Der Begriff „Mode“ wirkt im ersten Augenblick wie ein einfältiger Terminus. In Wahrheit ist er jedoch eine komplexe Auseinandersetzung aus verschiedenen Spannungsfeldern. Er stammt aus dem lateinischen Wort „modus“ und lässt sich zu drei gegenwärtigen Begriffen ordnen. Die „Art und Weise“, die „Regel“ und der „Maßstab“. Mit der „Art und Weise“ wird „die Wirkung auf die Erscheinung der Persönlichkeit, wie sich der Mensch in [...] [seiner] zweiten Haut fühlt und gibt.“ hingewiesen. Demgegenüber deuten die beiden weiteren Begriffe „Regeln“ und „Maßstab“ auf eine Suggestion des Bekleidungsverhaltens des einzelnen Individuums von „außen“ hin. Mode ist somit immer „eng mit einem bestimmten Lebensgefühl verknüpft.“. Wird somit also kategorisch „zum Teil von eigenen Vorstellungen und Assoziationen vorgeschrieben.“
Inhaltsverzeichnis
1.0. Begriffsdefinition - Mode, ein Produkt gesellschaftlicher Entwicklung
1.1. Mode beeinflusst unser Selbstwertgefühl
2.0. Das Lebensgefühl im Barock
2.1. Wie drei Begriffe den Alltag dominieren
3.0. Die Mode im Barock
3.1. Beispiele der Damenmode
3.1.1. Damenkleidung im Frühbarock
3.1.2. Damenkleidung im Hochbarock
3.1.3. Damenkleidung im Rokoko
3.2. Beispiele der Herrenmode
3.2.1. Herrenkleidung im Frühbarock
3.2.2. Herrenkleidung im Hochbarock
3.2.3. Herrenkleidung im Rokoko
4.0. Begriffsdefinition: Punk - Mode als ein Zeichen
4.1. das Lebensgefühl eines Punks
5.0. Was macht einen wahren Punk aus? Klischee oder authentisch?
5.1. Verschiedene Kleidungsstile der Punkmode
6.0. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, inwieweit Mode als Spiegel des gesellschaftlichen Lebensgefühls und der kulturellen Identität fungiert. Anhand einer kritischen Analyse werden die historischen Epochen Barock und Punk gegenübergestellt, um die Funktion von Kleidung als Ausdrucksmittel individueller und gesellschaftlicher Weltanschauungen zu beleuchten.
- Definition von Mode als Produkt gesellschaftlicher Entwicklung.
- Analyse des Lebensgefühls im Barock unter den Aspekten Vergänglichkeit und Memento mori.
- Vergleichende Untersuchung der Damen- und Herrenmode im Barock.
- Erforschung der Punk-Bewegung als Ausdruck von Rebellion und Identitätsbildung.
- Kategorisierung verschiedener Stilrichtungen innerhalb der Punk-Subkultur.
Auszug aus dem Buch
1.0. Begriffsdefinition – Mode, ein Produkt gesellschaftlicher Entwicklung
Der Begriff „Mode“ wirkt im ersten Augenblick wie ein einfältiger Terminus. In Wahrheit ist er jedoch eine komplexe Auseinandersetzung aus verschiedenen Spannungsfeldern. Er stammt aus dem lateinischen Wort „modus“ (vgl. Claudia C. Ebner, 2007) und lässt sich zu drei gegenwärtigen Begriffen ordnen. Die „Art und Weise“, die „Regel“ und der „Maßstab“. (vgl. Ebner, 2007: 17). Mit der „Art und Weise“ wird „die Wirkung auf die Erscheinung der Persönlichkeit, wie sich der Mensch in [...] [seiner] zweiten Haut fühlt und gibt.“ hingewiesen. (Ebner: 17) Demgegenüber deuten die beiden weiteren Begriffe „Regeln“ und „Maßstab“ auf eine Suggestion des Bekleidungsverhaltens des einzelnen Individuums von „außen“ hin. (ebd.) Mode ist somit immer „eng mit einem bestimmten Lebensgefühl verknüpft.“. Wird somit also kategorisch „zum Teil von eigenen Vorstellungen und Assoziationen vorgeschrieben.“ (vgl. Westfälische Nachrichten (Hg.), 2014)
„Der Mode entkommt man nicht. Denn auch wenn Mode aus der Mode kommt, ist das schon wieder Mode.“ (Karl Lagerfeld) In der Mode kommt es immer wieder zu bestimmten unabwendbaren Intervallen der Veränderung, wie vergleichsweise „den Schnitt, die Verarbeitung und das Material.“ (vgl. Carolina Hein, 2009, 2.). Zieht man diese Tatsache in Betracht, ist ein charakteristisches Merkmal der Mode eine „relative Kurzlebigkeit“ (Thomas Schnierer. 1995: 20 f.). Infolgedessen existiert eine zeitliche Begrenzung, „an dem die Mode beginnt, populär und verbreitet zu werden, sowie eine, an dem sie aufhört, als modisch zu gelten, worauf schließlich ein anderes Kleidungsstück „Mode“ wird.“ (Carolina Hein, 2009, 2.). Daraus ergibt sich der Fakt, dass immer wieder modische Neuheiten auftreten und nach einer bestimmten Zeitdauer wieder in Vergessenheit geraten. (vgl. Schnierer 1995: 21). Insbesondere gilt für die Mode, dass der Zeitraum in welchem ein bestimmter Modestil von Bedeutung ist „sozial kommunikativ“ von der Gesellschaft konkret festgelegt wird. (vgl. Loschek, 2007: 160). Im selben Maße spricht sich die Gesellschaft also offen untereinander ab, ob die geläufigen Elemente der Garderobe als „Mode“ bezeichnet werden können. (vgl. Loschek, 2007: 163). So gilt ein bestimmtes Kleidungsstück nur dann als „Mode“, wenn es von vielen Mitgliedern der Gemeinschaft getragen wird. (vgl. Schnierer 1995: S. 20f.)
Zusammenfassung der Kapitel
1.0. Begriffsdefinition - Mode, ein Produkt gesellschaftlicher Entwicklung: Dieses Kapitel erläutert den etymologischen Ursprung von Mode und definiert sie als komplexes, sozial kommunikatives Phänomen, das Identität stiftet.
2.0. Das Lebensgefühl im Barock: Hier wird das durch Vergänglichkeit und das Memento-mori-Prinzip geprägte Lebensgefühl der Barockzeit analysiert.
3.0. Die Mode im Barock: Das Kapitel detailliert die modischen Entwicklungen im Barock, unterteilt in Damen- und Herrenmode, und zeigt deren Wandel von Frühbarock bis Rokoko.
4.0. Begriffsdefinition: Punk - Mode als ein Zeichen: Hier wird Punk nicht nur als Musikrichtung, sondern als umfassende jugendkulturelle Lebenseinstellung und Rebellion definiert.
5.0. Was macht einen wahren Punk aus? Klischee oder authentisch?: Dieses Kapitel hinterfragt die Klischees rund um den Punk und beleuchtet die Vielfalt der verschiedenen modischen Ausdrucksformen innerhalb dieser Subkultur.
6.0. Fazit: Das Fazit stellt die Verbindung zwischen den gegensätzlichen Epochen Barock und Punk her und betont die Bedeutung von Kleidung als Ausdruck individueller Freiheit.
Schlüsselwörter
Mode, Barock, Punk, Lebensgefühl, Identität, Gesellschaft, Kleiderordnung, Vergänglichkeit, Memento mori, Subkultur, Rebellion, Authentizität, Stil, Modewandel, Individuum
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht, wie Mode als Spiegel für das jeweilige gesellschaftliche Lebensgefühl und die Kultur dient, indem sie die Stile der Barockzeit und der Punk-Bewegung kritisch analysiert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Themen sind der soziokulturelle Einfluss auf die Mode, der historische Wandel des Schönheitsideals im Barock sowie die Ausdruckskraft von Mode als Rebellion und Identitätsmarker im Punk.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Mode über die reine Bekleidungsfunktion hinaus ein bedeutungsvolles Kommunikationsmittel ist, welches die Werte und Vorstellungen einer Epoche widerspiegelt.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit nutzt eine theoretische Literaturanalyse, um Begriffe zu definieren und die historische sowie soziologische Bedeutung der Modestile anhand von Beispielen gegenüberzustellen.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auseinandersetzung mit den barocken Modeepochen (Frühbarock, Hochbarock, Rokoko) und eine Analyse des Punk-Lebensgefühls sowie seiner verschiedenen Stilrichtungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Mode, Identität, Barock, Punk, Gesellschaft, Rebellion, Lebensgefühl und Authentizität charakterisiert.
Inwiefern beeinflusst das „Memento mori“ die Mode im Barock?
Das Bewusstsein der Vergänglichkeit prägte ein Leben in Ehrfurcht, was sich in einer aufwendigen, standesbewussten und repräsentativen Kleidung niederschlug, die den Wohlstand verdeutlichen sollte.
Was unterscheidet den Standard-Punk von anderen Punk-Stilen wie dem Glam-Punk?
Während der Standard-Punk oft durch typische Klischees wie zerrissene Kleidung und Nieten definiert wird, zeichnet sich der Glam-Punk durch glitzernde Elemente und grelle Farben aus, was die Vielfalt der Ausdrucksformen verdeutlicht.
Warum wird im Fazit das Zitat von Karl Lagerfeld angeführt?
Das Zitat dient als Metapher dafür, dass Mode ein weites Feld an Möglichkeiten bietet, durch welches Individuen ihre eigene „Melodie“ bzw. ihre persönliche Identität zum Ausdruck bringen können.
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- Anonym (Author), 2022, Mode als Spiegel des Lebensgefühls und der Kultur. Eine kritische Analyse am Beispiel des Barock und Punk, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170509