Schulpraxissemester im Fach Wirtschaft. Methode des Rollenspiels im ökonomischen Unterricht


Seminararbeit, 2022

73 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Hospitation
1.1 Monatsberichte
1.1.1 Monatsbericht I September/ Oktober
1.1.2 Monatsbericht II November
1.1.3 Monatsbericht III Dezember
1.2 Unterrichtsbeobachtungen
1.2.1 Unterrichtsbeobachtung I: September 2021
1.2.2 Unterrichtsbeobachtung II: November 2021
1.2.3 Unterrichtsbeobachtung III: Dezember 2021
1.3 Kommentar zu Unterrichtsbeobachtungen
1.3.1 Kommentar I zu Blogeintrag Anne
1.3.2 Kommentar II zu Blogeintrag Alina
1.3.3 Kommentar III zu Blogeintrag Anne-Katrin Döhl

2 Unterrichten
2.1 Unterrichtsentwurf I zum Thema „Der vollständige Wirtschaftskreislauf“
2.1.1 Angaben zur Klassenumgebung
2.1.2 Äußere Rahmenbedingungen und Lerngruppenanalyse
2.1.3 Richt-, Grob-, und Feinlernziele der eigenen Unterrichtseinheit
2.1.3.1 Richtlernziel
2.1.3.2 Groblernziele
2.1.3.3 Feinlernziele
2.1.4 Unterrichtsgegenstand
2.1.4.1 Sachanalyse
2.1.4.2 Stoffanordnung der Unterrichtsstunde
2.1.4.3 Stoffauswahl
2.1.5 Didaktische-methodische Vorgehensweise
2.1.6 Tabellarische Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit
2.1.7 Reflexion der Unterrichtseinheit
2.1.8 Literaturverzeichnis
2.1.9 Anhänge
2.1.9.1 Präsentation Evernote
2.1.9.2 Anhang I: Arbeitsblatt Kreuzworträtsel
2.1.9.3 Anhang II: Didaktische Reserve
2.2 Unterrichtsentwurf II zum Thema „Wirtschaftliche Entscheidungen und Bedürfnisse von Konsumenten“
2.2.1 Angaben zur Klassenumgebung
2.2.2 Äußere Rahmenbedingungen und Lerngruppenanalyse
2.2.3 Richt-, Grob-, und Feinlernziele der eigenen Unterrichtseinheit
2.2.3.1 Richtlernziel
2.2.3.2 Groblernziele
2.2.3.3 Feinlernziele
2.2.4 Unterrichtsgegenstand
2.2.4.1 Sachanalyse
2.2.4.2 Stoffanordnung der Unterrichtsstunde
2.2.4.3 Stoffauswahl
2.2.5 Didaktische-methodische Vorgehensweise
2.2.6 Tabellarische Verlaufsplanung der Unterrichtseinheit
2.2.7 Reflexion
2.2.8 Literaturverzeichnis
2.2.9 Anhänge

3 Studienprojekt
3.1 Einleitung
3.2 Begriffsklärung
3.2.1 ökonomische Bildung
3.2.2 Definition Rollenspiel
3.2.3 Einsatz von Rollenspielen
3.2.4 Forschungsstand
3.3 Fragestellung
3.4 Methode
3.5 Darstellung und Erläuterung des Auswertungsdesigns
3.6 Deskription der Ergebnisse
3.7 Diskussion
3.8 Fazit

Literaturverzeichnis

1 Hospitation

1.1 Monatsberichte

1.1.1 Monatsbericht I September/ Oktober

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=53614#p92383

Hallo liebe Leser*innen, am 30. August 2021 ist mein Schulpraxissemester an der J“Schule“ gestartet. An diesem Tag hatte ich die Möglichkeit bei der Dienstberatung meine Kolleg*innen kennenzulernen und sie mich. Hier hatte ich ebenfalls die Möglichkeit meine Mentor*innen das erste Mal persönlich zu treffen. Bei der Dienstberatung wurden viele Themen besprochen von neuen Kollegen, über dienstliche Belehrung bis hin zu den Corona-Schutz-Maßnahmen. Ziemlich viele neue Eindrücke für einen Tag. Ich denke, den meisten von euch wird es genauso ergangen sein. Ich wurde herzlich von allen aufgenommen, alle wirkten sehr entspannt und motiviert. Am darauffolgenden Donnerstag ging es dann in die Vollen, der erste Schultag im Schuljahr 2021/ 2022 startete. Ich konnte diesen Tag mit meiner Deutschmentorin verbringen. Sie ist Klassenleiterin der Klasse 8b und hat neben der Durchführung des Corona-Tests die Belehrung, Schulbuchausgabe sowie den Stundenplan mit ihnen besprochen.

Ich wurde direkt in die Hektik (oder vielmehr den Alltag) der Lehrer*innen mit hineingezogen. Viele Lehrer*innen laufen in den Pausen von einem Raum zum nächsten, um die letzten Vorbereitungen zu treffen und haben zu Beginn des Schuljahres leider nur wenig Zeit zum Austausch in der Pause. Für mich liefen die ersten Wochen aber zu meiner größten Zufriedenheit ab, da ich meinen Stundenplan selbstständig organisieren konnte und eingeladen wurde bei fachfremden Lehrkräften ebenfalls hospitieren zu dürfen. Beide Mentor*innen kümmern sich sehr aufmerksam und vollumfänglich um mich. Fragen werden detailliert beantwortet bzw. werden mir gleichermaßen Fragen zu eigenen Erfahrungen gestellt. Auf Anfrage nach Schulbüchern wurde mir diese sofort übergeben. Ebenso ein Schulschlüssel für alle Räumlichkeiten. Außerdem habe ich von jeder Klasse, in der ich hospitiere, einen guten Eindruck gewonnen und freue mich diese selbst zu unterrichten. Beim ersten Betreten des Klassenraumes wurde ich mit großen Augen angeschaut und die Frage hallte durch den Raum „Wer ist das denn?“.

Sowohl in Wirtschaft, als auch in Deutsch wurde ich von den Mentor*innen vorgestellt. Respektlos und frech kam mir dabei keiner der SuS entgegen. Das nahm mir schnell die Nervosität. Aufgrund von Lehrermangel (Krankheit usw.) kam es in den ersten Woche oft zu Vertretungsstunden und Ausfällen, sodass das hospitieren bei anderen Lehrkräften noch zu wenig kam. Ich nehme mir für die nächsten Wochen vor, noch mehr auf die anderen Lehrer*innen zuzugehen, sodass ich auch in deren Unterricht einmal hospitieren kann, umso mehrere Unterrichtsstile und auch verschiedene Methoden kennenzulernen, da ich mir schon Eigenheiten meiner Mentor*innen angenommen habe.

Ich bin sehr gespannt, was in den weiteren Wochen noch auf mich zukommt und bin auf alles vorbereitet und möchte mich völlig auf die Situation der Lehrkraft einlassen.

Viele Grüße

Phillip Wisotzky

1.1.2 Monatsbericht II November

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=55545#p95626

Hallo liebe mitlesende Kommiliton*innen, inzwischen befinden wir uns im November 2021 und damit etwa bei der Hälfte unseres Schulpraxissemesters. Ich fühle `angekommen´ in meinem Praktikum. Die Kolleg*innen der „Schule“haben mich vollständig akzeptiert. Auch die Schüler*innen nehmen mich nicht als `mitlaufende Person´ sondern als Lehrkörper wahr. Diese Akzeptanz hätte ich nicht erwartet, erfreut mich dennoch sehr. Ebenfalls ist mein Familienname inzwischen für die Schüler*innen bekannt.

Ich habe neben zahlreichen Hospitationsstunden nun auch schon einige eigene Unterrichtsversuche unternehmen dürfen. Diese habe ich gemeinsam mit meinem Wirtschaftsmentor erarbeitet, sodass diese in die jeweilige Sequenz passten.

Als kleine Zusatzaufgabe (für mich) steht im November (08.11.-19.11.) das Betriebs- bzw. Orientierungspraktikum der neunten Klasse an, welches ich gemeinsam mit der Lehrkraft betreut habe. Hier hatten die Schüler*innen der Klassenstufe neun seit Schuljahresbeginn den Auftrag sich eigenständig um einen Praktikumsplatz zu kümmern. Leider hat dies bei einigen bis zum Beginn der Praktikumswoche nicht geklappt, sodass die Lehrkraft noch am Freitag vor dem Praktikum Telefonate führen musste. Auch mit Beginn des Praktikums kam es vereinzelt zu Komplikationen, wie bspw. Krankheit von Schüler*innen oder Absagen der Praktikumsbetriebe, sodass die Lehrkraft (aber auch ich) mit weiteren Betrieben Kontakt aufgenommen haben. Im Verlauf des zweiwöchigen Betriebspraktikums habe ich gemeinsam mit meinem Mentor die Schüler*innen in ihren Praktikumsstätten besucht und nach ihren Tätigkeiten und ihrem Befinden gefragt.

Im Anschluss an das Praktikum haben die Schüler*innen den Arbeitsauftrag erhalten eine zehnminütige Präsentation (Plakat, Powerpoint, Video) über ihr Praktikum und ihren Betrieb zu gestalten. Dazu haben sie im Vorfeld Material erhalten, um Informationen von ihrem Betreuer sammeln zu können. Die Gestaltung sowie die Erstellung eines Handouts erfolgten in den letzten Novemberwochen, sodass wir im Dezember die Präsentationen der Praktikumsbetriebe erhalten werden.

Also, wenn ihr genauso gespannt seid, auf die Beiträge der Schüler*innen, wie ich, dann lest meinen Monatsbericht vom Dezember!

Viel Erfolg euch in eurem eigenen Schulpraxissemester!

Euer Phillip

1.1.3 Monatsbericht III Dezember

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=57044#p97813

Hallo liebe Kommiliton*innen, ein letztes Mal darf ich euch von meinen Erfahrungen im Schulpraxissemester berichten. Das Jahr neigt sich dem Ende zu, die Schüler*innen sowie die Lehrkräfte kommen in Weihnachtsstimmung. Das Schulhaus wird weihnachtlich geschmückt. Ein großer Weihnachtsbaum steht in der Empfangshalle, auch einige Klassenräume sind mit selbstgebasteltem Fensterschmuck bzw. sogar mit selbstgebastelten Adventskalendern verziert.

Neben der weihnachtlichen Stimmung steht aber auch, wie in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt, die Auswertung der Berufsorientierungspraktikas der neunten Klassenstufe an. Die Schüler*innen hatten im Nachgang ihres Praktikums die Gelegenheit eine Präsentation (in Form von Plakaten, Powerpoint-Präsentationen oder sogar Videoform – im Stil eines Influencers) zu erstellen. Ein Handout, die die Mitschüler*innen erhalten, wurde in den Wirtschaftsstunden gemeinsam erstellt, ausgenommen der 9. Dezember. Hier habe ich einen meiner Unterrichtsentwürfe halten können. Ab dem 13. Dezember wurden dann die Praktikumsbetriebe vorgestellt. Die meisten Schüler*innen haben den klassischen Weg gewählt und ein Plakat erstellt. Dabei hat sich gezeigt, dass viele Schüler*innen große Probleme haben frei zu sprechen und daher oft von ihren Plakaten abgelesen haben. Als angehender Deutschlehrer ist mir dann auch aufgefallen, dass das Bilden von Sätzen (aus Stichpunkten) den Schüler*innen sehr schwer fällt. Ein besonderes Highlight war eine Schülerin, die ihr Praktikum in einem Friseursalon absolviert hat. Hier betreibt die Chefin einen Instagram-Account. Daher hat die Schülerin gemeinsam mit ihrer Chefin ein Video gedreht und so ihren Praktikumsbetrieb vorgestellt.

Alles in allem haben die Schüler*innen die gestellten Aufgaben gut erfüllt und haben tolle Erlebnisse bzw. Erfahrungen sammeln können. Wenige von den Schüler*innen haben jedoch durch das Praktikum und die Vorstellung der verschiedenen Berufe genaue Vorstellungen, was sie sich für einen späteren Beruf vorstellen könnten. Dennoch haben die Schüler*innen sich viel Mühe gegeben ihren Praktikumsbetrieb bestmöglich vorzustellen. Daher haben mein Wirtschaftsmentor und ich durchweg gute Noten vergeben können.

Hier war ich sehr erfreut, dass mich mein Wirtschaftsmentor bei der Benotung voll miteinbezogen hat und meine Meinung bzw. Einschätzung geschätzt hat.

Viele Grüße

Euer Phillip

1.2 Unterrichtsbeobachtungen

1.2.1 Unterrichtsbeobachtung I: September 2021

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=52735#p91077

- Goethes Biographie -

Montag, 20.09.2021

2. Stunde Deutsch; Klasse 8x

Fr. F.

Hallo liebe Leser*innen, in diesem Blockeintrag möchte ich eine meiner ersten Unterrichtsbeobachtungen reflektieren, die ich während meines Schulpraxissemesters machen konnte. Die Beobachtung bezieht ich zwar auf eine Deutschstunde, jedoch habe ich die Klasse 8b zu Beginn des SPS mehrfach beobachten können und habe daher einen sehr guten Einblick auf das Verhalten der SuS bekommen. Der Wirtschaftsunterricht in dieser Klasse wird leider von einer anderen Lehrkraft geführt, bei der ich nicht dabei sein konnte. Der Verlauf der Stunde bei Frau F., die auch meine Mentorin ist, wird nachfolgend geschildert.

Frau F. steigt damit in den Unterricht ein, dass sie vier Bilder von Goethe über den Beamer an die Wand wirft (Visualisierung des Themas) und die Schüler*innen danach fragt, welches Thema sie eine Woche zuvor angekündigt habe.

Sofort ertönt einstimmig aus der Klasse: „Goethe!“ Und auch die damalig negative Reaktion („Ääääähhhh“ und „Uuuuuhhhhh“) lässt sie wiederholen. Als nächstes forscht sie nach, was die Schüler*innen bereits alles über Goethe wissen. Dazu schreibt sie den Namen des Schriftstellers groß an die Tafel und ruft die Schüler*innen auf, die sich melden, damit sie ihre Idee sagen und im Verfahren des Brainstorming als Mind-Map an die Tafel schreiben. Es fallen die Begriffe „Weimar“, „Zauberlehrling“, „Erlkönig“ und „Faust“.

An diesen kurzen Überblick über das Vorwissen der Schüler*innen bezüglich Goethe erklärt Frau F., dass sie sich in dieser Stunde besonders mit Goethes Leben beschäftigen möchte, und gibt für die Schüler*innen folgenden Stundenüberblick: zuerst werden sechs verschiedene Lückentexte ausgeteilt, die zusammen Goethes Biografie ergeben und die die Schüler*innen in Gruppenarbeit vervollständigen und anschließend vorstellen sollen. Als Quellen liegen Bücher über Goethe vor sowie der PC-Raum. Weiterhin wird der Tipp gegeben, lieber zuerst die Bücher (besonders deren Inhaltsverzeichnis) zu Rate zu ziehen seien, bevor man im Internet sucht. Danach teilt Frau F. die Schüler*innen nach Tischgruppen ein und schickt sie 10 Minuten auf Recherche. Durch diese Zeitbegrenzung beeilen sich die Schüler*innen und suchen eifrig nach den fehlenden Wörtern in ihrem Text. Die Lehrkraft steht die ganze Zeit für Fragen zur Verfügung, überwacht die Arbeit in den einzelnen Gruppen und gibt Hilfestellungen, wo dies nötig ist.

Bei den Gruppen selbst zeichnen sich deutliche Unterschiede in der Herangehensweise an die Aufgabe ab. Während Gruppe 2 durchdacht an die Sache herangeht, indem sie Frau F.s Rat befolgen und sich zuerst die Inhaltsangaben in den Büchern durchlesen, um so die passenden Seiten zu ihrem Thema schnell zu finden, wirkt Gruppe 5 unstrukturiert und chaotisch.

So verwundert es auch nicht, dass am Ende alle 6 Gruppen ihre Ergebnisse komplett und richtig vorstellen können und Gruppe 5 nur knapp die Hälfte der gesuchten Wörter gefunden hat.

Nachdem alle Gruppen ihre Ergebnisse vorgestellt haben, fragt Frau F. noch einmal die Klasse, ob es Verständnisschwierigkeiten gab oder ob jemand nicht alle Lücken ausfüllen konnte. Da dem nicht so ist, fährt sie mit dem Unterricht fort, indem sie ein neues Arbeitsblatt austeilt, auf dem eine alte Landkarte von Deutschland zu sehen ist. Hier sollen die Schüler*innen zur Festigung des eben erarbeiteten Stoffes allein oder in Partnerarbeit verschiedene Orte samt Lebensstationen von Goethe eintragen, damit sie am Ende einen tabellarischen Lebenslauf erhalten.

Während die Schüler*innen arbeiten, geht Frau F. im Raum herum und hilft den leistungsschwächeren Schüler*innen beim Ausfüllen des Arbeitsblattes, indem sie sie durch gezieltes Nachfragen auf die richtige Lösung bringt. Fünf Minuten vor Unterrichtsschluss bricht sie die Arbeit an den Aufgaben ab und lässt die Schüler*innen ihre bis dahin erarbeiteten Ergebnisse vortragen.

Da sie in der kurzen Zeit sehr weit gekommen sind, lobt Frau F. die gesamte Klasse für ihre gute Mitarbeit und gibt den Rest des Arbeitsblattes als Hausaufgabe auf, wodurch die Schüler*innen dazu gezwungen sind, sich auch zu Hause noch einmal mit dem Thema der Stunde zu befassen.

Erfreulich war zu sehen, dass die SuS einiges an Vorwissen besitzen und dieses auch abrufen können. Das Leistungsniveau ist teilweise unterschiedlich (siehe Gruppe 5), jedoch ist mir aufgefallen, dass die SuS lediglich unaufmerksam waren und sich haben ablenken lassen, während der Gruppenarbeitsphase. Die Lehrkraft erklärte dann jedoch nochmal deutlich, was ihnen (im Vergleich zu den anderen Gruppen) gefehlt hat, sodass für eine Notenvergabe auf einen einheitlichen Wissensstand aufgebaut werden kann. Die Lehrkraft möchte zu Beginn des Schuljahres, dass die SuS gute Noten ergattern können (bspw. durch Vorstellen der Biografie von Goethe) und einen guten Start erleben. Während meiner Beobachtungen haben sich mir zwei Fragen gestellt, die ich hier an euch weitergeben möchte:

Was haltet ihr von dieser Möglichkeit auf eine einfache Art und Weise eine gute Note zu ergattern? Ist es für euch eine Möglichkeit der Motivation oder findet ihr es eher ungerecht?

Mit Blick auf eine mögliche Differenzierungsmöglichkeit: Gibt es (eurer Meinung nach) spezielle Differenzierungsmaßnahmen für Gruppen?

Ich freue mich auf eure Anregungen und regen Austausch!

Viele Grüße

Phillip Wisotzky

1.2.2 Unterrichtsbeobachtung II: November 2021

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=55547#p95629

Liebe Kommiliton*innen, in diesem Blogbeitrag möchte ich einer meiner ersten Hospitationsstunden habe ich mich dem Mittel- bzw. Medieneinsatz widmen. Dabei habe ich an einem Dienstag eine siebte Stunde von 13.00 Uhr bis 13.45 Uhr beobachtet. Die Hospitation fand in einer zehnten Klasse statt, wobei es sich um die erste Stunde einer Doppelstunde im Fach Wirtschaft handelt. In der Klasse befinden sich insgesamt 15 Schüler*innen, darunter 5 Mädchen und 10 Jungen. Die Lehrkraft für das Unterrichtsfach Wirtschaft ist seit 4 Jahren im Lehrerberuf und unterrichtet das hospitierte Fach fachfremd. Der Klassenraum besteht aus 14 Zweiertischen, die in einer Wand-, Mittel und Fensterreihe angeordnet sind. Der Raum ist mit einer Kreidetafel, einem Overhead-Projektor sowie einem Beamer ausgestattet. Die Unterrichtseinheit begann damit, dass die Lehrkraft die Klasse in vier gleich große Gruppen mit jeweils drei bis vier Schüler*innen eingeteilt hat. Die Gruppeneinteilung hat die Lehrkraft vor Beginn der Einheit vorgenommen. In den vorherigen Einheiten wurde bereits in das Thema „Berufsorientierung“ hingeführt bzw. ist den Schüler*innen aus den Klassenstufen acht und neun bekannt. Ziel dieser Einheit ist es herauszufinden, wer über einen möglichen Ausbildungsberuf mitentscheiden sollte. Mit Hilfe einer Diskussion soll in der darauffolgenden Einheit von allen Schüler*innen Vor- und Nachteile beigetragen werden.

Die zu führende Diskussion beinhaltet vier Rollen, die jeweils einen Standpunkt einnimmt (siehe Anhang). Dazu erhalten die zuvor gebildeten Gruppen ein Arbeitsblatt. Auf diesem Arbeitsblatt sind Informationen zu der jeweiligen Rolle sowie Arbeitsaufträge und die allgemeine Situation vermerkt. Jedes der Arbeitsblätter ist dahingehend sinnvoll, da die grundlegenden Informationen für jede Gruppe bzw. Rolle explizit zusammengefasst sind und daraus die Diskussion erarbeitet werden kann. Zusätzlich haben die Schüler*innen ein weiteres Arbeitsblatt erhalten. Auf diesen sind die grundlegenden Rollenmerkmale beschrieben. Dieses Arbeitsblatt dient in der darauffolgenden Unterrichtseinheit als Argumentationsgrundlage. Dies ist als Unterstützung gedacht, damit die Fülle an Informationen nicht verlorengeht.

In einigen Rollenbeschreibungen wird von konkreten Berufsbildern gesprochen. Um weitere berufsspezifische Merkmale finden zu können, werden von der Lehrkraft Exemplare von „Berufe aktuell“ zur Verfügung gestellt. Somit kann der Realitätsbezug durch Einsatz des Mediums verstärkt werden. Weiterhin sind die Schüler*innen in der Lage sich besser in die jeweilige Rolle hineinzudenken. Besonders ist mit aufgefallen, dass die Schüler*innen sehr aufmerksam und konzentriert bei der Bearbeitung der Rollenbeschreibung gewesen sind. Dies könnte unter anderem daran liegen, dass alle Schüler*innen nach dem Abschluss der zehnten Klasse eine Berufsausbildung beginnen möchten und daher intensiv auf der Suche nach einem passenden Beruf sind. Die Lehrkraft greift in dieser Phase nur ein, wenn Fragen durch die Schüler*innen gestellt werden.

Ich habe mich für diesen Beobachtungsschwerpunkt entscheiden, da die Lehrkraft in den vorherigen Unterrichtseinheiten immer auf digitale Medien, wie Beamer und Präsentationen per Evernote gesetzt hat. Hier wurden lediglich analoge Medien eingesetzt. Nach meinem Empfinden wurden die analogen Medien für diese Erarbeitungsphase sehr bedacht und sinnvoll eingesetzt. Das Stundenziel kann somit gut umgesetzt werden. Alternative könnte den Schüler*innen auch die digitale Variante von „Berufe aktuell“ über die Homepage der Agentur für Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Möglicherweise haben die Schüler*innen durch die Internetrecherche noch mehr Spaß bei der Bearbeitung des Arbeitsauftrages. Weiterhin könnten durch eine offene Suche auch andere Merkmale eines Berufs oder artverwandte Berufe gefunden werden.

Wie seht ihr das? Ist es sinnvoll die Schüler*innen so breitgefächert nach Berufen bzw. deren Informationen suchen zu lassen oder besteht die Gefahr, dass die Recherche nach ganz anderen `Dingen´ verläuft. Wie wird die Suche nach Berufen bei euch gehandhabt?

Viele Grüße

Phillip

1.2.3 Unterrichtsbeobachtung III: Dezember 2021

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=57048#p97817

Hallo an alle Kommiliton*innen, heute möchte ich von meiner dritten Unterrichtsbeobachtung berichten. Dabei habe ich mich auf die Strukturierung einer Unterrichtseinheit bezogen. Dabei habe ich eine siebte Klasse mit 24 Schüler*innen (14 Jungen und 10 Mädchen) in der vierten Unterrichtsstunde (10.00 Uhr bis 10.45 Uhr) beobachtet. Die Lehrkraft beginnt die Unterrichtseinheit mit dem `ruhe Zeichen´ und einer Begrüßung der Schüler*innen. In der ersten Phase folge eine Wiederholung der Inhalte der letzten Unterrichtseinheit. Die Wiederholung erfolgt in einem Lehrer*innen-Schüler*innen-Gespräch. Die wichtigsten Inhalte, welche die Schüler*innen auch zuvor in ihre Hefter übernommen haben, zeigt die Lehrkraft im Anschluss über einer Präsentation per Evernote. Für die Wiederholung und den Übergang in das aktuelle Stundenziel hat die Lehrkraft insgesamt 10 Minuten gebraucht. Zum Einstieg in das aktuelle Stundenthema wird ein Erklärvideo (Youtube) gezeigt. Der Einstieg nimmt etwa 10 Minuten der Unterrichtseinheit ein. In der darauffolgenden Erarbeitungsphase bearbeiten die Schüler*innen ein Arbeitsblatt, welches die Lehrkraft ausgeteilt hat, während die Schüler*innen das Video aufmerksam betrachtet haben. Das Arbeitsblatt soll beim erneuten Betrachten des Videos durch die Schüler*innen einzeln ausgefüllt werden (10 Minuten). In der anschließenden Sicherungsphase haben die Schüler*innen das Arbeitsblatt mit ihrem Sitznachbarn getauscht und die Eintragungen überprüft, verglichen und ergänzt (5 Minuten). Abschließend wurden die Ergebnisse nochmals in einer Lehrer*innen-Schüler*innen-Interaktion zusammengetragen. Zur Sicherung der Ergebnisse hat die Lehrkraft das Arbeitsblatt über den Beamer ausgefüllt dargestellt. Die Schüler*innen haben fehlende Ergebnisse übernommen (10 Minuten). Die Unterrichtseinheit hat passgenau nach 45 Minuten geendet.

Mir wurden in dieser Stunde die einzelnen Phasen einer Unterrichtseinheit sehr deutlich aufgezeigt und dass diese aufeinander aufbauen.

Inwiefern kann man, eurer Meinung nach, die Strukturierung einer Unterrichtseinheit planen bzw. sich an die eigene Planung halten?

Viele Grüße und frohe Weihnachten euch allen.

Euer Phillip

1.3 Kommentar zu Unterrichtsbeobachtungen

1.3.1 Kommentar I zu Blogeintrag Anne

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=52636#p91081

Hallo A., danke für deinen Einblick in die Unterrichtseinheit. Es ist schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich in die Thematik "Kartelle" hingeführt wurde. Mein Mentor hatte einen ganz anderen Herangehensweg. Zu deiner Ausführung der Strukturiertheit. Ich bin voll und ganz deiner Meinung, dass deine Lehrkraft sehrt strukturiert und gewissenhaft durch die Unterrichtseinheit führt. In deinen Ausführungen ist der rote Faden auch als außenstehender erkennbar. Dass die geplante Stunde mit Verspätung begonnen hat, ist sicherlich keine Ausnahme (so meine Erfahrung, es kommen immer sehr viele ungeplante Ereignisse, die schnellstmöglich geklärt werden müssen)... Umso besser, dass deine Lehrkraft fest in ihrem Beruf steht und durch ihre Strukturiertheit auch mit einem solchen Vorfall professionell umgeht. Somit denke ich nicht, dass der verspätete Beginn der Strukturiertheit bzw. dem Ablauf der Einheit geschadet hat.

Eine andere Möglichkeit, um in das Thema einzuführend wäre die zu diskutierende Frage: "Was ist eine Wirtschaftsordnung und warum benötigt man diese in einer funktionierenden Volkswirtschaft?"

Ich freue mich auf weitere Beiträge von dir!

Viele Grüße

1.3.2 Kommentar II zu Blogeintrag Alina

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=55439#p95631

Hallo Al., in Bezug auf deine Unterrichtsbeobachtung zum Thema "Medieneinsatz" möchte ich dir gern einen Kommentar hinterlassen.

Die Frage "Empfindet ihr einen Medieneinsatz mit dem Zweck der Visualisierung für eine Unterrichtsstunde ausreichend?" empfinde ich als sehr sinnvoll. Jedoch ist es mir zuerst schwergefallen die Idee der Lehrkraft nachzuvollziehen, warum eine Grafik stillschweigend den Schüler*innen vorgesetzt wird. Je nach Leistungsstärke/ -schwäche der Klasse hätten auch die Impulse ausbleiben oder auch in großer Zahl aufgezählt werden können.

Eine Visualisierung, die im Verlauf der Unterrichtseinheit "mitwächst", zeigt den Fortschritt bzw. den Verlauf der Lerneinheit. Am Ende steht eine vollständige Grafik, die die Schüler*innen mit gefüllt haben. Dadurch ist eine Verknüpfung des Gelernten mit den vermittelten Inhalten gegeben.

Der Einstieg in die Stunde hätte eventuell klarer formuliert werden können, um den Arbeitsauftrag bzw. das Ziel der Einheit eindeutig darstellen zu können.

Ich werde bei meinen nächsten Hospitationen nun noch genauer auf den Medieneinsatz achten :)

Viele Grüße

Phillip

1.3.3 Kommentar III zu Blogeintrag Anne-Katrin Döhl

https://elearning.ovgu.de/mod/forum/discuss.php?d=55623#p96514

Hallo A.-K., ich möchte gern Bezug zu deiner Unterrichtsbeobachtung vom 28.11.2021 zum Thema Ergebnissicherung nehmen. Die finale Phase (Ergebnissicherung) einer Unterrichtseinheit empfinde ich als einen der wichtigsten Phasen bzw. Aufgaben einer Lehrkraft. Das ablehnende Verhalten der beschriebenen Referendarin kann ich in keinem Fall nachvollziehen.

Im Hinblick auf deinen ersten Diskussionsanreiz, dass ein selbstständiges Mitschreiben vorab eingeübt werden muss, möchte ich zu 100% zustimmen. Die Kompetenz des eigenständigen Mitschreibens von wichtigen Aspekten ist ein fächerübergreifender Aspekt, der von jeder Lehrkraft unterschiedlich stark vorausgesetzt wird bzw. empfunden wird. Gerade als Referendarin kann nicht davon ausgegangen werden, dass die Schüler*innen in der 8. Klasse diese Kompetenz vollumfänglich besitzen. Eine Idee dazu wäre ein verdecktes Tafelbild, welches im Anschluss den Schüler*innen gezeigt wird, um mit den eignen Mitschriften abgeglichen bzw. ergänzt werden zu können.

Der zweite Diskussionsanreiz lässt mich eher an der Berufswahl der Referendarin zweifeln. Die Schüler*innen zeigen selbstständig den Wunsch den vermittelten Unterrichtsstoff zusammengefasst aufschreiben zu wollen und die Referendarin `enttäuscht´ die Schüler*innen bzw. straft sie mit Ablehnung. Dieses Verhalten ist meiner Meinung nach pädagogisch völlig falsch und sollte in einem Reflexionsgespräch dringend besprochen werden.

Ich hoffe, ich kann mit meinem Beitrag weitere Anreize schaffen und dass dein Beitrag alle Leser*innen aufweckt, dieses Verhalten als Lehrkraft zu vermeiden.

Viele Grüße

Phillip

2 Unterrichten

2.1 Unterrichtsentwurf I zum Thema „Der vollständige Wirtschaftskreislauf“

2.1.1 Angaben zur Klassenumgebung

Schulform: Gemeinschaftsschule

Schule: -

Klassenstufe: 10x

Datum: 03. November 2021

Klassenstärke: 14 Schüler*innen

Zeit: 4. Stunde (10.05.10.50 Uhr)

Stundenthema: Der vollständige Wirtschaftskreislauf

2.1.2 Äußere Rahmenbedingungen und Lerngruppenanalyse

Die „Schule“ ist eine ländlich gelegene Schule mit einem weiten Einzugsgebiet, aus den umliegenden Dörfern. Es sind etwa 300 Schüler*innen an der Schule, die von 15 Lehrkräften unterrichtet werden. An der Schule gibt es eine Wirtschaftslehrkraft, wobei in diesem Schuljahr eine Lehrkraft als Seiteneinsteigen neu an die Schule gekommen ist. Diese übernimmt die Wirtschaftskurse von Klasse sieben bis Klasse neun. Ab November kam eine neue Lehrkraft an die Schule, die ihr Referendariat gerade abgeschlossen hat. Die neue Lehrkraft unterrichtet die Unterrichtsfächer Deutsch und Ethik. Die Gemeinschaftsschule verfügt über einen Altbau, indem die Schulklassen fünf und sechs unterrichtet werden sowie den Neubau, indem die Klassenstufen sieben bis zehn unterrichtet werden. Damit kann eine getrennte Hofpause von jungen Schüler*innen (Klasse fünf und sechs) und den größeren Schüler*innen (sieben bis zehn) gewährleistet werden. Dies war gerade zu Beginn der Corona-Krise und einer Rückkehr zum regulären Schulbetrieb sehr wichtig. Weiterhin übernehmen die Schüler*innen der Klassenstufe zehn teilweise die die Hof- sowie Fluraufsicht im Bereich des Altbaus. Somit erwirkt die Schule das Gefühl der gegenseitigen Erziehung und Verantwortung von älteren Schüler*innen zu den Jüngeren. Der Wirtschaftsunterricht kann fachraumunabhängig stattfinden, da jeder Raum an der Gemeinschaftsschule über dieselben Voraussetzungen, wie bspw. einen Computerwagen und Beamer, verfügt.

Zusätzlich verfügen die Räume über einen Overheadprojektor, der jedoch während die Hospitationsstunden nie zum Einsatz kam, ein Waschbecken, eine Tafel sowie Schränke, die von den Schüler*innen genutzt werden können, um Schulbücher, Spiele, Süßigkeiten usw. verstauen zu können. Die Aufteilung der Tische ist ebenfalls identisch geplant. Es gibt drei Bankreihen (Fenster-, Mittel- und Wandreihe) mit jeweils vier bis fünf Tischen, an denen zwei Schüler*innen sitzen können. Der Lehrertisch steht mittig vor der Tafel und hab ein verschließbares Fach, wo Lehrmaterial oder die Fernbedienung für den Beamer gelagert werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1: Raumaufteilung (eigene Darstellung)

Die Klasse 10x besteht aus 14 Schüler*innen, die jeweils aus sieben Jungen und sieben Mädchen aufgeteilt ist. Das Alter der Schüler*innen liegt zwischen 14 und 16 Jahren. Die Schüler*innen wollen in diesem Schuljahr ihren Realschulabschluss erfolgreich abschließen und im Anschluss eine Ausbildung beginnen. In dieser Klasse möchte niemand im Anschluss an ein Gymnasium (wie bspw. an die Kooperationsschule Markgraf-Albrecht-Gymnasium Osterburg), um das Abitur zu absolvieren. Eine Unterrichtseinheit findet am Mittwoch in der vierten Unterrichtsstunde von 10.05-10.50 Uhr statt. Eine weitere Unterrichtsstunde findet am Donnerstagnachmittag in der siebten Stunde von 13.00-13.45 Uhr statt.

Das Klassenklima in der Klasse 10x ist gut, da die Schüler*innen sich meist bereits seit der fünften Klasse oder noch länger kennen. Es findet lediglich eine Gruppenbildung zwischen Jungen und Mädchen statt, wobei ein Schüler oft zu der Mädchengruppe tendiert. Dort ist er dann der „Hahn im Korb“. Die Mitarbeit der Schüler*innen ist oft verhalten und lustlos. Eine selbstständige Meldung findet so gut, wie nie statt. Die Schüler*innen lassen sich „berieseln“, antworten aber stets bei Aufforderung. Das Sozialverhalten der Klasse ist gut, niemand wird völlig ausgegrenzt. Die Kooperationsfähigkeit und Teambereitschaft untereinander ist gegeben. Bei der mündlichen Mitarbeit fallen besonders zwei Jungen positiv auf. Zum einen der Klassen- und Schüler*innensprecher Jan-Malte und zum anderen Henry. Beide haben persönliches Interesse am wirtschaftlichen Geschehen. Nach Aussage der Lehrkraft weisen die Leistungen aus den bisher geschriebenen Tests und die Qualität der Unterrichtsbeiträge auf ein gutes Leistungsniveau der Klasse, wobei einzelne Schüler*innen noch Entwicklungspotential haben. Leistungsstarke Schüler*innen, die sich durch die Tests herauskristallisiert haben, sind wie bereits benannt Jan-Malte und Henry, aber auch Paul und July.

Als Problemschüler stuft die Lehrkraft Angelina ein, da sie auch in anderen Fächern große Probleme hat und im letzten Jahr versetzungsgefährdet war. Zu Beginn des Schuljahres war Angelina oft mit den Gedanken woanders und erledigte die Aufträge der Lehrkraft nur mit Mühe oder gar nicht. In den letzten Wochen konnte man jedoch einen Anstieg bei der Unterrichtsbeteiligung erkennen. Sie scheint Interesse an dem aktuellen Themen der Wirtschaft bzw. den Methoden der Lehrkraft (bspw. Youtube-Videos) zu haben und beteiligt sich immer mehr auch in der Mitarbeit. Ansonsten sind Hobbys und Themen, die die Schüler*innen zurzeit und vor allem die Jungen beschäftigen, das Moped fahren, da die ersten Schüler*innen 15 geworden sind. Auch das übliche Thema Fußball dominiert die Gespräche der Jungen. Ansonsten finden sich die ersten Paare in der Jahrgangsstufe und die Schüler*innen scheinen mitten im Erwachsenwerden zu stecken.

2.1.3 Richt-, Grob-, und Feinlernziele der eigenen Unterrichtseinheit

2.1.3.1 Richtlernziel

Die Schüler*innen sollen auf der Grundlage wirtschaftlicher Zusammenhänge sach- und situationsgerechte, begründete und nachhaltige wirtschaftliche Handlungsoptionen für sich und die Gesellschaft ableiten. Diese ökonomische Handlungskompetenz ergibt sich aus dem Zusammenspiel der ökonomischen Analysekompetenz, der ökonomischen Urteilskompetenz und der ökonomischen Entscheidungskompetenz (vgl. Ministerium für Bildung 2017, S. 4).

2.1.3.2 Groblernziele

Das Groblernziel ergibt sich aus dem ersten Kompetenzschwerpunkt des Lehrplans für den Schuljahrgang 10 und lautet: Die Schüler*innen können die „Funktionen des Staates in der Volkswirtschaft darstellen und erörtern“ (ebd., S. 18).

2.1.3.3 Feinlernziele

Alle Feinlernziele der Unterrichtsstunde ergeben sich aus der ökonomischen Analysekompetenz:

- Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Einflussnahme auf das Wirtschaftsgeschehen in Deutschland untersuchen
- ausgehend vom ökonomischen Verhaltensmodell mögliche ökonomische (Anreiz-) Wirkungen gesetzlicher Vorgaben beschreiben (ebd.)

So wurden während der Unterrichtsstunde folgende Feinlernziele verfolgt:

Die Schüler*innen könne die Fachbegriffe des `vollständigen Wirtschaftskreislaufes´ erklären und mit Hilfe eines Kreuzworträtsels anwenden. Auf der Grundlage des `einfachen Wirtschaftskreislaufes´ können die Schüler*innen ihr Vorwissen prüfen und auf den `vollständigen Wirtschaftskreislauf´ anwenden sowie die 4 Sektoren inkl. Der Geld- bzw. Güterkreisläufe nennen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 73 Seiten

Details

Titel
Schulpraxissemester im Fach Wirtschaft. Methode des Rollenspiels im ökonomischen Unterricht
Hochschule
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Note
1,7
Autor
Jahr
2022
Seiten
73
Katalognummer
V1172510
ISBN (Buch)
9783346598004
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schulpraxissemester, fach, wirtschaft, methode, rollenspiels, unterricht
Arbeit zitieren
Phillip Wisotzky (Autor:in), 2022, Schulpraxissemester im Fach Wirtschaft. Methode des Rollenspiels im ökonomischen Unterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1172510

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Schulpraxissemester im Fach Wirtschaft. Methode des Rollenspiels im ökonomischen Unterricht



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden