch prägten zahlreiche Konflikte den Aufstieg der Staufer, deren Weg zu Königs- und Kaiserwürden von Herausforderungen durchdrungen war und nicht immer linear verlief. Insbesondere der Zeitraum unter der Herrschaft Heinrichs V. war für den Aufstieg der Staufer von großer Bedeutung und die Betrachtung dieser Thematik ist insofern relevant, dass die Forschung die Beschäftigung mit der Zeit Heinrichs V. lange vernachlässigt hat.

Die Beziehung zwischen Heinrich V. und den Staufern war einerseits durch Verwandtschaft und Loyalität geprägt, die wachsende Eigenständigkeit der Fürsten und die Integration vor allem Herzog Friedrichs II. von Schwaben in die Interessensphäre der Großen stand mit zunehmend ausgeprägtem Autonomiestreben jedoch andererseits auch in Widerspruch zum Willen Heinrichs V. und schuf ein ambivalentes Verhältnis. Die Königsnähe eröffnete den Staufern weitreichende Aufstiegsmöglichkeiten, deren Erfolg jedoch immer wieder in Gefahr geriet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Herkunft der Staufer

3. Der Übergang des Herzogtums Schwaben in die Hand der Staufer

4. Die Staufer unter Heinrich V.

4.1 Das Verhältnis von Heinrich V. und den Staufern in der Gesta Frederici

4.2 Die Reichsstellvertreterschaft 1115/16

4.2.1 Definition des Reichsvikariats

4.2.2 Gründe für die Ernennung der Staufer zu Reichsvikaren

4.2.3 Das politische und territoriale Wirken der Staufer als Reichsstellvertreter

4.3. Konflikte in der Chronik Ekkehard von Auras

4.5. Konrad als Herzog von Ostfranken

5. Der Tod Heinrichs V. und die mögliche Nachfolge Friedrichs II. von Schwaben

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Aufstieg der frühen Stauferdynastie unter der Herrschaft von Kaiser Heinrich V., analysiert das ambivalente Verhältnis zwischen den Staufern und dem salischen Herrscherhaus und beleuchtet die strategische Ausweitung staufischer Macht sowie deren Positionierung innerhalb der zeitgenössischen Fürstengesellschaft.

  • Analyse des Herrschaftsaufstiegs der frühen Staufer
  • Untersuchung der Rolle der Reichsstellvertreterschaft (1115-1118)
  • Vergleich divergierender historiographischer Quellen (Gesta Frederici vs. Chronik Ekkehards von Aura)
  • Untersuchung der autonomen Interessenpolitik gegenüber dem Kaiser
  • Die Rolle der Stauferbrüder Friedrich II. und Konrad beim Übergang zur Konsensherrschaft

Auszug aus dem Buch

4.2.3 Das politische und territoriale Wirken der Staufer als Reichsstellvertreter

Mit einer solch bedeutenden Aufgabe betraut, nutzte Friedrich II. von Schwaben die damit einhergehenden Befugnisse und Möglichkeiten. Vom Elsass ausgehend zog er nach Norden und begann damit, sowohl bereits bestehende Burgen und Klöster zu besetzen als auch neue Burgen errichten zu lassen. Daraus resultiert die immer wieder in der Forschung aufgegriffene bildliche Darstellung, Herzog Friedrich habe am Schwanz seines Pferdes stets eine Burg hinter sich hergeschleppt, was sowohl dessen Bautätigkeit und Erfolg als auch seinen Einfluss durch die Burg als Herrschaftssymbol verdeutlicht.

Das Ziel des staufischen Reichsvikariats schien nicht zu sein, „die Fürstenopposition zu bezwingen, wohl aber die territoriale Vorherrschaft des Saliers am oberen Rhein [...] zu behaupten“. Einhergehend mit dem Einsatz für kaiserliche Interessen, stand der Ausbau staufischer Hausmacht. Diese umfasste bis zum Ende der Reichsstellvertreterschaft der Staufer im Jahr 1118 Herrschaften und Güter „in oder um Annweiler, Kaiserslautern, Kirchheimbolanden, Münsterdreisen, Alzey, Nierstein, Oppenheim, Bingen und Boppard“, womit sich der Besitz der Staufer großräumig erweitert hatte.

Durch die Verwaltung des Reichs in Abwesenheit des Kaisers boten sich den Staufern weiträumige Handlungsspielräume, die sie nutzten, um einerseits ihre Territorialmacht zu festigen und zu erweitern und ihre Stellung im Verhältnis zum Salier zu bestärken. Es handelte sich um einen entscheidenden Zeitraum für den Aufstieg der Staufer unter Heinrich V.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung skizziert den Aufstieg der Stauferdynastie unter Heinrich V. und die zentrale Forschungsfrage nach der Entwicklung des ambivalenten Verhältnisses zwischen Herrscherhaus und Fürsten.

2. Herkunft der Staufer: Dieses Kapitel erörtert die schwierige Rekonstruierbarkeit der staufischen Abstammung und die Bedeutung der Heirat Friedrichs I. mit der Kaisertochter Agnes für den Statusgewinn der Familie.

3. Der Übergang des Herzogtums Schwaben in die Hand der Staufer: Das Kapitel analysiert die Verleihung des Herzogtums Schwaben durch Heinrich IV. an Friedrich I. als strategischen Schachzug zur Stabilisierung der salischen Machtposition.

4. Die Staufer unter Heinrich V.: Dieses Hauptkapitel untersucht detailliert das Verhältnis der Staufer zum Kaiser, ihre Rolle als Reichsvikare sowie die zunehmende Distanzierung der Stauferbrüder zugunsten einer eigenständigen Interessenpolitik.

5. Der Tod Heinrichs V. und die mögliche Nachfolge Friedrichs II. von Schwaben: Hier wird die Designation Friedrichs II. zum Erben durch Heinrich V. und die daraus resultierenden, wenn auch letztlich erfolglosen, Ansprüche auf die Königswürde thematisiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst den erfolgreichen Weg der Staufer von einem Adelsgeschlecht zu einer dominierenden Machtgröße des Reiches zusammen, die durch strategisches Kalkül und territoriale Expansion ihre Position festigte.

Schlüsselwörter

Staufer, Heinrich V., Herzogtum Schwaben, Reichsvikariat, Salier, Reichsstellvertreterschaft, Friedrich II. von Schwaben, Konrad III., Gesta Frederici, Ekkehard von Aura, Fürstenopposition, Machtausbau, Investiturfrage, Königsnähe, Territorialmacht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den machtpolitischen Aufstieg der Stauferfamilie während der Herrschaft von Kaiser Heinrich V. und analysiert, wie sie von treuen Gefolgsleuten zu einer eigenständigen, autonomen Machtgröße im Reich wurden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Herrschaftsstrukturen, der Territorialpolitik, der Rolle als Reichsvikare und dem Spannungsfeld zwischen staufischen Familieninteressen und der kaiserlichen Autorität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das ambivalente Verhältnis der Stauferbrüder Friedrich II. und Konrad zu Heinrich V. zu ergründen und aufzuzeigen, wie sie ihre Position als Stellvertreter nutzten, um ihre eigene Machtbasis zu etablieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkritische Analyse historiographischer Werke wie der "Gesta Frederici" von Otto von Freising sowie der Chronik von Ekkehard von Aura und kombiniert diese mit moderner Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Gesta Frederici, die Reichsstellvertreterschaft von 1116-1118, die politischen Konflikte unter Heinrich V. und die Rolle von Konrad als Herzog von Ostfranken.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Staufer, Heinrich V., Reichsvikariat, Fürstenopposition, Territorialmacht und Konsensherrschaft.

Warum war die Reichsstellvertreterschaft für die Staufer so wichtig?

Sie bot Friedrich II. und seinem Bruder Konrad erstmals die notwendigen Befugnisse und Handlungsspielräume, um ihre eigene Macht im Reich massiv auszuweiten und ihre territoriale Basis nachhaltig zu festigen.

Wie bewertet der Autor die Rolle von Otto von Freising?

Der Autor weist auf die stark subjektive Intention Otto von Freisings hin, die Staufer als loyale Nachfolger der Salier darzustellen, um die Legitimität des späteren Kaisers Friedrich I. Barbarossa zu untermauern.

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Details

Title
Heinrich V. und die Staufer. Analyse des Verhältnisses
College
Ruhr-University of Bochum  (Historisches Institut)
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Katharina Düsterwald (Author)
Publication Year
2017
Pages
21
Catalog Number
V1169876
ISBN (PDF)
9783346580931
ISBN (Book)
9783346580948
Language
German
Tags
Heinrich V. Staufer staufische Dynastie Aufstieg der Staufer Reichstellvertreterschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katharina Düsterwald (Author), 2017, Heinrich V. und die Staufer. Analyse des Verhältnisses, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1169876
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