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Brian Friel’s “Translations”. Irish Drama and literature in transition: a new conscience of Irish culture and identity at the end of the 20th century

Title: Brian Friel’s “Translations”. Irish Drama and literature in transition: a new conscience of Irish culture and identity at the end of the 20th century

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Matthias Schollmeyer (Author)

English Language and Literature Studies - Literature
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Wie im vergangenen Literatur-Hauptseminar zur Umwandlung, Geschichte und Reformation der irischen Dramen deutlich wurde, hat es gerade im Verlauf der letzten Jahrzehnte eine Revolution im Denken und Wirken irischer Theater-Autoren (und dementsprechend in der Popularität ihrer Stücke) gegeben, die diese in noch stärkerem Maße mit einer eigenen irischen Identität ausstatteten und in ihrer Vielfalt sowie der Symbolhaftigkeit eine neue, modernere Epoche des irischen Dramas geprägt haben. Von besonderer Signifikanz war diese Entwicklung insbesondere deshalb, da dies auch in engem Zusammenhang mit Irlands Kolonisationshintergrund, seiner Unabhängigkeitsbestrebungen und dem Wunsch vieler Iren nach kultureller Eigenständigkeit, innenpolitischer Unruhen, aber auch dem wirtschaftlichem Ab - und Wiederaufstieg begründet liegt und erklärt werden muss. Denn dies ist es letztlich, was das irische Theater ausmacht – die Frage bzw. Hinterfragung irischer Identität und ihre Verarbeitung in der Dramenkultur Irlands:

„Ever since Lord Mountjoy and Neale Moore watched Goroduc in Dublin Castle in the months before the Battle of Kinsale in 1601, Irish audience have brought into the theatre a concern with what it means to be Irish (or to be in Ireland, which is not necessarily the same thing).“

Doch gerade rückblickend auf die Theatergeschichte der vergangenen Jahrhunderte galt es für die Autoren der Dramen den Spagat zwischen den vorherrschenden Definitionen irischer Kultur, der Geschichte Irlands und der eigenen kreativen Freiheit zu finden, was sich nicht immer einfach gestaltete. Dies lässt sich in erster Linie durch eine fehlende Dramen- und Theaterkultur erklären, die erst durch die britische Kolonisation Einzug in die Kultur Irlands hielt. Es gab zwar bereits zu Beginn des Mittelalters vielschichtige Formen von öffentlichen Darbietungen, die zumeist die Rezitation von Geschichten und Gedichten umfassten, aber Theater in seiner Definition als religiös, gesellschaftskritisch, politisch oder auch nur ästhetisch ambitionierte Szenendarstellung und künstliche Kommunikationsform zwischen Darstellern und Publikum war dies nicht.

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Hauptteil

2.1 Die kulturelle Revolution Irlands – die Hintergründe

2.2 Das Abbey-Theatre und das Irish Literary Revival

2.3 Brian Friel – A new beginning

2.4 Translations – Analyse

3. Schlussfolgerung

4. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entwicklung und Bedeutung des irischen Theaters, insbesondere im Hinblick auf Brian Friels Drama "Translations", um aufzuzeigen, wie das Theater als Medium für die Auseinandersetzung mit irischer Identität, kulturellem Erbe und dem Einfluss kolonialer Fremdbestimmung fungiert.

  • Historische Hintergründe der irischen kulturellen Identität
  • Die Rolle des Abbey-Theatre und des Irish Literary Revival
  • Die Bedeutung von Sprache als Machtinstrument und Identitätsmerkmal
  • Brian Friels "Translations" als Analyse der irischen Kultur in der Transition
  • Die Reflexion des Nordirland-Konflikts im modernen irischen Drama

Auszug aus dem Buch

2.4 Translations – Analyse

In besonderer Weise kommt in Brian Friel’s Translations der spirituelle Verlust zur Geltung, der sich auf Irlands Boden/Land, vor allem aber auf seine Identität und Kultur bezieht: „More broadly, it is a parable of human searching after communion and permanence, and the rupture of contact, as the islanders abandon Inishkeen, between a people and their untenable home, its places and their legend.”

Zeitlich in das Jahr 1833 zurückverlegt und in einer Hedge-School in der Umgebung von Baile Beag/Ballybeg, einer Irischsprachigen Gemeinschaft im County Donegal, angesiedelt, schildert Friel anschaulich die Umstände einer systematischen Kartographisierung Irlands durch Mitglieder der britischen Armee. Diese umfasst einer Transliteration bzw. einer möglichst akkuraten Übersetzung bestehender gälischer Straßen- und Ortsnamen, ohne jedoch auf die geschichtlichen Hintergründe bzw. die Geschichte, die hinter vielen gälischen Namen stehen, Rücksicht zu nehmen.

Friel sagte zwar selbst, dass Translations einzig und allein mit Sprache zu tun hat, dennoch ist es von seinem Handlungsort bzw. -zeitraum eindeutig ein historisches Stück, das neben der Frage nach irischer Kultur und Identität (die in Friels Werk insbesondere durch die Sprachenproblematik thematisiert wird) zudem auch eine jenseits kultureller und sprachlicher Barrieren entstandene Liebesgeschichte als Handlungselement mit einbezieht bzw. diese letztlich als tragisches Hauptelement des Dramas beinhaltet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des irischen Theaters als Medium zur Hinterfragung nationaler Identität und die Herausforderungen durch den kolonialen Hintergrund Irlands ein.

2. Hauptteil: Der Hauptteil analysiert die historische Entwicklung der kulturellen Identität, die Gründung des Abbey-Theatres, die Karriere von Brian Friel und eine detaillierte Untersuchung des Dramas "Translations" hinsichtlich sprachlicher und politischer Konflikte.

2.1 Die kulturelle Revolution Irlands – die Hintergründe: Dieses Kapitel beschreibt die soziokulturellen Auswirkungen der britischen Kolonisation und der Unterdrückung der irischen Sprache sowie das Streben nach kultureller Eigenständigkeit.

2.2 Das Abbey-Theatre und das Irish Literary Revival: Das Kapitel beleuchtet die Gründung des Abbey-Theatres als Zentrum für das moderne irische Drama und dessen Rolle bei der Wiedererweckung nationaler Identität.

2.3 Brian Friel – A new beginning: Hier wird Brian Friels künstlerischer Ansatz analysiert, sich von traditionellen Konventionen zu lösen und das zeitgenössische irische Theater durch eine kritische Auseinandersetzung mit Identitätsfragen zu prägen.

2.4 Translations – Analyse: Dieses Kernkapitel untersucht "Translations" als Parabel auf den Identitätsverlust durch Sprache und die Auswirkungen des kolonialen Imperialismus auf die irische Seele.

3. Schlussfolgerung: Das Fazit fasst die Rolle des Theaters als notwendiges Instrument für die irische Identitätsfindung zusammen und betont die Bedeutung von Brian Friels Werk für die Überwindung des kulturellen Konflikts.

4. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Irland, irisches Theater, Brian Friel, Translations, Identität, kulturelles Erbe, Sprache, Kolonisation, Abbey-Theatre, Irish Literary Revival, Nordirland-Konflikt, kulturelle Identität, Drama, Tradition, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkung zwischen irischer Geschichte, Identitätsfindung und der Rolle des Theaters als kritisches Medium im 20. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind der Einfluss britischer Kolonisation auf die irische Sprache, die Bedeutung der kulturellen Tradition und der Versuch einer Identitätswiedererlangung durch moderne Dramen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Brian Friels Drama "Translations" das Zusammenwirken von Sprache, Geschichte und Identität nutzt, um die kulturelle Zerrissenheit Irlands kritisch zu hinterfragen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die historische Kontexte mit einer detaillierten Interpretation der dramatischen Mittel in Friels Werk verbindet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Aufarbeitung des "Irish Literary Revival", die Etablierung des Abbey-Theatres sowie eine tiefgehende Analyse von Friels "Translations" in Bezug auf politische und gesellschaftliche Umstände.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie irische Identität, kulturelle Revolution, Sprache, Brian Friel, Kolonisation und postmoderne Dramatik charakterisiert.

Wie beeinflusst die Sprache die Identität der Charaktere in "Translations"?

Sprache wird als entscheidendes Machtinstrument dargestellt; der Verlust der gälischen Sprache führt in Friels Werk zum Verlust der kulturellen Verankerung und damit der eigenen Identität.

Inwieweit lässt sich das Drama als Parabel auf den Nordirland-Konflikt lesen?

Friel überträgt historische Konflikte um 1830 in einen Diskurs, der die politische Zerrissenheit und die Eskalation zwischen verschiedenen Gruppen reflektiert, was eine Brücke zur Situation in Nordirland schlägt.

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Details

Title
Brian Friel’s “Translations”. Irish Drama and literature in transition: a new conscience of Irish culture and identity at the end of the 20th century
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Institut für Fremdsprachliche Philologien)
Course
Literature – Contemporary Irish Drama
Grade
2,0
Author
Matthias Schollmeyer (Author)
Publication Year
2006
Pages
26
Catalog Number
V117265
ISBN (eBook)
9783640196845
ISBN (Book)
9783640196937
Language
German
Tags
Brian Friel’s Irish Drama Irish Literature Contemporary Irish Drama
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Schollmeyer (Author), 2006, Brian Friel’s “Translations”. Irish Drama and literature in transition: a new conscience of Irish culture and identity at the end of the 20th century, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/117265
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