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Der Fall Wirecard. Grenzen der Abschlussprüfung und Verantwortlichkeiten bzw. Überwachungsfunktionen bei einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft

Titel: Der Fall Wirecard. Grenzen der Abschlussprüfung und Verantwortlichkeiten bzw. Überwachungsfunktionen bei einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft

Bachelorarbeit , 2021 , 57 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Alexander Prekop (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Wie ist Wirecard in Bezug auf den Bilanzbetrug vorgegangen? Welche Personen stehen im Mittelpunkt? Welche Überwachungsorgane hatten welche Pflichten? Haben diese Organe ihre Pflichten verletzt oder während ihrer Aufgaben Fehler begangen bzw. nachsichtig gehandelt? Gibt es Reformen bzw. Verbesserungen, die möglicherweise einen zweiten Fall wie Wirecard verhindern könnten? Sind in diesem Fall Grenzen oder Hindernisse in der Abschlussprüfung und Aufsicht entstanden?

Ziel der Arbeit ist es, durch die Beantwortung der Fragen, dem Leser ein fundiertes Wissen über die Historie, die mittelbar und unmittelbar Beteiligten, deren Pflichten und Aufgaben zu vermitteln und um selbst beurteilen zu können, ob und in welchen Bereichen der Überwachung und Prüfung möglicherweise Fehler oder Versäumnisse begangen wurden, verbunden mit dem Ziel, mögliche Maßnahmen aufzuzeigen, die die Effektivität von Prüfungen erhöhen könnten.

Der Fall Wirecard ist zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Arbeit noch allgegenwärtig und zeigt die enorme Relevanz nicht nur in der deutschen Wirtschaft, sondern auch die enorme Aufmerksamkeit, die dieser Skandal ebenso international erzeugt hat. Ein Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestages befasst sich aktuell im Detail mit dem Skandal und versucht alle Informationen aufzuarbeiten, die möglicherweise Aufschluss bringen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Trotz der zahlreich eingeführten Maßnahmen, wie der Deutsche Corporate Kodex, der Sarbanes-Oxley Act oder das zweistufige Enforcement-System, die aufgrund vergangener Skandale eingeführt wurden, haben diese nicht den Bilanzskandal von Wirecard verhindert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Relevanz, Ziel und Aufbau der Arbeit

2. Grundlagen

2.1 Fraud in der Abschlussprüfung

2.2 Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

2.3 Deutsche Prüfstelle für Rechnungswesen (DPR)

2.4 Abschlussprüferaufsichtsstelle (APAS)

3. Wirecard AG

3.1 Entstehung und Geschichte

3.2 Geschäftsmodell / Kerngeschäft

3.3 Die wichtigsten Wirecard Funktionäre

4. Bilanzskandal der Wirecard AG

4.1 Die wichtigsten Vorfälle

4.1.1 Manipulationsvorwürfe und die SdK

4.1.2 Übernahme eines Unternehmensgeflechts in Indien

4.1.3 Project Tiger Summary & Anwaltskanzlei Rajah & Tann

4.1.4 Drittpartnergeschäft

4.1.5 KPMG Sonderbericht

4.2 Darstellung der Verantwortlichkeiten / Überwachungsfunktionen

4.2.1 Beteiligte Organe und deren Pflichten

4.2.2 Pflichtverletzungen / Fehler der beteiligten Organe und (mögliche) Konsequenzen bzw. Reformen

4.3 Grenzen der Prüfung

4.3.1 Komplexes Geschäftsmodell und Unternehmensgeflecht

4.3.2 Mangelhafte Organisation / Buchführung

4.1.3 Vorsatz / Kriminelle Energie

4.1.4 Lobbyismus

4.1.5 Covid-19 Pandemie

4.4 Konfliktpotential

5. Schlussfolgerung und Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert den Bilanzskandal der Wirecard AG mit dem Ziel, die Grenzen der Abschlussprüfung sowie die Verantwortlichkeiten der beteiligten Überwachungsorgane aufzuzeigen. Dabei wird untersucht, inwiefern Pflichtverletzungen vorlagen und welche Lehren für zukünftige Reformen in der Prüfung und Aufsicht gezogen werden können, um das Vertrauen in das Finanzsystem zu stärken.

  • Historische Entwicklung und Geschäftsmodell der Wirecard AG
  • Analyse der zentralen Vorfälle des Bilanzskandals (Drittpartnergeschäft, Indien-Deal)
  • Darstellung der Rollen und Pflichten von Aufsichts- und Prüfungsorganen (BaFin, DPR, APAS)
  • Untersuchung von Interessenkonflikten zwischen Aufsicht, Wirtschaftsprüfung und Unternehmen
  • Ableitung von Reformvorschlägen zur Steigerung der Effektivität von Abschlussprüfungen

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Project Tiger Summary & Anwaltskanzlei Rajah & Tann

Aufgrund eines erneuten negativen Artikels der Financial Times vom 30.01.2019 brach der Kaufpreis der Wirecard-Aktie erneut zeitweise um fast 25 Prozent ein. Es war die Rede von intransparenter Buchführung und gefälschter und zurückdatierter Verträge in Asien. Edo Kurniawan, ein leitender Wirecard-Manager aus Singapur, der für das Rechnungswesen im asiatisch-pazifischen Raum zuständig war, soll diese Verträge veranlasst bzw. erstellt haben, um verdächtige Transaktionen zu verschleiern. In einer Präsentation mit dem Namen ‚Projekt Tiger Summary‘ vom 07.05.2018 sollen diese Vorgänge beschrieben worden sein und enthält Verstöße wie Fälschung von Konten und Geldwäsche. Diese Präsentation zeigte beispielsweise Verträge über 13 Millionen Euro zwischen Tochtergesellschaften von Wirecard und Flexi Flex, ein Hydraulik- und Rohrleitungsunternehmen mit Büros in Singapur und Malaysia.

Laut der Präsentation war Flexi Flex ein Handelspartner für Software im Wert von 3 Millionen Euro für eine indonesische Wirecard-Firma namens Aprisma. Ein leitender Mitarbeiter von Flexi Flex hatte aber auf Nachfrage der FT noch nicht von Wirecard gehört und erklärte, dass seine Firma keine Software verkauft und keinen Zahlungsdienstleister nutzt. Darüber hinaus enthielt die Präsentation auch ‚round-tripping‘ Transaktionen, bei denen Geld von Wirecard-Unternehmen aus Hong Kong und Singapur über externe Unternehmen zu den indischen Firmen Hermes und GI Technology geleitet wurden. Unter ‚round-tripping‘ versteht man den Verkauf von unrelevanten Vermögenswerten an eine andere Firma, mit der Absicht diesen Vermögenswert nach einiger Zeit wieder ungefähr zum gleichen Preis zurückzukaufen. Das ‚round-tripping‘ wird als tendenziell illegale Buchungstechnik betitelt, da Umsätze dadurch unnatürlich aufgebläht werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Relevanz, Ziel und Aufbau der Arbeit: Einführung in die Thematik der Bilanzskandale und Definition der Forschungsfragen sowie des methodischen Aufbaus der Bachelorarbeit.

2. Grundlagen: Erläuterung grundlegender Begrifflichkeiten wie Fraud und Vorstellung der beteiligten Aufsichtsbehörden wie BaFin, DPR und APAS.

3. Wirecard AG: Überblick über die Entstehungsgeschichte, das Geschäftsmodell sowie die Vorstellung der wichtigsten Akteure im Unternehmen.

4. Bilanzskandal der Wirecard AG: Detaillierte Analyse der zentralen Vorfälle, der Versäumnisse der Aufsichtsorgane sowie der spezifischen Hindernisse bei der Abschlussprüfung.

5. Schlussfolgerung und Fazit: Zusammenfassung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Verbesserung der Effektivität von Prüfprozessen.

Schlüsselwörter

Wirecard, Bilanzskandal, Abschlussprüfung, Finanzaufsicht, BaFin, DPR, APAS, Wirtschaftskriminalität, Fraud, Drittpartnergeschäft, Corporate Governance, Bilanzmanipulation, Round-tripping, Treuhandkonten, Prüfungshindernisse.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Bilanzskandal der Wirecard AG und untersucht die Grenzen der Abschlussprüfung sowie die Überwachungsfunktionen bei börsennotierten Unternehmen in Deutschland.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Aufarbeitung der Skandalereignisse, der Rolle der Finanzaufsichtsbehörden und der Wirtschaftsprüfer sowie der Analyse von Interessenkonflikten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für das Versagen der Überwachungsinstitutionen zu entwickeln und konkrete Reformvorschläge zu identifizieren, die zukünftig eine effektivere Abschlussprüfung ermöglichen könnten.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit angewendet?

Es handelt sich um eine qualitative Analyse auf Basis von Literaturstudien, Medienberichten, offiziellem Sonderprüfungsberichten (KPMG) sowie einer kritischen Auswertung von Pflichten und Rollen der beteiligten Organe.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden die konkreten Vorfälle (z.B. Indien-Übernahmen, Drittpartnergeschäft), die Pflichten der Organe sowie die Grenzen und Hindernisse bei der Abschlussprüfung (z.B. komplexes Geflecht, Corona-Pandemie, Lobbyismus) analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Untersuchung wird maßgeblich durch Begriffe wie Wirecard, Bilanzskandal, Abschlussprüfung, Finanzaufsicht (BaFin, DPR, APAS) und Interessenkonflikte geprägt.

Welche Rolle spielten die sogenannten "Drittpartner" bei Wirecard?

Die Drittpartner wurden genutzt, um in Regionen ohne eigene Lizenz tätig zu sein, fungierten jedoch laut KPMG oft als Verschleierungsinstrument, da ihre Geschäftstätigkeit kaum nachweisbar war und sie maßgeblich zu den bilanziellen Unregelmäßigkeiten beitrugen.

Warum war der Aufsichtsrat nach Ansicht des Verfassers unzureichend aufgestellt?

Der Aufsichtsrat bestand über lange Zeit aus zu wenigen Mitgliedern, besaß erst sehr spät einen Prüfungsausschuss und wies teilweise personelle Doppelfunktionen auf, was eine effektive Kontrolle des Vorstands erschwerte.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Fall Wirecard. Grenzen der Abschlussprüfung und Verantwortlichkeiten bzw. Überwachungsfunktionen bei einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft
Hochschule
Hochschule München
Note
1,7
Autor
Alexander Prekop (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2021
Seiten
57
Katalognummer
V1171134
ISBN (PDF)
9783346588937
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wirecard Fraud Bilanzskandal
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Prekop (Autor:in), 2021, Der Fall Wirecard. Grenzen der Abschlussprüfung und Verantwortlichkeiten bzw. Überwachungsfunktionen bei einer deutschen börsennotierten Aktiengesellschaft, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171134
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Leseprobe aus  57  Seiten
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