Sport nimmt einen wichtigen Teil in der Gesellschaft ein. Nicht ohne Grund unterstützen daher immer mehr namenhafte Unternehmen durch Sponsoring Einzelsportler, Mannschaften oder gar ganze Vereine. Durch die bewusste Unterstützung von Sportlern versucht das Unternehmen so den Kunden auf Produkte und Dienstleistungen aufmerksam zu machen. In der Unternehmenskommunikation gibt es kaum eine effektivere Methode als Sponsoring und somit ist es ein fester Bestandteil im Kommunikationsmix der Unternehmen geworden. Die reine Abgrenzung über die Produkte reicht häufig nicht mehr aus, um sich gegenüber der Konkurrenz Wettbewerbsvorteile zu verschaffen. Die gezielte Auswahl der Zielgruppen, als essentielles Element von Sponsoring, tritt somit immer mehr in den Vordergrund. Für Vereine, Mannschaften und Einzelsportler ist Sponsoring ein wichtiges Finanzierungsinstrument, denn für alle Personen und Organisationen, die nicht gewinnorientiert arbeiten, stellt sich immer wieder das Problem, an die nötigen Finanzmittel für das Ausüben der Sportart zu gelangen. Häufig bildet eine schriftliche Vereinbarung, also ein Vertrag, die Grundlage für ein Sponsoring-Engagement. In ihm werden der Gegenstand und der Inhalt der Zusammenarbeit zwischen Sponsor und Gesponsertem genau definiert und die Rechte und Pflichten der beiden Vertragspartner festgehalten. Im Verlaufe dieser Arbeit werden die Autoren ein theoretisches Marketingkonzept zwischen den Einzelsportlern Björn und Arndt Goldschmitt und dem Unternehmen Wild GmbH vorstellen und anhand dieses Sportsponsoring-Engagements systematisch auf die Aspekte eines erfolgreichen Sponsoring-Konzepts eingehen.
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 BEGRIFF DES SPONSORING
2.1 Merkmale des Sponsoring
2.2 Erscheinungsformen von Sponsoring
3 EINZELSPORTLERSPONSORING
4 ENTWICKLUNG EINES SPONSORING-KONZEPTES
4.1 Ziele des Sportsponsorings aus Sicht des Sportlers
4.2 Identifizierung der Zielgruppen des Sportsponsorings
5 SPONSOR UND SPONSORINGNEHMER
5.1 Caps
5.2 Die Goldschmidt-Brüder
6 GRÜNDE FÜR EINE ZUSAMMENARBEIT AUS SICHT DES UNTERNEHMENS
7 GRÜNDE FÜR EINE ZUSAMMENARBEIT AUS SICHT DER GOLDSCHMIDT-BRÜDER
8 MAßNAHMEN FÜR DAS SPORTSPONSORING
9 FAZIT
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die Arbeit analysiert das Sponsoring-Konzept zwischen dem Unternehmen Wild GmbH (mit dem Produkt "Caps") und den Kanusportlern Björn und Arndt Goldschmidt, um die gegenseitigen Vorteile und die strategische Planung eines solchen Engagements aufzuzeigen.
- Grundlagen und Definitionen des Sponsoringbegriffs
- Analyse der Sponsoringziele aus Unternehmens- und Sportlersicht
- Bedeutung der Zielgruppenidentifikation für Sponsoringkonzepte
- Vorstellung der Akteure und des Produktportfolios
- Ableitung konkreter Sponsoring-Maßnahmen für die Praxis
Auszug aus dem Buch
2.1 Merkmale des Sponsoring
Besondere Merkmale des Sponsorings sind: 1) Prinzip von Leistung und Gegenleistung „Sponsoring beruht auf dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung. Der Sponsor erbringt eine Leistung in Form von Geld-, Sach- oder Dienstleistungen und erwartet vom Gesponserten dafür eine Gegenleistung.“ (Bruhn, 2003, S. 7). Die Bekanntheit und das Image durch den Erfolg des Gesponserten sind in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung.
2) Fördergedanke. Da sich der Sponsor auch inhaltlich mit den Aufgaben des Gesponserten identifiziert, kommt zu einem großen Teil der Fördergedanke gegenüber dem Gesponserten zum Ausdruck und nicht der reine Kauf von Werbeflächen gegen Entgelt. (Vgl. Bruhn, 2003, S. 7)
3) Kommunikative Funktionen für das Unternehmen. Primär ist Sponsoring für Unternehmen ein Kommunikationsinstrument. Mit Hilfe der Medien versuchen sich Unternehmen durch Sponsoring öffentlichkeitswirksam zu präsentieren.
4) Systematischer Planungs- und Entscheidungsprozess. Essentieller Bestandteil von Sponsoring ist ein systematischer Planungs- und Entscheidungsprozess. Hierbei werden einzelne Maßnahmen zielgruppenorientiert geplant und durchgeführt und die Ziele des Unternehmens formuliert.
5) Baustein in der integrierten Unternehmenskommunikation. „Damit ist Sponsoring von Unternehmen nicht isoliert, sondern im Verbund mit anderen Marketing- und Kommunikationsinstrumenten einzusetzen.“ (Bruhn, 2003, S. 8)
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einführung in die Relevanz von Sponsoring als Finanzierungsinstrument und Kommunikationsmethode.
2 BEGRIFF DES SPONSORING: Definition und Erläuterung der fünf wesentlichen Merkmale des Sponsoring sowie Abgrenzung der Hauptbereiche.
3 EINZELSPORTLERSPONSORING: Diskussion der finanziellen Unterstützung und Risiken bei der Förderung von Einzelsportlern.
4 ENTWICKLUNG EINES SPONSORING-KONZEPTES: Darstellung des Planungsprozesses inklusive Situationsanalyse sowie ökonomischer und kommunikativer Sponsoringziele.
5 SPONSOR UND SPONSORINGNEHMER: Vorstellung des isotonischen Getränks "Caps" und der sportlichen Profile der Goldschmidt-Brüder.
6 GRÜNDE FÜR EINE ZUSAMMENARBEIT AUS SICHT DES UNTERNEHMENS: Analyse der Vermarktungsvorteile und strategischen Erwägungen der Wild GmbH.
7 GRÜNDE FÜR EINE ZUSAMMENARBEIT AUS SICHT DER GOLDSCHMIDT-BRÜDER: Erläuterung der Vorteile für die Sportler, wie die Deckung von Trainingskosten und Imagegewinn.
8 MAßNAHMEN FÜR DAS SPORTSPONSORING: Auflistung potenzieller Marketinginstrumente von Print-Anzeigen bis hin zu öffentlichen Auftritten.
9 FAZIT: Resümee über die Synergieeffekte der Kooperation und die Risikoeinschätzung der Zusammenarbeit.
Schlüsselwörter
Sponsoring, Sportsponsoring, Wild GmbH, Caps, Einzelsportler, Marketingkonzept, Kommunikationsinstrument, Zielgruppenbestimmung, Kanurennsport, Öffentlichkeitsarbeit, Imageaufbau, Sponsoringvertrag, Finanzierungsinstrument, Markenkommunikation, Leistungssport.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Seminararbeit?
Die Arbeit untersucht ein praktisches Marketingkonzept für die Zusammenarbeit zwischen einem Unternehmen (Wild GmbH) und zwei Einzelsportlern (den Goldschmidt-Brüdern) im Bereich des Sportsponsorings.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Sponsoring, die strategische Planung von Sponsoring-Konzepten, die Zielgruppenanalyse sowie konkrete Umsetzungsmaßnahmen ab.
Was ist das primäre Ziel der Autoren?
Das Ziel ist es, ein systematisches Sponsoring-Konzept zu entwickeln und aufzuzeigen, wie beide Parteien durch eine Kooperation ihre jeweiligen Ziele, wie Imageverbesserung oder Kostendeckung, erreichen können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Es handelt sich um eine konzeptionelle Ausarbeitung, die auf theoretischer Literatur zum Sponsoring (insbesondere von M. Bruhn) basiert und diese auf das spezifische Fallbeispiel "Caps/Goldschmidt-Brüder" anwendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit primär behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition, die Erläuterung des Planungsprozesses, die Vorstellung der Akteure sowie die detaillierte Analyse der Kooperationsgründe und möglicher Sponsoring-Maßnahmen.
Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sportsponsoring, Zielgruppenorientierung, Kommunikationsmix, Einzelsportlerförderung und Sponsoringstrategie beschreiben.
Welche Rolle spielt das Produkt "Caps" in der Analyse?
Caps dient als konkretes Fallbeispiel für ein isotonisches Getränk, dessen Markenkommunikation durch das Sponsoring von Ausdauersportlern gestärkt werden soll.
Warum wird gerade der Kanurennsport als Beispiel gewählt?
Der Kanurennsport wird als Randsportart mit erfolgreichen Akteuren bewertet, was für die Wild GmbH eine kosteneffiziente und glaubwürdige Möglichkeit bietet, eine leistungsorientierte Zielgruppe direkt anzusprechen.
Welche Risiken für den Sponsor werden in der Arbeit identifiziert?
Die Autoren benennen sportliche Misserfolge, das Verletzungsrisiko der Sportler sowie mögliche negative Einflüsse aus dem Privatleben der Athleten auf das Image des Sponsors als wesentliche Risikofaktoren.
- Quote paper
- Christian Reif (Author), Nicklas Dietrich (Author), 2008, Ein Marketingkonzept für Einzelsportler, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117251