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Narrateur et Narrataire - Erzähler-Leser-Konfiguration in Prousts "Du côté de chez Swann"

Titel: Narrateur et Narrataire - Erzähler-Leser-Konfiguration in Prousts "Du côté de chez Swann"

Seminararbeit , 2008 , 16 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Katrin Daum (Autor:in)

Französische Philologie - Literatur
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Erzähler (narrateur) und fiktiver Leser (narrataire) in Marcel Prousts Du côté de chez Swann erkannt und näher bestimmt werden können und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Als Ausgangspunkt der Analyse gelten für den Erzähler Gérard Genettes grundlegende Studie Die Erzählung und was den fiktiven Leser betrifft das Werk von Pascal Alain Ifri: Proust et son narrataire dans ‚A la Recherche du temps perdu’.
Die größte Schwierigkeit dieser Arbeit bestand darin, dass es sich beim Primärtext, der die Grundlage dafür darstellt, nur um den ersten Band der Recherche handelt, die Sekundärliteratur sich aber mit dem gesamten Werk auseinandersetzt. Deshalb ist es nicht in allen Fällen möglich, Textbelege zu geben, die bei Genette und Ifri als Basis für bestimmte Überlegungen gelten und die hier dem Leser nicht vorenthalten werden sollen.
Zunächst wird der Erzähler näher bestimmt. Dabei wird auf die Fokalisierung, verschiedene Redeformen und narrative Ebenen, sowie abschließend auf die Ordnung eingegangen. Anschließend wird der Begriff des fiktiven Lesers definiert, sein Vorkommen in der Recherche bewiesen und es wird versucht ihn so gut wie möglich zu charakterisieren. Am Ende der Arbeit soll das Verhältnis zwischen narrateur und narrataire kurz charakterisiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Erzähler – „le narrateur“

2.1 Allgemeines

2.2 Fokalisierung

2.3 Redeformen

2.4 Narrative Ebenen

2.5 Ordnung: Analepse, Prolepse und antizipierter Rückgriff

2.6 Zusammenfassung

3 Der Adressat – „le narrataire“

3.1 Kommunikation in der Literatur – Definition des narrataire

3.2 Vorkommen des narrataire in der Recherche

3.3 Portrait des narrataire in der Recherche

4 Verhältnis narrateur – narrataire

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die erzählerische Struktur in Marcel Prousts Werk Du côté de chez Swann, insbesondere die Konfiguration von Erzähler (narrateur) und fiktivem Leser (narrataire). Ziel ist es, die Merkmale beider Instanzen auf Basis narratologischer Theorien zu bestimmen und ihr wechselseitiges Kommunikationsverhältnis innerhalb des Romans zu analysieren.

  • Analyse der erzählerischen Parameter: Fokalisierung, Redeformen und narrative Ebenen.
  • Untersuchung der zeitlichen Ordnung mittels Analepsen und Prolepsen.
  • Definition und Nachweis der Instanz des fiktiven Lesers (narrataire) im Text.
  • Charakterisierung des narrataire hinsichtlich sozialer, kultureller und bildungsspezifischer Merkmale.
  • Erörterung der komplementären Lehrer-Schüler-Beziehung zwischen Erzähler und Leser.

Auszug aus dem Buch

Portrait des narrataire in der Recherche

Ifri untersucht zunächst die Person des narrataire. Dabei gelangt er zu dem Schluss, dass dieser männlich ist. Das wichtigste Argument hierfür liefert eine direkte Anrede des Erzählers an den narrataire: « Monsieur le lecteur » in Sodome et Gomorrhe.

Aber auch das Personalpronomen « nous » « n’unit pas seulement le narrateur et le narrataire sur cette base [la base de leur appartenance commune au genre humain], mais encore il les confond souvent en tant que représentants du sexe masculin. » Wenn der Erzähler den Weißdorn mit einer « blanche, jeune fille, distraite et vive » (111) vergleicht, so erwartet er von seinem narrataire Verständnis dafür – Verständnis, das nur ein Mann einem solchen Vergleich entgegenbringen kann.

Da sich der reale Leser mit dem narrataire identifiziert, geht Ifri sogar so weit zu behaupten, dass sich ein männlicher Leser der Recherche leichter täte als eine Frau, in dem Maß in dem un bon nombre des généralisations ou des vérités pseudo-universelles qui sont tellement typiques du roman de Proust, s’appliquent en fait uniquement aux hommes, où certains passages contiennent des références spécifiques à l’univers masculin et où il en est même qui sont carrément insultants pour les femmes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie Erzähler und fiktiver Leser in Prousts Werk bestimmt werden können, und benennt die theoretischen Grundlagen.

2 Der Erzähler – „le narrateur“: Dieses Kapitel analysiert die erzählerische Instanz anhand von Fokalisierung, Redeformen, narrativen Ebenen sowie der zeitlichen Ordnung.

3 Der Adressat – „le narrataire“: Hier wird der Begriff des fiktiven Lesers theoretisch definiert, sein Vorkommen im Text nachgewiesen und ein soziales sowie intellektuelles Profil erstellt.

4 Verhältnis narrateur – narrataire: Dieser Abschnitt beleuchtet das wechselseitige Abhängigkeitsverhältnis zwischen Erzähler und Leser als eine Art Lehrer-Schüler-Konstellation.

5 Schluss: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Bedeutung der Narratologie für die Untersuchung des fiktiven Lesers.

Schlüsselwörter

Narratologie, Marcel Proust, Du côté de chez Swann, Erzähler, narrateur, narrataire, fiktiver Leser, Gérard Genette, Pascal Alain Ifri, Fokalisierung, narrative Ebenen, Literaturtheorie, Kommunikation in der Literatur, Intertextualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Rollenverteilung und Kommunikation zwischen dem Erzähler (narrateur) und dem fiktiven Leser (narrataire) im ersten Band von Marcel Prousts À la recherche du temps perdu.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die narratologische Analyse des Erzählstils, die Charakterisierung der Leserfigur sowie die Untersuchung des wechselseitigen Verhältnisses dieser beiden Instanzen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, mittels narratologischer Modelle (insbesondere von Gérard Genette und Pascal Alain Ifri) zu bestimmen, wie der fiktive Leser in Prousts Text konstruiert ist und welche Erwartungen der Erzähler an ihn stellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse angewandt, die auf der Erzähltheorie von Gérard Genette sowie den spezifischen Untersuchungen von Pascal Alain Ifri zum fiktiven Leser basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Bestimmung der Erzählerinstanz und eine umfassende Profilbildung des fiktiven Lesers, ergänzt durch die Analyse ihrer Kommunikation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Narratologie, Fokalisierung, narrateur, narrataire, Proust und die literaturtheoretische Definition des fiktiven Adressaten.

Wie definiert die Arbeit den narrataire?

Der narrataire wird als eine im Text implizite Instanz begriffen, die über ein gewisses kulturelles und intellektuelles Vorwissen verfügen muss, um die Komplexität von Prousts Werk erfassen zu können.

Welches Verhältnis besteht zwischen Erzähler und Leser?

Es wird als eine wechselseitige Lehrer-Schüler-Beziehung beschrieben, in der der Erzähler den Leser dazu anleitet, die Recherche korrekt zu lesen und Lebens- sowie Schreiberfahrungen nachzuvollziehen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Narrateur et Narrataire - Erzähler-Leser-Konfiguration in Prousts "Du côté de chez Swann"
Hochschule
Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg  (Romanistik)
Veranstaltung
Proseminar: Marcel Proust: Du côté de chez Swann
Note
2,0
Autor
Katrin Daum (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
16
Katalognummer
V117116
ISBN (eBook)
9783640195220
ISBN (Buch)
9783640195343
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Narrateur Narrataire Erzähler-Leser-Konfiguration Prousts Swann Proseminar Marcel Proust Swann
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katrin Daum (Autor:in), 2008, Narrateur et Narrataire - Erzähler-Leser-Konfiguration in Prousts "Du côté de chez Swann", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117116
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  16  Seiten
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