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Magische Frauen in der römischen Literatur

Title: Magische Frauen in der römischen Literatur

Examination Thesis , 2017 , 77 Pages , Grade: 3,0

Autor:in: Annika Sponar (Author)

Latin philology - Medivial and Modern Latin
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Summary Excerpt Details

Es geht in der Arbeit nicht um die vollständige Aufzählung aller je erwähnten magischen Frauen in der römischen Literatur, sondern um die Beantwortung folgender Fragen: Was kann eine magische Frau bewirken und welche Mittel verwendet sie? Mit welchem Aussehen und welchen Eigenschaften wird sie dargestellt? Wie verhält sie sich und welchen Moralvorstellungen liegt dies zugrunde? Anhand der ausgewählten Frauen werden diese Fragen mit dem Hinzuziehen der jeweiligen Werke, aus denen im Voraus aussagekräftige Stellen gesammelt wurden, Schritt für Schritt beantwortet und ergeben am Ende ein Gesamtbild. Dieses leitet auf die übergreifende Frage über, inwiefern und warum sich die literarische Darstellung dieser Frauen und das Frauenbild im augusteischen Rom gegenseitig beeinflussen.

Die Texte, mit denen sich diese Arbeit beschäftigt, sind die "Medea" des Euripides, die "Metamorphosen" des Ovid, die "Medea" des Seneca, die "Epoden" und "Satiren" des Horaz, die "Aeneis" des Vergil und die "Elegien" des Properz. Euripides wird als Vorbild für Medea als entscheidend wichtig empfunden, weil durch ihn die an der römischen Medea veränderten Eigenschaften und Charakteristika deutlich werden, die später auf andere magische Persönlichkeiten übertragen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorüberlegungen zum Thema Magie und magische Frau

3 Magische Frauen

3.1 Medea – Die gnadenlose Rächerin

3.1.1 Das griechische Vorbild: Medea bei Euripides

3.1.2 Medea bei Ovid

3.1.3 Medea bei Seneca

3.1.4 Fazit über Medea

3.2 Hekate und Kirke – Die Urhexen

3.2.1 Hekate

3.2.2 Kirke

3.3 Canidia und Sagana – Die hässlichen Scheusale

3.4 Dido – Die Frevlerin

3.5 Acanthis – Die verdorbene Kupplerin

4 Magie und Frauen im augusteischen Rom

5 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung magischer Frauen in der römischen Literatur des augusteischen Zeitalters, um zu klären, wie literarische Frauenbilder und das zeitgenössische gesellschaftliche Frauenbild einander beeinflussen. Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern die literarische Darstellung dieser Frauen eine Reaktion auf die zeitgenössische Emanzipation der Frau darstellt und welche Funktion sie innerhalb dieses gesellschaftlichen Kontextes erfüllt.

  • Analyse zentraler magischer Frauenfiguren (Medea, Hekate, Kirke, Canidia, Sagana, Dido, Acanthis).
  • Untersuchung der Verbindung von Magie, Wahnsinn und moralischer Verdorbenheit.
  • Verhältnis der literarischen Darstellung zum Frauenbild im augusteischen Rom.
  • Untersuchung der Rolle der Magie als Instrument gesellschaftlicher Kritik und politischer Beeinflussung.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das griechische Vorbild: Medea bei Euripides

Das älteste erhaltene Medea-Drama findet sich bei Euripides, welcher die Figur der Medea nicht erschaffen, sie aber für eine bestimmte Tat für alle Zeit berühmt gemacht hat: Das Töten der eigenen Kinder. Bevor zur Darstellung der Medea bei dem griechischen Dichter übergegangen wird, folgt eine als gut empfundene Zusammenfassung des Dramas von Rinne, um den Inhalt präsenter zu gestalten:

„Medea war eine kolchische Prinzessin, berühmt wegen ihrer Klugheit, ihrer Heilkunst und ihrer Zauberkräfte. Sie verliebte sich in Jason, den Anführer der Argonauten, der nach Kolchis gekommen war, um das Goldene Vlies zu erobern. Medea stellte sich gegen ihren Vater, um Jason zu helfen, und rettete den griechischen Helden aus Todesgefahr. Sie floh mit ihm auf seinem Schiff aus Kolchis und begleitete ihn nach Griechenland. Als Jason Medea nach langjähriger Ehe verließ, weil er die Tochter des Königs Kreon von Korinth heiraten wollte, und es sogar duldete, dass Kreon über Medea und ihre Kinder die Verbannung verhängte, richtete sie aus Zorn und Rache ein furchtbares Blutbad an. Sie tötete Jasons Geliebte, den König Kreon und – um Jason zu strafen – auch die beiden Kinder, die sie aus der Ehe mit ihm hatte.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das komplexe Thema der Magie in der römischen Literatur ein und definiert den Fokus auf das augusteische Zeitalter sowie die Auswahl der untersuchten Texte.

2 Vorüberlegungen zum Thema Magie und magische Frau: Dieses Kapitel beleuchtet den Ursprung und das Verständnis von Magie in der Antike sowie die historische Assoziation von Frauen mit magischen Praktiken.

3 Magische Frauen: Das Hauptkapitel analysiert detailliert die verschiedenen Typen magischer Frauen anhand ausgewählter literarischer Vorbilder wie Medea, Hekate, Kirke, Canidia, Sagana, Dido und Acanthis.

4 Magie und Frauen im augusteischen Rom: Hier wird der theoretische Bezug zwischen den literarischen Darstellungen und dem realen gesellschaftlichen Frauenbild sowie den Ehegesetzen unter Augustus hergestellt.

5 Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Ergebnisse zusammen und reflektiert die Rolle der Frau in der antiken Literatur sowie die Bedeutung der literarischen Hexenfiguren für das zeitgenössische Gesellschaftsbild.

Schlüsselwörter

Magie, Römische Literatur, Augusteisches Rom, Medea, Hexe, Frauenbild, Emanzipation, Zauberei, Antike, Schadenszauber, Geschlechterrollen, Mythologie, Literaturwissenschaft, Ehe, Macht

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Darstellung magischer Frauen in der römischen Literatur der augusteischen Zeit und analysiert deren Funktion als Spiegel gesellschaftlicher Rollenbilder.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Magie als literarisches Motiv, die gesellschaftliche Stellung der Frau, die Wahrnehmung von Emanzipation in Rom und die moralische Bewertung von Frauen, die in der Literatur als Zauberinnen gezeichnet werden.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwiefern die literarische Darstellung magischer Frauen das Frauenbild im augusteischen Rom widerspiegelt und ob diese Darstellungen als Versuch der Dichter gewertet werden können, gegen die Emanzipation der Frau zu polemisieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Textanalyse ausgewählter Primärquellen (unter anderem Euripides, Ovid, Seneca, Vergil, Horaz, Properz) in Verbindung mit der Auswertung einschlägiger Sekundärliteratur zur antiken Magie und dem römischen Frauenbild.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung einzelner magischer Frauenfiguren wie Medea, Hekate, Kirke, Canidia, Sagana, Dido und Acanthis und analysiert deren Fähigkeiten, ihr Aussehen und ihr Verhalten im Kontext der jeweiligen literarischen Werke.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Magie, Frauenbild, augusteisches Rom, Emanzipation, Hexenfiguren, Literaturgeschichte und Geschlechterrollen charakterisiert.

Warum wird Medea als „Haupthexe“ betrachtet?

Medea gilt als das zentrale Vorbild, da sie verschiedene Aspekte wie Klugheit, Zauberkraft und zerstörerische Rache in sich vereint und ihre Charakteristika in der römischen Literatur als Referenzpunkt für nachfolgende magische Figuren dienen.

Welche Rolle spielt die Ironie bei Horaz?

Horaz nutzt Ironie in seinen Satiren, um die Bedrohlichkeit von Magie zu relativieren und deren Praktiken lächerlich zu machen, was als Strategie interpretiert wird, um Zeitgenossen vor der Angst vor Magie und der unnötigen Geldverschwendung für solche Dienste zu warnen.

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Details

Title
Magische Frauen in der römischen Literatur
College
University of Tubingen  (Philologisches Seminar)
Grade
3,0
Author
Annika Sponar (Author)
Publication Year
2017
Pages
77
Catalog Number
V1171469
ISBN (eBook)
9783346599698
ISBN (Book)
9783346599704
Language
German
Tags
magische frauen literatur
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Annika Sponar (Author), 2017, Magische Frauen in der römischen Literatur, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171469
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