Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation - Strang II


Bachelorarbeit, 2008

110 Seiten, Note: B (sehr gut)


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abstract

1. Einleitung
1.1 Motivation
1.2 Dank
1.3 Ausgangslage
1.3.1 Kurzdefinitionen
1.3.2 Zusammenarbeit von Strang I und II
1.3.3 Leitende Annahmen
1.4 Ziele
1.6 Aufbau der Arbeit

2. Theorie
2.1 Begriffe
2.1.1 Berufsentwicklung
2.1.2 Berufsidentität
2.2 Theoriezugänge
2.2.1 Professionssoziologische Betrachtungen
2.2.2 Systemtheoretische Verortung
2.2.3 Fokus Ökonomisierung

3. Forschungsmethode
3.1 Standardisierte Befragung
3.2 Leitfadeninterviews
3.3 Forschungsprinzip
3.4 Hypothesen
3.5 Datenaufbereitung und -auswertung

4. Ergebnisse
4.1 Auswertung der standardisierten Befragung
4.1.1 Ergebnisse der quantitativen Forschung
4.2 Auswertung der Leitfadeninterviews
4.2.1 Ergebnisse der qualitativen Forschung
4.3 Zusammenfassung der Forschungsergebnisse
4.4 Hypothesen – Abhandlung der forschungsleitenden Annahmen

5. Diskussion
5.1 Abhandlung der Unterfragen

6. Schlussfolgerungen
6.1 Entwurf einer Einrichtung
6.1.1 Inhaltlich-strategische Ausrichtung
6.2 Argumentation kombiniert Strang I und II
6.2.1 Fernziel (Strang I und II)
6.2.2 Massnahmen
6.3 Ausblick und Empfehlungen
6.4 Prozessreflexion
6.5 Zum Ende der Arbeit

7. Quellenverzeichnis

8. Abbildungsverzeichnis

9. Tabellenverzeichnis

Anhang

Abstract

Diese Diplom-/Bachelorarbeit vermittelt ein aktuelles Bild der Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation. Berufsentwicklung meint die Entwicklung eines Berufs auf verschiedenen Ebenen und definiert sich durch das Zusammenwirken von Berufsidentität, - praxis, und -theorie. Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage nach einer idealen, fortlaufenden Berufsentwicklung, welche aktuellen Anforderungen und Bedürfnissen Rechnung tragen kann.

Im Rahmen der Untersuchungen zum Thema Berufsentwicklung konnten auf den drei oben genannten Ebenen, unterschiedliche Themenschwerpunkte eingegrenzt werden. Folgende sieben Schwerpunkte sind für die Berufsentwicklung zentral und befinden sich in einer Wechselwirkung zueinander: Vernetzung, Berufsidentität, Professionalisierung, Ökonomisierung, Ressourcenbündelung, Ausbildung sowie Forschung und Theorie.

In dieser Arbeit wird eine institutionalisierte Einrichtung mit explizitem Auftrag zur Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation entworfen. Dieser Entwurf umfasst ein Modell für eine aktive Berufsentwicklung, unter Berücksichtigung der genannten Themenschwerpunkte. Dadurch sollen unter anderem die Berufsidentität, der Ressourcenaustausch oder die Berufsfelderweiterung der Soziokulturellen Animation gestärkt werden.

Diese Forschungsarbeit wurde in enger Kooperation mit einem zweiten Bachelorarbeitsteam entwickelt. Im dafür konzipierten Doppelstrangsystem wird die Thematik der Berufsentwicklung aus verschiedenen Perspektiven analysiert.

1. Einleitung

Im folgenden Kapitel wird aufgezeigt, wie wir als Autoren dieser Diplom-/Bachelorarbeit zum Thema der Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation gefunden haben und welche Überlegungen wir uns zur Umsetzung gemacht haben. In der Ausgangslage wird die systematische Zusammenarbeit mit einem weiteren Bachelorarbeitsteam erklärt. Die leitenden Annahmen beschreiben Anknüpfungspunkte zu Studium und Praxis, und schliessen die Einleitung ab.

Die gesamte Diplom-/Bachelorarbeit wurde von den beiden Autoren, Nico Scheidegger und Simon Süsstrunk, gemeinsam verfasst.

1.1 Motivation

Im letzten Jahr unseres Studiums an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit, haben wir oft über Perspektiven nach Studiumsabschluss diskutiert. Diese Diskussionen führten nicht selten zu Desillusion. Die Auseinandersetzung mit diesen Gefühlen der Profession gegenüber, resultierte aber nie in Resignation. Wir erlangten dadurch das Bewusstsein, dass sich die Positionierung der Soziokulturellen Animation, bzw. deren Handlungsfelder stets prozessual zu verstehen hat. Damit ist gemeint, dass sich Soziokulturelle Animatorinnen und Animatoren auf aktuelle, sich verändernde Situationen und Anforderungen einstellen müssen. Zudem gehen wir davon aus, dass sich die Berufsleute der Soziokulturellen Animation bestimmte und gewünschte Tätigkeitsfelder selber erschliessen müssen. Dies kann aber zweifelsohne auch eine Verunsicherung bei StudienabgängerInnen auslösen.

Nach unserer Meinung, und wie sich feststellen liess, auch nach Meinung vieler anderer Berufsleute und Fachpersonen, müsste dieser Zustand nicht dermassen prekär wahrgenommen werden. Die berufliche Entwicklung der Soziokulturellen Animation stimmt nicht nur Studierende nachdenklich. Auch Professionellen in der Praxis ist der Gedanke unbequem. Häufig enden die Diskussionen damit, dass es eigentlich eine aktive Berufsentwicklung geben müsste, es aber keine solche gibt. Diese Entwicklung sollte sowohl in der Praxis, als auch auf der handlungs- und grundlagentheoretischen Ebene passieren. Aber wie eine solche (institutionalisierte) Berufsentwicklung konkret realisiert werden könnte, weiss niemand so richtig. Mit unserer Arbeit wollen wir klären, wie eine solche aktive Berufsentwicklung aussehen könnte.

Wie eingangs erwähnt, machten wir uns schon längere Zeit Gedanken zur Entwicklung unserer Profession. Dabei spielte die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eine wichtige Rolle. Wir haben das Gefühl, dass von der Hochschule in diesen Belangen zu wenig zu vernehmen war. Die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation wurde nur in wenigen Modulen thematisiert und das vorwiegend zu Beginn des Studiums. Dies mündet in der Annahme, die Schule sei sich der aktuellen Situation der Berufsentwicklung nicht bewusst oder sie könne, bzw. wolle nicht über ihre Bemühungen und Ziele im Bereich der Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation informieren. Im Spätsommer 2007 hatten wir einen Brief an die Hochschule Luzern – Soziale Arbeit verfasst, welcher unserer Sorge Ausdruck gab und nach Klärung verlangte. Unter anderem wollten wir erfahren, was die Hochschule in Sachen Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation unternimmt, bzw. schon unternommen hat. Zudem erkundigten wir uns, ob die Hochschule es grundsätzlich unterstützt, wenn wir unsere Abschlussarbeit in diesem Themengebiet machen würden. Auf diesen Brief wurden wir von der Prorektorin Bachelorstudium, Pia Gabriel und Dozent und Verantwortlicher Studienrichtung Soziokultur, Bernard Wandeler zu einem Gespräch eingeladen. Wir erfuhren in diesem Gespräch, dass die Möglichkeiten der Hochschule beschränkt seien, sie aber nicht untätig war. So wurde 2007 ein Evaluationsbericht (Reto, Catani et al. 2007) veröffentlicht, welcher den Berufseinstieg von AbgängerInnen der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit untersuchte. Zudem konnten wir bei dieser Sitzung erfreut feststellen, dass die Hochschule es begrüsst, wenn Studierende Arbeiten bezüglich Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation verfassen. So wurde unsere Absicht, die Diplom-/Bachelorarbeit diesem Thema zu widmen, nachhaltig gestärkt.

Parallel zu unseren bilateralen Diskussionen, suchten wir das Gespräch mit anderen Studierenden und Professionellen der Soziokulturellen Animation. Dabei stellten wir fest, dass die Unsicherheit bezüglich der beruflichen Perspektiven bei vielen Studierenden spürbar ist. Daraus folgerten wir, dass weitere Studierende der Soziokulturellen Animation für eine Diplom-/Bachelorarbeit in die Richtung Berufsentwicklung Soziokulturelle Animation zu gewinnen sind. Die Überlegungen bestanden darin, mehrere Arbeiten zu dieser Thematik zu verfassen und die Erkenntnisse zusammen zu führen. Wir merkten jedoch bald, dass die Koordination und Organisation zwischen mehreren Parteien den Umfang einer Diplom/Bachelorarbeit übersteigen würde. Letztendlich beschieden wir uns auf eine Zwei-Parteien- Kooperation. Wir erarbeiteten dazu ein Kooperationskonzept, welches in Kapitel 1.3.2 Zusammenarbeit von Strang I und II detailliert erklärt wird.

Wir, Simon Süsstrunk und Nico Scheidegger, machten beide unsere Praktika in Institutionen, welche Kinder und Jugendliche als Zielgruppen fokussieren. Dadurch bot sich uns die Chance, Einblick in das Tätigkeitsfeld der Soziokulturellen Animation zu erhalten, in welchem heute die meisten Arbeitsstellen angeboten werden. Diese Erfahrungen haben uns gezeigt, dass wir die richtige Studienwahl getroffen haben. Das Potenzial der Profession erschloss sich uns nach und nach in Diskussionen, rund um die Ziel- und Anspruchsgruppen unserer Praxisinstitutionen. In Gesprächen mit Fachpersonen erfuhren wir, dass sich Soziokulturelle Animatorinnen und Animatoren sehr wohl in etlichen anderen Berufsfeldern etablieren könnten. Es stellte sich so die Frage, wie dies zu erreichen war.

Der Gedanke an das grosse Entwicklungspotenzial der Profession, mündete in die Frage nach der Berufsentwicklung. In den Diskussionen wurde klar, dass für die Erweiterung des Berufsfeldes viele weitere Faktoren mitwirken müssen, um diesen Wandel nachhaltig zu vollbringen. Um diese Faktoren detailliert zu ergründen und ihr Zusammenwirken zu untersuchen, haben wir uns dazu entschlossen, diese Überlegungen zum Thema unserer Diplom-/Bachelorarbeit zu machen.

Wir hoffen mit unserer Forschungsarbeit einen Beitrag leisten zu können, welcher der Weiterentwicklung der Soziokulturellen Animation als eigenständige Profession dient.

1.2 Dank

An dieser Stelle möchten wir gerne einigen Personen herzlich für ihre Unterstützung danken. Dank dem wertvollen Engagement dieser Parteien konnte diese Arbeit in ihrem Umfang realisiert werden.

AvenirSocial: Isabell Borner und Fränzi Zeller Bühler

Viktor Schiess, René Schwyter, Susanna Fischer, Beat Schmocker Marius Metzger

Rahel Schmid und Luzia Rupp (Strang I) Maya Scheidegger

Chalet Scheidegg für die Beherbergung während intensiven Schreibphasen

1.3 Ausgangslage

In der Ausgangslage werden zuerst die Begriffe der Berufsentwicklung sowie der Soziokulturellen Animation akzentuiert beschrieben. Nachfolgend wird die Zusammenarbeit zwischen den zwei Diplom-/Bachelorarbeiten erklärt. Die leitenden Annahmen dienen dazu, die zentralen Aspekte aufzuzeigen, welche zu dieser Forschungsarbeit führten.

1.3.1 Kurzdefinitionen

Für das allgemeine Verständnis und zur Arbeitsgrundlage werden die Begriffe Berufsentwicklung und Soziokulturelle Animation prägnant definiert. Der Begriff der Berufsentwicklung wird für die vertiefte Weiterverwendung zusätzlich im Theorieteil noch genauer beschrieben.

Berufsentwicklung

Berufsentwicklung meint die Entwicklung eines Berufs auf verschiedenen Ebenen. Die Berufsentwicklung ist nicht statisch, sondern stets prozessual zu verstehen (Wendt, Wolf Rainer, 1995, S.113). Daher sieht die Entwicklung eines Berufs, immer ein fortlaufendes Zusammenwirken von Berufsidentität, -praxis und -theorie vor. Ein Beruf muss sich deshalb seiner Identität bewusst sein und so Klarheit über Selbstverständnis und Selbstbild haben (Wendt, 1995, S.13). Weiter müssen bei der Berufsentwicklung die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungsprozesse berücksichtigt werden, da diese die Berufsentwicklung beeinflussen und neue Ansprüche an sie stellen (Höfener, Friedhelm, 2005). Eine gelingende Berufsentwicklung bedingt daher ein kontinuierliches Zusammenwirken von Praxis, Ausbildung und Theorie (Wendt, 1995, S.127).

Wenn in der Arbeit von einer aktiven Berufsentwicklung die Rede ist, meinen die Autoren damit ein bei den Berufspersonen erkanntes Bewusstsein für die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation. Das heisst, aktiv betriebene Berufsentwicklung findet auf allen relevanten Ebenen kontinuierlich statt. Professionalisierungstendenzen fordern die Berufsentwicklung insbesondere auf den Ebenen der Ausbildungsstätten, der Praxis und einzelner Berufspersonen.

Soziokulturelle Animation

Die Soziokulturelle Animation verortet sich in der professionellen Sozialen Arbeit neben den Fachrichtungen Sozialarbeit und Sozialpädagogik. Die Soziokulturelle Animation fördert Prozesse von Gruppen und Einzelnen, um sich im gesellschaftlichen Wandel zu orientieren. (Schönbucher, Albrecht, 2004, S.4) Das professionelle soziokulturelle Handeln gegenüber ihren Zielgruppen ist prozess-, bedürfnis- und interessenorientiert. Dadurch soll erreicht werden, dass Adressantinnen und Adressaten der Soziokulturellen Animation, gesellschaftliche Verantwortung übernehmen können und das Zusammenleben aktiv mitgestalten. Die Professionellen der Soziokulturellen Animation verfügen über Kompetenzen, zwischen verschiedenen Gruppen Brücken zu bauen, Netzwerke zu bilden sowie durch gezielte Interventionen Beteiligung zu ermöglichen. Die Soziokulturelle Animation ist zurzeit vor allem in den Bereichen Freizeitgestaltung, Gemeinwesenaufbau, kulturelle Vermittlung und Bildung tätig.

1.3.2 Zusammenarbeit von Strang I und II

Die Zusammenarbeit der zwei Diplom-/Bachelorarbeiten beinhaltet eine praktische, sowie eine symbolische Dimension. Der Sinn und Vorteil der praktischen Ebene besteht darin, dass Ressourcen und Synergien zwischen den beiden Teams (je zwei Personen zu einer Arbeit) aktiv genutzt werden können. Das heisst, dass themenspezifisches Wissen, gesammelte Erkenntnisse und nützliche Literaturinformationen, welche in der Recherche gesammelt wurden, ausgetauscht und bezüglich ihrer Relevanz diskutiert werden können. Dies ermöglicht schneller und gezielter an wertvolle Informationen zu gelangen. Nach dem Motto, vier Paar Augen und Ohren entdecken mehr als nur zwei. Gerade der angestrebte, regelmässige Austausch erlaubt es, auf ein gemeinsames und verbindliches Fernziel hin zu arbeiten.

Diese beschriebenen, pragmatischen Punkte der Zusammenarbeit beinhalten auch einen symbolischen Teil. Das heisst, dass die Nutzung von Synergien und die allgemeine Kooperationsstrategie auch als wertvolle Chance für die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation anzusehen sind. In diesem Sinn ist auf eine direkte Parallele zwischen der Kooperation im Rahmen dieser Arbeit und der Profession der Soziokulturellen Animation hinzuweisen. Die Autoren und Autorinnen sind der Meinung, dass ein fortlaufender Austausch zwischen Theorie und Praxis und die Zugänglichkeit von erfolgsversprechenden Strategien für die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation unumgänglich sind.

Die beschriebene Zusammenarbeit, im Sinn einer Kooperation, zwischen den beiden Arbeitsteams, macht ein spezielles Verfahren erforderlich. Es soll nicht nur der Dimension der Ressourcen- und Synergienutzung dienen, sondern auch dem bilateralen Ursprung der einzelnen Arbeiten gerecht werden. Das Verfahren muss genügend Freiraum bieten, um die beiden Gruppen autonom voneinander ihre Arbeit verfassen zu lassen. Es sollen in der Erarbeitung der Inhalte und der Forschung keine Abhängigkeiten entstehen. Ist der Kooperationsmodus zu eng gefasst, könnte der Fall eintreffen, dass ein Team an der Fertigstellung weiterer Arbeitsteile gehindert wird. Daher muss dieses Verfahren sowohl dem klassischen Prinzip der einzelnen Arbeiten, wie auch einer koordinierten Zusammenarbeit gerecht werden. Unter Einbezug dieser verschiedenen Überlegungen haben die Autoren und Autorinnen ein Verfahren entwickelt, welches hier als Doppelstrangsystem beschrieben wird.

Doppelstrangsystem

Der Name des Systems impliziert, dass zwei Stränge (Diplom-/Bachelorarbeiten) in einem Verfahren der Kooperation funktionieren. Für die Stränge wurde eine gemeinsame Ausgangslage und ein gemeinsames Fernziel formuliert. Strang I wird von Luzia Rupp und Rahel Schmid, Strang II durch Nico Scheidegger und Simon Süsstrunk erarbeitet.

Die Grundlage, bzw. der Kern der Entwicklung des Doppelstrangsystems liegt in den vielen Vorüberlegungen der Arbeiten. Vorangegangene Diskussionen bezüglich der Berufs- entwicklung der Soziokulturellen Animation, ergaben die gemeinsame Basis für die sinnvolle Zusammenarbeit zweier Forschungsarbeiten. Als die definitive und konkrete Zusammen- arbeit zwischen den beiden Teams geklärt war, konnten inhaltliche Schwerpunkte festgelegt werden.

Neben der gemeinsamen Grundlage, sollte auch ein kollektives Ziel festgelegt werden. Dieses Fernziel ist als Metaziel zu verstehen und kann nicht vollumfänglich mit diesen Arbeiten erreicht werden. Zum Erreichen des langfristigen Ziels sind verschiedene zusätzliche Leistungen nötig, wie zum Beispiel grössere Forschungsarbeiten in Theorie und Praxis.

Bei der Konzeption zur konkreten Ausrichtung der zwei Forschungsarbeiten wurde versucht, möglichst zweckmässige Teilbereiche zu definieren. Eine Komplementarität wurde angestrebt, um dem prozessualen Charakter, welcher auch der Berufsentwicklung innewohnt, Rechnung zu tragen. Dabei zeigte sich, dass eine Momentaufnahme, sowie eine prospektive Ausrichtung sinnvoll sind. In dieser Weise ergänzen sich Strang I und II. Abbildung 1 zeigt die beschriebene Zusammenarbeit der beiden Stränge I und II, sowie deren autonome Bearbeitungsphasen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Doppelstrangsystem

Ausrichtung Strang I

Die Momentaufnahme von Strang I dient dazu, mit einem Ansatz der Prozessanalyse zu prüfen, ob die bisherige Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation unter Einbezug von Prinzipien der Soziokulturellen Animation gemacht wurde. Dabei werden bisherige Bestrebungen und Ansätze der Berufsentwicklung durchleuchtet und auf ihre animatorischen Qualitäten hin geprüft. Verschiedene Akteurinnen und Akteure werden zu dieser Analyse beigezogen. Zum einen sind dies Anspruchs- und zum anderen Zielgruppen des Entwicklungsprozesses.

Ausrichtung Strang II

Die zweite Forschung richtet den Blick auf die fortlaufende Berufsentwicklung. Nach der Meinung der Autoren, griffen die bisherigen berufsentwickelnden Bemühungen zu kurz. Demnach müssen herkömmliche Handlungsmodelle modifiziert und neue entwickelt werden. Diese prospektive Herangehensweise soll den Fokus darauf richten, mögliche

Handlungsmodelle, Massnahmen oder institutionalisierte Einrichtungen zu ermitteln, welchen der explizite Auftrag der aktiven Berufsentwicklung zukommen würde.

Prozessorientierung

Während der Erarbeitung der zwei Arbeiten im Doppelstrangsystem werden Austauschgefässe, bzw. Diskussionsforen, den Transfer von Erkenntnissen sicherstellen. Diese Gefässe haben folgende Eigenschaften:

- Regelmässigkeit
- Zeitlich und inhaltlich strukturiert
- Ergebnisorientiert
- Befähigend

Die Foren sind im Zeitplan der Arbeit vermerkt. Trotz ihrer zeitlichen und inhaltlichen Struktur sind die Gefässe nicht statisch. Sie bieten Platz für Unvorhersehbarkeiten und Aktualitäten. Der Dialog zwischen den beiden Arbeitsgruppen orientiert sich an der prozessualen Erkenntnisgewinnung. Beide Parteien profitieren gegenseitig von Ressourcen und lassen Erkenntnisanteile der Anderen, gegebenenfalls in ihre Arbeit mit einfliessen.

Durch die genannten Überlegungen und Strukturen der Zusammenarbeit im Doppelstrangsystem wird erwartet, dass zentrale Aspekte der beiden Arbeiten eng miteinander verknüpft werden. Diese Multiperspektivität des Systems stärkt die Legitimationsargumente beider Arbeiten und bietet die Möglichkeit, das gemeinsame Fernziel breiter abgestützt und in definiertem Umfang zu erreichen.

Wie Eingangs erklärt wurde, müssen für eine gelingende Berufsentwicklung möglichst viele Erkenntnisse gesammelt und zugänglich gemacht werden. Die Autoren betonen daher, dass die Erkenntnisse der beiden Arbeiten, für alle Interessierten niederschwellig zugänglich sein müssen. Zudem muss das Thema der Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation ein zentrales Thema der Studierenden sein und kritisch diskutiert werden. Dabei sollen Fortschritt und Prozess veranschaulicht werden. Das Bewusstsein aller Beteiligten muss geweckt werden, um auf bereits erlangten Erkenntnissen aufzubauen.

Dabei dienen auch die Erkenntnisse unserer Arbeiten als Basis und Fundament, für weitere Forschungsarbeiten zu diesem Thema.

1.3.3 Leitende Annahmen

Die Soziokulturelle Animation hat Potenzial, in verschiedenen Berufsfeldern sinnvolle Arbeit zu verrichten. Sätze dieser Art werden oft angeführt, wenn es um die Tätigkeitsfelder der Soziokulturellen Animation geht oder wenn der Beruf jemandem erklärt werden soll.

Die Jugendarbeit wird in diesem Zusammenhang als Berufsfeld beschrieben, in welchem sich die Soziokulturelle Animation etabliert hat. In diesem Bereich werden Soziokulturelle Animatorinnen und Animatoren gezielt gesucht. Diese positive Situation auf dem Arbeitsmarkt ist für die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation von grosser Bedeutung. Sie wird aber zugleich von vielen Professionellen als einseitig erlebt.

PionierInnenleistungen

Wie zuvor erwähnt, ist das Arbeitsfeld der Jugendarbeit das einzige, in welchem Soziokulturelle Animatorinnen und Animatoren eine gewisse Vormachtstellung einnehmen. Es gibt aber weitere Arbeitsfelder, in welchen die Soziokulturelle Animation entweder schon dabei ist, Fuss zu fassen, oder zukünftig Fuss fassen könnte. Einzelne Personen, welche bereits in solchen Arbeitsfelder tätig sind, werden als Pionierinnen und Pioniere der Soziokulturellen Animation bezeichnet. Sie erbringen Extraleistungen und grossen persönlichen und ideellen Einsatz, damit eine Etablierung in diesen Feldern möglich wird. Wir möchten hier betonen, dass diese Leistungen für die Berufsentwicklung und die Berufsfelderweiterung der Soziokulturellen Animation eminent wichtig sind und auch in Zukunft sein werden.

Die Soziokulturelle Animation an sich und die jeweiligen Kompetenzen ihrer Professionellen müssen potenziellen ArbeitgeberInnen oder Arbeitgebern erklärt und ihre Vorzüge hervorgehoben werden. Dies bedarf einer gefestigten Kenntnis der Profession und ihrer Zuständigkeiten. Arbeitgeber in neuen Tätigkeitsfeldern müssen von den Qualitäten der Soziokulturellen Animation überzeugt werden.

Professionelle der Soziokulturellen Animation, welche sich durch genannte Leistungen eine Stelle schaffen konnten, verfügen über einen reichen Fundus an Erkenntnissen und Erfahrungen. Spezielle Umgangsformen, Herangehensweisen oder Networking-Taktiken münden in geeignete Strategien, welche der Profession und deren Entwicklung dienlich sind. Diese Ressourcen sind in ungenügendem Mass zugänglich. Es ist sinnvoll, diese Erkenntnisse und Strategien anderen Berufsleuten und Studierenden in geeigneter Form verfügbar zu machen. Es ist davon auszugehen, dass durch eine solche Ressourcenbündelung die Berufsentwicklung, die Berufsidentität sowie die Eröffnung neuer Perspektiven für die Professionellen gefördert würde.

Ausbildung

Studierende leben eine starke Bindung zur aktuellen Ausbildung der Soziokulturellen Animation. Leider erleben viele Studierende während der Ausbildung eine negative Entwicklung bezüglich der Berufsperspektive. Zu Beginn der Ausbildung wird bei Studierenden das Interesse für die zahlreichen Möglichkeiten und Tätigkeitsfelder geweckt, jedoch ohne nachhaltigen Realitätsbezug. Die Ausbildung startet mit der Vorstellung viele Möglichkeiten zu haben. Im Verlauf des Studiums ist der Bezug und die Einstellung zur Praxis starken Veränderungen unterworfen. Das Studium wird oft mit ernüchternden Perspektiven abgeschlossen. So wurde im Evaluationsbericht der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit festgestellt, dass sich die Berufsvorstellungen der Soziokulturellen Animation während der Ausbildung klar stärker verändern, als jene der Sozialarbeit (Catani et al., 2007, S. 25).

Die Studierenden sollten sich während der gesamten Ausbildung regelmässig mit der Berufsentwicklung und Berufsidentität der Soziokulturellen Animation auseinandersetzen. Die Schwierigkeit während der Ausbildung an der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit eine klare Berufsidentität auszubilden, wird auch im Evaluationsbericht als Manko beschrieben (Catani et al., 2007. S. 19). Es sollten demnach alle möglichen Informationsquellen zugänglich und bekannt gemacht werden. Dadurch könnten sich Studierende ein realistisches Bild über die aktuelle berufspolitische Situation machen und eine persönliche berufliche Perspektive entwickeln. Das Engagement der Hochschule Luzern – Soziale Arbeit muss den Studierenden vor Augen geführt werden. Dem Vorwurf der Teilnahmslosigkeit der Ausbildungsstätte, welcher im Evaluationsbericht erhoben wurde, kann so entgegengewirkt werden (Catani et al., 2007, S. 19).

Wie oben beschrieben, sind oft Extraleistungen oder auch Beziehungen nötig, um den Zugang zu untypischen Berufsfeldern zu finden. Die Autoren gehen davon aus, dass genau diese Leistungen und Netzwerke nicht für alle Berufsleute zugänglich sind. Viele Studierende verfügen noch nicht über Praxiserfahrung, daher fehlt die nötige Vernetzung. Für abgehende Studierende kann die Situation des Berufseinstiegs Schwierigkeiten bergen. Zum einen sind nicht genug Stellen für die immer noch steigende Studierendenzahl vorhanden. Zum anderen hat es bekanntlich fast nur Stellen in der Jugendarbeit, was aber nicht mehr dem Stellenwunsch aller Studierenden entspricht. Auch im Evaluationsbericht wurden die Schwierigkeiten beim Berufseinstieg beschrieben (Catani et al., 2007, S. 19).

Aber auch für bereits berufstätige Berufspersonen, welche einen Stellenwechsel in untypische Berufsfelder anstreben, ist es nicht einfach. Beispielsweise mangelt es an weit reichender Vernetzung im Rahmen von beruflichen Kontakten oder es ist wenig Wissen über geeignete Strategien, um in einen anderen Arbeitsbereich zu gelangen vorhanden. Oft sind auch finanzielle und zeitliche Ressourcen zu knapp. Geeignete Hilfsstrukturen sehen die

Autoren deshalb als unumgänglich, damit je länger je mehr Professionelle der Soziokulturellen Animation in verschiedenen Arbeitsfeldern tätig sind.

1.4 Ziele

Wie im Kapitel Zusammenarbeit von Strang I und II erwähnt, wurde ein gemeinsames Fernziel formuliert, welches aus zwei verschiedenen Perspektiven angegangen wird. Dabei soll Handlungsbedarf für eine aktive Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation analysiert werden, um daraus Massnahmen abzuleiten. Dieses Fernziel ist für die einzelnen Arbeiten insofern relevant, als dass es sich dabei um ein Idealziel handelt. Am Schluss der beiden Arbeiten werden die gesammelten Ergebnisse verbunden und geeignete Massnahmen und Empfehlungen formuliert.

Mit dieser Arbeit soll eine Verbindung zwischen Untersuchungen bei Professionellen und relevanten Theorien erreicht werden. Mit den gewonnen Erkenntnissen wird aufgezeigt, welche Form einer prozessualen, aktiven Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation geeignet ist. Das heisst, es wird beschrieben, wie diese konkret und anwendungsorientiert aussehen sollte. Der Entwurf dieser integralen Massnahme ist das Hauptziel von Strang II.

Im Zuge der sich verändernden Ansprüche an die Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation, wird oft die Professionalisierung der Sozialen Arbeit, bzw. der Soziokulturellen Animation genannt. Im Verlauf dieser Arbeit wird aufgezeigt, welche Ansprüche eine Professionalisierung an den Beruf selber stellt.

Die Ökonomisierung der Sozialen Arbeit hat weit reichende Folgen. Diese Arbeit gibt Aufschluss darüber, welche Auswirkungen die zunehmende Verwirtschaftlichung auf die Berufsentwicklung und Professionalisierung der Soziokulturellen Animation hat. Die Ökonomisierung wird dabei als stellvertretende Instanz gesehen, welche den Wandel per se und die darin enthaltenen, neu anwachsenden Ansprüche an die Soziale Arbeit repräsentiert.

Diese Arbeit hat den Anspruch, die Thematik der Berufsentwicklung an den Hochschulen, in der Praxis und der (handlungstheoretischen) Forschung zum zentralen Diskussionsgegenstand zu machen. Auch soll die Arbeit für Studierende und Professionelle der Soziokulturellen Animation eine gute Basis sein, um weitergehende Überlegungen und Arbeiten zum Thema zu realisieren.

Um die genannten Ziele zu erreichen, werden die folgenden Fragestellungen näher untersucht.

1.5 Fragestellungen

Im Zentrum dieser Forschungsarbeit steht eine Einrichtung zur aktiven Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation. Daher lautet die Hauptfrage:

Kann aus Erfahrungswissen von Professionellen, sowie theoretischen Erkenntnissen, eine geeignete Einrichtung für die aktive Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation beschrieben werden?

Aus der Hauptfrage ergeben sich weitere Unterfragen:

A: Gibt es eine wechselseitige Beziehung zwischen Professionalisierungstendenzen und Berufsentwicklung? Und wenn ja, wie lässt sich diese beschreiben?

B: Welche Herausforderungen stellt die zunehmende Ökonomisierung an die Soziale Arbeit, bzw. Soziokulturelle Animation?

C: Was ist der Nutzen eines regelmässigen Austauschs über bereits erlangte Erkenntnisse für die Berufsentwicklung?

D: Wer soll und kann Berufsentwicklung betreiben?

1.6 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit wurde in verschiedenen Phasen zusammengestellt. In der untenstehenden Abbildung (Abb. 2) sind diese Phasen in ihrer Abfolge aufgezeigt. Diese Aufführung ist daher nicht identisch mit dem Inhaltsverzeichnis. In der linken Spalte stehen die Phasen mit dem jeweiligen Hauptthema, rechts sind die dazu gehörenden Unterthemen ersichtlich.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2: Aufbau der Arbeit

2. Theorie

Um ein möglichst hohes Mass an Legitimation zu erzielen, werden im Kapitel Theorie Zugänge zur Thematik auf der Ebene des Sozialsystems / Soziale Arbeit im Ganzen gemacht. Relevante Anteile aus unterschiedlichen (Teil-)Disziplinen, wie der Professionssoziologie und Systemtheorie werden beigezogen, um die verschiedenen Aspekte der Thematik, deren Zusammenhänge und Interdependenzen sichtbar zu machen. Die Autoren erachten es als sinnvoll, im Sinn einer Deduktion erst zum Ende des Kapitels konkrete Rückschlüsse auf die Praxis zu machen. So entwickeln die theoretischen Zugänge in Kombination mit der Forschung eine detailgenaue Argumentationskraft, welche in den Kapiteln Diskussion und Schlussfolgerungen ausgeschöpft wird.

Der Rückschluss auf die Praxis wird anhand des Beispiels der Ökonomisierung aufgezeigt. Die Tendenzen der Vermarktlichung und Ökonomisierung verschiedener Bereiche der Sozialen Arbeit und der Soziokulturellen Animation im Besonderen, erfordern der Auffassung der Autoren nach spezielle Aufmerksamkeit.

2.1 Begriffe

2.1.1 Berufsentwicklung

Berufsentwicklung setzt sich aus den Worten Beruf und Entwicklung zusammen. Die Entwicklung beinhaltet dabei den identitätsstiftenden Prozess. Denn Identität ist eine prozessuale Eigenschaft, welche von sich verändernden Personen und Systemen ausgeht. (Wendt, 1995, S. 113)

Das Zusammenwirken von Praxis und Ausbildung ist Voraussetzung für eine gelingende Berufssozialisation und Identitätsbildung. Handlungs- und Forschungskompetenz, welche an der Ausbildungsstätte vermittelt werden, stärken die gesellschaftliche Wirksamkeit und Anerkennung der Absolventen und Absolventinnen. Dadurch wird es den Berufsleuten ermöglicht, Selbstbild und -bewusstsein der Berufsgruppe insgesamt nach aussen zu repräsentieren. (Wendt, 1995, S. 118ff.)

Diese Professionalisierung ist dichotom. Auf der einen Seite wird sie von individuellen Sozialisationsprozessen, und auf der anderen Seite von einer kollektiven, die Berufsgruppe betreffende Ebene begleitet. Die Komponenten Befugnis, Bereitschaft und Befähigung sind in der professionellen Kompetenz enthalten. (www. professionssoziologie.de, o.D.)

2.1.2 Berufsidentität

Das berufliche Selbstverständnis und Selbstbild wirken sich auf die Berufsentwicklung aus. Ein eindeutiges Bild einer Profession kann nur vermittelt werden, wenn er über ein klares Selbstbild verfügt. Abgrenzung und Unverwechselbarkeit sind wichtig, um ein scharfes Fremdbild zu erzeugen. (Wendt, 1995, S. 16f.)

„Im Berufsfeld regulieren eine eigene Wissenschaft [...], eine einheitliche Ausbildung [...], ein verbindlicher ethischer Code, eine berufsständische Vertretung [...] und die fachöffentliche Verständigung das Format, in dem Soziale Arbeit sich reproduziert.“ (Wendt, 1995, S.17) Identitätssicherung wird somit zu einer Strategie der Professionalisierung von einzelnen professionellen Individuen, wie auch von der Berufsgruppe als Ganzes. Darstellung und Artikulation der Profession sind in diesem Zusammenhang eine wichtige Fähigkeit, um die Sprachlosigkeit im Beruf zu überwinden. (Wendt, 1995, S. 18)

Gemäss Wendt (1995, S. 18) vereinigt Identität drei unterschiedliche Anteile in sich:

- der historische Anteil bezeichnet das über die Zeit angewachsene Selbstverständnis
- der soziale Anteil organisiert und stabilisiert das Fach in Institutionalisierungsprozessen
- der kognitive Anteil verfolgt die Einzigartigkeit und Zusammengehörigkeit von Werten und Prinzipien

2.2 Theoriezugänge

Mittels verschiedener theoretischer Ansätze wird nun die Eingrenzung von Faktoren angestrebt, welche sich auf die Berufsentwicklung auswirken. Diese Eingrenzung beginnt auf einer Metaebene und wird kontinuierlich auf die Profession hin analysiert. In diesem Sinne ist die Herleitung in diesem Theorieteil deduktiver Natur.

2.2.1 Professionssoziologische Betrachtungen

Veränderte Bedürfnisstrukturen

Das Anliegen der Lebenswelt-, Sozialraum- und Alltagsorientierung, welches an die Soziale Arbeit herangetragen wird, erfordert einen hohen Grad an Flexibilität. Flexibilität im Schaffen und Ausrichten des Angebots, und einen gar noch höheren Grad an Sensibilität für die Beschaffenheit dieser Veränderungen, welche stetige Neuausrichtungen erforderlich machen. Im Zuge dieser Zirkularität müssen Ursache und Wirkung ständig hinterfragt werden. Das heisst, die einfache Reaktion auf veränderte Bedürfnisstrukturen, greift zu kurz und kann dem ganzheitlichen Anspruch, welcher in der Sozialen Arbeit verfolgt werden soll, nicht mehr genügen. Der Vorwurf von der Sozialen Arbeit als „Reparaturinstanz“, muss überwunden werden.

Individualisierung und Unfreiheiten

Die veränderten und sich stetig weiter wandelnden Bedürfnisstrukturen, gründen auf einer individualisierten Gesellschaft. Auf dem Weg hin zu individuellen Verwirklichungschancen und Freiheiten, entstehen immer neue und in ihrer Zusammensetzung anders konstituierte Problemlagen. Mit der Individualisierung der Gesellschaft haben sich auch ihre Probleme individualisiert.

Amartya Sen schildert den Mangel an Verwirklichungsmöglichkeiten als Unfreiheit der Menschen, welche unter dem allzu ausgeprägten Gewinnstreben anderer zu leiden haben. Genauer beschreibt er Freiheit als dichotomen Begriff: Zum einen als Möglichkeit zur Teilnahme an Verfahren, welche Handlungs- und Entscheidungsfreiheiten ermöglichen. Und zum anderen als die Chancen spezifisch, welche den Menschen angesichts ihrer sozialen und persönlichen Umstände zustehen. Der Mensch strebt als Gesellschaftsmitglied nach der Expansion seiner Freiheiten, um die Chancen zu erhöhen, gewünschte Ergebnisse zu erzielen. (Sen, 2000, S. 24ff.)

Durch die unablässige Steigerung der Möglichkeiten, die individuellen Chancen zu verbessern, entsteht parallel dazu eine Vielzahl neuer Exklusionsgründe. Die Ursachen, weswegen Menschen in der Gesellschaft an den vorhandenen Verwirklichungsmöglichkeiten nicht teilhaben können, haben sich in ihrer Vervielfältigung ähnlich entwickelt, wie die Möglichkeiten selbst.

Begegnung mit der Sozialen Arbeit

Auf diese Vervielfältigung der Exklusionsursachen als „Reparaturbetrieb“ zu reagieren, ist der Entwicklung der Sozialen Arbeit in mehrfacher Hinsicht nicht dienlich. Vorwürfe, wie derjenige des „funktionalen Dilettantismus“, bescheinigen der Sozialen Arbeit ein mangelhaftes organisatorisches Lernen. Dieser Vorwurf basiert auf der Erkenntnis, dass gemeinnützige Organisationen sich selber am Leben erhalten. Um ihre Legitimation aufrecht zu erhalten, müsse die Soziale Arbeit notorisch scheitern. Ein Überleben eben dieser Organisationen werde durch die Verweigerung von Rechtmässigkeit und Effizienz, sowie begrenzter Lernfähigkeit und Responsivität gesichert. (Wolfgang Seibel, 1991, S. 17f., in Gotthart Schwarz, 2001, S. 59f. )

Diese Vorbehalte evozieren eine Beurteilung des Problems unter ökonomischen Gesichtspunkten. Die Interdisziplinarität stockt noch immer an den Grenzübergängen, zwischen Sozialer Arbeit und Bereichen der Wirtschaft. Definitionsversuche zu den Umständen, wie und mit welchen Inhalten der Austausch zwischen beiden geschehen soll, gibt es bisher nur wenige. Die tradierte Unvereinbarkeit von betriebswirtschaftlichem Denken mit der Sozialen Arbeit setzt diesen Vorstössen noch immer enge Grenzen. (Schwarz, 2001, S.60)

Diese ökonomischen Gesichtspunkte werden hier als Chance betrachtet, die an die Adresse der Sozialen Arbeit erhobenen Vorwürfe zu entschlüsseln und ihre Energie zu nutzen, um eine Entwicklungsrichtung aufzuzeigen, welche ein Entkommen aus der „Selbstunterhaltungs-Schlaufe“ erlaubt.

Um die Umstände, unter welchen ökonomische Tendenzen auf den Bereich der Sozialen Arbeit einwirken, eingrenzen zu können, sind Gemeinsamkeiten und Differenzen detailliert zu untersuchen.

Die Angebots- und Nachfragelage sozialer Dienstleistungen wird nicht vom Markt reguliert. Klientinnen und Klienten entscheiden nicht mittels Kaufkraft und Kaufentscheidung über Angebot und Nachfrage, sowie Qualität und Quantität der zur Verfügung gestellten Angebote. Hauptsächlich sind es die Anbieter, respektive Anbieterinnen sozialer Leistungen, welche darüber entscheiden. (Schwarz, 2001, S. 60f.)

Das ist lediglich ein Unterscheidungsmerkmal unter vielen, welches die Verschiedenheit der Nachfrage in Ökonomie und Sozialer Arbeit kennzeichnet. Um auf die veränderte Bedürfnisstruktur eingehen zu können, ist also mehr, als schlicht das Zulassen und Anwenden ökonomischer Prinzipien nötig. Es lässt sich keine wirtschaftliche Schablone über die Soziale Arbeit legen. Dieser Tatsache wird in der Folge eingehend Beachtung geschenkt.

Zunächst werden weiter die veränderten Ansprüche untersucht. Welchen Einfluss also hat die Individualisierung auf die Organisationsstruktur in der Sozialen Arbeit?

- Eine Organisation, welche diesen Ansprüchen an die Flexibilität nachkommen will, muss durchlässig und sensibel sein.
- Die Reaktion auf die Veränderung der Bedürfnisse setzt Innovation und Kreativität voraus.
- Die Führung der Organisation muss Motivationsarbeit leisten, um alle Mitarbeitenden zu den notwendigen Veränderungen zu animieren.
- In der Organisation müssen Ressourcen freigemacht werden, um die Kapazität für den Mehraufwand der Neu-Orientierung zu gewährleisten.
- Bedeutungen von traditionellen Hierarchien, Zentralisierung und herkömmlichen Kontrollsystemen sind zu überprüfen.

Diese von Tom Peters (1988, in Schwarz, 2001, S. 56) definierten Leitsätze, zur Entwicklung neuer Organisationsstrukturen sind heute nicht überholt.

Als Nebenfolgen der allgemeinen globalen ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklung sind weitere Faktoren auszumachen, welche strukturelle Veränderungen der Bedürfnisse mit sich bringen. (Wendt, 2007, S. 38)

- Qualifikationserfordernisse bei globaler Konkurrenz
- Integrationserfordernisse bei einer hochgradig individualisierten und werte-pluralen Gesellschaft
- Erfordernisse an die Work-Life-Balance
- Demografische Realitäten

Professionalisierung

Leistung muss glaubhaft dargestellt werden. Leistung per se ist selten wahrnehmbar. Was sichtbar gemacht wird, ist die Inszenierung der Leistung. Bereitschaft, Befugnis und Befähigung ergeben eine professionelle Selbstinszenierung und sind somit eine Art, Leistung wahrnehmbar zu machen. Eine zweite Art sind Objektivation bzw. Repräsentationen, wie Titel, Diplome, Orden etc. Um Legitimation zu erreichen, muss Leistung für relevante Bezugsgruppen sichtbar gemacht werden. Es wird deutlich, dass für Professionelle das bare Leistung-Bringen nicht ausreicht, um die Anerkennung zu ernten, welche für eine erfolgreiche Entwicklung der Profession notwendig ist. Professionelle müssen ersichtlich machen, dass und wie sie Leistung erbringen. Im Zuge der Verberuflichungs- und Professionalisierungstendenzen wird es aufgrund von anwachsenden Anforderungen immer dringlicher, sowohl auf individueller, als auch auf Berufsebene, mehrfach- bzw. vielfach- adressierte Darstellungen des professionellen Wirkens geben zu können. (Michaela Pfadenhauer, 2003, S. 82ff.)

Die Bewertungskompetenz hoch spezialisierten Professionen gegenüber, bleibt einem kleinen Zirkel von Experten und Expertinnen, sowie den Ausübenden überlassen. Die Allgemeinheit ist in ihrer Wahrnehmung von professioneller Leistung immer mehr eingeschränkt, da ihr Fachwissen und Expertise vorenthalten sind. Weite Teile professioneller Leistung bleiben somit einer externen Betrachtung und Bewertung unzugänglich.

Wissen spielt im Zusammenhang mit der Bewertung professioneller Leistung sowie mit der Ausübung der Profession an sich eine bedeutende Rolle. Wissen ist zum grundlegenden Gut unseres sozialen und ökonomischen Handelns geworden. Die Ausdifferenzierung und „Verästelung“ von Wissen hat zur Folge, dass hoch spezialisierte Expertise ebenfalls einem Trend der Individualisierung folgt.

Die Unmöglichkeit, dieses professionelle Wissen extern bewerten zu lassen, führt zu einem seltsamen Reflexionsverhalten. Denn organisierte Arbeit richtet sich trotz mangelhaften Feedbacks, da ja nicht detailgenau beurteilt werden kann, nach Gesichtspunkten, unter welchen ihr Wirken für gut befunden wird. Die Selbstreferenz des Systems verlangt nach solchen Gesichtspunkten und wo diese fehlen, werden sie von der Profession selbst ausgebildet. (Niklas Luhmann, 1991, S. 142)

Dies ist ein Aspekt, welcher auch Seibel mit der Kritik des „funktionalen Dilettantismus“ ansprach. Denn eine ergebnisorientierte Bewertung gerade von kommunikativ-kooperativer Praxis misslingt (Kai Dröge in Michaela Pfadenhauer & Harald Mieg, 2003, S. 254).

In kommunikativ-kooperativer Praxis ist die Profession in erster Instanz der Beurteilung von Klienten und Klientinnen unterworfen. Diese Beurteilung sieht sich auf ein Vertrauen zurückgeworfen, welches auf Uneigennützigkeit basiert. Die basale Uneigennützigkeit ist in die Rolle der Professionellen der Sozialen Arbeit eingeschrieben und repräsentiert somit eine extern wahrnehm- und bewertbare Dimension. „Sie [die Uneigennützigkeit] evoziert das nötige Vertrauen beim Klienten und erweist sich insofern als funktional für die professionelle Leistungserfüllung“ (Pfadenhauer, 2000, S. 3).

Weiter ist das Bewertungsverhältnis geprägt von grosszügigen Autonomiezugeständnissen. Gegenüber Dritten sind diese Instrumente der Selbstkontrolle und -steuerung unzulänglich und Misstrauen erweckend. Auch professionsethische Grundsätze, wie es die Uneigennützigkeit und das Gemeinwohl sind, können die Programme Sozialer Arbeit nicht genügend absichern und legitimieren.

Claus Offe diagnostiziert daher ein Legitimitätsvakuum hoch spezialisierter Professionen, welches durch das Unvermögen gesellschaftlicher Instanzen entsteht, professionelle Leistung zu bewerten (1970, S. 61, Dröge in Pfadenhauer & Mieg, 2003, S. 256).

Wirkung auf die Profession

Was sind die Konsequenzen für professionelle Privilegien im Deutungshorizont des Leistungsprinzips? Gegenwärtige Wandlungsprozesse beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung professioneller Leistung ganz wesentlich. Apologeten und Apologetinnen der wissensbasierten Gesellschaft messen der professionellen Expertise wachsende Bedeutung zu. Tätigkeit, welche auf spezialisiertem Fachwissen basiert, sei die Zukunft der Professionellen. Die so genannte Temporalisierung des Wissens (vgl. Kraemer/Bittlingmayer, 2001, S. 6ff., Dröge in Pfadenhauer & Mieg, 2003, S. 262f.), bezeichnet die dem Wandel inhärente Determinierung erworbenen Wissens. Die Dynamik des raschen Wissensverfalls, bedingt durch die beschleunigte Wissensproduktion, stellt eine zentrale Anforderung an die professionellen Akteure und Akteurinnen dar und ist mittlerweile stark in den Mittelpunkt des öffentlichen Bewusstseins gerückt. „Mit der Temporalisierung des Wissens droht auch der Professionsstatus temporär zu werden“ (Dröge in Pfadenhauer & Mieg, 2003, S. 263).

2.2.2 Systemtheoretische Verortung

Wandel im System

Die professionssoziologischen Erläuterungen machen deutlich, dass die Professionen immer vielfältigeren Ansprüchen und Anforderungen genügen müssen. Die Vernetzung und der Bezugsrahmen zwischen den einzelnen Fachgebieten wird enger. Es ergeben sich eine Vielzahl neuartiger Verbindungen. Welches sind die Auswirkungen von Interdisziplinarität und intermediären Positionen für die Profession, als System gesehen?

Interpenetration und Durchlässigkeit – über die Unschärfe des Systems

Die Abgrenzung autopoietischer Systeme ist nur noch bedingt für die funktionale Differenzierung eines Teilsystems verantwortlich zu machen. Vor dem Hintergrund der mehrfach-, bzw. vielfach-adressierten Darstellungen von Professionalität (Pfadenhauer, 2003, S. 82), muss davon ausgegangen werden, dass an die Stelle der ausschliesslich selbstreferentiellen Funktionsweise, im Zuge neu erwachsener Anforderungen, ein Mechanismus des wechselseitigen Durchdringens der Systeme getreten ist. Dies hat zur Folge, dass nur mehr der Kern einer Profession von Bezugs- oder Nachbarsystemen unbehelligt bleibt. Die Randregion der Profession ist der Ort, wo sie interpenetriert wird und somit an Trennschärfe und Distinktion gegenüber eben diesen Bezugssystemen einbüsst. (Thomas Kurtz, 2003, S. 92ff.)

Der binäre Code

Die binäre Codierung der Profession ist das wertvolle Innerste, welches in der Interaktion mit anderen Systemen möglichst unangetastet bleibt. Gerade für die Soziale Arbeit ist die Interaktionsabhängigkeit aber ein zentraler Faktor. Reziprozität und Interdependenz erschweren die Ausdifferenzierung des eigenen Systems. Denn funktionale Teilsysteme erhalten sich durch gegenseitige Abgrenzung aufrecht (Luhmann, 1984, S. 35). Der binäre Code beschreibt das Fundament des Systems. Er ist die Binnenlogik, eines geschlossenen Teilsystems. Und auf ihn greifen alle selbstreferentiellen Funktionen zurück, womit wiederum

Differenz zu anderen Bezugssystemen generiert wird. Diese Differenz schafft gemäss Luhmann (1991, S. 142) Konturen und ist dafür verantwortlich, die Persönlichkeitsstrukturen des Teilsystems herauszubilden.

Die Codierung eines Systems ist von einer „Zweifaltigkeit“ geprägt (binär). Dabei geht es um zwei konträre Möglichkeiten, welche das Handlungsfeld des Systems beschreiben. In der Sozialen Arbeit kann dieses mit Helfen versus Nicht-Helfen beschrieben werden. Die Ausdifferenzierung eines Systems führt über dessen Code und den Ausschluss einer „dritten Möglichkeit“ im internen Kommunikationsprozess, zur Schliessung und Funktionalität. (Luhmann, 1990, S. 84, in Roland Merten, 2000, S. 181ff.)

Programmierung des Systems

Programme, welche von der Entscheidung innerhalb des Systems abhängig sind, welche Seite der binären Möglichkeiten berücksichtigt werden soll, machen das System urteils- und handlungsfähig und generieren somit Sinngehalt. Operationen, welche von diesem Programm festgelegt sind, sorgen für die Offenheit des Systems. Die Programmierung ist also dafür verantwortlich, die Bedingungen zu diktieren, unter welchen das System Entscheidungen für die eine, oder die andere Seite des binären Codes arbeitet. (Merten, 2000, S. 181ff.)

Offenheit darf hier nicht als unreflektierte Nachlässigkeit eines Systems gewertet werden. Um die Kontur des Systems zu gewährleisten, müssen genaue Spezifikationen verfügbar sein, unter welchen es das System zulässt, offen, bzw. durchlässig für andere Bezugssysteme zu sein. Im Rahmen dieser Programme ist es einem System möglich, auch mit den oben erwähnten „dritten Möglichkeiten“ umzugehen.

Diese „dritten Möglichkeiten“, werden auf einer höheren Ebene verarbeitet und beeinträchtigen die grundlegendere, binäre Codierung des Systems nicht. Im Gegenteil: Operationen mit Fremdheitsanteilen werden von der binären Codierung überwacht. Durch diesen Bezugsrahmen von Systemschliessung und Systemöffnung gelingt es, Struktur und Komplexität systemintern zu festigen. Diese zirkuläre Interaktion ist eine fundamentale Binnenaktivität eines Teilsystems. (Merten, 2000, S. 185ff.)

Strukturelle Kopplung

Eine strukturelle Kopplung liegt vor, wenn „ein System bestimmte Eigenarten seiner Umwelt dauerhaft voraussetzt und sich strukturell darauf verlässt“ (Luhmann 1993, S.441, in Merten, 2000, S. 192f.). Diese bestimmten Eigenarten werden im Folgenden unter dem Attribut „systemfremd“ abgehandelt. Denn ihre Dispositionen haben sie von einem Bezugssystem erhalten und bleiben unter diesem Gesichtspunkt für das System der Sozialen Arbeit zunächst fremd.

[...]

Ende der Leseprobe aus 110 Seiten

Details

Titel
Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation - Strang II
Hochschule
Universität Luzern
Note
B (sehr gut)
Autoren
Jahr
2008
Seiten
110
Katalognummer
V117203
ISBN (eBook)
9783640278213
ISBN (Buch)
9783640282241
Dateigröße
1140 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zu dieser Arbeit gibt es auch einen Strang I unter der Archivnummer v 117205.
Schlagworte
Berufsentwicklung, Soziokulturellen, Animation, Strang
Arbeit zitieren
Nico Scheidegger (Autor)Simon Süsstrunk (Autor), 2008, Berufsentwicklung der Soziokulturellen Animation - Strang II, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117203

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