Ziel dieser Arbeit ist, einen Einblick in Purpose, Vision und Mission, deren Zusammenhänge zur Unternehmensstrategie und daraus resultierenden Wertbeiträgen beitragen, zu gewinnen. Zu Beginn wird das normative Management als Basis der Unternehmensstrategie betrachtet. Dann widmet sich die Arbeit der Definition der einschlägigen Begriffe Purpose, Vision und Mission und ordnet diese in das strategische Management ein. Danach erfolgt die Darstellung der Wertbeiträge von Purpose Driven Strategies. Hierzu werden verschiedene strategische Ansätze beleuchtet und mit Praxisbeispielen ergänzt. Die kritische Betrachtung der Diskussion beschließt die Arbeit.
Geprägt durch den gesellschaftlichen Wandel und dem damit einhergehenden Druck, gehen Unternehmen vermehrt der Frage nach einem tieferen Sinn, dem Corporate Purpose, ihres Daseins nach. Ob kollektiv oder individuell, der Sinn zeichnet das "Warum" unserer Tätigkeiten und unseres Bestrebens aus. Insbesondere stellt er den Beitrag zum Planeten und zu der Gesellschaft dar. Das Bestehen von Sinn und Zweck ist eine Entwicklung, die in den letzten Dekaden zugenommen hat. Laut ersten Studien profitieren purpose-getriebene Organisationen von der Sinnhaftigkeit ihres Handelns im Vergleich zum Wettbewerb. Sie sind innovativer, produktiver und gewinnen bessere Mitarbeiter. Aufgrund dieser Entwicklung und damit verbundener Vorteile, erscheint es Unternehmen vermehrt sinnvoll, den Purpose als zentralen Aspekt in ihrer Unternehmensstrategie zu verankern.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Normatives Management als Basis der Unternehmensstrategie
3 Purpose, Vision und Mission im strategischen Management
4 Wertbeiträge einer Purpose Driven Strategy
5 Kritische Betrachtung der Diskussion
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Integration von Purpose, Vision und Mission in die Unternehmensstrategie, um zu ergründen, wie diese normativen Konzepte einen wertvollen Beitrag zum langfristigen Unternehmenserfolg leisten können.
- Normatives Management als strategisches Fundament
- Definition und Differenzierung von Purpose, Vision und Mission
- Der Zusammenhang zwischen Sinnstiftung und wirtschaftlichem Mehrwert
- Praxisbeispiele für eine Purpose Driven Strategy
- Kritische Analyse der theoretischen und praktischen Abgrenzungen
Auszug aus dem Buch
Wertbeiträge einer Purpose Driven Strategy
Um von den positiven Effekten des Purpose zu profitieren, erscheint es sinnvoll, den tieferen Sinn in der Unternehmensstrategie zu verankern. Dies wirft allerdings die Frage auf, wie der Purpose in einer Strategie zum Wert beitragen kann. Obwohl die Instrumente Vision, Mission und Purpose in der Praxis häufig nicht überschneidungsfrei abgegrenzt werden, lässt sich der positive Beitrag einer Purposeorientierung erkennen. Als praktisches Beispiel dafür soll das Unternehmen Nikola dienen. Das Elektromobilitäts-Start-Up Nikola erklärt in seiner Mission die Mitarbeiter zu verbessern und die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Nikola profitiert im Jahr 2020 von einer Bewertung in Höhe von 28,799 Milliarden (Mrd.) US-Dollar. Allerdings hat das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt weder ein Fahrzeug produziert noch verkauft. Dennoch ist der Unternehmenswert zeitweilig höher als der von Ford. Daneben verspricht Tesla (2013) in der Mission den weltweiten Übergang zu nachhaltiger Energie zu beschleunigen, indem überzeugende Elektroautos auf den Markt gebracht werden. Das Streben nach nachhaltigen Transportmöglichkeiten scheint wirkungsvoll. Der Wert von Tesla liegt im Juni 2020 bei circa 187 Mrd. US-Dollar. Mittlerweile liegt der Wert bei 782,07 Mrd. US-Dollar. Damit ist der Wert höher als die aufsummierten Unternehmenswerte der deutschen Automobilhersteller BMW, VW und Daimler. Die Beispiele von Nikola und Tesla zeigen, dass Unternehmen mit einer sinnorientierten Strategie einen Wertbeitrag schaffen, der mit einer erheblichen Marktkapitalisierung einhergeht. Hier ist erkennbar, dass der Sinn nicht zwangsläufig als Purpose deklariert sein muss, sondern auch in normativen Konstrukten wie Vision und Mission eine tragende Rolle spielen kann.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und den wachsenden Druck auf Unternehmen, neben der Gewinnmaximierung einen tieferen Sinn (Purpose) zu verfolgen.
2 Normatives Management als Basis der Unternehmensstrategie: Dieses Kapitel definiert das normative Management als Rahmenkonstrukt, das das Selbstverständnis einer Organisation prägt und als Basis für strategische Entscheidungen dient.
3 Purpose, Vision und Mission im strategischen Management: Hier werden die Begriffe Purpose, Vision und Mission definiert und in das strategische Management eingeordnet, wobei die Notwendigkeit einer klaren Ausrichtung betont wird.
4 Wertbeiträge einer Purpose Driven Strategy: Das Kapitel analysiert anhand von Praxisbeispielen, wie eine sinnzentrierte Strategie zur Wertschöpfung und Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen beitragen kann.
5 Kritische Betrachtung der Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer kritischen Reflexion, in der hinterfragt wird, ob der Purpose ein eigenständiges Konzept darstellt oder eine moderne Neuinterpretation bereits bestehender normativer Konstrukte ist.
Schlüsselwörter
Purpose, Unternehmensstrategie, Normatives Management, Vision, Mission, Sinnstiftung, Wertbeitrag, Stakeholder, Nachhaltigkeit, Marktkapitalisierung, Unternehmensführung, Strategische Ausrichtung, Corporate Social Responsibility, Wirtschaftlichkeit, Wettbewerbsvorteil
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht die Bedeutung von „Purpose“ innerhalb moderner Unternehmensstrategien und wie dieser im Zusammenspiel mit Vision und Mission zur langfristigen Wertschöpfung beitragen kann.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die normativen Grundlagen der Unternehmensführung, die begriffliche Einordnung von Sinnstiftung in die Strategie sowie die Analyse von Praxisbeispielen hinsichtlich ihres ökonomischen Erfolgs.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen einer „Purpose Driven Strategy“ und messbaren Erfolgsgrößen sowie dem strategischen Mehrwert für verschiedene Stakeholder aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methodik wurde verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert und diese durch aktuelle Praxisbeispiele veranschaulicht.
Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?
Der Hauptteil befasst sich mit der theoretischen Abgrenzung der Konzepte und der anschließenden Übertragung in die Unternehmenspraxis, wobei sowohl strategische Ansätze als auch reale Unternehmensbeispiele betrachtet werden.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Begriffen zählen Purpose, Normatives Management, Strategische Ausrichtung, Wertbeitrag und Stakeholder-Orientierung.
Warum wird Nikola als Beispiel für eine „Purpose Driven Strategy“ angeführt?
Nikola dient als Beispiel dafür, wie eine starke „Mission“ oder „Purpose“-Orientierung bereits vor der Produktion von Gütern zu einer hohen Marktbewertung führen kann, da Investoren den potenziellen gesellschaftlichen Wert des angestrebten Wandels honorieren.
Welches Fazit zieht die Autorin zur theoretischen Abgrenzung von Purpose?
Die Autorin stellt fest, dass in der Praxis die Grenzen zwischen Purpose, Vision und Mission oft verschwimmen und der Purpose häufig als ein innovatives, aber inhaltlich eng mit traditionellen normativen Konstrukten verbundenes Konzept zu verstehen ist.
- Citar trabajo
- Rebecca Kupka (Autor), 2021, Purpose Driven Strategies in Unternehmen. Die Zusammenhänge zwischen Purpose, Vision und Mission, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171473