Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques

Ilse Langners Zeitstück "Frau Emma kämpft im Hinterland". Die Emanzipation einer Kriegerfrau im privaten Kampf des Ersten Weltkriegs

Titre: Ilse Langners Zeitstück "Frau Emma kämpft im Hinterland". Die Emanzipation einer Kriegerfrau im privaten Kampf des Ersten Weltkriegs

Dossier / Travail , 2011 , 16 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Fabiane Rieke (Auteur)

Philologie Allemande - Histoire littéraire, Epoques
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die Literatur der Weimarer Republik, welche primär den ersten Weltkrieg thematisierte, setzte sich unter anderen mit der Niederlage Deutschlands auseinander. Nachdem die wilhelminische Propaganda, die Deutschland als "Weltmacht" titulierte, im Herbst 1918 von der Realität eingeholt wurde, spiegelte sich sowohl die nationale als auch die internationale Unsicherheit über die Auswirkungen des 1. Weltkriegs in literarischen Werken wider.

Als Reaktion auf diese Unsicherheit folgte die "Neue Sachlichkeit" in der Literaturgeschichte, welche realistisch auf die Zeit des Krieges zurückblickte und möglichst objektiv zeitgenössische Probleme abbildete. Neben Musils Essay "Das hilflose Europa", das negative außenpolitische Konsequenzen andeutete, betonten einige Autoren allerdings auch eine positive Entwicklung, welche aus dem Krieg hervorging: Die Emanzipation der Frau.

Während die Männer in den Krieg zogen, hatten auch Frauen mit einer schwierigen Situation zu kämpfen. Vor allem weibliche Autorinnen rückten diesen privaten Kampf in ihren Werken in den Vordergrund, um die Stärken und Fähigkeiten der weiblichen Personen, die meist in der Geschichtsschreibung sekundär betrachtet wurden, zu betonen.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Rolle der Frau im ersten Weltkrieg

3 Das Zeitstück

4 Die Geschlechterrollen in Ilse Langners Zeitstück „Frau Emma kämpft im Hinterland“

4.1 Das Männerbild

4.2 Eine Kriegerfrau

5 Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Werk "Frau Emma kämpft im Hinterland" von Ilse Langner unter dem Fokus, wie die Autorin die Emanzipation der Frau als unaufhaltsame Entwicklung in einer von Krieg und Geschlechterstereotypen geprägten Gesellschaft darstellt.

  • Historische Rolle der Frau im Ersten Weltkrieg
  • Merkmale und Gattungskontext des "Zeitstücks"
  • Konstruktion und Wandel des Männerbildes im Drama
  • Die Figur der "Kriegerfrau" als Identifikationsfigur
  • Verhältnis von privatem Kampf und gesellschaftlicher Emanzipation

Auszug aus dem Buch

4.1 Das Männerbild

Die Männerrolle in „Frau Emma kämpft im Hinterland“ entspricht von Anfang an dem Bild eines Kriegers, welcher durch die Beschränkung auf seine kämpferischen Fähigkeiten an Menschlichkeit zu verlieren scheint. Diese Charakterisierung findet sowohl explizit in den Didaskalien als auch implizit in der Rede weiblicher Figuren Ausdruck. Im einleitenden Nebentext wird zunächst eine harmonische Atmosphäre entwickelt, die durch die Beschreibung eines „freundliche[n] Wohnzimmer[s]“, eines „Vertiko[s] mit Familienbildern“ bis hin zum „buntblumige[n] Plüschsofa mit weißgehäkelten Schutzdecken“ hergestellt wird. Diese ausgelassene Situation wird durch das spielende Kind Ursel und Frau Emma, welche den Kaffeetisch vorbereitet, verstärkt. Erst in der letzten Zeile der Didaskalien werden die ersten männlichen „Personen“ Hindenburg und Mackensen beschrieben, welche unlebendig als „gewaltige Öldruckheilige“ an der Wand hängen und die friedliche Atmosphäre kontrastreich stören. Denn die kriegerischen Feldwebel lassen sich nicht in den entwickelten Rahmen eines familienfreundlichen Kaffeetrinkens einfügen, und wirken eher bedrohlich und unpassend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die literarische Situation der Weimarer Republik ein und formuliert die Fragestellung nach der Darstellung der weiblichen Emanzipation in Ilse Langners Werk.

2 Die Rolle der Frau im ersten Weltkrieg: Es wird der historische Kontext analysiert, in dem tradierte Geschlechterbilder durch den Ersten Weltkrieg und die zunehmende Erwerbstätigkeit der Frauen in Frage gestellt wurden.

3 Das Zeitstück: Dieses Kapitel erläutert die gattungstheoretischen Rahmenbedingungen des "Zeitstücks" als realistisches und politisches Instrument der Literatur dieser Zeit.

4 Die Geschlechterrollen in Ilse Langners Zeitstück „Frau Emma kämpft im Hinterland“: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der männlichen und weiblichen Charakterisierungen im Drama, wobei der Fokus auf dem Wandel der Geschlechterverhältnisse liegt.

4.1 Das Männerbild: Untersuchung der negativen Konnotation des Krieger-Bildes und der Figur des Meinhart als Repräsentant des männlichen Unglücks.

4.2 Eine Kriegerfrau: Analyse der weiblichen Entwicklung hin zu Stärke, Selbstbewusstsein und Unabhängigkeit im Kontext des "privaten Kampfes".

5 Schlussfolgerung: Das Fazit fasst zusammen, dass Langner die Emanzipation der Frau als notwendige Folge des Krieges inszeniert und die Akzeptanz dieser Veränderung durch die Männer einfordert.

Schlüsselwörter

Erster Weltkrieg, Ilse Langner, Frau Emma kämpft im Hinterland, Zeitstück, Emanzipation, Geschlechterrollen, Kriegerfrau, Weimarer Republik, Männerbild, privater Kampf, Hinterland, Neue Sachlichkeit, Geschlechtergerechtigkeit, Literaturwissenschaft, Dramaturgie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Theaterstück "Frau Emma kämpft im Hinterland" von Ilse Langner und untersucht, wie darin die Emanzipation der Frau als Folge der gesellschaftlichen Umbrüche des Ersten Weltkriegs dargestellt wird.

Welches sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zu den Schwerpunkten zählen die historische Geschlechterrolle, die Gattung des Zeitstücks in der Weimarer Republik, die Dekonstruktion des traditionellen Männerbildes und der Aufstieg der Frau zur sogenannten "Kriegerfrau".

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu belegen, wie es der Autorin gelingt, die Emanzipation der Frau trotz literaturhistorischer Grenzen als unaufhaltsame und notwendige Entwicklung der Gesellschaft im Werk hervorzuheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse, die sowohl den historischen Kontext (Fakten zum Ersten Weltkrieg) als auch die dramaturgischen Merkmale des Zeitstücks heranzieht, um die Figurenkonstellation zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Rolle der Frau und zum Genre des Zeitstücks sowie in eine tiefgehende Analyse der Geschlechterrollen im Stück selbst, unterteilt in das Männerbild und die Figur der Kriegerfrau.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind "Kriegerfrau", "Emanzipation", "Zeitstück", "Geschlechterrollen", "Weimarer Republik" und "Hinterland".

Welche Bedeutung kommt der Figur Meinhart im Drama zu?

Meinhart fungiert als Personifizierung eines bedrohlichen Männerbildes und als Auslöser für das Unglück der Frauen, wodurch er den Katalysator für deren Emanzipationsprozess darstellt.

Wie unterscheidet sich der "private Kampf" vom militärischen Kampf?

Der private Kampf der Frauen findet im "Hinterland" statt und umfasst Herausforderungen wie Hunger und Krankheit, während er ohne Waffen, aber mit einer neuen, emanzipierten Stärke geführt wird.

Warum wird das Stück als "Chronik" und nicht nur als Drama bezeichnet?

Der Begriff "Chronik" im Titel verweist auf einen Anspruch auf historische Relevanz, den die Autorin mit ihrer Darstellung der geschlechtsspezifischen Umbrüche verbindet, auch wenn dies innerhalb des Genres teilweise als konträr wahrgenommen wird.

Fin de l'extrait de 16 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Ilse Langners Zeitstück "Frau Emma kämpft im Hinterland". Die Emanzipation einer Kriegerfrau im privaten Kampf des Ersten Weltkriegs
Université
University of Münster
Note
1,7
Auteur
Fabiane Rieke (Auteur)
Année de publication
2011
Pages
16
N° de catalogue
V1170501
ISBN (PDF)
9783346587480
ISBN (Livre)
9783346587497
Langue
allemand
mots-clé
ilse langners zeitstück frau emma hinterland emanzipation kriegerfrau kampf weltkriegs
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Fabiane Rieke (Auteur), 2011, Ilse Langners Zeitstück "Frau Emma kämpft im Hinterland". Die Emanzipation einer Kriegerfrau im privaten Kampf des Ersten Weltkriegs, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170501
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  16  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint