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Selbstverletzendes Verhalten von Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe

Title: Selbstverletzendes Verhalten von Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe

Pre-University Paper , 2021 , 34 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Vanessa Nobis (Author)

Social Work - Child and Youth Welfare
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In dieser Arbeit möchte ich herausfinden, unter welchen teils schwierigen Voraussetzungen Jugendliche in der stationären Jugendhilfe versuchen, ihre Entwicklungsaufgaben zu meistern, welche Ursachen dazu führen, dass sie scheitern können und sich dysfunktionale Verhaltensweisen, zu denen auch die Selbstverletzung zählt, aneignen. In meiner Darstellung erkläre ich, was man unter selbstverletzendem Verhalten versteht, welche Ursachen zu diesem führen, welche Formen es annehmen kann und welche Funktionen es erfüllen soll. Zum Schluss gehe ich darauf ein, welche Interventionsmöglichkeiten einer pädagogischen Fachkraft in der stationären Jugendhilfe zur Verfügung stehen, um diesem entgegenzuwirken. Zunächst möchte ich die stationäre Jugendhilfe erläutern, um auch den gesetzlichen Hintergrund vorzustellen. Aus Gründen der Lesbarkeit wurde bei Personenbezeichnungen das generische Maskulinum gewählt, es sind jedoch stets alle Geschlechter angesprochen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Stationäre Jugendhilfe

3 Besondere Problemlage für Jugendliche in der stationären Jugendhilfe

4 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter

5 Selbstverletzendes Verhalten (SSV) und Nichtsuizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV)

5.1 Formen von NSSV oder SSV

5.2 Ursachen von NSSV oder SSV

5.2.1 Psychologischer Aspekt

5.2.2 Biologische Faktoren

5.2.3 Soziale Faktoren

5.3 Funktionen von NSSV oder SSV

5.3.1 Selbstregulation

5.3.2 Bewältigung von belastenden Lebensereignissen

5.3.3 Soziale Funktion

6 Interventionsmöglichkeiten in der stationären Jugendhilfe

6.1 Erste Ebene, der Zu-Betreuende Jugendliche

6.2 Zweite Ebene, die Wohngruppe

6.3 Dritte Ebene, das Team, bestehend aus pädagogischen Fachkräften

7 Zusammenfassung

10 Anlagen

10.1 Abbildung 1

10.2 Abbildung 2

10.3 Abbildung 3

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Facharbeit untersucht das Phänomen des selbstverletzenden Verhaltens bei Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe. Das Hauptziel besteht darin, die Ursachen und Funktionen dieser dysfunktionalen Verhaltensweisen zu analysieren und daraus pädagogische Handlungsoptionen für Fachkräfte abzuleiten, um den Betroffenen unterstützend zur Seite zu stehen.

  • Grundlagen der stationären Jugendhilfe und ihrer gesetzlichen Rahmenbedingungen.
  • Analyse der spezifischen Entwicklungsaufgaben im Jugendalter und deren Belastungsfaktoren.
  • Erläuterung von Formen, Ursachen und Funktionen selbstverletzenden Verhaltens (NSSV/SSV).
  • Darstellung konkreter Interventionsmöglichkeiten auf Ebene des Jugendlichen, der Wohngruppe und des pädagogischen Teams.

Auszug aus dem Buch

5.3.1 Selbstregulation

Man könnte meinen, dass eine Art non-verbale Kommunikation durch SSV mit den Mitmenschen stattfindet, da sie negativen Emotionen wie psychische Schmerzempfindung nicht verbal äußern können. Die Gefühlsregulation ist eine der mit wichtigsten emotionalen Kompetenzen, um Gefühle kontrolliert, nach dem geltenden Werte- und Normverständnis, adäquat auszudrücken. Es wird davon ausgegangen, dass Betroffene nur eine geringe Fähigkeit der Gefühlsregulation besitzen und sie durch das autoaggressive Verhalten dieses Defizit versuchen auszugleichen.

Wahrgenommene negative Emotionen, wie Stress oder dysfunktionale Gedanken werden durch das selbstschädigende Verhalten wie eine Art Ventil nach außen weitergeleitet und die Kontrolle über eigenes Handeln wird wiedererlangt. In dem Sinne wird ein seelischer Schmerz in einen körperlichen gewandelt, um eine innere Spannung abzubauen. Durch die entstandenen Narben auf der Haut möchten manche Betroffene zeigen, welche Belastungen sie schon überwunden haben und schöpfen selber daraus Kraft, weiter zu kämpfen. Diese dysfunktionale Bewältigungsstrategie zur Erleichterung und Entspannung wird in manchen Studien mit bis zu 94 Prozent, als wirksamste Vorgehensweise beschrieben. Sie wird in vereinzelten Fällen auch dafür benutzt, um aggressive Gefühlslagen nicht „ausbrechen“ zu lassen und dadurch niemanden körperlich zu schädigen, außer sich selbst.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Autorin legt ihre persönliche Motivation dar, das Thema des selbstverletzenden Verhaltens bei Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe zu bearbeiten.

2 Stationäre Jugendhilfe: Es werden die gesetzlichen Grundlagen und die verschiedenen Formen der stationären Hilfen zur Erziehung erläutert.

3 Besondere Problemlage für Jugendliche in der stationären Jugendhilfe: Dieses Kapitel thematisiert die Belastungen durch Transitionsphasen, Risikofaktoren und die Notwendigkeit von Resilienz in stationären Einrichtungen.

4 Entwicklungsaufgaben im Jugendalter: Der Fokus liegt auf den biopsychosozialen Herausforderungen der Adoleszenz, wie Identitätsfindung, Bindung und Autonomieentwicklung.

5 Selbstverletzendes Verhalten (SSV) und Nichtsuizidales Selbstverletzendes Verhalten (NSSV): Dieser Hauptteil analysiert differenziert die Erscheinungsformen, psychologischen, biologischen und sozialen Ursachen sowie die individuellen Funktionen von selbstschädigendem Verhalten.

6 Interventionsmöglichkeiten in der stationären Jugendhilfe: Die Autorin beschreibt ein dreistufiges Interventionsmodell, das den Jugendlichen, die Wohngruppe und das pädagogische Team umfasst.

7 Zusammenfassung: Abschließend werden die zentralen Erkenntnisse gebündelt und die Relevanz der pädagogischen Grundhaltung sowie fachlicher Zusammenarbeit betont.

Schlüsselwörter

Stationäre Jugendhilfe, Adoleszenz, Selbstverletzendes Verhalten, NSSV, SSV, Selbstregulation, Trauma, Bindungsstörung, Pädagogische Intervention, Resilienz, Entwicklungsaufgaben, Autoaggression, Emotionsregulierung, Wohngruppe, Psychohygiene.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit den Ursachen, Funktionen und den pädagogischen Interventionsmöglichkeiten bei selbstverletzendem Verhalten von Jugendlichen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit verknüpft entwicklungspsychologische Grundlagen mit den spezifischen Herausforderungen des Heimalltags und analysiert das Phänomen der Selbstverletzung als dysfunktionale Bewältigungsstrategie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, ein tieferes Verständnis für die Beweggründe hinter autoaggressivem Verhalten zu entwickeln, um daraus professionelle Handlungsansätze für Erzieher abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse aktueller Fachpublikationen und einer systemischen Perspektive, ergänzt durch Erfahrungen aus der pädagogischen Praxis.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung von Adoleszenz und Entwicklungsaufgaben sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit der Symptomatik, den Ursachen und den Funktionen von NSSV und SSV.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind stationäre Jugendhilfe, Selbstregulation, Resilienz, Bindungstheorie und die pädagogische Interventionskompetenz.

Welche Rolle spielt die Wohngruppe als Umfeld für die Jugendlichen?

Die Wohngruppe wird sowohl als potenzieller Risikofaktor als auch als stabilisierender Schutzraum beschrieben, in dem durch feste Regeln und Transparenz Orientierung gegeben wird.

Wie soll eine Fachkraft idealerweise bei einem Vorfall reagieren?

Die Empfehlung lautet: ruhig und neutral handeln, keine übermäßige Aufmerksamkeit schenken, die Wunde fachgerecht versorgen und den Fokus langfristig auf die Stärkung der Ressourcen des Jugendlichen legen.

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Details

Title
Selbstverletzendes Verhalten von Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe
Grade
1,0
Author
Vanessa Nobis (Author)
Publication Year
2021
Pages
34
Catalog Number
V1171468
ISBN (PDF)
9783346596758
Language
German
Tags
Selbstverletzendes Verhalten Stationäre Jugendhilfe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Vanessa Nobis (Author), 2021, Selbstverletzendes Verhalten von Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171468
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