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Analyse von Catulls Schmähgedicht Carmen 39. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Spott- und Schmähgedichten

Titel: Analyse von Catulls Schmähgedicht Carmen 39. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Spott- und Schmähgedichten

Hausarbeit , 2014 , 17 Seiten , Note: 1,6

Autor:in: Annika Sponar (Autor:in)

Latinistik - Mittel- und Neulatein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Schon in der Antike gab es Spottdichtung. Einer ihrer Vertreter war der Neoteriker Catull, welcher Gedichte über die verschiedensten Themen schrieb. In einem seiner carmina, dem carmen 39, geht es um den Keltiberer Egnatius. Dieses Gedicht wird das Thema dieser Hausarbeit sein. Anhand von ihm soll sich am Ende herausstellen, wie ähnlich oder unähnlich sich Schmäh- und Spottgedichte sind und was sie für die Adressaten womöglich bedeuteten.

Zunächst wird eine Idee davon gegeben, wer Egnatius überhaupt war. Da dies schwieriger zu klären ist, wird zunächst auf verschiedene Forschungsliteratur eingegangen, um eine Ahnung davon zu bekommen, mit wem man es hier zu tun hat. Infolgedessen wird ein möglicher Anlass für das carmen 39 als Schmähgedicht herausgearbeitet. Daraufhin wird das Gedicht metrisch analysiert, woraufhin die Übersetzung und anschließend eine Gliederung auf Basis des Inhaltes und der Form folgt. Anschließend wird auf die Stilistik eingegangen.

Bei der Interpretation wird relativ wenig weiterführende Literatur hinzugezogen, da der größte Teil der eigenen Interpretation entspricht. Gegen Ende wird die Frage erörtert, ob man Spott- und Schmähgedichte letztendlich unterscheiden kann, was demzufolge die Unterschiede und Gemeinsamkeiten sind, ob eine solche Unterscheidung überhaupt sinnvoll ist und was das mögliche Ziel solcher Dichtung ist.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wer war Egnatius?

3. Metrik: Hinkiambus

4. Übersetzung

5. Gliederung

6. Interpretation

7. Schmäh- und Spottgedicht: Charakteristika und Unterscheidung

7.1 Kurzer Vergleich mit carmen 84

8. Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das 39. Gedicht von Catull mit dem Ziel, die Abgrenzung sowie die Gemeinsamkeiten zwischen Schmäh- und Spottdichtung zu klären. Dabei wird das provokante Verhalten des Egnatius als Ausgangspunkt genutzt, um mittels stilistischer und metrischer Analysen die satirische Funktion und das Ziel solcher antiken Dichtungen zu hinterfragen.

  • Analyse des Gedichts carmen 39 von Catull
  • Untersuchung metrischer und stilistischer Besonderheiten
  • Definition und Differenzierung der Begriffe "Schmach" und "Spott"
  • Vergleichende Betrachtung mit carmen 84
  • Erörterung der satirischen Absicht hinter antiker Spottdichtung

Auszug aus dem Buch

3. Metrik: Hinkiambus

Geht man noch einmal auf das Metrum ein, kann man sagen, dass der Hinkiambus für diese Art von Gedicht sehr passend ist, denn er wurde vom griechischen Dichter Hipponax für seine Spottgedichte erfunden. Da er sehr disharmonisch ist, wirkt er komisch und macht stutzig. Sein lateinischer Name lautet nach dem Name seines Erfinders „Hipponacteus“. „Hink“ entspricht insofern diesem Metrum, weil man beim Lesen wirklich etwas „hinkt“. Geeignet ist er bei diesem Gedicht, da man zu Beginn noch nicht weiß, was man von Egnatius halten soll. Aufgrund des Hinkiambus wird schnell klar, dass es sich hier um ein Schmäh- oder Spottgedicht handeln muss.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema Spott und Schmach ein und benennt die Forschungsfrage, ob eine scharfe Trennung zwischen diesen beiden Dichtungsarten sinnvoll ist.

2. Wer war Egnatius?: Dieses Kapitel beleuchtet verschiedene Forschungsthesen zur historischen Identität des im Gedicht erwähnten Egnatius und setzt diese in den Kontext von Catulls Anfeindungen.

3. Metrik: Hinkiambus: Hier wird die metrische Form des Gedichts untersucht und erläutert, warum der disharmonische Hinkiambus besonders gut für satirische Zwecke geeignet ist.

4. Übersetzung: Dieser Abschnitt bietet die deutsche Übersetzung des lateinischen carmen 39, um den Inhalt für die weitere Analyse zugänglich zu machen.

5. Gliederung: Das Gedicht wird in drei inhaltliche Abschnitte unterteilt, wobei die Versgruppen hinsichtlich ihres formalen und inhaltlichen Aufbaus strukturiert werden.

6. Interpretation: Das Kernkapitel analysiert Stilmittel wie Onomatopoesie, Anaphern und das Trauer-Wortfeld, um die satirische Wirkung und die Pointe des Gedichts herauszuarbeiten.

7. Schmäh- und Spottgedicht: Charakteristika und Unterscheidung: Dieser Teil definiert die Begriffe Schmach und Spott theoretisch und stellt sie den Inhalten von carmen 39 gegenüber.

7.1 Kurzer Vergleich mit carmen 84: Anhand eines Vergleichs mit dem Arrius-Gedicht werden Gemeinsamkeiten in der satirischen Strategie und Zielsetzung aufgezeigt.

8. Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Bedeutung von Catull als Dichter sowie die bleibende Wirkung seiner Werke.

Schlüsselwörter

Catull, carmen 39, Spottgedicht, Schmähgedicht, Egnatius, Hinkiambus, Satire, Metrik, Stilistik, Schmach, antike Dichtung, Neoteriker, Onomatopoesie, Interpretation, Literaturwissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit Catulls 39. Gedicht, das einen Mann namens Egnatius porträtiert und für dessen lächerliches Verhalten und seine Angewohnheiten kritisiert.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Im Mittelpunkt stehen die Begriffe Spott und Schmach, deren theoretische Abgrenzung sowie die Analyse von satirischen Stilmitteln in der antiken Dichtung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob zwischen Schmäh- und Spottgedichten eine sinnvolle fachliche Unterscheidung getroffen werden kann und welches Ziel diese Art der Dichtung verfolgt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine textnahe Interpretation, ergänzt durch eine Analyse der Metrik (Hinkiambus) sowie einen literaturwissenschaftlichen Vergleich mit carmen 84.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert das Gedicht strukturell, interpretiert die lautmalerischen und rhetorischen Effekte und arbeitet die Pointe über die hygienischen Gewohnheiten des Egnatius heraus.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Catull, Satire, Hinkiambus, Schmähdichtung, Spott, Egnatius und die stilistische Analyse von rhetorischen Figuren.

Warum spielt der "Hinkiambus" eine wichtige Rolle für das Gedicht?

Das Metrum wirkt bewusst disharmonisch und "hinkend", was den Spottcharakter des Textes unterstützt und den Leser sofort auf die satirische Intention des Autors aufmerksam macht.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen Schmach und Spott?

Basierend auf Definitionen von Eberhards wird Spott eher als Witz oder Lachen verstanden, während Schmach eine ernsthaftere Ehrverletzung und öffentliche Erniedrigung darstellt.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Analyse von Catulls Schmähgedicht Carmen 39. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Spott- und Schmähgedichten
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen  (Philologisches Seminar)
Veranstaltung
Proseminar
Note
1,6
Autor
Annika Sponar (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
17
Katalognummer
V1171458
ISBN (PDF)
9783346602206
ISBN (Buch)
9783346602213
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse catulls schmähgedicht carmen gemeinsamkeiten unterschiede spott- schmähgedichten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annika Sponar (Autor:in), 2014, Analyse von Catulls Schmähgedicht Carmen 39. Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Spott- und Schmähgedichten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171458
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Leseprobe aus  17  Seiten
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