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Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Probleme und Förderungsmaßnahmen in der Schule

Titel: Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Probleme und Förderungsmaßnahmen in der Schule

Bachelorarbeit , 2020 , 57 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Pädagogik - Inklusion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit stellt die Diskussion der Sonderschule im Vergleich zu einer Schule für alle dar. Es soll erarbeitet werden, inwiefern die Sonderschule, beziehungsweise die Schule für alle als mögliche Inklusions- und Förderungsmaßname verstanden werden kann, um Schüler/innen im Autismus-Spektrum eine gelungene Schulzeit mit einer Chancengleichheit zu ermöglichen.

Bei einer durchschnittlichen Klassenstärke von etwa 25 Kindern befindet sich in ungefähr jeder vierten Klasse ein Schüler/eine Schülerin im Autismus-Spektrum. Es gilt demnach für eine Lehrperson als relativ wahrscheinlich, im Laufe seines/ihres Schullebens mindestens einmal ein Kind/einen Jugendlichen mit einer autistischen Störung zu unterrichten.

Basierend auf dieser Annahme, widmet sich die Arbeit dem Autismus im schulischen Kontext. Um ein Verständnis vom Autismusbegriff im Allgemeinen zu erlangen, wird dieser zu Beginn definiert und anhand der Symptomatik des Autismus sowie seiner Geschichte dargelegt. So folgen im Anschluss die verschiedenen Formen des Autismus, wobei die Klassifikation des Asperger-Syndroms in der vorliegenden Arbeit intensiver hinsichtlich der Epidemiologie, Symptomatik, Diagnostik und Ätiologie dargestellt wird.

Anhand der daraus resultierenden Erkenntnisse können folglich die Herausforderungen sowie der mögliche Förderungsbedarf betroffener Schüler/-innen thematisiert und herausgearbeitet werden. Nach der Einordnung der Schüler/-innen mit einer autistischen Störung in den schulischen Kontext, soll die Inklusion fokussiert werden. Zum einen gilt es hierbei, ein Beispielmodell zur Beantwortung der Frage, wie eine inklusive Bildung im Allgemeinen aussehen könnte, zu finden.

Anschließend folgt eine Darstellung verschiedener Methoden, die eine Inklusion erzielen sollen. Diese werden jedoch zunächst in ihrem Vorgehen vorgestellt, bevor sie im Kapitel Die Vision der Inklusion sowie im Fazit hinsichtlich ihrer Eignung für autistische Schüler/-innen bewertet werden. Im Fokus steht hierbei die Didaktik der Vielfalt, das Konzept der Schule für alle im Sinne einer entwicklungslogischen Didaktik nach G. Feuser sowie die Institution der Sonderschule.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Autismus-Spektrum-Störungen

2.1 Definition

2.2 Die Geschichte des Autismus

2.3 Klinische Symptomatik autistischer Syndrome

2.4 Autistische Subtypen: Klassifikation des Autismus

2.4.1 Die Beziehungen der verschiedenen Entwicklungsstörungen zueinander

2.4.2 Der frühkindliche Autismus

2.4.3 Das Asperger-Syndrom

2.4.4. Der atypische Autismus

2.4.5 Sonderformen von Autismus

3. Das Asperger-Syndrom

3.1 Epidemiologie

3.2 Symptomatik und Verhaltensauffälligkeiten

3.3 Diagnostik

3.3.1 Diagnosekriterien

3.3.2 Diagnoseverfahren

3.4 Ätiologie

4. Schüler/-innen mit einer autistischen Störung im Unterricht

4.1 Ziele und Aufgaben der Schulen

4.2 Herausforderung „Schule“ und Förderbedarf

4.3. Strukturierungen im schulischen Alltag

5. Mögliche Förderungsmaßnahmen und Inklusion im Klassenraum

5.1 Von der Integration zur Inklusion

5.2 Wie könnte eine „Inklusive Bildung“ aussehen?

5.3 Konzepte und Methoden

5.3.1 „Didaktik der Vielfalt“

5.3.2 Die Entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser

5.3.3 Das Konzept der Sonderschule

6. Die Vision der Inklusion – Diskussion: Die „richtige“ Schule?

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht Autismus-Spektrum-Störungen im schulischen Kontext mit dem Ziel, Herausforderungen sowie notwendige Fördermaßnahmen für betroffene Schülerinnen und Schüler zu identifizieren und die Eignung der Sonderschule im Vergleich zu einer „Schule für alle“ kritisch zu diskutieren.

  • Definition und klinische Symptomatik des Autismus-Spektrums
  • Spezifische Anforderungen und Förderbedarfe von Schülern mit Asperger-Syndrom
  • Didaktische Konzepte zur Gestaltung eines inklusiven Unterrichts
  • Kritische Analyse von Integrations- und Inklusionsansätzen im Bildungswesen
  • Vergleich der Sonderschule mit der Vision einer inklusiven „Schule für alle“

Auszug aus dem Buch

2.4.3 Das Asperger-Syndrom

Als eine weitere Form des Autismus gilt das Asperger-Syndrom, welches erstmals von Ssucharewa (1926) und Asperger (1944) genannt wurde. Bereits nach dieser Erstbeschreibung geriet das Syndrom jedoch für einige Zeit in Vergessenheit, bis es 1981 in einer Arbeit von Lorna Wing wiederentdeckt wurde. Daraufhin wurde das Asperger-Syndrom schließlich auch in die ICD-10 aufgenommen, was eine rasante Forschungsentwicklung bedingte. Der grundlegende Unterschied zum frühkindlichen Autismus besteht dahin gehend, dass es bis zum dritten Lebensjahr nicht zu einer offensichtlichen Entwicklungsverzögerung gekommen ist. Des Weiteren ist die Sprache beim Asperger-Syndrom bereits vor dem dritten Lebensjahr entwickelt und grenzt sich somit ebenfalls vom frühkindlichen Autismus ab. Trotz dessen bleibt zu beachten, dass auch in dieser Form des Autismus Auffälligkeiten in der frühen Sprachentwicklung von Kindern vorliegen können. Demnach beginnen die Betroffenen oftmals recht spät mit dem Sprechen und erwerben währenddessen zügig einen ausgereiften Sprachstil, welcher ihrem Alter nicht entspricht. Die Intelligenz ist bei Menschen mit einem Asperger-Syndrom meist auffällig, sodass sie in IQ-Tests oftmals überdurchschnittliche IQ-Scores erreichen. Vor allem das Gedächtnis zeigt sich vermehrt als überdurchschnittlich gut ausgeprägt und geregelte Abläufe, wie sie etwa in der Schule vorkommen, entsprechen meist den Vorlieben der Betroffenen. Ähnlich wie beim frühkindlichen Autismus lassen sich auch beim Asperger-Syndrom Komplikationen in der sozialen Wahrnehmung sowie der Kommunikation erkennen. Zwar sind solche Auffälligkeiten nicht schwer auszumachen, trotzdem gelingt es den intelligenten Betroffenen häufig, die Diagnose anhand von Kompensationsstrategien zu verbergen. Bei schwerwiegenden und chronischen zwischenmenschlichen Konflikten oder Erfahrungen der Ausgrenzung, entwickeln viele der Betroffenen „ein angemessenes Verständnis des eigenen So- und Anders-Seins und der zahlreichen sich daraus entwickelten Probleme“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Thematik durch die steigende Wahrscheinlichkeit, autistische Kinder zu unterrichten, und skizziert das Ziel der Arbeit, Inklusionsmaßnahmen und die Sonderschuldiskussion zu erörtern.

2. Autismus-Spektrum-Störungen: Dieses Kapitel definiert den Autismusbegriff, beschreibt seine historische Entwicklung sowie die klinische Symptomatik und klassifiziert verschiedene autistische Subtypen.

3. Das Asperger-Syndrom: Hier werden spezifische Merkmale wie Epidemiologie, Symptomatik, Diagnostik und Ätiologie des Asperger-Syndroms detailliert beleuchtet.

4. Schüler/-innen mit einer autistischen Störung im Unterricht: Der Fokus liegt auf den Herausforderungen im schulischen Alltag, der Notwendigkeit von Strukturierungen und der Rolle der Lehrkräfte bei der Förderung dieser Schülerinnen und Schüler.

5. Mögliche Förderungsmaßnahmen und Inklusion im Klassenraum: Dieses Kapitel diskutiert Konzepte wie die „Didaktik der Vielfalt“, die entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser und das traditionelle Sonderschulkonzept hinsichtlich ihrer Inklusionstauglichkeit.

6. Die Vision der Inklusion – Diskussion: Die „richtige“ Schule?: Es findet eine kritische Diskussion darüber statt, wie Inklusion im Bildungssystem umgesetzt werden kann und warum eine „Schule für alle“ einer bloßen Sonderschul-Selektion vorzuziehen ist.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen und pädagogischen Umdenkens zusammen und betont, dass Inklusion einen generationenübergreifenden, strukturellen Wandlungsprozess darstellt.

Schlüsselwörter

Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Inklusion, Integration, Schulalltag, Sonderpädagogik, Didaktik der Vielfalt, Entwicklungslogische Didaktik, Georg Feuser, Diagnostik, Symptomatik, Förderbedarf, Nachteilsausgleich, Schule für alle, Soziale Interaktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern und Jugendlichen im Autismus-Spektrum im schulischen Kontext, untersucht deren spezifische Probleme und erarbeitet mögliche pädagogische Förderansätze.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die klinische Definition des Autismus, die Besonderheiten des Asperger-Syndroms, inklusive Unterrichtskonzepte sowie die kritische Gegenüberstellung von Sonderschulsystemen und integrativen Bildungsmodellen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Förderbedarf autistischer Schüler zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie eine gelungene Inklusion – insbesondere durch die Diskussion der „Schule für alle“ gegenüber der Sonderschule – ermöglicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um den aktuellen Wissensstand zu Autismus-Spektrum-Störungen, didaktischen Konzepten und bildungspolitischen Vorgaben systematisch darzustellen und zu vergleichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen des Autismus, die spezifische Diagnostik, Anforderungen an Lehrkräfte im Unterricht sowie Konzepte wie die entwicklungslogische Didaktik nach G. Feuser ab.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Autismus-Spektrum-Störung, Asperger-Syndrom, Inklusion, Schulpädagogik, Förderbedarf und entwicklungslogische Didaktik.

Wie wird das Asperger-Syndrom im Vergleich zum frühkindlichen Autismus definiert?

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal ist, dass beim Asperger-Syndrom im Gegensatz zum frühkindlichen Autismus vor dem dritten Lebensjahr keine offensichtlichen Entwicklungsverzögerungen in der Sprache oder Kognition auftreten.

Welchen Nutzen hat die im Kapitel 5.2 beschriebene Baumstruktur der integrativen Pädagogik?

Das Modell veranschaulicht, wie durch innere Differenzierung und die Orientierung an einem gemeinsamen Gegenstand unterschiedliche Lernniveaus innerhalb einer Lerngruppe vereint werden können, anstatt nur einen einzigen vorgegebenen Weg zu verfolgen.

Ende der Leseprobe aus 57 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Probleme und Förderungsmaßnahmen in der Schule
Hochschule
Universität Koblenz-Landau  (Bildungswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
57
Katalognummer
V1172098
ISBN (eBook)
9783346584861
ISBN (Buch)
9783346584878
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Autismus Autismus-Spektrum-Störung Entwicklungsstörung Schule für alle Inklusion Unterricht Sonderschule Sonderpädagogik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Autismus-Spektrum-Störungen bei Kindern und Jugendlichen. Probleme und Förderungsmaßnahmen in der Schule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1172098
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Leseprobe aus  57  Seiten
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