Sonderwirtschaftszonen als Instrument für wirtschaftliche Entwicklung


Bachelorarbeit, 2007
39 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung
1.1 Stilisierte Fakten

II. Modelle als theoretische Grundlagen für Sonderwirtschaftszonen
2.1 Ein Überblick über verschiedene Theorieansätze
2.2 Die „Neue Wachstumstheorie“
2.2.1 Das AK-Modell
2.2.2 Das Romer-Modell
2.3 Die „New Economic Geography“

III. Empirische Forschungen
3.1 Die Sonderwirtschaftszonen Chinas
3.2. Sonderwirtschaftszonen am Beispiel Großbritanniens

IV. Zusammenfassung

V. Literaturverzeichnis

I. Einleitung

Betrachtet man die Entwicklung des Welthandels, erkennt man, dass immer mehr Länder daran beteiligt sind. Dies lässt sicht auf die Globalisierung zurückführen. Volkswirtschaften der ganzen Welt werden durch Handel und Finanzströme integriert. Durch die zunehmende Spezialisierung bezogen auf Wettbewerb und Arbeitsteilung[1] werden einheimische Märkte insgesamt effizienter und Marktkräfte über nationale Grenzen hinaus ausgeweitet.

Entwicklungsländer haben somit eine Chance sich mit Hilfe von einer nach außen gerichteten Politik erfolgreich am Welthandel zu beteiligen und somit ihr Wirtschaftswachstum zu erhöhen (Kraus, 2002, S. 10). Durch ihre exportorientierte Ausrichtung bieten vor allem Sonderwirtschaftszonen dafür eine gute Möglichkeit. Durch das Schaffen besonderer Bedingungen innerhalb dieser Zonen wird versucht, ausländische Kapitalgeber zur Investition in das eigene Land zu bewegen (Röhl, 2004, S. 4). Ziel ist es, auf diese Weise regionales Wachstum anzustoßen.

In dieser Arbeit soll untersucht werden, in wieweit Sonderwirtschaftszonen als Instrument wirtschaftlicher Entwicklung zu verstehen sind.

1.1 Stilisierte Fakten

Ein Blick in die Daten zur Entwicklung der Zuflüsse an Auslandsdirektinvestitionen

(Inward FDI), lässt erkennen, dass ein zunehmend größerer Teil in Entwicklungsländer investiert wird. Auch wenn 2002 gut 65% der gesamten Auslandsinvestitionen (7,1 Billionen US$) in entwickelte Länder geflossen sind, haben Entwicklungsländer im Vergleich zu 1990 beachtlich aufgeholt. Erhöhte sich die Quote der USA bzw. Deutschland innerhalb von 12 Jahren um das 3,4- bzw. 3,7-fache, waren die Werte einiger Entwicklungsländer fast doppelt so hoch (Mexiko: 7-fache Steigerung im Vergleich zu 1990, Brasilien: 6,4-fache Erhöhung). China stellt mit einer 17,9-fachen Erhöhung der Auslandsdirektinvestitionen den absoluten Höchstwert dar.[2]

Demzufolge kann man feststellen, dass über die besonderen Bedingungen innerhalb der Zonen verstärkt ausländisches Kapital angelockt werden kann.

Weiterhin ist zu erkennen, dass Länder, welche zum Anstoß wirtschaftlicher Entwicklung das wirtschaftspolitische Instrument der Sonderwirtschaftszone angewandt haben, ein höheres Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aufweisen, als Länder ohne solche Zonen. Wuchs das amerikanische Bruttoinlandsprodukt 2005 um 4%, war das indische Wirtschaftswachstum mit 9% mehr als doppelt so hoch.

Dieses geht aus folgender Abbildung zur Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts hervor:

Abb. 1: Jährliches Wachstum des Bruttoinlandsprodukts ausgewählter Staaten (2000-2005)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: Worldbank

Vergleicht man die Entwicklung der jährlichen Veränderung der „Terms of Trade of Goods“ zwischen den G7-Staaten (-0,2%) und den ASEAN-4 Staaten[3] (0,5%) im Jahre 2007, erkennt man ebenfalls, dass das Wachstum der „Terms of Trade of Goods“ der geringer entwickelten Länder über dem der führenden Industriestaaten liegt[4]. Dies deutet daraufhin, dass der Außenhandel in den ASEAN-4 Staaten stärker gewachsen ist.

Definition des Begriffs „Sonderwirtschaftszone“ und Ausprägungsarten

Busch beschreibt Sonderwirtschaftszonen als „räumlich oder sachlich abgegrenzte Bereiche innerhalb einer Volkswirtschaft, in denen für die Produktion von Gütern oder die Herstellung von Leistungen andere Regeln gelten als in den übrigen Landesteilen“ und deren „wirtschaftliche Aktivitäten in einem begrenzten Bereich besonders gefördert werden sollen“ (Busch, 1992, S. 8).

Sonderwirtschaftszonen sollen einen bestimmten Raum begünstigen und können somit als Instrument regionaler Entwicklungspolitik betrachtet werden (Röhl, 2004, S. 6).

Prinzipiell lassen sich dabei zwei verschiedene Grundtypen unterscheiden, die in der Realität aber oftmals miteinander verknüpft auftreten (Röhl, 2004, S.7):

- Mit Hilfe von finanziellen Anreizen wie Steuererleichterungen, Befreiung von Einfuhrbeschränkungen, günstiger Bereitstellung guter Infrastrukturausstattung sowie Immobilien und Krediten soll versucht werden, Unternehmen zur Geschäftsaufnahme in den Sonderwirtschaftszonen zu veranlassen.
- Des Weiteren gibt es die Möglichkeit der Deregulierung wirtschaftlicher Aktivität, indem Ausnahmen vom nationalen Rechtsrahmen eingeräumt werden, um auf diese Weise mehr Freiräume für unternehmerische Entscheidungen zu schaffen und bürokratische Hemmnisse abzubauen. Dies kann beispielsweise in Form von Erleichterungen für Zulassungen und Genehmigungsverfahren erfolgen.

Die Träger einer Sonderwirtschaftszone sind demzufolge darum bemüht, die Attraktivität der betreffenden Zone durch besondere zusätzliche Maßnahmen zu erhöhen.

Die inhaltlich-organisatorische Ausgestaltung von Sonderwirtschaftszonen kann in sehr vielfältiger Art und Weise geschehen. Mehr als 20 verschiedene Umschreibungen existieren, welche in etwa alle den gleichen Sachverhalt wiedergeben (Kraus, 2002, S. 3).

Spricht man von Zollfreigebieten, meint man „räumlich abgegrenzte Enklaven innerhalb eines Landes, in die Importe zoll- und verbrauchssteuerfrei sowie ohne mengenmäßige Beschränkungen eingeführt werden können“ (Busch, 1992, Seite 5).

Zonen freier Exportaktivität sollen der Integration des Landes in die internationale Arbeitsteilung dienen und den Technologietransfer, der Triebfeder wirtschaftlicher Entwicklung, erleichtern. Gleichzeitig soll über Exporte eine positive Handelsbilanz erzielt werden, um die Deviseneinnahmen zu erhöhen (Schatz/Spianger, 1984, S. 4)

Beide Zonen haben das Ziel, außenhandelsorientierte wirtschaftliche Aktivitäten zu fördern.

Im Gegensatz dazu soll in Zonen freier Wirtschaftsaktivität über Fertigung und Absatz sowie Forschung und Entwicklung die Entwicklung innerhalb der Zone vorangetrieben werden. Dies kann beispielsweise durch Lockerung bürokratischer Vorschriften geschehen. Hier geht es darum, vielfältige wirtschaftliche Aktivitäten zu fördern (Schatz/Spinanger, 1984, Seite 4).

Die folgende Abbildung soll einen Überblick über mögliche Ausprägungen der Sonderwirtschaftszonen geben:

Abb. 2: Typologie der Sonderwirtschaftszonen; Quelle: Röhl, 2004, S. 9

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Je nach Art der Ausprägung sind die Aufgaben und Ziele der Sonderwirtschaftszonen sehr vielseitig. Zum einen soll das Devisenaufkommen verbessert sowie lokale Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen werden. Zum anderen ist man bestrebt, dass Ausbildungsniveau zu erhöhen. Auslandsdirektinvestitionen bieten auf diese Weise die Möglichkeit, Technologie sowie Know-how und moderne Management-Methoden in diese Zonen zu transferieren. Außerdem haben sich diese Zonen als brauchbares Instrument zur Transformation zentraler Lenkungssysteme in dezentrale, durch Preismechanismus gesteuerte Wirtschaftsordnungen erwiesen. Sonderwirtschaftszonen bieten sich vor allem auch zum Testen an, da dort im Vergleich zu weiträumigen Volkswirtschaften ein Systemwechsel schneller, intensiver und umfassender vorbereitet und vollzogen werden kann. Somit kann überprüft werden, inwiefern das neue System von der Bevölkerung akzeptiert wird und inwieweit die administrative Infrastruktur funktioniert.

Neben der exportorientierten Ausrichtung können aber auch wirtschaftliche Belange einer Region im Vordergrund stehen. Dies ist der Fall, wenn eine Region von plötzlichen Strukturumbrüchen betroffen ist und Hilfe von außen benötigt wird (Kraus, 2002, S. 3f.).

Versucht man festzulegen, seit wann Sonderwirtschaftszonen existieren, muss man bis ins 18.Jahrhundert zurückgehen. In Form von Freihandelszonen siedelten sich diese entlang der internationalen Handelsrouten an und berücksichtigten Absprachen bezüglich der Wiederausfuhr von Gütern sowie deren Lagerung (Oborne, 1986, S. 76).

Mit dem Ende der Importsubstitutionsindustrialisierung[5] Mitte der 60er Jahre wurde der Aufbau von Exportverarbeitungszonen vorangetrieben. Ziel war es mittels einer exportorientierten Industrialisierungsstrategie finanzielle Mittel für die lokale Industrialisierung zu erwirtschaften. Später wurden kapital- und technologieintensive Sonderzonen-Programme fokussiert, um so gezielt den Technologietransfer zu verstärken und die Industriestruktur zu diversifizieren (Müller-Hofstede, 1983, Seite 29ff.).

Seit den 80er Jahren wird zunehmend die Einrichtung von Forschungsparks in Form von „Research Parks“ und Technologie- und Gründerzentren unter Einbeziehung von Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorangetrieben, um so regionale Innovationspole entstehen zu lassen (Röhl, 2004, S. 13f.).

Mittlerweile sind mehr als 800 Sonderwirtschaftszonen auf über 80 Staaten in der Welt verteilt. Sie existieren sowohl in Industrie- und Entwicklungsländern als auch Ländern, die sich in einer Übergangsphase befinden (Schweinberger, 2003, S. 619).

Die nächste Abbildung gibt einen Überblick über die Verteilung der Sonderwirtschaftszonen:

Abb. 3: Weltweite Gesamtverteilung der Sonderwirtschaftszonen im Jahre 1997;

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Quelle: International Labour Office, 1998, S. 3

II. Modelle als theoretische Grundlagen für Sonderwirtschaftszonen

Zur Erklärung der Effekte in den Sonderwirtschaftszonen bietet sich eine Vielzahl von Modellen an.

Im Kapitel 2.1 möchte ich einige Grundmodelle erläutern, auf die in den nachfolgenden Kapiteln an einigen Stellen noch mal zurückgegriffen werden soll.

Schwerpunktmäßig soll es im Kapitel 2.2 und 2.3 um die „Neue Wachstumstheorie“ sowie die „Neue Ökonomische Geographie“ gehen. Dabei handelt es sich um Theorien, die aus der Kritik an der neoklassischen Wachstumstheorie entstanden sind und sich unter der Annahme von unvollkommenen Märkten und Ungleichgewichten auf Sonderwirtschaftszonen anwenden lassen.

2.1 Ein Überblick über verschiedene Theorieansätze

Aufgrund der Tatsache, dass wirtschaftliches Wachstum in Regionen niemals gleichmäßig verläuft, hat Myrdal eine Theorie zum zirkulären Wachstum entwickelt, die in den Bereich der regionalen Polarisation eingeordnet werden kann. Von der Idee ausgehend, dass in einem System stets ein Ungleichgewicht herrscht, erklärt er, dass Veränderungen diese Tendenz noch verstärken und dieser Prozess kumulativ beschleunigt wird (Myrdal, 1974, S. 27).

Zwischen dem anstoßgebenden Effekt und dem Folgeeffekt besteht eine Interdependenz. Das heißt, dass die Änderung des ersten Faktors zur Veränderung des anderen Faktors führt und wiederum die erste Veränderung verstärkt wird. Ein negativer Effekt innerhalb einer Region würde zu einer Verstärkung der negativen Auswirkungen führen. Positive Effekte in einer Region hätten hingegen positive Auswirkungen z.B. in Form von Industrieansiedlungen, Mehrbeschäftigung, steigender Nachfrage und eines insgesamt wachsenden Marktes (Myrdal, 1974, S. 35ff.).

In diesem Zusammenhang spricht Myrdal von Konter- und Ausbreitungseffekten. Kontereffekte sind negative Veränderungen, die durch die wirtschaftliche Expansion eines Standorts hervorgerufen werden und in Regionen außerhalb des Standorts zur Abwanderung von Arbeit, Kapital, Gütern und Dienstleistungen führen. Positive Effekte in der einen Region führen folglich zu negativen Effekten in der anderen (Myrdal, S.38f.).

Unter Ausbreitungseffekten hingegen versteht er zentrifugale Kräfte, die sich vom Zentrum der wirtschaftlichen Expansion zu anderen Regionen hin ausbreiten und positive Auswirkungen haben. Eine wachsende Nachfrage kommt anderen Gebieten zu Gute, die günstige Bedingungen für die Produktion von Rohmaterialien aufweisen. Auf diese Weise wird ein positiver Anstoß für Nachbarregionen ausgelöst (Myrdal, S.41f.).

An dieser Stelle kann das Prinzip von Sonderwirtschaftszonen aufgegriffen werden. Aufgrund von Maßnahmen zur Förderung des Kapitaltransfers in entwicklungsschwache Regionen, können Ausgleichseffekte verstärkt und Kontereffekte abgeschwächt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit die Nachfrage zu stimulieren, um einen positiven zirkulär-kumulativen Prozess in Gang zu setzen (Maier/Tödtling, 2001, S. 93).

Wenn demnach „alle räumlich verstreuten industriellen Fortschritte eine erhebliche Höhe erreichen, steigt der wirtschaftliche Standard im ganzen Land“ (Myrdal, 1974, S. 42).

Hierbei ist jedoch der jeweilige Entwicklungsstand des Landes zu berücksichtigen. Ein höherer Entwicklungsstand verursacht demnach stärkere Ausbreitungseffekte als ein niedriger, da aufgrund einer besseren Infrastruktur und der dynamischeren Verbreitung von Ideen die zentrifugalen Effekte der Expansion verstärkt werden. Durch starke Ausbreitungseffekte, die zu einem höheren Entwicklungsniveau führen, kann ein Land Kontereffekte neutralisieren, was die weitere wirtschaftliche Entwicklung begünstigt und den kumulativen Prozess beschleunigt (Myrdal, 1974, S. 44).

Man sollte aber auch bedenken, dass das Wachsen des Expansionszentrums auch zu negativen Effekten führen kann. Bedingt durch den zunehmenden Wohlstand können dort die Löhne steigen, so dass andere Regionen im Bezug auf Lohnkosten gegenüber dem eigentlichen Zentrum für neue Industrien attraktiver werden (Myrdal, 1974, S. 45f.).

Um ein zirkuläres Wachstum hingegen auszulösen, wird laut Perroux eine „motorische Einheit“ benötigt. Dieses geschieht über einen starken Sektor, der Wachstum hervorruft und dieses fördert (Röhl, 2004, S. 10). Aus diesem Grund spricht man an dieser Stelle auch von sektoraler Polarisation.

Solche Sektoren haben ein überdurchschnittlich starkes Wachstum und beeinflussen aufgrund ihrer Größe und ihrer dominanten Position über Verflechtungen andere Sektoren. Kommt es beispielsweise zu einer steigenden Nachfrage nach Inputfaktoren oder Vorprodukten, wird ein Wachstumsimpuls auf andere Sektoren übertragen (Maier/Tödtling, 2001, S.87).

Aufbauend auf den vorherigen Erkenntnissen wurde der Polarisationsansatz in Richtung Wachstumspolkonzept weiterentwickelt. Es wird davon ausgegangen, dass bei ausreichend starker Wirtschaftskraft eines Zentrums die Kontereffekte von den Ausbreitungseffekten dominiert werden. An dieser Stelle ist anzumerken, dass die Entwicklungsfunktion des Wachstumspols direkt mit dem Muster eines Systems von städtischen Agglomerationen verbunden ist.[6]

Damit ein Wachstumspol entstehen kann, werden die Agglomerationsvorteile einer Stadt und die Vielfalt der dort geballten Funktionen benötigt. Je weiter verflochten das Siedlungssystem ist, desto leichter ist es, die Wachstumsimpulse an das Umland weiterzugeben. Diese folgen nämlich einer zentralörtlichen Hierarchie, woraus sich ein Zusammenhang zwischen Wachstum und Urbanisierung ergibt.

Außerdem begünstigt die Ballung von Aktivitäten Innovationen, sodass über diesen Entwicklungsvorsprung weitere Aktivitäten angezogen werden können und die Ballung verstärkt wird. Bedingt durch den zirkulär-kumulativen Prozess ergibt sich daraus, dass an Orten wo bereits Innovationen gewirkt haben, neue Innovationen besser aufgenommen werden können (Maier/Tödtling, 2001, S. 95ff.).

Ähnlich wie in den vorher beschriebenen Modellen geht es im Zentrum-Peripherie-Modell darum, welche Beziehungen zwischen dem Zentrum und der Peripherie bestehen.

Als Zentrum bezeichnet man Teilräume, welche den Entwicklungspfad des Systems bestimmen und somit die Entwicklung in den abhängigen Teilräumen, der Peripherie, beeinflussen. Diese lassen sich auf verschiedene räumliche Ebenen ausbreiten, sodass Gebiete, die einerseits Zentrum sind, auf einer anderen Ebene andererseits als Peripherie verstanden werden können.[7]

Vor allem Friedmann hat sich mit diesem Modell auseinander gesetzt. Er sagt, dass Innovationen nur in wenigen städtischen Gebieten entstehen, welche nachfolgend den Entwicklungsprozess bestimmen. Sie werden als „Core regions“ bezeichnet und beeinflussen die Peripherie (Friedmann, 1972, S. 86).

Eine weitere Möglichkeit zur Erklärung regionalen Wachstums bietet die Exportbasistheorie. In diesem Modell wird angenommen, dass eine Region aus einem Basissektor und einem lokalen Sektor besteht. Im Basissektor werden Güter produziert, die von anderen Regionen nachgefragt und dorthin exportiert werden. Demzufolge fließt über regionale Exporte Einkommen in die Region. Die Höhe der Exporte ist immer von der Nachfrage anderer Regionen abhängig und wird somit exogen erklärt. Lokale Sektoren hingegen sind Gebiete, deren produzierte Waren nicht exportiert werden und die vom Basissektor abhängig sind (Lewis, 1972, S. 16f.).

[...]


[1] Siehe Ricardo- Modell und Heckscher-Ohlin-Theorem

[2] UNCTAD, World Investment Report 2003

[3] Malaysia, Philippinen, Indonesien, Thailand

[4] IMF, World Economic Outlook Database, September 2006

[5] Dritte Weltländer bauten eigene Industriesektoren auf, um die ökonomische Abhängigkeit von

Konsumgüterimporten aus den Industrieländern zu reduzieren

[6] Siehe Zentrale-Orte-Theorien von Christaller und Lösch

[7] Ballungsräume in Entwicklungsländern stellen für ihr Land ein Zentrum dar, sind jedoch im Verhältnis zu

industrialisierten Ländern Teil der Peripherie

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Sonderwirtschaftszonen als Instrument für wirtschaftliche Entwicklung
Hochschule
Universität Paderborn  (Lehrstuhl für Makrotheorie und internationale Wachstums-/Konjunkturtheorie)
Note
2,3
Autor
Jahr
2007
Seiten
39
Katalognummer
V117022
ISBN (eBook)
9783640189144
ISBN (Buch)
9783640189212
Dateigröße
622 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sonderwirtschaftszonen, Instrument, Entwicklung, Special economic zones (SEZ), Förderzonen
Arbeit zitieren
Bachelor Martin Koenig (Autor), 2007, Sonderwirtschaftszonen als Instrument für wirtschaftliche Entwicklung , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117022

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