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Mobbing an Grundschulen

Titel: Mobbing an Grundschulen

Examensarbeit , 2021 , 142 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Marina Großnick (Autor:in)

Pädagogik - Schulpädagogik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Im ersten Teil der Arbeit erfolgt eine Erarbeitung der theoretischen Grundlagen zum Thema Mobbing. Im weiteren Verlauf werden die Entstehungsbedingungen von Mobbing näher untersucht, um herauszufinden, welche Gegebenheiten das Auftreten begünstigen können. Dafür werden personenbezogene Aspekte, der familiäre Einfluss, der Kontext der Schule und des Horts analysiert, da das Zusammenwirken mehrerer Faktoren für die Ausbildung von Mobbing bedeutsam ist.

Anschließend erfolgt die Betrachtung möglicher Folgen, um die Relevanz der Thematik und die Bedeutung der frühzeitigen Prävention und Intervention zu erfassen. Diesbezüglich werden im Anschluss mögliche Maßnahmen erläutert, um Mobbing vorzubeugen beziehungsweise zu bekämpfen. In Kapitel drei folgt eine genauere Analyse der Bedeutung der sozialen Kompetenzen für das Mobbingaufkommen. Im zweiten Teil der Arbeit erfolgt die Darstellung der eigenen empirischen Untersuchung. Zum Schluss erfolgt eine Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse, um anschließend ein entsprechendes Fazit ziehen und die der Arbeit zugrundeliegenden Forschungsfragen beantworten zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Theoretische Grundlagen zum Thema Mobbing in der Grundschule

2.1 Zum Begriff Mobbing

2.2 Die Erscheinungsformen im Kontext von Schule

2.3 Abgrenzung Mobbing gegenüber anderen Verhaltensformen

2.4 Entstehungsbedingungen

2.4.1 Personenbezogene Aspekte

2.4.2 Einfluss der Familie

2.4.3 Faktoren des schulischen Umfeldes

2.4.4 Gegebenheiten im Hort

2.5 Folgen von Mobbing

2.6 Möglichkeiten der Prävention und Intervention

3 Mobbingverhalten als Ausdruck unzureichender sozialer Kompetenzen

3.1 Das Konstrukt der sozialen Kompetenz

3.2 Die Bedeutung von Peer-Beziehungen

3.3 Die Förderung sozialer Kompetenzen als Aufgabe der Schule

3.4 Soziale Kompetenzen von mobbinginvolvierten Kindern

4 Erhebungsmethoden

5 Empirische Untersuchung

5.1 Darstellung und Begründung der Forschungsmethode

5.2 Vorbereitung und Durchführung der Interviews

5.2.1 Interviewleitfaden

5.2.2 Bedingungshintergrund der Interviews

5.2.3 Stichprobenbeschreibung

5.3 Aufbereitung und Auswertung der Interviews

5.3.1 Transkriptionsregeln

5.3.2 qualitative Inhaltsanalyse

5.3.3 Das Kategoriensystem des Lehrerin- und Erzieherininterviews mit anschließender Analyse

5.3.4 Das Kategoriensystem des SchülerInneninterviews mit anschließender Analyse

5.4 Zusammenfassung und Interpretation der Interviewergebnisse

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, das Auftreten von Mobbing in der frühen Grundschulphase zu untersuchen und dabei sowohl den schulischen als auch den Hortkontext zu berücksichtigen, um Präventionsanforderungen abzuleiten.

  • Prävalenz und Erscheinungsformen von Mobbing an sächsischen Grundschulen.
  • Einfluss des Hortkontexts auf das Mobbingverhalten von Kindern.
  • Rolle sozialer Kompetenzen bei der Entstehung und Aufrechterhaltung von Mobbingprozessen.
  • Sichtweisen von Lehrkräften, ErzieherInnen und SchülerInnen auf Konflikte und Präventionsmaßnahmen.

Auszug aus dem Buch

2.3 Abgrenzung Mobbing gegenüber anderen Verhaltensformen

Im Alltag ist es nicht immer leicht, Mobbingsituationen zu erkennen, da diese Ähnlichkeiten mit anderen Verhaltensformen aufweisen können. So gibt es Parallelen zum aggressiven Verhalten, indem dieses wie Bullying ebenfalls die Absicht impliziert, der betroffenen Person Schaden zuzufügen oder es zumindest zu versuchen. Allerdings geht Mobbing immer mit einem Machtungleichgewicht und einem wiederholten Handeln einher. So kann es zwar in Verbindung mit einem aggressiven Verhalten auftreten, steht aber nicht in einem unweigerlichen Zusammenhang damit. Folglich werden Handlungen, die andere absichtsvoll schädigen, aber die genannten weiteren Merkmale von Bullying nicht aufweisen, als aggressive Auseinandersetzungen gewertet.

Ähnlich wie aggressives Verhalten wird auch der Begriff Gewalt mit Mobbing oft synonym verwendet. Deren Definition ist dabei vom jeweiligen Kulturkreis abhängig. Die WHO (2003) beschreibt Gewalt als intendierten Gebrauch körperlichen Zwangs oder Macht, die entweder angedroht oder tatsächlich gegenüber sich selbst, einer oder mehrerer Personen umgesetzt wird. Die Definition impliziert ein bestehendes Machtungleichverhältnis zwischen TäterIn und Opfer und umfasst neben tatsächlich umgesetzten, körperlichen Angriffe auch Drohungen. Im Gegensatz zum Mobbing unterscheiden sich gewalttätige Akte aber dadurch, dass sie keiner Wiederholung bedingen und zwischen Personen auftreten können, die in keinem sozialen Verhältnis zueinander stehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die hohe Prävalenz von Mobbing und begründet die Fokussierung der Arbeit auf den Primarbereich sowie die Anwendung qualitativer Interviews zur Untersuchung.

2 Theoretische Grundlagen zum Thema Mobbing in der Grundschule: Dieses Kapitel definiert Mobbing, grenzt es von anderen Verhaltensweisen ab, analysiert Entstehungsbedingungen (personenbezogen, familiär, schulisch, Hort) und erläutert Präventions- sowie Interventionsmöglichkeiten.

3 Mobbingverhalten als Ausdruck unzureichender sozialer Kompetenzen: Hier wird der Zusammenhang zwischen der Entwicklung sozialer Kompetenzen, Peer-Beziehungen und dem Auftreten von Mobbing untersucht, inklusive spezifischer Rollen bei mobbinginvolvierten Kindern.

4 Erhebungsmethoden: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über verschiedene wissenschaftliche Verfahren zur Erfassung von Mobbingprozessen, wie Selbstberichte, Interviews und Beobachtungen.

5 Empirische Untersuchung: Kapitel 5 dokumentiert das methodische Vorgehen, die Durchführung der Interviews, die Entwicklung des Kategoriensystems und die detaillierte Auswertung der Ergebnisse.

6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, reflektiert die methodischen Limitationen und leitet Handlungsempfehlungen für die pädagogische Praxis ab.

Schlüsselwörter

Mobbing, Bullying, Grundschule, Hort, soziale Kompetenz, Peer-Beziehungen, Prävention, Intervention, Viktimisierung, Täter-Opfer-Probleme, qualitative Inhaltsanalyse, Grundschulkinder, Konfliktlösung, Schulklima, Erziehung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen Mobbing an Grundschulen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Anfang der Grundschulzeit und dem Vergleich zwischen Schul- und Hortkontext liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die Definition und Abgrenzung von Mobbing, die Entstehungsbedingungen im sozialen Umfeld, die Rolle sozialer Kompetenzen und die Möglichkeiten pädagogischer Prävention.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit Mobbing bereits in der frühen Grundschulphase auftritt und welche Anforderungen sich daraus für eine effektive Prävention ergeben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine empirische Untersuchung mit qualitativer Methodik, bei der problemzentrierte Einzelinterviews mit Lehrkräften, ErzieherInnen und Kindern einer zweiten Klasse durchgeführt und mittels qualitativer Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil zur Klärung der Begriffe und Entstehungsbedingungen sowie einen empirischen Teil, der die konkrete Befragung und die Auswertung der Interviewergebnisse darstellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mobbing, Bullying, soziale Kompetenz, Prävention, Viktimisierung und der Hortkontext als spezifischer Lebensbereich der Kinder.

Wie unterscheidet sich Mobbing von einfachem Streit?

Mobbing erfordert zwingend eine Wiederholung der Handlungen über einen längeren Zeitraum sowie ein Machtungleichgewicht, bei dem sich das Opfer nicht erfolgreich wehren kann.

Welche Rolle spielt der Hort bei der Mobbingprävention?

Die Untersuchung zeigt, dass der Hort ein wichtiges soziales Setting darstellt, das aufgrund seiner heterogenen oder homogenen Gruppenzusammensetzung das Mobbinggeschehen beeinflussen kann, bisher aber oft nicht gezielt in Präventionskonzepte einbezogen wird.

Ende der Leseprobe aus 142 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Mobbing an Grundschulen
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Pädagogik und Didaktik im Elementar- und Primarbereich)
Note
1,0
Autor
Marina Großnick (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
142
Katalognummer
V1170573
ISBN (eBook)
9783346604699
ISBN (Buch)
9783346604705
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Mobbing
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marina Großnick (Autor:in), 2021, Mobbing an Grundschulen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1170573
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Leseprobe aus  142  Seiten
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