Die Korrespondenzanalyse ist ein Struktur entdeckendes Verfahren, das dazu dient, komplexe Sachverhalte bei qualitativen Merkmalen zu vereinfachen und zu veranschaulichen. Im Ge-gensatz zur Mokkenskalierung und Faktorenanalyse werden somit keine ordinalen bzw. met-rischen Daten vorausgesetzt, bereits nominales Skalenniveau ist für die Anwendung der Pro-zedur ausreichend.
„Ziel der Korrespondenzanalyse ist die Visualisierung der Datenstruktur einer Kontingenzta-belle derart, dass die Beziehungen zwischen den Spalten und Zeilen sichtbar werden und di-mensional interpretiert werden können. Zu diesem Zweck werden die sog. Profile (= bedingte relative Häufigkeiten) der Zeilen und Spalten als Punkte in einem mehrdimensionalen Raum dargestellt. Dabei wird versucht, die Zahl der Dimensionen nach Möglichkeit auf eine oder zwei zu reduzieren, die relative Lage der Profilpunkte zueinander aber so gut wie möglich zu erhalten. Die Distanzen zwischen den Profilpunkten drücken ihre Ähnlichkeit oder Unähn-lichkeit aus. Je nach Art der Darstellung (asymmetrisch o. symmetrisch) ist es dann möglich, die Zeilen oder Spaltenkategorien nach Ähnlichkeiten/Unterschieden zu analysieren bzw. Zusammenhänge zwischen den Zeilen und Spalten der Tabelle zu erfassen“ .
Die folgenden Analysen beziehen sich auf den Datensatz der Europäischen Wertestudie von 1999 in Deutschland. Dieser Datensatz wurde in Gruppen nach Alter und regionaler Herkunft – West- oder Ostdeutschland – eingeteilt. Weiterhin wurden 25 Wertestatements ausgewählt. Mittels der Korrespondenzanalyse soll nun untersucht werden, ob sich die Teilgruppen hin-sichtlich ihrer Werteinstellungen unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 ZU DEN DATEN
3 DURCHFÜHRUNG DER KORRESPONDENZANALYSE
3.1 ZEILENPROFILE
3.2 SPALTENPROFILE
3.3 AUSWERTUNG
3.4 ÜBERSICHT ÜBER ZEILENPUNKTE
3.5 ÜBERSICHT ÜBER SPALTENPUNKTE
4 INTERPRETATION DER SYMMETRISCHEN DARSTELLUNGEN
4.1 ZEILENPUNKTE FÜR AUSGEWÄHLTE WERTE
4.2 SPALTENPUNKTE FÜR ALTER UND REGION
4.2 ZEILEN- UND SPALTENPUNKTE
5 ÜBERBLICK ÜBER DIE ERGEBNISSE
6 ANHANG
6.1 SYNTAX
6.2 TABELLEN UND GRAFIKEN
Zielsetzung & Themen der Publikation
Die vorliegende Arbeit nutzt die Methode der Korrespondenzanalyse, um auf Basis des Datensatzes der Europäischen Wertestudie von 1999 zu untersuchen, ob und wie sich verschiedene Altersgruppen und regionale Herkünfte in Deutschland hinsichtlich ihrer Wertvorstellungen voneinander unterscheiden.
- Grundlagen und Anwendung der Korrespondenzanalyse
- Strukturelle Analyse von Wertestatements
- Einfluss von Alter und regionaler Herkunft auf Einstellungen
- Visualisierung von Datenstrukturen durch symmetrische Darstellungen
- Identifikation von Wertegruppen wie "Traditionelle Kollektivisten" oder "Postmoderne Individualisten"
Auszug aus dem Buch
1 Einleitung
Die Korrespondenzanalyse ist ein Struktur entdeckendes Verfahren, das dazu dient, komplexe Sachverhalte bei qualitativen Merkmalen zu vereinfachen und zu veranschaulichen. Im Gegensatz zur Mokkenskalierung und Faktorenanalyse werden somit keine ordinalen bzw. metrischen Daten vorausgesetzt, bereits nominales Skalenniveau ist für die Anwendung der Prozedur ausreichend.
„Ziel der Korrespondenzanalyse ist die Visualisierung der Datenstruktur einer Kontingenztabelle derart, dass die Beziehungen zwischen den Spalten und Zeilen sichtbar werden und dimensional interpretiert werden können. Zu diesem Zweck werden die sog. Profile (= bedingte relative Häufigkeiten) der Zeilen und Spalten als Punkte in einem mehrdimensionalen Raum dargestellt. Dabei wird versucht, die Zahl der Dimensionen nach Möglichkeit auf eine oder zwei zu reduzieren, die relative Lage der Profilpunkte zueinander aber so gut wie möglich zu erhalten. Die Distanzen zwischen den Profilpunkten drücken ihre Ähnlichkeit oder Unähnlichkeit aus. Je nach Art der Darstellung (asymmetrisch o. symmetrisch) ist es dann möglich, die Zeilen oder Spaltenkategorien nach Ähnlichkeiten/Unterschieden zu analysieren bzw. Zusammenhänge zwischen den Zeilen und Spalten der Tabelle zu erfassen“.
Die folgenden Analysen beziehen sich auf den Datensatz der Europäischen Wertestudie von 1999 in Deutschland. Dieser Datensatz wurde in Gruppen nach Alter und regionaler Herkunft – West- oder Ostdeutschland – eingeteilt. Weiterhin wurden 25 Wertestatements ausgewählt. Mittels der Korrespondenzanalyse soll nun untersucht werden, ob sich die Teilgruppen hinsichtlich ihrer Werteinstellungen unterscheiden.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Methode der Korrespondenzanalyse und Erläuterung des Untersuchungsgegenstands anhand der Europäischen Wertestudie.
2 ZU DEN DATEN: Beschreibung der Datengrundlage, der variablen Gewichtung und der Vorbereitung der Kreuztabelle für die Analyse.
3 DURCHFÜHRUNG DER KORRESPONDENZANALYSE: Detaillierte Darstellung der Zeilen- und Spaltenprofile, der statistischen Auswertung und der jeweiligen Punktübersichten.
4 INTERPRETATION DER SYMMETRISCHEN DARSTELLUNGEN: Analyse und Interpretation der aus den Daten generierten Plots, differenziert nach Zeilen, Spalten und deren Zusammenführung.
5 ÜBERBLICK ÜBER DIE ERGEBNISSE: Zusammenfassende Einteilung der Befragten in vier spezifische Gruppen basierend auf ihren Wertvorstellungen.
6 ANHANG: Dokumentation der verwendeten SPSS-Syntax sowie ergänzende Kreuztabellen und Profiltabellen.
Schlüsselwörter
Korrespondenzanalyse, Europäische Wertestudie, Datenanalyse, SPSS, Zeilenprofil, Spaltenprofil, Trägheit, Wertewandel, Sozialforschung, Multivariate Verfahren, Kontingenztabelle, Westdeutschland, Ostdeutschland, Altersgruppen, Individualisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung der Korrespondenzanalyse, um komplexe Werteinstellungen in Deutschland basierend auf regionaler Herkunft und Alter zu untersuchen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die Identifikation von Wertegruppen und deren Abgrenzung durch modernisierte oder traditionelle Einstellungen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Visualisierung und Interpretation von Zusammenhängen zwischen soziodemografischen Merkmalen und spezifischen Wertvorstellungen der Befragten.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird die Korrespondenzanalyse angewandt, um nominale Daten in einem mehrdimensionalen Raum darzustellen und zu interpretieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst die Erstellung von Profilen, die statistische Modellgüte sowie die Interpretation der grafischen Darstellungen der Zeilen- und Spaltenpunkte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Korrespondenzanalyse, Europäische Wertestudie, Wertewandel sowie soziologische Gruppeneinteilungen.
Wie unterscheidet sich die Gruppe der "Traditionellen Kollektivisten" von den "Postmodernen Individualisten"?
Die "Traditionellen Kollektivisten" (Gruppe 1) zeigen ein Festhalten an traditionellen Werten wie der Familie und staatlicher Verantwortung, während "Postmoderne Individualisten" (Gruppe 4) moderne, individualisierte Wertvorstellungen vertreten.
Welche Rolle spielt die Region bei den Ergebnissen?
Die Region ist ein wesentlicher Faktor; die Analyse zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Wertvorstellungen in Ost- und Westdeutschland auf, wobei die Dimension 1 maßgeblich die Region widerspiegelt.
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- Florian Wohlkinger (Author), 2007, Korrespondenzanalyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117118