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Die Stadt politisieren – Fragmentierung, Kohärenz und soziale Bewegungen in der "Sozialen Stadt"

Titel: Die Stadt politisieren – Fragmentierung, Kohärenz und soziale Bewegungen in der "Sozialen Stadt"

Essay , 2020 , 4 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Antworten auf die Fragen:
Wie kritisieren Holm und Lebuhn die Quartierspolitik im Rahmen der ‚Sozialen Stadt‘?
Wie begründen die Autoren das aus ihrer Sicht „problematische Verhältnis“ von Sozialen Bewegungen und deren Mobilisierungen und „Soziale-Stadt-Programme“?
Welche Perspektiven werden im Zusammenhang von Migration und Stadtpolitik diskutiert?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Wie kritisieren Holm und Lebuhn die Quartierspolitik im Rahmen der ‚Sozialen Stadt‘?

2. Wie begründen die Autoren das aus ihrer Sicht „problematische Verhältnis“ von Sozialen Bewegungen und deren Mobilisierungen und „Soziale-Stadt-Programme“?

3. Welche Perspektiven werden im Zusammenhang von Migration und Stadtpolitik diskutiert?

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Analyse setzt sich kritisch mit der konzeptionellen Ausrichtung und praktischen Umsetzung der „Sozialen Stadt“-Programme auseinander. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwiefern diese Programme durch ihre Fokusverschiebung weg von einer umverteilungsorientierten Wohlfahrtspolitik hin zu einer postpolitischen Konsensstrategie soziale Konflikte und Interessengegensätze innerhalb der Stadtgesellschaft vernachlässigen.

  • Kritische Bewertung der Quartierspolitik und ihrer Beteiligungsinstrumente
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Quartiersmanagement und sozialen Protestbewegungen
  • Untersuchung der strukturellen Abhängigkeiten von stadtteilbezogenen Programmen
  • Bedeutung der Inklusion migrantischer Perspektiven und Bürgerrechtsansätze in der Stadtpolitik

Auszug aus dem Buch

Wie kritisieren Holm und Lebuhn die Quartierspolitik im Rahmen der ‚Sozialen Stadt‘?

Der Begriff „Soziale Stadt“ steht für ein integratives und quartiersbezogenes Förderprogramm, dessen zentrales Ziel die perspektivische Wiederherstellung sozialer Kohäsion und Integration in der Stadt ist. Damit verbunden ist die Stärkung von lokalen Netzwerken, die Förderung des Selbstbewusstseins der Bewohner/-innen und die Verbesserung von schlechten Images in den Stadtteilen, was wiederrum zu Gefühlen von Sicherheit und kohärenter Einheit bei allen Bürger/-innen führen soll. Erreicht werden soll dieses Ziel durch kommunikative Strategien und Beteiligungsinstrumenten. Trotz des Enthusiasmus für solche Quartierspolitiken werden jedoch auch Kritiken laut. So verweisen Holm und Lebuhn z. B. darauf, dass die Fokussierung auf quartiersbezogene Interventionsprogramme für die meisten Städte oftmals mit substantiellen Einschnitten und Kürzungen im Bereich der Wohnungs- und Arbeitsmarktpolitik einher ging.

Auch aus konzeptioneller Sicht „stehen die neuen Quartiersansätze für die Abkehr von Wohlfahrtspolitiken und (…) Umverteilungsinstrumenten (…) und beschränken sich auf das Abarbeiten an den Symptomen von Armut und Ausgrenzung“ (Mayer 2003, zitiert nach Holm & Lebuhn 2013, S. 196). Solche Quartiersprogramme ähneln den Autoren zufolge einer postpolitischen Regierungsform, die den konflikthaften Charakter des Politischen durch einen möglichst harmonischen Konsens verdrängt habe. Gesellschaftlich brisante und kritische Fragen bleiben folglich unbehandelt, d. h. sie werden in den neu eingerichteten Quartiersforen nicht oder kaum politisch und kontrovers diskutiert, da sie den Handlungsrahmen der Quartiersprogramme übersteigen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wie kritisieren Holm und Lebuhn die Quartierspolitik im Rahmen der ‚Sozialen Stadt‘?: Dieses Kapitel beleuchtet die Kritik an der „Sozialen Stadt“, die insbesondere die Vernachlässigung struktureller Probleme zugunsten einer harmonisierenden, postpolitischen Quartiersentwicklung thematisiert.

2. Wie begründen die Autoren das aus ihrer Sicht „problematische Verhältnis“ von Sozialen Bewegungen und deren Mobilisierungen und „Soziale-Stadt-Programme“?: Hier wird analysiert, warum das Quartiersmanagement soziale Protestbewegungen kaum unterstützt und welche strukturellen sowie institutionellen Abhängigkeiten dieses Konfliktverhältnis prägen.

3. Welche Perspektiven werden im Zusammenhang von Migration und Stadtpolitik diskutiert?: Das abschließende Kapitel skizziert alternative Wege, wie durch eine stärkere Einbindung von Bürgerrechtsperspektiven und die Anerkennung migrantischer Akteure eine wahrhaft „soziale Stadt“ gestaltet werden könnte.

Schlüsselwörter

Soziale Stadt, Quartiersmanagement, Stadtpolitik, Protestbewegungen, Gentrifizierung, Soziale Kohäsion, Partizipation, Postpolitik, Migration, Bürgerrechte, Stadtentwicklung, Verdrängung, Wohlfahrtspolitik, soziale Ungleichheit, Interventionsprogramme

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht kritisch das Förderprogramm „Soziale Stadt“ und dessen Auswirkungen auf stadtpolitische Prozesse, soziale Gerechtigkeit und das Zusammenleben in urbanen Räumen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen umfassen die Kritik an der Quartierspolitik, das Verhältnis zu sozialen Protestbewegungen sowie die Rolle von Migration und Bürgerrechten in der Stadtentwicklung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, warum das „Soziale-Stadt“-Programm trotz seines integrativen Anspruchs soziale Konflikte oft überdeckt und warum es in einem problematischen Verhältnis zu zivilgesellschaftlichen Protestbewegungen steht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Diskursanalyse, die durch Fallbeispiele und Expertenzitate, insbesondere von Holm und Lebuhn, untermauert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die strukturellen Einschränkungen von Quartiersmanagement-Einheiten, die Auswirkungen von Aufwertungsstrategien auf einkommensschwache Haushalte und die mangelnde Einbindung politisch aktiver migrantischer Initiativen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Quartiersmanagement, soziale Spaltung, politische Partizipation, Gentrifizierung und die kritische Auseinandersetzung mit stadtpolitischen Programmen.

Warum wird das Quartiersmanagement als in seiner Arbeit eingeschränkt betrachtet?

Das Quartiersmanagement ist durch institutionelle Abhängigkeiten, fehlende rechtliche Befugnisse und ressourcenbezogene Beschränkungen in seiner Handlungsfähigkeit gegenüber gravierenden stadtpolitischen Problemen stark limitiert.

Welche Rolle spielen Migranten in der untersuchten Quartierspolitik?

Migranten werden im Programm oft nicht als stadtpolitische Akteure auf Augenhöhe wahrgenommen, sondern primär als Zielgruppe für Integrationsmaßnahmen oder als Problemgruppe innerhalb von „Abwärtsspiralen“ innerhalb der Quartiere definiert.

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Details

Titel
Die Stadt politisieren – Fragmentierung, Kohärenz und soziale Bewegungen in der "Sozialen Stadt"
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
4
Katalognummer
V1172332
ISBN (PDF)
9783346591845
Sprache
Deutsch
Schlagworte
stadt fragmentierung kohärenz bewegungen sozialen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2020, Die Stadt politisieren – Fragmentierung, Kohärenz und soziale Bewegungen in der "Sozialen Stadt", München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1172332
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Leseprobe aus  4  Seiten
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