In der folgenden Arbeit werden die Prozesse und Strukturen der Herstellung von Männlichkeit näher betrachtet. Dabei wird vornehmlich die Verwobenheit und die wechselseitige Konstituierung von Männlichkeit und Sport, unter besonderer Berücksichtigung des Terminus Hegemoniale Männlichkeit, in den Blick genommen.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Männlichkeit und Sport
- Zur Konstruktion von Männlichkeit
- Sport als Sozialraum und kulturelle Praxis
- Doing Masculinity - Herstellung von Männlichkeit im Kontext sportlicher Praktiken
- Zur Transformation Hegemonialer Männlichkeit in und durch Sport
- Fazit und Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Arbeit befasst sich mit der Herstellung von Männlichkeit im Kontext von Sport. Sie analysiert die Verwobenheit und die wechselseitige Konstituierung von Männlichkeit und Sport und untersucht, wie die Konstruktion einer Hegemonialen Männlichkeit im Sport mit der Abwertung von Weiblichkeit und der Degradierung davon abweichender Männlichkeiten einhergeht.
- Die Konstruktion von Männlichkeit im Sport
- Hegemoniale Männlichkeit und ihre Auswirkungen auf Sportpraktiken
- Die Rolle des Sports als Sozialraum und kulturelle Praxis
- Die Transformation von Männlichkeit im Sport
- Der Beitrag des Sports zur Veränderung gegenwärtiger Strukturen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt den Zusammenhang zwischen Männlichkeit und Sport anhand eines Beispiels aus dem Frauenfußball dar und führt in die Thematik der Arbeit ein. Kapitel 2 befasst sich mit der Konstruktion von Männlichkeit im Sport. Dabei wird zunächst das Konzept der Hegemonialen Männlichkeit nach Connell (1999) erarbeitet. Anschließend wird der Sport als Sozialraum und kulturelle Praxis betrachtet. Abschließend werden Männlichkeit und Sport in ihrer Verwobenheit und wechselseitigen Konstituierung dargestellt. Kapitel 3 befasst sich mit der Transformation Hegemonialer Männlichkeit in und durch Sport. Es wird erörtert, welchen Beitrag der Sport zur Veränderung gegenwärtiger Strukturen leisten kann und wie die Konstruktion von Männlichkeit in diesem Zuge transformiert werden könnte.
Schlüsselwörter
Männlichkeit, Sport, Hegemoniale Männlichkeit, Geschlechterkonstruktion, Doing Gender, Sport als Sozialraum, kulturelle Praxis, Transformation von Männlichkeit, Abwertung von Weiblichkeit, Degradierung abweichender Männlichkeiten.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet „Hegemoniale Männlichkeit“ im Sport?
Nach R. Connell beschreibt dies ein kulturell idealisiertes Muster von Männlichkeit, das Machtansprüche legitimiert und sowohl Weiblichkeit als auch andere Formen von Männlichkeit unterordnet.
Wie wird Männlichkeit durch sportliche Praktiken hergestellt?
Durch „Doing Masculinity“: Sport dient als Sozialraum, in dem durch Wettbewerb, körperliche Stärke und Leistungsfähigkeit männliche Identität ständig neu konstruiert und bewiesen wird.
Führt Sport zwangsläufig zur Abwertung von Weiblichkeit?
In traditionellen Strukturen oft ja, da der Sport historisch als männlich konnotierter Raum entstand. Die Arbeit untersucht jedoch auch Transformationsprozesse, die diese Hierarchien aufbrechen.
Kann Sport zur Veränderung von Geschlechterrollen beitragen?
Ja, die Arbeit diskutiert, wie die Transformation sportlicher Praktiken dazu beitragen kann, hegemoniale Strukturen aufzulösen und vielfältigere Männlichkeitsbilder zu etablieren.
Welche Rolle spielt der Körperbau bei der Konstruktion von Männlichkeit?
Der Körper gilt im Sport als primäres Zeichen für Männlichkeit; Kraft und Ausdauer werden oft als natürliche männliche Attribute inszeniert, um soziale Hierarchien zu stützen.
- Quote paper
- Frederik Brauner (Author), 2021, Männlichkeit und Sport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1171490